Die Swiss League nimmt Fahrt auf – und plötzlich ist der HC Sierre und der EHC Visp der Massstab

Nach sieben Spielen ziert zwar der EHC Basel die Tabelle, aber mit zwei Spielen weniger ist der HC Sierre direkt auf den Versen (und nach Verlustpunkten Leader). Der EHC Visp liegt nach Verlustpunkten auf Rang drei.

Die Saison ist noch jung. Sehr jung. Eigentlich zu jung für grosse Urteile. Aber Hockey ist keine Wissenschaft, die geduldig auf die Wahrheit wartet. Hockey produziert Wahrheiten im Wochentakt.

Und deshalb darf man nach dieser ersten Phase der Swiss League durchaus einmal innehalten.

Der EHC Basel führt die Tabelle mit 18 Punkten an. Basel hat in sieben Partien fünfmal nach 60 Minuten gewonnen, einmal nach Verlängerung und erst einmal verloren. Dazu kommt ein Torverhältnis von 23:15. Die Mannschaft wirkt nicht spektakulär überdreht, sondern bemerkenswert stabil. Doch die eigentliche Geschichte dieser frühen Saison spielt im Südwesten der Schweiz – im Wallis (Sierre und Visp liegen südlicher als Ambri).

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Der EHC Basel setzt den Takt, der HC Sierre schreibt die erste grosse Geschichte

Die Swiss League hat kaum richtig Fahrt aufgenommen, und doch zeichnet sich bereits etwas ab: Der EHC Basel marschiert vorneweg, der HC Sierre drängt mit Macht nach oben – und dahinter beginnt das grosse Gedränge.

Es sind erst wenige Spieltage gespielt. Eigentlich viel zu früh für grosse Wahrheiten. Aber das ist das Schöne am Eishockey: Kaum ist das erste Bully gefallen, beginnt die Tabelle bereits Geschichten zu erzählen.

Und die erste Geschichte heisst EHC Basel. Sechs Spiele, 16 Punkte. Das ist kein Zufallsprodukt eines gelungenen Wochenendes. Basel hat bislang fünf Partien in regulärer Spielzeit gewonnen und sich damit früh an die Spitze gesetzt. Besonders bemerkenswert: Die Mannschaft musste zuletzt innerhalb weniger Tage zweimal gegen Olten antreten – und gewann beide Male. Danach folgte am 29. September der nächste Sieg in Chur.

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EHC Visp und HCC auf dem Sprung – die National League zittert vor der Swiss League

Gegenwärtig kämpfen der EHC Visp und der HC La Chaux-de-Fonds in der Swiss League um den Einzug ins Finale, mit dem Ziel, die Liga-Qualifikation zu erreichen. Die National League will ihre jedoch «ihre geschützte Werkstatt» ausbauen; durch das «Dazwischenschalten» den Ausbau der Swiss League zu einer U23-Meisterschaft. So soll der Aufstieg eines Teams aus der unteren Liga noch schwerer werden.

In der stärksten Liga Europas, in Schweden, hat sportliches Versagen in der höchsten Liga Konsequenzen: Der Verlierer aus der Serie der beiden letztplatzierten steigt direkt ab. Und sportlicher Erfolg in der zweithöchsten Spielklasse wird belohnt: Der Sieger steigt auf. Auf die laufende Saison hin kehrte beispielsweise das Traditionsteam Djurgarden Stockholm in die höchste Liga zurück.

Ebenso in Deutschland, dem bevölkerungsreichten Land in Europa: Der Sieger der DEL2 steigt auf. Der Verlierer der DEL findet sich eine Klasse tiefer wieder.

Anders in der Schweiz. Durch die Hürde der Liga-Qualifikation ist National League bereits zur «geschützten Werkstatt» mutiert.

U23 soll Niveau verwässern

Nun soll der Graben noch grösser werden: Der National League schwebt vor, die Swiss League zu einer erweiterten U23-Meisterschaft zu degradieren; sprich die aktuellen Swiss-League-Clubs werden durch U23-Mannschaften der National-League ergänzt; dadurch sollen Spieler länger Zeit haben, sich zu entwickeln. Gleichzeitig sinkt jedoch das Niveau der Liga.

Was wollen die Fans

Wer sich unter den Fans umhört, kommt immer wieder auf diesen Modus: Zwei durchlässige Zwölfer-Ligen. Das stärkt die Attraktivität beider Ligen. Denn:

  • In der National League wird bei diesem Modus immer gegen den Abstieg gekämpft und nicht immer wieder nur um die goldene Ananas.
  • In der Swiss League geht es immer um den Aufstieg.

Doch genau das versucht die NL mit allerhand Regularien konsequent zu verhindern, damit ja nicht eine Mannschaft zumindest «eine Ehrenrunde» in der unteren Liga drehen muss.

Alle schauen zu EHC Visp und HCC

Gegenwärtig kämpfen der EHC Visp und der HC La Chaux-de-Fonds gegeneinander um den Einzug ins Finale der Swiss League. Diese beiden Mannschaften würden die Bedingungen für den Aufstieg in die höchste Spielklasse erfüllen … mit dem nicht-aufstiegsberechtigten HC Sierre wartet aber ein grosser Brocken.

Sollte sich aber Visp oder La Chaux-de-Fonds im Finale durchsetzen, dürfte der HC Ajoie oder Ambri zittern.

Daniel Gerber

EHC Olten strebt nach der Butter auf dem HC Thurgau-Brot

Nach zwei Playoff-Viertelfinal-Runden sticht vor allem eine Serie heraus: Der EHC Olten konnte sich in beiden Partien gegen den HC Thurgau durchsetzen – der siebte der Qualifikation bedrängt damit die Ostschweizer erheblich.

Das Startdrittel im Auftaktspiel konnte der HC Thurgau noch für sich entscheiden, doch zuletzt siegte der EHC Olten mit 6:3-Toren und auf eigenem Eis setzte sich die Mannschaft aus dem Kanton Solothurn erneut durch.

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EHC Basel ringt EHC Arosa nieder – EHC Visp und HC La Chaux-de-Fonds verbleiben im «Aufstiegsrennen»

Der EHC Basel triumphiert nun doch über den EHC Arosa: Gleich zweimal in Folge siegte das Team vom Rheinknie über die Equipe aus dem Kanton Graubünden. Und der EHC Visp sowie der HC La Chaux-de-Fonds erhalten die Bewilligung, um in die National League aufzusteigen.

Lange tat sich der EHC Basel in der Swiss League schwer gegen die Mannschaften aus dem Kanton Graubünden. Gegen den EHC Chur hat Basel drei von vier Spielen verloren. Und gegen den EHC Arosa musste sich das Team von Trainer Eric Himelfarb in den beiden ersten Begegnungen geschlagen geben.

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Die Durststrecke des EHC Basel hält an

Nach der 2:5-Niederlage gegen Aufsteiger EHC Arosa, der zweiten Pleite gegen den Traditionsklub aus Graubünden innerhalb weniger Wochen, ist klar: Der EHC Basel steckt tief in der Krise. 18 Spiele sind in der Swiss League absolviert, und die Nordwestschweizer liegen unter dem Strich; ein beunruhigendes Zwischenfazit für einen Klub, der mittelfristig das Potenzial zum Aufstieg hat.

Fünf der letzten sechs Partien gingen verloren. Das Selbstverständnis, das der Qualifikationssieger der letzten Saison ausstrahlte, ist verschwunden. Besonders bitter: Gegen den (sich stark schlagenden) EHC Arosa verlor der EHC Basel gleich beide Saisonspiele, dies mit 0:2 und 2:5-Toren. Oder anders gesagt: Basel kriegte in 120 Spielminuten gegen den Aufsteiger nur gerade zwei Tore hin.

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Nur ein Team wurde so schnell Meister wie der EHC Visp

Ein absoluter Rekord in der Swiss League: Neben dem EHC Visp schaffte es nur der HC La Chaux-de-Fonds einmal innerhalb von 14 Spielen die Playoffs zu gewinnen.

Der 25. März 2025 geht nicht nur für den EHC Visp als ein besonderes Datum in die Schweizer Eishockey-Geschichte ein: Visp gewinnt auswärts beim EHC Basel das fünfte und somit letzte Playoff-Final-Spiel. Und dies in einem packenden Drama. Zuerst führt die Heimmannschaft mit 2:0-Toren. Den enorm wichtigen Anschlusstreffer liefert Yannick Brüschweiler, der zuvor beim ersten Treffer der Basler auf der Strafbank gesessen hatte. Bald gelingt sogar der Ausgleich, doch im Schlussdrittel geht erneut der EHCB in Führung, erneut in Überzahl. Doch dann gelingt dem EHC Visp die Wende und in den letzten 2:46 Minuten kämpft Basel ohne Torhüter und dafür mit einem sechsten Feldspieler um den Ausgleich – doch die Walliser halten tapfer dagegen; zuerst sogar während zwei Minuten mit zwei Mann weniger, da Visp eine Strafe absitzen muss.

Der Tempo-Rekord des EHC Visp

Nur einmal hat eine Mannschaft in so wenig Spielen die Playoffs gewonnen: Nach 14 Duellen ist bisher nur einmal der HC La Chaux-de-Fonds Meister in der Swiss League geworden, dies im Jahr 2023. Der Rekord davor lag beim SC Langenthal, der sich im Jahr 2019 nach 15 Spielen durchgesetzt hatte.

Der EHC Visp ist somit zum dritten Mal Playoff-Sieger, nach 2014 und 2011 sowie zum insgesamt vierten Mal Meister in der zweithöchsten Spielklasse (1960, damals folgte übrigens der Aufstieg in die höchste Liga, gekrönt mit dem Titel 1962).

Titel auswärts geholt, wie HCC 2023

Der EHC Visp ist auf fremdem Eis Meister geworden, anders als der HC La Chaux-de-Fonds im Jahr 2024 (daheim gegen die GCK Lions) und gleich wie – ebenfalls – der HC La Chaux-de-Fonds 2023 (auswärts beim EHC Olten).

EHC Basel in Bedrängnis – EHC Olten in Fahrt

Mit einem 7:0-Sieg setzt sich der EHC Olten gegen den EHC Basel durch – nun kommt es bei einem Serienstand von 3:3 zum ultimativen Showdown in Basel. Während der EHCB seine drei Siege «erst» in der Overtime realisierte, war der EHCO jeweils nach 60 Minuten «durch». Schafft Olten jetzt das «Unmögliche»?

Nun wird es eng für den EHC Basel: Basel führte in der Serie 1:0 und später 3:1, jetzt ist der EHC Olten resultatmässig wieder auf Augenhöhe.

Joel Marchon erneut mit Blitzstart

Joel Marchon, der in Spiel fünf bereits nach 13 Sekunden für den EHC Olten getroffen hatte, war nun in Spiel sechs erneut für eine frühe Torproduktion zuständig: Diesmal traf Marchon nach 49 Sekunden und in der 5. Minute lieferte er bereits das 2:0.

Und hatte Basel im fünften Duell noch ein Chancenplus von 49:26 Schüssen erarbeitet, lag Olten mit 35:34 knapp vorne.

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EHC Olten verkürzt Serie – knack EHC Visp den Rekord des SC Langenthal?

Der EHC Olten hält sich in der Serie gegen den EHC Basel und verkürzt auf 2:3. Der EHC Visp beendet die Serie gegen den HC Thurgau mit vier Siegen in vier Spielen und kassiert dabei nur vier Gegentore! Nun wackelt der Rekord des SC Langenthal aus dem Jahr 2019

Unter Trainer Heinz Ehlers kassierte der EHC Visp nur vier Gegentore in den vier Halbfinal-Spielen gegen den HC Thurgau. Das heisst für das Finale: Der nächste Visp-Gegner wird offensiv entweder nicht viel stärker oder aber schwächer sein als der HC Thurgau: Der EHC Basel schoss in der Qualifikation nur sieben Tore mehr geschossen als der HCT, der EHC Olten dagegen 16 Tore weniger.

Wird SC Langenthal-Rekord getoppt?

Der bisherige Rekord mit der geringsten Anzahl an Spielen, die zum Titel in der Swiss League reichten, trägt der SC Langenthal. Der SCL holte die Meisterschaft nach 15 Spielen (4:1 im Viertelfinale gegen den EHC Kloten, 4:2 im Halbfinale gegen den EHC Olten und 4:0 im Finale gegen den HC La Chaux-de-Fonds, der damals Qualifikationssieger war). Detail am Rande: Gleich wie der EHC Visp jetzt, war Langenthal damals Qualifikations-Vierter. Visp steht nun nach neun Spielen im Finale (4:1 gegen Sierre und 4:0 gegen Thurgau).

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EHC Arosa zurück in der Swiss-League: Rekurs gutgeheissen

Der EHC Arosa hat im Streit um die «Arosa Ice Classics» einen wichtigen Erfolg erzielt. Die Rekursinstanz des Schweizerischen Eishockeyverbandes hat entschieden, dass der Traditionsanlass weiterhin an einem spielfreien Tag zwischen Weihnachten und Neujahr stattfinden darf. Damit ist der Weg frei für den Aufstieg in die Sky Swiss League. Die sportlichen Voraussetzungen erfüllen die Bündner bereits.

Ende Januar 2025 hatte die Lizenzkommission das Aufstiegsgesuch des EHC Arosa gutgeheissen. Der Club erfüllte sämtliche Kriterien in den Bereichen Wirtschaftlichkeit, Sport, Logistik, Infrastruktur, Sicherheit und sportmedizinischer Dienst.

Gemäss Reglement musste der Club mit der Lizenzkommission eine verbindliche Aufstiegsvereinbarung abschliessen. Doch genau hier gab es einen Streitpunkt: Der EHC Arosa weigerte sich, die Vereinbarung zu unterzeichnen, weil ein Passus über die «Arosa Ice Classics» nicht akzeptabel war. Die Lizenzkommission verfügte daraufhin am 26. Februar 2025, dass der Club nicht aufstiegsberechtigt sei.

Rekurs gutgeheissen

Der EHC Arosa reichte umgehend Rekurs ein und beantragte die Aufhebung des Entscheids sowie die Anpassung des entsprechenden Passus. Die Rekursinstanz kam nach eingehender Prüfung zu folgendem Schluss: Der Anlass «Arosa Ice Classics» ist ein Freundschaftsspiel und hat keinen Einfluss auf den Meisterschaftsbetrieb.

Der EHC Arosa hat fristgerecht eine Anpassung beantragt und seine Bereitschaft zur Unterzeichnung signalisiert. Die Bewilligung von Freundschaftsspielen fällt nicht in die Kompetenz der Lizenzkommission und sollte nicht Bestandteil der Aufstiegsvereinbarung sein. Auf dieser Basis wurde der Rekurs gutgeheissen, die Vereinbarung entsprechend angepasst und der EHC Arosa offiziell zum Aufstieg zugelassen.

Sportlich bereits qualifziert

Neben der formellen Bestätigung hat der EHC Arosa auch die sportlichen Voraussetzungen für den Aufstieg erfüllt. Mit der Qualifikation für den Playoff-Halbfinal steht der Club sportlich auf einem soliden Fundament.

Die finanzielle Situation des Clubs wurde im Rahmen des Rekurses nicht geprüft. Die definitive Lizenzerteilung obliegt der Lizenzkommission der Swiss League. Bis spätestens 15. Juli 2025 muss der EHC Arosa den jährlichen Saisonbericht einreichen, bevor die Lizenz definitiv erteilt wird.

Das ist die neue Swiss League

Wenn der EHC Arosa die Lizenz für die Swiss League definitiv erhält, sieht die neue Swiss League so aus: EHC Olten, HC La Chaux-de-Fonds, EHC Visp, HC Thurgau, GCK Lions, EHC Basel, HC Sierre, EHC Winterthur, EHC Chur, GDT Bellinzona Snakes und neu auch der EHC Arosa.