Der EHC Olten gewinnt das Derby gegen den SC Langenthal im Penaltyschiessen mit 2:1-Toren. Für den SCL eine interessante Serie: In nun 13 von 14 Auswärtsspielen beim EHC Olten hat Langenthal immer mindestens einen Punkt geholt. In sieben dieser Matches konnte Langenthal sogar alle drei Zähler mit nach Hause nehmen – allerdings siegte der EHC Olten zuletzt meist dann, wenn das Derby in Langenthal stattfand. Noch nicht auf Touren gekommen sind die beiden SCL-Ausländer Brent Kelly und Kim Karlsson. Zusammengerechnet trugen die beiden in dieser Saison 14 Liga-Spiele aus (je 7) und erzielten dabei total 1 Tor und 4 Assists. Was eine Gesamtbilanz von 0,36 Punkten pro Mann und Spiel ergibt; allerdings war der Start 2016/17 auch verhaltener als das Ende – welches mit dem Meistertitel gekrönt wurde.
Der EHC Kloten verliert zum vierten Mal in Serie. Durch das 1:4 gegen den EHC Winterthur finden sich der Absteiger in Strichnähe. Für Kloten delikat ist, dass die eine der beiden Ausländerposition von einem Goalie innegehalten wird, der sich im Moment noch nicht hat behaupten können: Bernhard Starkbaum kommt auf eine Fangquote von 89,08 Prozent und liegt damit an elfter Stelle in der Torhüter-Wertung.
Hoch über dem Zürichsee, in der Eishalle in Küsnacht, mussten sich die Zuschauer bis in die 57. Minute gedulden, bis der einzige Treffer der Partie fiel: Jules Sturny sorgte mit diesem für den 1:0 Siegtreffer seines EHC Visp über die GCK Lions. Die EVZ Academy gewinnt nach einer 3:0-Führung mit 3:2-Treffern gegen den HC Thurgau. Nach einem 1:0-Rückstand bei den Ticino Rockets wendet der HC Ajoie das Duell in einen 4:1-Auswärtssieg.
Lange blickte die Liga neidvoll nach Langenthal, wo Brent Kelly, Jeff Campbell und Stefan Tschannen als eine der stärksten Formationen zu den Dauergästen in der Top-10 der Skorerliste gehörten.
Bis auf Tschannen ist davon nicht mehr viel übrig. Jeff Campbell fällt lange aus, Kim Karlsson ersetzt ihn in keiner Weise. In 45 Meisterschafts-Spielen für Langenthal kommt er auf 41 Punkte. 0,91 Punkte sind in der Swiss League für einen ausländischen Stürmer zu wenig.
In der laufenden Saison kommt Brent Kelly auf drei Punkte (ein Tor, zwei Assists = 0,5 Punkte) in sechs Spielen und Kim Karlsson auf einen Punkt (ein Assist = 0,17 Zähler). Zählt man den Schnitt des Ausländerduos zusammen, ergibt dies 0,67 Punkte pro Spiel. Auch für einen einzelnen Ausländerposten wäre das noch zu wenig.
Auch beim 3:2-Sieg nach Penaltys (Randegger, Kelly und Tschannen verwerteten) lieferte das Ausländerduo aus dem Spiel heraus keinen Punkt.
Ebenfalls ein Ausländerproblem hat der EHC Kloten. Neben Ryan MacMurchy verfügt das Team nicht etwa über einen zweiten ausländischen Feldspieler (idealerweise einen Stürmer), sondern über Goalie Bernhard Starkbaum. Dieses Novum würde wohl nur dann Früchte tragen, wenn ein entsprechender Torhüter sämtliche Liga-Konkurrenten bei weitem glanzvoll Aussticht. Was aber nicht der Fall ist. Nach fünf Spielen wird er in der Statistik des Schweizerischen Eishockeyverbandes an elfter Stelle geführt (von jenen Goalies mit drei und mehr ausgetragenen Matches), mit einer Fangquote von 88,89. Beim 0:3 gegen den HC Thurgau pausierte Starkbaum, die Zürcher traten notgedrungen mit nur einem ausländischen Spieler an.
Der EHC Olten verliert auswärts beim EHC Visp, allerdings erst in der Verlängerung durch einen Treffer von Tomas Dolana, somit kommt das Team aus dem Kanton Solothurn zu einem wichtigen Auswärtspunkt.
Der HC Ajoie führte auf eigenem Eis 2:0 und 4:3, doch zuletzt mussten sich die Jurassier mit 4:7 Toren gegen die GCK Lions geschlagen geben.
Schon in der dritten Minute geht der HC La Chaux-de-Fonds gegen die Ticino Rockets mit 1:0 in Führung und als in der 11. Minute das 2:1 folgt, konnte ein hohes Resultat erwartet werden, so wie es der HCC verschiedentlich gegen die Tessiner gezeigt hatte. Nicht so diesmal, es war bereits das Schlussresultat.
Der EHC Kloten kassiert die zweite Heimpleite in Folge. Eine bittere noch dazu. Nach dem 4:5 gegen den SC Langenthal tauchen die Flieger gleich mit 1:5 gegen den HC La Chaux-de-Fonds.
Im Grunde ist den Zürchern nichts weiter passiert, als das, was den letzten Absteigern aus der National League: Sowohl die SCL Tiger und die SC Rapperswil-Jona Lakers rutschten in der ersten «B»-Saison im Laufe der ersten Qualifikationsrunde ins Mittelfeld ab (wie davor auch der Lausanne HC). Dennoch standen seit dem Tigers-Abstieg diese beiden Clubs ausnahmslos im Playoff-Finale – inklusive der Abstiegssaison:
2014 Tigers verlieren Finale gegen Visp.
2015 Tigers gewinnen Finale gegen Olten und steigen auf.
2016 Rappi verliert Finale gegen Ajoie.
2017 Rappi verliert Finale gegen Langenthal.
2018 Rappi gewinnt Finale und steigt auf.
Im Falle des EHC Kloten hätte nun nicht einmal das Abrutschen ins Mittelfeld sein müssen. Doch dem Team von Trainer Andre Rötheli machte auch der Spielplan einen Strich durch die Rechnung: 13:0 im Cup gegen Rheintal. Dann folgten in der Liga die Begegnungen mit dem Derby gegen Winterthur (3:1), Thurgau (5:2) und der EVZ Academy (6:4). Wohl unbewusst nistete sich der Gedanke ein, dass es von selbst geht.
Mit lückenhafter Defensive verlor die Mannschaft daheim gegen den SC Langenthal mit 4:5-Toren. Dreimal wurde ein Rückstand ausgeglichen (1:1, 2:2, 4:4). Und kurz vor der Pleite versiebte Ryan MacMurchy zwei 100protzentige. Die Schussstatistik: 34:30. Die Lehre aus der Niederlage gegen den SCL für Kloten: Es würde auch gegen die Grossen der Liga von selber gehen, wenn man sich noch ein wenig mehr anstrengt.
Und nun das – womöglich heilsame – Erwachen im Heimspiel gegen den HC La Chaux-de-Fonds: Es braucht doch noch eine gewisse Mitwirkung. Insbesondere auch in der Abwehr – aber auch in der Chancenauswertung: 27:26 Schüsse aus Sicht des EHC Kloten schmeicheln dem Resultat von 1:5 (HCC mit fünf verschiedenen Torschützen) nicht sonderlich.
Eng wurde es im Oltner Kleinholz-Stadion, dort gewann der Favorit zuletzt gegen den HC Thurgau 26 Sekunden bevor das Penaltyschiessen seinen Lauf genommen hätte. Das Team zeigte dabei Charakter: Zweimal lagen die Dreitannenstädter zurück (0:1 und 2:3), um sich dann aber doch noch durchzusetzen.
Der EHC Visp gewinnt bei der EVZ Academy gleich mit 6:1 Toren und die GCK Lions bei den Ticino Rockets mit 3:1 Treffern.
Manchmal gehen die Logik und die Realität unterschiedliche Wege. Den empirischen Beweis dafür liefert der SC Langenthal. In der vorangegangenen Runde noch liess sich das Berner Team auf eigenem Eis vom ZSC-Farmteam GCK Lions mit 1:3-Toren zerlegen. Aber in der Fremde, beim Aufstiegsaspiranten EHC Kloten, triumphiert die Mannschaft von Trainer Per Hanberg mit 5:4-Treffern. Die resultatmässig gegenteilige Konstellation wäre schlüssiger zu erklären … Gleich dreimal kassiert Langenthal den Ausgleich (zum 1:1, 2:2 und 4:4). Doch zuletzt lässt sich der SCL als Sieger feiern, dies durch einen Treffer von SCL-Kanadier Brent Kelly. Nach 1047:31 Minuten gelingt ihm wieder ein Treffer in einem Ernstkampf. Es ist zudem sein 250. Tor im Dress der Langenthaler (ohne Liga-Quali). Giacomo Dal Pian lässt sich zudem als Hattrick-Schütze feiern, von ihm kommen die Treffer zu den Langenthaler-Toren eins bis drei. Giacomo Dal Pian zu «zweiteliga.org»: «Mein letzter Hattrick gelang mir in meinen Junioren-Jahren.»
Bitterer Abend für den HC La Chaux-de-Fonds: Gleich ab der dritten Minute rennen die Westschweizer einem Rückstand gegen den EHC Olten hinterher, nachdem Joachim Vodoz schon nach 127 Sekunden trifft. Zuletzt gewinnt die Mannschaft von Trainer Chris Bartolone. Das Team aus dem Kanton Solothurn festigt damit seinen Top-3-Platz.
Ungebremst überrennt der HC Ajoie auf eigenem Eis den EHC Winterthur, gleich mit 7:0 setzen sich die Jurassier gegen das Zürcher-Team durch.
Im Kampf zwischen den beiden Südschweizer-Mannschaften triumphiert der EHC Visp mit 4:1-Toren auswärts bei den Ticino Rockets für sich. Zur Spielmitte wird es noch einmal eng, als Benjamin Baumgartner der 1:2-Anschluss für die Tessiner gelingt.
Das Duell zwischen den GCK Lions und der EVZ Academy entscheiden die Zentralschweizer in der 64. Minute für sich.
Der SC Langenthal verliert auf eigenem Eis gegen die GCK Lions. Zwar bringt Dario Kummer die Oberaargauer mit 1:0 in Führung, doch dann wendet das Farmteam des ZSC das Duell, Nelson Chiquet gelingt das Game-Winning-Goal in der 41. Minute. Weiterhin ohne Torerfolg bleibt der SCL-Kanadier Brent Kelly, der normalerweise als Top-Skorer des Teams fungiert. Der legendäre SCL-Stürmer ist somit (Saisonübergreifend) seit 1001:19 Minuten in der Meisterschaft ohne Gegentreffer – allerdings: Auch 2011/12 startete er mit seiner Mannschaft verhalten in die Meisterschaft (fünf Niederlagen in Folge), zuletzt aber feierte er den Meistertitel.
3:0 führt der EHC Olten auswärts beim EHC Winterthur, zum Schluss setzen sich die Solothurner mit 6:2-Treffern durch und reiht sich damit in der vorderen Tabellenhälfte ein.
Der HC La Chaux-de-Fonds ringt auf eigenem Eis die EVZ Academy mit 6:2-Toren nieder. Der HCC übernimmt damit die Tabellenführung auf Zeit, mit einem Zähler Vorsprung auf den EHC Kloten, der allerdings ein Spiel weniger ausgetragen hat.
Auch dem HC Thurgau gelingen sechs Treffer gegen ein Farmteam, die Mannschaft von Stephan Mair triumphiert 6:0 über die Ticino Rockets. Patrick Brändli schiesst in der 2. und 11. Minute die Ostschweizer mit 2:0 in Front.
Fast 900 Zuschauer – so viele wie selten – lockte der EHC Kloten bei seinem Auswärts-Auftritt in die BossardArena nach Zug. Die EVZ Academy, welche den SC Langenthal aus dem Schweizer-Cup warf, machte dem Absteiger das Leben schwer: Zur Spielmitte gelang dem Team von Jason O’Leary nach einer 3:1-Führung für die Zürcher, der Ausgleich durch den aufstrebenden Sven Leuenberger, der bereits seinen dritten Saisontreffer feierte. Zuletzt aber setzte sich der Liga-Krösus und Meisterschafts-Favorit durch.
Sogar noch ein Tor mehr zeigten der EHC Visp und der EHC Winterthur beim 6:5-Triumph der Walliser den 2367 Fans in der Litternahalle und auch in Olten waren siebenTore zu sehen (7:0 gegen die Ticino Rockets); gleich viele wie bei GCK Lions gegen den HC La Chaux-de-Fonds (3:4). Dagegen geizten am Vortag der HC Ajoie und der HC Thurgau (2:1).
Die SCL Tigers wollen den Nachwuchs verbessern und in einigen Jahren mehr als ein oder zwei Spieler aus der eigenen Junioren-Bewegung in die erste Mannschaft integrieren können. Gegenwärtig wird die Zusammenarbeit in den regionalen Nachwuchsabteilungen optimiert. Nachwuchsspieler werden entsprechend ihrem Level bei den Brandis Juniors, dem EHC Burgdorf, den HC Huskys oder den SCL Young Tigers auf das Eis geschickt.
«Es soll eine Pyramide ähnlich wie bei den ZSC Lions werden», erklärt Simon Schenk, der gemeinsam mit Torhüter-Legende Martin Gerber Botschafter des Unternehmens ist, vor versammelter Presse. Doch da fehlt verglichen mit dem Zürcher Unternehmen eine Stufe: Ein Farmteam in der Swiss League, so wie es beim «Z» mit den GCK Lions existiert.
Farmteam gewünscht
Ein Farmteam ist tatsächlich ein Wunsch, wie Simon Schenk auf Nachfrage von «zweiteliga.org» bestätigt. «Das wär äbe Musig … Wenn das zweite Eisfeld hier in Langnau vorhanden ist, ist ein Farmteam ein Traum.» Das zweite Eisfeld dürft ab dem Jahr 2022 genützt werden können. Schon jetzt sollen in der Pyramide die Spieler dort eingesetzt werden, wo sie ihrer Leistung entsprechend gefordert werden. «Die Spitze reicht im Moment bis zur Elite-Junioren.»
Ein Farmteam, so Simon Schenk zu «zweiteliga.org», würde diese Lücke füllen, ähnlich wie dies bei der EVZ Academy, den GCK Lions sowie den Ticino Rockets ersichtlich ist.
Daniel Gerber
Simon Schenk stellt vor Junioren der vier regionalen Teams das Nachwuchskonzept vor (Bild: zweiteliga.org).
Noch nicht in Torlaune ist Langenthals Regelmässig-Topskorer Brent Kelly: Letztmals in einem Ernstkampf ins Schwarze hat er am 18. Februar 2018 im letzten Qualifikationsspiel der vergangenen Saison, in der elften Minute (10:55 Minuten). In den elf Playoff-Spielen (sechs gegen Visp, fünf gegen Olten) blieb er ebenso ohne Torerfolg wie nun in der laufenden Saison zweimal gegen Olten und einmal gegen die EVZ-Academy. Inklusive Verlängerungen in den Playoffs und im Cup-Spiel gegen die Academy entspricht dies 941:19 Minuten ohne Treffer (inklusive Verlängerungen seit mehr als 15,5 Ernstkämpfen). Somit kämpft er im nächsten Spiel des SCL, am 2. Oktober gegen die GCK Lions, gegen die 1000-Minuten-Marke.
Oft ist auch Pech dabei: Wenig fehlte beispielsweise heute, als er – bei angezeigter Strafe für einen Oltner – alleine auf das Tor losziehen konnte. Doch auf seinem Weg wurde er gelegt, wodurch er nicht mehr zum Abschluss kam; dafür der SCL zu einem doppelten, zweiminütigen Überzahlspiel (das nicht genutzt wurde).
Zudem ist das Duell zwischen dem SC Langenthal und dem EHC Olten wohl eines der gastfreundlichsten im Schweizer Eishockey: Sieben der letzten elf Spiele in Langenthal konnte der EHC Olten für sich entscheiden und bei einer der vier Niederlage noch einen Zusatzpunkt holen. Und gleichzeitig konnte Langenthal sieben der letzten elf Begegnungen für sich entscheiden, wenn die Spielstätte die das Stadion Kleinholz war; und bei drei dieser vier verlorenen Auswärtsbegegnungen holte der SCL zudem noch einen Punkt.
Der EHC Kloten gewinnt auch sein zweites Spiel in der Swiss League. Nach einem 0:1-Rückstand leistet Edson Harlacher das entscheidende Zuspiel zum 1:1-Ausgleich, der von Ryan MacMurchy (insgesamt drei Punkte) erzielt wird.
Nach einem 1:0-Rückstand gewinnen die Ticino Rockets mit 4:2-Toren gegen die GCK Lions.
Trotz einem erzielten 1:1-Ausgleich muss sich der EHC Visp zuletzt auswärts beim HC Ajoie geschlagen geben.
«Wir sind völlig überrascht worden von dem Entscheid», sagt Stephan Anliker, VR-Chef der SCL AG, heute Nachmittag an der Pressekonferenz im Langenthaler Hotel Bären. «Wir machen uns nun Gedanken, wie es weitergeht.» Der Verein «Arena Oberaargau AG» hatte die Planungskompetenz von der Stadt erhalten, um das Projekt im Hard-Quartier voranzutreiben.
«Mir verschlug es fast die Sprache», erinnert sich Stephan Anliker an den 9. August, als plötzlich alles wieder anders war.
«Let’s go hard», hiess es auf der Folie von Stadtpräsident Reto Müller. Markus Meyer, Präsident der «Arena Oberaargau AG»: «Am 22. Januar hatten wir die Orientierung durch den Gemeinderat. Wir redeten darüber, wie wir den positiven Schwung nutzen können. Wir sagten, dass wir eine Sicherheit brauchen, zum Beispiel über den Zeitraum, damit wir mit den Investoren verhandeln können.» Alles schien sich gut zu entwickeln. Der Verein «Arena Oberaargau» erhielt Planungs- und Kaufrecht.
Kompletter Sinneswandel
Am 9. August erhielt man dann aus dem Nichts heraus etwas völlig anderes von der Stadt vorgesetzt. Markus Meyer: «Die Stadt wollte nun den Lead. Entgegen den vorherigen – teils schriftlichen – Vereinbarungen, das Verfahren selbst an die Hand zu nehmen.» Plötzlich war das Planungs- und Kaufsrecht nicht mehr beim Verein Arena Oberaargau.
Somit sind wieder sieben Monate verloren gegangen. Dabei drängt die Zeit, da in der Eishalle Schoren, nicht mehr länger investiert werden soll, da sie bald ihr Betriebsende erreicht.
SCL-Geschäftsführer und VR-Präsident der «Arena Oberaargau AG» Gian Kämpf: «Der Faktor Zeit ist mehrfach genannt worden. Die Stadt Langenthal hat sich für ein anderes Vorgehen entschieden. Wir akzeptieren den Entscheid. Als Tochtergesellschaft mit der ‘Arena Oberaargau’ ziehen wir uns zurück. Der Schoren hat ein absehbares Lebensende. Wenn man den Zeithorizont erweitert, muss man im Schoren wieder investieren, was nicht vorgesehen war. Zudem sind wir der einzige Club im Kanton, der Eismieten bezahlen muss.»
Der SCL hat sich gut entwickelt, er wurde in den letzten fünf Jahren zweimal Meister und zwei Spieler aus der Organisation, sind in der NHL. «Aber in wenigen Jahren sind wir der einzige Club der kein NL-taugliches Stadion hat.»
Euphorie ist abgeklungen
Nach sieben Monaten des gemeinsamen Unterwegs-seins, wurde ein völlig neues Vorgehen entschieden. «Als Baurecht-Jurist weiss ich, dass das bedeutend länger dauert», sagt Markus Meyer. Die vorher anvisierten fünf Jahren wären illusorisch. «Der SCL entschied sich, dass die Stadt nun die Verantwortung übernimmt und wir damit draussen sind.»
Stephan Anliker: «Am 9. Juni 2016 traf sich die Langenthaler Politik und der SCL wo es darum ging, ein weiteres Mal darüber zu reden, unter welchen Bedingungen wir arbeiten müssen.» Dabei sei ein «Ja» zum Breiten- und Spitzensport gefallen. Auf Ende 2016 sollte bekannt werden, wo der neue Standort sein wird. Ein Politikum, das sich über mehr als ein Jahrzehnt hinzieht.
«Die Stadt hatte nicht den Mut, sich auf einen Standort festzulegen», erinnert sich Anliker. «Wir haben dadurch ein Jahr verloren.» Im Januar 2018 fiel der Entscheid, dass man ins Hard geht. Die Anwohner waren verständnisvoll, «eine Euphorie kam auf.» Diese ist nun wieder verflogen.
«Wir sprechen von zehn Jahren»
Wäre das Projekt mit dem «Verein Arena Oberaargau» realisiert worden, wäre Rechtsmittel ausgenommen, der Fünfjahres-Zeitplan realistisch gewesen. Durch die Lead-Übernahme der Stadt wird es nun langsamer und ein Jahr ist verloren gegangen. Stephan Anliker: «Seit zehn Jahren warten wir auf einen Entscheid.»
Markus Meyer: «Nun will man im Februar 2019 vor den Stadtrat betreffend der Finanzierung.» Bis alles durch ist, Vorprüfungen beim Kanton und vieles mehr, «ist es realistisch, dass wir von zehn Jahren sprechen.» Man gehe aber nicht in Konfrontation mit der Stadt. Man müsse zusammenarbeiten. Gian Kämpf: «Wir reden nicht von einer Tennishalle, sondern einem National-Liga-Stadion mit Fan- und Verkehrsaufkommen.» Die Uhr aber tickt.
Daniel Gerber
Markus Meyer, Stephan Anliker und Gian Kämpf bei der Pressekonferenz (Bild: zweiteliga.org).
Der SC Langenthal liegt im Derby gegen den EHC Olten mit 0:2 und 1:3 Toren zurück. Doch mit einem Penalty führt SCL-Captain Stefan Tschannen seine Mannschaft zum 2:3-Anschluss und zuletzt gewinnt das Berner Team mit 4:3-Toren beim Team aus dem Kanton Solothurn.
Der EHC Visp ging gegen den HC La Chaux-de-Fonds dreimal in Führung: Nach 104 Sekunden mit 1:0. In der 30. Minute mit 2:1 und schliesslich endgültig nach dem Ende der 65. Minute, sprich nach gewonnenem Penaltyschiessen mit 3:2.
Kurz nach der Spielmitte führte der HC Thurgau auf eigenem Eis mit 2:1-Toren. Zuletzt aber nahm der EHC Winterthur alle drei Punkte mit in den Kanton Zürich.
Bereits in der 19. Minute führte die EVZ Academy gleich mit 4:2 Toren gegen die GCK Lions und bis zur Mitte des Schlussdrittels war der Vorsprung auf 6:3 Treffer ausgebaut. Doch in den letzten 59 Sekunden kamen die Junglöwen im Duell der Farmteams noch auf 6:5 heran.
Der HC Ajoie liess gegen die Ticino Rockets nichts anbrennen, die Jurassier starteten mit einem 4:1-Heimerfolg gegen das Tessiner Farmteam.