Spitzentrio EHC Olten, HCC und GCK Lions gewinnt – zum dritten Mal in Folge kein Doppeltorschütze

Der EHC Olten, der HC La Chaux-de-Fonds und die GCK Lions – sprich das Spitzentrio – gestalten ihre Matches siegreich. Und: Zum dritten Mal in Folge gibt es in der Liga keinen Doppeltorschützen. Alle Infos im Round-up zur Swiss League.

  • EHC Olten zeigt Effizienz: Der EHC Olten gewinnt mit 5:2-Toren gegen den EHC Visp, dies bei einem Torschuss-Verhältnis von 28:30 Schüssen.
  • SC Langenthal mit zu-Null-Sieg: Der SC Langenthal gewinnt mit 4:0-Toren über die Ticino Rockets und hievt sich damit auf den siebten Tabellenrang.
  • HC Thurgau verliert trotz Chancenplus: Der HC Thurgau erarbeitet sich ein Chancenplus von 41:32 Schüssen, verliert aber auswärts beim HC Sierre mit 2:5 Toren.
  • EHC Basel verliert nach Führung gegen HCC: Der EHC Basel verliert nach einer 1:0-Führung mit 2:1-Toren gegen den HC La Chaux-de-Fonds.
  • EHC Winterthur verliert Spektakel-Spiel: Der EHC Winterthur bleibt den GCK Lions zwar auf den Versen und kommt nach einer 1:0-Führung auf 3:4, 4:5 und 6:7 heran. Doch zuletzt ist die 16. Niederlage in Serie Realität.
  • Erneut kein Torschütze doppelt: Zum dritten Mal in Folge gibt es in der Swiss League keinen Doppeltorschützen. Und dies trotz des Spektakel-Resultats von 7:6 im Zürcher-Derby zwischen den GCK Lions und dem EHC Winterthur. Nicht weniger als 44 Tore fallen in der 36.Quali-Runde – die Spieler zeigen wie bereits in der 34. und 35. Runde Vielfalt: Jedes Tor wird von einem anderen Spieler erzielt.

Nach SC Langenthal aus und EHC Winterthur Fragezeichen: Kommt jetzt die Super-Amateurliga?

In der Swiss League lassen sich kaum mehr selbsttragende Profi-Eishockey-Betriebe führen. Zu gering ist das Interesse der Sponsoren. Beispielsweise konnte nach wie vor kein Namenssponsor für den Topskorer gefunden werden. Bekanntlich hiess dieser vor dem Alleingang der National League «Post-Finance-Topskorer».

Mit aller Kraft versuchen deshalb der EHC Olten und der EHC Visp der Liga zu entfliehen. Auf beiden Geschäftsstellen ist bekannt, dass die Swiss League – falls sie überhaupt noch zu halten ist – in den nächsten Jahren immer weniger kompetitiv gegenüber der höchsten Spielklasse sein wird und ein möglicher Aufstieg immer schwieriger zu realisieren ist.

Die Lösung mit einer 15er- oder 16er National League …

Die Lösung könnte daher sein, den EHC Olten sowie den EHC Visp in die National League hochzunehmen. Das würde insbesondere eine Sorge der NL tilgen: Was wäre, wenn Kult-Verein Ambri absteigt und die Swiss League anschliessend nicht mehr existiert? Mit einer Aufnahme von Visp und Olten wäre dieses Problem gelöst. Der Nachteil: Die Fernseh-Gelder müssten durch 16 statt durch 14 geteilt werden.

Ein anderer Gedanke: Bei einem Abstieg von Ambri könnte der Aufsteiger – zum Beispiel Olten oder Visp – aufgenommen werden … und Ambri könnte am grünen Tisch wieder nach oben geholt werden; wodurch durch die Swiss League noch einmal kleiner würde. Im Falle eines Abstiegs des HC Ajoie wäre eine solche «Rückruf-Aktion» hingegen eher unwahrscheinlich.

… und einer Super-Amateur-Liga

Auch der EHC Winterthur und die Ticino Rockets denken nach Jahren ohne grössere Erfolge wie etwas der Playoff-Teilnahme und magerem Zuschaueraufkommen an einen Rückzug aus der Swiss League nach.

Der Amateurbereich würde also plötzlich vor der Aufnahme von acht bis zehn neuen Teams stehen. Möglich wäre zum Beispiel eine Super-Amateur-Liga als höchste Spielklasse direkt unter der National League. Diese würde 20 bis 22 Teams umfassen, je nachdem ob Olten und Visp in die National League hochgenommen würden.

Gehen wir einmal von einer 20er Liga aus. Diese könnte in eine Ost- und eine Westgruppe aufgeteilt werden.

Modus in Small-Groups

Mögliche Modus-Varianten gäbe es zuhauf. Eine könnte sein: Vier Regionale Gruppen, Nord-West, Süd-West, Nord-Ost und Süd-Ost. In diesen vier Fünfer-Gruppen spielt jeder gegen jeden je zweimal daheim und zweimal auswärts (aufgrund der Reisezeiten würden diese Spiele unter der Woche ausgetragen). Dies ergibt 16 Spiele. Gegen die anderen 15 Teams würde jeweils ein Spiel daheim und eines auswärts ausgetragen, was 30 weitere Spiele ergäbe. Das würde alles in allem 46 Spiele ergeben.

Oder Modus mit Ost-West-Gruppe

Eine abgespeckte Variante der Small-Group-Version wäre, dass in jeder dieser vier Fünfer-Gruppen jeder gegen jeden je zweimal daheim und zweimal auswärts (aufgrund der Reisezeiten würden diese Spiele unter der Woche ausgetragen). Dies ergibt 16 Spiele. Und gegen jede Mannschaft der jeweils anderen Vierer-Gruppe der Ost-West-Gruppe je einmal daheim und auswärts ergibt 10 weitere Spiele. Das würde alles in allem 26 Spiele ergeben. Die Playoffs könnten sich dann zwischen Ost- und West überkreuzen.

Oder Modus komplett Liga-übergreifend

Gespielt würde eine einfache Hin- und Rückrunde, das würde 38 Spiele ergeben. Die Spiele in der eigenen Gruppe könnten aufgrund der Reisezeiten unter der Woche ausgetragen werden, die Begegnungen in der anderen Gruppe an den Wochenende. Die Top-16 könnte Playoffs spielen und die vier letzten Playouts.

Die Gruppen könnten zum Beispiel so aussehen:

Ostgruppe: EHC Winterthur, HC Thurgau, Ticino Rockets, GCK Lions, EHC Dübendorf, EHC Bülach, EHC Frauenfeld, EHC Seewen, EHC Chur und EHC Arosa.

Westgruppe: EHC Basel, HC La Chaux-de-Fonds, SC Langenthal, HC Sierre, HC Franches-Montagnes, Hockey Huttwil, SC Lyss, HC Düdingen Bulls, HC Valais-Chablais (Martigny) und EHC Thun.

Für den Hockey-Fan wohl am interessantesten gewesen wäre eine National League und eine Swiss League mit zehn, maximal zwölf Teams sowie einem direkten Auf-Abstieg und einer Liga-Qualifikation für den Vorletzten respektive Zweitbesten …

Daniel Gerber

«Wir hinterlassen keinen Scherbenhaufen – es gibt eine Zukunft für den SC Langenthal»

«Wir haben kämpft dafür», eröffnet SCL-VR-Chef Gian Kämpf am Donnerstagmorgen die Pressekonferenz im altehrwürdigen Hotel Bären im Zentrum von Langenthal vor rund zwei Dutzend anwesenden Medienvertretern und Mitarbeitern der Geschäftsstelle sowie der Stadt Langenthal. Nach dem Prüfen aller Optionen zeigte sich, dass der Rückzug aus dem Profisport die einzige Möglichkeit. Der Rückzug verläuft geordnet. «Wir hinterlassen keinen Scherbenhaufen. Es gibt eine Zukunft für den SC Langenthal.»

«Wenn die Emotionen weg sind, und da kann die Weihnachtszeit helfen, können wir uns an Siege, Niederlagen und vieles weiteres erinnern.» Die Erinnerungen sollen positiv sein – etwas anderes hat der SC Langenthal nicht verdient; so Gian Kämpf weiter.

Ein Feld zurückgehen

Stadtpräsident Reto Müller (SP) hielt in seiner Ansprache fest: «Manchmal muss man einen Schritt zurückgehen. Zu verzichten und sparen, ein Feld zurückzugehen oder eine Liga tiefer zu spielen, ist nicht das, was der Gemeinderat gerne tut.» Heftige Reaktionen folgten am Mittwoch, nachdem der Rückzug bekannt geworden war. «Wir verstehen die Emotionen. Aber der Gemeinderat musste einsehen, dass der Stadionneubau im Hard aus verschiedenen Gründen nicht mehr erfolgsversprechen waren.» Dazu gehören Teuerungen und das politische Umfeld mit einer kleinen Steuererhöhung, die grosse Wellen wirft. Reto Müller weiter: «In den letzten Wochen trafen wir uns mehrfach zu Gesprächen. Wir bedauern, dass der Schritt nötig ist, können den Entscheid aber nachvollziehen. Wir

wählten miteinander einen Weg, der das Überleben des SCL als Gesamtes weiterbestehen lässt. Wir wollen es in Würde zu Ende bringen.»

«Wir sind auf einer Mission»

VR-Chef Gian Kämpf: «Wir befinden uns in der laufenden Saison, das ist keine einfache Situation. Wir haben gestern Mitarbeitende und Spieler informiert.» Dies war nicht einfach und mit Emotionen verbunden. «Wir wollen diese Saison nun mit Würde abschliessen. Wir sind auf einer Mission und die wollen wir abschliessen.»

Zusammengearbeitet wird künftig mit dem SC Bern. «Wir sehen beim SC Bern das grösste Potential, auch schultechnisch für die Kinder, da sie in Bern mehr Möglichkeiten haben.»

«Es hätte keine Mehrheit gefunden»

Bei der Fragerunde richtet sich eine Erkundung an Stadtpräsident Reto Müller: «Das Volk gab ganz klar mit rund 75 Prozent Stimmanteil im März 2020 den Auftrag vor das Volk zu bringen, was ist damit geschehen?»

Reto Müller erläuterte, dass sich die Summe auf 40 Millionen belaufen würde. «Nach Ansicht des Gemeinderats wäre das beim Volk durchzubringen nicht möglich gewesen. Ausserdem wäre der Bau frühestens im Jahr 2029 am Boden gewesen. Der SCL hätte gewähren müssen, dass bis dann gespielt würde. Ich hatte lang den Traum geträumt. Und wir hatten schöne Feste, nun in diesen Situationen ist es etwas weniger schön.»

Auch energietechnisch ist der Schoren nicht über alle Zweifel erhaben. «Eine neue Kiste im Hard wäre aus mehrfacher Sicht auf neustem Stand ein Befreiungsschlag», sagt Reto Müller. Der Entscheid fiel nicht fahrlässig. Der Gemeinderat brütete über Auslegeordnungen und schob Sondersitzungen. Schliesslich fiel der Entscheid, den Standort Hard nicht weiterzuführen. «Wie sie nachvollziehen können, ist es nicht die angenehmste Situation nun hier zu sitzen.»

Neuer Baurechtsvertrag angestrebt

Der Baurechtsvertrag mit der Burgergemeinde läuft im Jahr 2031 aus. Angestrebt wird eine Verlängerung um 30 bis 50 Jahre, um den Standort Schoren aufrecht zu erhalten.

Daniel Gerber

SC Langenthal zieht sich aus dem Profi-Sport zurück

Nach der laufenden Saison 2022/23 zieht sich der SC Langenthal aus der Swiss League und somit dem Profi-Sport zurück. Dies entschieden der Verwaltungsrat sowie die Hauptaktionäre.

Seit Sommer 2022 wurde intensiv an einer Strategie gearbeitet und die unterschiedlichsten Möglichkeiten geprüft. Nach eingehendem Studium aller möglichen Optionen und Szenarien und der dazu notwendigen finanziellen Mittel fiel der Entscheid, sich aus dem professionellen Eishockey zurückzuziehen.

Zu den tragenden Punkten fehlt die die Perspektive eines neuen Stadions. «Die Ergebnisse zeigten deutlich auf, dass der professionelle Betrieb in der Swiss League ohne entsprechende Eissportinfrastruktur und ohne zusätzliche finanzielle Mittel nicht garantiert werden kann», steht in der Pressemitteilung des Clubs.

Geprüft wurden unter anderem:

  • Fusion mit einem anderen Swiss League Club.
  • Alternative Swiss League-taugliche Spielstätte in der Region.
  • Weiterbestehen im Breitensport.

Voraussichtlich in MyHockey League

Der SCL wird künftig wieder im Amateurbereich antreten, voraussichtlich in der MyHockey League, der dritthöchsten Spielklasse im Schweizer Eishockey, spielen.

Mischa von Gunten (VR-Mitglied SCL AG) bildet eine Taskforce, welche die künftige Organisation des Eishockeysports in Langenthal aufgleisen und die Saison 2023/24 im Amateurbereich vorbereitet. Der amtierende VR-Präsident, Gian Kämpf, führt den Club bis Ende Saison und zieht sich anschliessend aus sämtlichen Funktionen beim SCL zurück. Der SC Langenthal wusste zu begeistern: 2012, 2017 und 2019 konnte der Swiss-League-Titel errungen werden.

Swiss League wie weiter?

Nicht einzig beim SC Langenthal werden solche Überlegungen angestellt: Auch insbesondere beim EHC Winterthur ist ein Rückzug aus der zweithöchsten Spielklasse ein Thema, ebenso in Biasca bei den Ticino Rockets.

Unter anderem der Entzug zweier Teams ohne Absteiger durch die National League sowie die nahezu geschlossene höchste Spielklasse führen zu grössten Problemen in der Swiss League. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese ab der kommenden Saison nicht mehr existiert – oder zumindest nicht in dieser Form – ist gross.

Daniel Gerber

EHC Winterthur siegt erstmals daheim gegen SC Langenthal – EHC Olten zieht davon

Aufstand am Tabellenende: Der EHC Winterthur ringt den SC Langenthal nieder und der EHC Basel den EHC Visp. Alle Infos im Round-up zur Swiss League.

  • EHC Basel triumphiert über EHC Visp: Der EHC Basel kassiert zweimal den Ausgleich gegen den EHC Visp, setzt sich aber zuletzt vor 2122 Zuschauern durch.
  • EHC Winterthur mit erstem Heimsieg gegen SC Langenthal: Bislang hatte der EHC Winterthur im heimischen Stadion in der Swiss League nie gegen den SC Langenthal siegen. 15 Spiele, 15 Niederlagen, 13 davon bereits nach 60 Minuten. Diesmal sollte es anders aussehen: Der EHCW, der bereits zweimal in Langenthal gewonnen hatte, konnte nun auch zum ersten Mal auf eigenem Eis gegen den SCL triumphieren.
  • EHC Winterthur mit starken Heimspielen: Nachdem der EHC Winterthur in seinem letzten Heimspiel den Leader EHC Olten bezwingen konnte, setzte sich das Team mit dem Löwen auf der Brust auch gegen den Tabellenzweiten, den SCL durch.
  • EHC Olten mit fünf verschiedenen Torschützen: Gleich fünf verschiedene Schützen sind für die fünf Tore beim 5:2-Erfolg über die Ticino Rockets verantwortlich. Neu verfügt der EHCO bereits über acht Punkte Vorsprung.
  • Janik Loosli trifft doppelt für HC Thurgau: Beim 7:3-Erfolg des HC Thurgau über den HC Sierre trifft Janik Loosli doppelt. Der HCT ist im Vorwärtsgang und konnte vier seiner letzten fünf Spiele gewinnen.
  • HC La Chaux-de-Fonds überholt SC Langenthal: Nach dem Auswärtssieg bei den GCK Lions überholen die Neuenburger den SC Langenthal.

EHC Visp deutlich überlegen – EHC Olten und SC Langenthal punkteten als einzige in jedem Spiel

Der EHC Visp schiesst dreimal so viel auf das gegnerische Tor wie der HC Thurgau. Der EHC Olten (9 Punkte aus 3 Spielen) und der SC Langenthal (7 Punkte aus 3 Spielen) sind die einzigen Teams, die in jedem Spiel gepunktet haben. Alle Infos im Round-up zur Swiss League.

  • EHC Olten mit Blitzstart: Der EHC Olten traf in den ersten fünf Minuten gleich dreimal gegen den EHC Winterthur – das frühe 3:0 blieb dann allerdings bis weit ins Schlussdrittel hinein nicht mehr angetastet. Erst ab der 50. Minute wurde aus dem 3:0 ein 4:1.
  • SC Langenthal gleicht zweimal aus: In der letzten Runde kassierte der SC Langenthal dreimal einen Ausgleich und verlor zuletzt im Penalty-Schiessen. Diesmal erzielte der SCL zwei Ausgleichstreffer gegen den HC Sierre. Und setzte sich zuletzt mit 4:3-Toren durch.
  • EHC Visp lässt HC Thurgau keine Chance: Der EHC Visp siegt zwar «nur» mit 3:1-Toren gegen den HC Thurgau, das Schussverhältnis ist dagegen mit 35:11 Schüssen absolut einseitig.
  • David Eugster trifft doppelt gegen EHC Basel: Beim 4:3-Erfolg des HC La Chaux-de-Fonds trifft David Eugster gleich doppelt gegen Aufsteiger EHC Basel.
  • GCK Lions im Mittelfeld: Die GCK Lions bezwingen auch die Ticino Rockets und reihen sich damit im Mittelfeld der noch jungen Tabelle ein.

SCL will mit zwei Ausländern in die Saison starten

«Wir haben fünf Sturmlinien und vier Verteidiger-Paare sowie mehrere Prospect-Spieler», sagt SCL-Sportchef Kevin Schläpfer. «In unserem Training sind 25 Spieler und wir sind akribisch auf der Suche nach Ausländern, die noch dazustossen sollen. Wir wollen die besten jungen Spieler bei uns integrieren. Das sind grosse Spannende Prozesse. Und wir haben immer noch den Kern, der weiss, wie man Erfolg hat. Nun gilt es eine gute Zusammensetzung zu finden.»

SCL-VR-Chef Gian Kämpf: «Ich gehe davon aus, dass wir eine schnelle Mannschaft sein werden.» Mit Torhüter Colin Stauffacher wird die A-Lizenz beim SCL behalten, damit ein dritter Torhüter zum Kader gehört; Stauffacher wird vorerst in Düdingen eingesetzt. Kevin Schläpfer: «Bei den Ausländern sind wir an drei, vier dran, die sehr interessant sind. Der Markt ist gut, aber wir wollen nicht einfach einen verpflichten, damit wir einen haben, sondern die bestmöglichen, die ins Budget passen.» Gian Kämpf: «Der Markt ist sehr aktiv, auch durch die Try-outs in der AHL.» Möglich ist, dass bereits in dieser Woche ein erster Ausländer unterschreibt.

Kevin Schläpfer: «Das Ziel ist der sechste Rang und die direkte Qualifikation für die Playoffs. Tiefer setzen wir sie nicht. Aber genauer wollen wir uns noch nicht festlegen, bis das Gesicht der Mannschaft endgültig feststeht.»

20 Jahre Swiss-League

Der SC Langenthal befindet sich nun seit 20 Jahren in der Swiss League. Gian Kämpf: «Wir haben viel gelernt. Vom letzten Platz in der ersten Saison bis zu Liga-Qualifikation durften wir alles mitmachen.»

Die Ziele bleiben die gleichen: Zusammen mit erfahrenen Spielern will man junge Athleten fördern.

Eine weitere Freude ist, dass der langjährige Leitwolf und Captain Stefan Tschannen nun Profi-Trainer im Nachwuchs ist. Gian Kämpf: «Er freut sich sehr auf das Training mit den jungen Spielern.» Ausserdem ist das Damen-Team aufgestiegen, «wir haben sechs National-Spielerinnen. Wir sind eines der sieben Teams, die in der höchsten Liga spielen.» Der Verein SCL zählt über 1000 Mitglieder.

Neu ist nicht mehr ein Geschäftsführer installiert, die Aufgaben werden auf verschiedene Schultern verteilt. Christoph Brügger amtet neu als Leiter der Geschäftsstelle.

Mischa von Gunten, Präsident der SCL Nachwuchsabteilung: «Wir haben 13 Nachwuchsteams, wir rechnen zudem mit 40 Hockey-Schülern. Bis und mit U15 wollen wir schweizweit zu den Top-Anbietern gehören.» VR-Mitglied Angela Kölliker: «Nach dem Aufstieg in die höchste Spielklasse wurde das Budget des Damen-Teams gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt. Das Ziel ist, die Top-4 zu erreichen.»

Daniel Gerber

SC Langenthal und EHC Winterthur mit wenig Spielern, EHC Visp bereits mit 26

Die Swiss-League-Teams sind bei der Kaderplanung völlig unterschiedlich unterwegs. Während der SC Langenthal bislang offiziell 13 Spieler verpflichtet hat, werden beim EHC Visp gegenwärtig bereits 26 aufgeführt (Quelle eliteprospects).

Bei diversen Teams dürften noch Athleten von Partner-Teams dazustossen. Zweiteliga.org liefert die Grafik dazu (Siehe Titelbild) sowie ein paar ausgewählte Rubriken:

Meiste Spieler: Der EHC Visp zählt gegenwärtig 26 Spieler und bei den Ticino Rockets tummeln sich gemäss Webseite der Rockets nicht weniger als 25 Spieler.

Wenigste Spieler: Beim SC Langenthal finden sich gegenwärtig 13 Spieler unter Vertrag, weitere sind aber im Try-out. Am zweitwenigsten hat bislang der EHC Winterthur mit 18 verpflichtet.

Meiste Torhüter: Die Ticino Rockets zählen 5, der EHC Visp 3 alle anderen 2.

Wenigste und meiste Verteidiger: Der EHC Basel und SC Langenthal haben mit je fünf Verteidigern am wenigsten. Der HC Sierre mit neun am meisten.

Wenigste und meiste Stürmer: Der SC Langenthal zählt mit sieben Stürmern am wenigsten, gefolgt vom EHC Winterthur mit neun. Am meisten im Kader haben gegenwärtig der EHC Basel und der HC La Chaux-de-Fonds mit je 16.

EHC Olten überholt EHC Visp in ewiger Playoff-Liste, EHC Kloten mit bestem Schnitt

In der Swiss League (früher National-Liga B werden seit der Saison 1993/94 Playoff-Viertelfinals ausgetragen. Exklusive errechnet «zweiteliga.org» jeweils die Playoff-Rangliste (Titel: 4 Punkte, Finale: 3, Halbfinale: 2, Viertelfinals: 1).

HC La Chaux-de-Fonds baut Führung aus

Der HC La Chaux-de-Fonds baut die Führung auf 42 Punkte aus. Dies weil der EHC Visp nicht über das Viertelfinale hinauskam und er EHC Olten das Finale nicht gewinnen konnte.

Leader und Drittplatzierter gewannen Finale noch nie(!)

Der EHC Olten rückt auf den dritten Rang vor und ist somit Punktegleich mit dem zweitklassierten Lausanne HC; welcher aber den deutlich besseren Punkteschnitt pro Saison hat. Bei der Gesamtpunktzahl dürfte der EHCO nächste Saison die Waadtländer allerdings ablösen und den zweiten Rang übernehmen. Etwas haben Leader HC La Chaux-de-Fonds und der drittplatzierte EHC Olten gemeinsam: Beide Teams holten den Titel noch nie, trotz zusammengezählt mehr als zehn Final-Teilnahmen.

Weiterhin ohne Zähler bleiben von den aktuellen Swiss-League-Teams nur der EHC Winterthur sowie die Ticino Rockets.

EHC Kloten führt bei Punkteschnitt

Wird die Tabelle nach dem Punkteschnitt pro Saison geordnet, liegen die SC Rapperswil-Jona Lakers (3,5) an erster Stelle, gefolgt von den SCL Tigers (2,83), dem Lausanne HC (2,6) und dem EHC Biel (2,54).

Berücksichtig man einzig die Clubs, die aktuell in der Liga antreten liegt der EHC Kloten mit 2,5 Punkten an der Spitze, gefolgt vom SC Langenthal (1,75), dem EHC Visp (1,65), dem HC La Chaux-de-Fonds (1,61) und dem EHC Olten (1,39).

Daniel Gerber

RangTeamAnzahl SaisonsPlayoffs verpasstViertel-finalsHalb-finalsFinalsB-MeisterPlayoff PunkteSchnitt pro Saison
          
1HC La Chaux-de-Fonds2631157* 421,61
2Lausanne HC15 4335392,6
3EHC Olten2841374 391,39
4EHC Visp23113432381,65
5SC Langenthal20278 3351,75
6EHC Biel13 3424332,54
7HC Ajoie24688 2321,33
8GCK Lions30101233* 270,9
9HC Thurgau279136  250,92
10HC Sierre185913 201,11
11SCL Tigers6  312172,83
12EHC Chur12442 2161,33
13SC Rapperswil-Jona Lakers4   22143,5
14EHC Basel1044  2121,2
15Red Ice Martigny14563  120,85
16EHC Kloten4 1111102,5
17SC Herisau614  181,33
18Servette HC7312 181,14
19EVZ Academy642   20,33
20Forward Morges1 1   11
21EHC Winterthur77    00
25Ticino Rockets66    00
22EHC Bülach22    00
23HC Luzern22    00
24Neuchatel Young Sprinters22    00
          

*1996 wurde kein Final ausgetragen: GC und La Chaux-de-Fonds trugen beide eine Drei-Team-Liga-Qualifikation mit dem Letzten der NLA (Lausanne HC) aus. Der HCC schaffte den Aufstieg.

2020 wurde aufgrund der Corona-Pandemie die Meisterschaft nach dem Viertelfinale abgebrochen.

EHC Olten fast im Finale – EHC Kloten gegen HC Thurgau erstmals vorne

Dem EHC Olten ist eigentlich schon im Finale, der EHC Kloten führt in der Serie gegen den HC Thurgau erstmals.Alle Infos im Round-up zur Swiss League.

  • EHC Olten gemäss Geschichte schon im Finale: Noch nie wurde in der Geschichte der Playoffs in der Swiss League jemals ein 0:3-Rückstand in einer Serie noch gewendet. Der EHC Olten steht somit eigentlich bereits im Finale.
  • EHCO nie im Rückstand: In der 24. Minute ging der EHCO nach einem torlosen Startdrittel in Führung. Zwar gelang dem HC La Chaux-de-Fonds noch der Ausgleich, doch den erneuten Führungstreffer durch Daniel Eigenmann vermochte das Team aus dem Neuenburger Jura nicht mehr auszugleichen. Vor 4355 Fans gehen die Dreitannenstädter damit den womöglich entscheidenden Schritt in Richtung Finale (siehe oben: Noch nie wurde eine 3:0-Serien-Führung in der Swiss League noch gewendet).
  • EHC Kloten erstmals deutlich: Nach zwei ausgesprochen knappen Spielen in der Serie zwischen dem EHC Kloten und dem HC Thurgau setzt sich das Team aus der Flughafenstadt zum ersten Mal deutlich durch. Robin Figren glänzt in diesem Duell als Doppeltorschütze sowie als Assistgeber. Vergeblich trifft auch Jonathan Ang doppelt – einmal mittels Penalty und einmal im Power-Play. Somit liegt der EHCK zum ersten Mal in dieser Halbfinal-Serie vorne (2:1).