Langenthal mit 200. Heimtor gegen Olten – Lakers mit 5. Sieg in Serie

Die Sturmlinie mit Brent Kelly, Jeff Campbell und Stefan Tschannen, kurz «KCT», zeigt sich auch in dieser Saison nur schwer zu bremsen: Mit dem vierten Sieg in Folge gewinnt der SC Langenthal mit 7:2 gegen den EHC Olten, der dadurch seine dritte Niederlage in Serie einstecken muss. Die drei erwähnten Offensivkräfte liefern dazu zusammengezählt zehn Skorerpunkte. Vor dieser Begegnung lautete die SCL-Gesamtheimbilanz gegen dieses Team 56 Heimspiele, 25 Siege nach 60 Minuten, 5 weitere in Overtime oder Penaltys, 2 Unentschieden (ja, dieses Resultat existierte in der «Antike») 1 Niederlage in der Overtime sowie 23 Niederlagen nach 60 Minuten. Das Torverhältnis bislang: 196:193 Treffer, womit der SCL die Marke von 200 Tore auf eigenem Eis gegen Olten geknackt hat.

Die SC Rapperswil-Jona Lakers siegen gar zum fünften Mal in Serie, auch wenn die EVZ Academy für ein paar Minuten führte.

Erneut eine Packung eingefangen hat der EHC Winterthur; die 1:7-Pleite gegen den HC Ajoie bedeutet, dass die Zürcher in den letzten drei Matches 16 Gegentreffer einstecken mussten. Ins Stocken geriet die Tormaschine des HC La Chaux-de-Fonds: Der EHC Visp triumphierte auf eigenem Eis gegen die Romands mit 4:0 Toren.

Das Duell der Farmteams entschieden die Ticino Rockets mit 3:1 Goals gegen die GCK Lions für sich.

 

Anbei das Team der Runde:

Corsin Casutt

(SC Rapperswil-Jona Lakers)

Jeff Campbell

(SC Langenthal)

Andy Furrer

(EHC Visp)

Ciacomo Casserini

(HC Ajoie)

Claudio Cadonau

(SC Langenthal)

Reto Lory

(EHC Visp)

 

Thurgau schockt Olten – HCC erneut Tormaschine

Obschon der EHC Olten zu den offensiv stärksten Teams der Liga gehört, lassen Janick Schwendener und seine Vorderleute nur zwei Gegentore zu – zuletzt siegt der HC Thurgau mit 3:2 Toren.

Gleich mit 4:0 Toren setzen sich die Rapperswil-Jona Lakers gegen den EHC Winterthur durch. Bitter für «Winti»: In den letzten 63:35 Minuten (ab 56:58 gegen den HC La Chaux-de-Fonds bis 60:33 in der Verlängerung, sowie nun gegen «Rappi») kassierte das Team aus der sechstgrössten Stadt der Schweiz nicht weniger als acht Gegentore.

Weiterhin in Torlaune ist der HC La Chaux-de-Fonds – nach den fünf Treffern gegen Winterthur lässt das Team aus dem Neuenburger Jura auch die zweite Zürcher-Mannschaft nicht ungeduscht: 6:4 lautet der Spielstand, als die Schlusssirene den HCC-Express zum Halten bringt. Die Romands erzielten damit in zwei Spielen gleich elf Tore.

Erster Sieg für die EVZ Academy: Unter Führung von Captain Josh Holden (zwei Assists) ringen die Innerschweizer den EHC Visp in der Verlängerung nieder.

 

Anbei das Team der Runde:

Josh Primeau

(SC Rapperswil-Jona Lakers)

Josh Holden

(EVZ Academy)

Jaedon Deschenau

(HC Thurgau)

Daniel Eigenmann

(HC La Chaux-de-Fonds)

Frédéric Iglesias

(SC Rapperswil-Jona Lakers)

Janick Schwendener

(HC Thurgau)

Das Himelfarb-Kommando – Unglaubliche Aufholjagd in Winterthur

Aufholdrama mit Eric Himelfarb. Das hat die Liga so wohl noch nie gesehen: In der 53. Minute schiesst Anton Ranov am letzten Spieltag seinen EHC Winterthur mit seinem Tor zum 4:1 vermeintlich zum Sieg. Der 2:4-Anschluss, knapp drei Minuten vor Schluss (bei 56:58 Minuten), scheint nur noch Resultatkosmetik zu sein.

Doch der HC La Chaux-de-Fonds drückt noch einmal aufs Gas, der Torhüter wird rausgenommen. Tatsächlich gelingen den Romands in der 60. Minute noch zwei Tore mit sechs gegen fünf Feldspieler: 36 Sekunden vor Schluss verlässt der ab dem Schlussdrittel spielende Torward Léo Chuard sein Gehäuse. Dann trifft Dominic Forget zweimal – 31 Sekunden sowie 17 Sekunden vor der Sirene. Plötzlich steht es 4:4, Chuard kehrt ins Tor zurück.

Und zuletzt siegt der «HCC» in der Verlängerung, nach nur 33 Sekunden. An drei dieser vier späten Tore ist der Kanadier Eric Himelfarb beteiligt, unter anderem am Siegtreffer in der Verlängerung.

Die Eishalle Deutweg in Winterthur (Bild: Wikipedia/Deutweg).

Lakers neuer Leader – HCC mit zwei Toren ohne Keeper

Das ist bitter für den EHC Winterthur. In der 53. Minute schiesst Anton Ranov die Zürcher mit 4:1 in Führung. Doch der HC La Chaux-de-Fonds kehrt zurück. Zuerst mit einem Tor im Power-Play und dann folgen zwei Treffer, mit sechs gegen fünf Feldspielern – und in der Verlängerung schiesst Eric Himelfarb die Romands sogar zum Sieg.

Auch der EHC Olten führt, ehe die SC Rapperswil-Jona Lakers das Spiel wendet und sich mit 3:1-Toren bei den Dreitannenstädtern durchsetzt.

Der SC Langenthal gewinnt auswärts mit 5:0 gegen die Ticino Rockets, das Tor in der 2. Minute durch Jeffrey Füglister entpuppte sich als frühes Game-Winning-Goal.

Zum zweiten Mal gewinnt der EHC Visp, die Walliser «bodigen» die GCK Lions mit 4:3 Toren.

Bis zur 64. Minute warten die 1596 Fans in der Patinoire Voyeboeuf auf das erste und letztlich entscheidende Tor – nicht dass es an Gelegenheiten gefehlt hätte, 36:35 Schüsse (aus Sicht des Siegers HC Thurgau) verzeichnen die Statistiker. Der 36. Versuch «sitzt»: Toms Andersons entscheidet das Spiel nach einem Pass von Verteidiger Mike Küng, der damit seinen vierten Assist in dieser Saison liefert.

 

Anbei das Team der Runde:

Corsin Casutt

(SC Rapperswil-Jona Lakers)

Eric Himelfarb

(HC La Chaux-de-Fonds)

Anton Ranov

(EHC Winterthur)

Ruben Rampazzo

(EHC Visp)

Michael Völlmin

(SC Langenthal)

Janick Schwendener

(HC Thurgau)

Nur noch der EHC Olten ist ungeschlagen – SCL-Coach Hanberg stoppt «Blutung»

Da sich der EHC Winterthur in der Verlängerung den GCK Lions beugen muss, ist der EHC Olten die einzige Mannschaft der Liga, die noch ungeschlagen ist. Beim Heimstarken HC La Chaux-de-Fonds triumphiert die Mannschaft aus der Dreitannenstadt mit 4:3-Toren. Remo Hirt schiesst seine Mannschaft mit einem Doppelpack in Führung, diese bleibt bis zuletzt erhalten.

Der SC Langenthal liegt gegen die EVZ Academy mit 0:2-Toren zurück. Im Time-out fragt SCL-Coach Per Hanberg, wie er später gegenüber «zweiteliga.org» sagt, dass er seine Mannschaft fragte, ob dies das ist, was man von sich erwartet. Die Reaktion folgte prompt. Hanberg: «Wenn man eine Wunde hat, die blutet, muss man die Blutung stoppen.»

Langsam auf Touren kommen die SC Rapperswil-Jona Lakers, gegen die Ticino Rockets erfolgt ein 4:1-Heimsieg und die Mannschaft schliesst zur Spitze auf.

Bemerkenswert: Der EHC Winterthur führt bei den GCK Lions bis fünf Sekunden vor Schluss. Dann gleicht Pascal Pelletier aus – und in der Verlängerung gewinnt schliesslich das Farmteam im Inner-Zürcher-Duell.

 

Anbei das Team der Runde:

Marco Miranda

(GCK Lions)

Jeff Campbell

(SC Langenthal)

Remo Hirt

(EHC Olten)

Philipp Rytz

(SC Langenthal)

Joel Fröhlicher

(EHC Olten)

Melvin Nyffeler

(SC Rapperswil-Jona Lakers)

 

EHC Olten bleibt ungeschlagen – Winterthur weiterhin an Spitze

Zum Saisonauftakt trägt der EHC Olten drei schwierige Spiele aus: Zuerst auf eigenem Eis zum Auftakt gegen den amtierenden Meister SC Langenthal sowie auswärts heim heimstarken EHC Visp, bei diesem siegen die Dreitannenstädter in der Verlängerung durch ein Tor von Ryan Vesce. Damit liegt der EHCO in der noch sehr jungen Tabelle «nur» auf Rang fünf, doch drei der vier Teams davor trugen bereits ein Spiel mehr aus. Darüber hinaus gewinnt die Mannschaft den Cup-Vergleich gegen den Derby-Rivalen SCL (der über das Wochenende spielfrei war) ebenfalls in der Verlängerung.

Fast schon im Alleingang schiesst Dion Knelsen mit seinen Saisontoren eins bis drei die SC Rapperswil-Jona Lakers zum Auswärtssieg bei der EVZ Academy.

Wie in der vergangenen Saison zeigt der EHC Winterthur einen Blitzstart. Nach dem 6:5-Erfolg über den HC Thurgau bleiben die Zürcher an der Tabellenspitze.

Im Duell der Farmteams siegen die GCK Lions mit 4:3-Toren gegen die EVZ Academy, die Lions bleiben dadurch im Mittelfeld der Tabelle.

 

Anbei das Team der Runde:

Tim Wieser

(EHC Winterthur)

Dion Knelsen

(SC Rapperswil-Jona Lakers)

Ueli Huber

(EHC Olten)

Xeno Büsser

(GCK Lions)

Anthony Rouiller

(EHC Olten)

Wolfgang Zürrer

(GCK Lions)

 

Langenthal mit sechs verschiedenen Torschützen – Winterthur Leader

Nicht weniger als sechs verschiedene Torschützen treffen beim 6:2-Sieg für den amtierenden Meister Langenthal, der damit auf die 1:3-Startniederlage gegen den EHC Olten reagiert. Erst nach der 6:0 Führung liess das Team von Per Hanberg etwas nach. Detail am Rande: Die Tore zum 1:0, 3:0 und 5:0 fielen bei gleich vielen Spielern auf dem Eis, die Treffer zum 2:0, 4:0 und 6:0 im Power-Play.

Was man hat, das hat man … wie in der vergangenen Saison startet der EHC Winterthur verheissungsvoll in die Saison. Nach zwei Spielen stehen die Zürcher an der Tabellenspitze, dies durch einen Auswärtssieg beim Vorjahresfinalisten, den SC Rapperswil-Jona Lakers.

Mit drei Toren und einem Assist ist Dominic Forget nahezu der Alleinbesitzer der Partie HC La Chaux-de-Fonds gegen den HC Ajoie; er macht den grossen Unterschied beim Auswärtssieg seines HCC.

Im Duell der Farmteams siegen die GCK Lions mit 3:1-Treffern über die Ticino Rockets.

 

Anbei das Team der Runde:

Stefan Tschannen

SC Langenthal
Dominic Forget

HC La Chaux de Fonds
Ryan Hayes

GCK Lions
Philip Ahlström

SC Langenthal
Patrick Blatter

EHC Winterthur
Remo Oehninger

EHC Winterthur

 

Transfersieger bezwingt Meister – Ueli Huber im Team der Runde

Der EHC Olten setzt sich daheim gegen den SC Langenthal durch, der Transfersieger gewinnt mit 3:1-Toren gegen den amtierenden Meister. Besonders in Szene setzt sich Ueli Huber, der das 1:0 mit einem «Buebe-Trickli» erzielt und den Sieg kurz vor Schluss mit einem Treffer ins leere Tor sichert.

Im Ostderby zwischen dem HC Thurgau und den SC Rapperswil-Jona Lakers triumphiert der Finalist der vergangenen Saison mit 3:0 Toren und ist somit der erste Leader der natürlich noch jüngstmöglichen Tabelle.

Der HC Ajoie eröffnet die Saison mit einem Paukenschlag: Nach 15 Minuten liegen die Jurassier auswärts bei der EVZ Academy mit 3:1-Toren vorn. Zwar können die Innerschweizer noch verkürzen, doch einholen lässt sich das Team von Trainer Gary Sheehan nicht mehr.

Der EHC Winterthur gewinnt seinen ersten Vergleich mit den GCK Lions mit 3:2 Toren; gut möglich, dass diese beiden Mannschaften zuletzt den achten und letzten Playoff-Platz unter sich ausmarchen werden.

 

Anbei das Team der Runde:

Silvan Wyss

(EHC Olten)

Philip-Michael Devos

(HC Ajoie)

Ueli Huber

(EHC Olten)

Samuel Keller

(EHC Winterthur)

Jorden Gähler

(Rapperswil Jona-Lakers)

Melvin Nyffeler

(Rapperswil-Jona Lakers)

 

So wird die Swiss League 2017/18 – Die Mutter aller Vorschauen

In wenigen Tagen beginnt die Saison 2017/18. «zweiteliga.org» blickt nach vorne, mit Facts und – nicht ganz unsatirisch – wie sich die Teams im Laufe der Meisterschaft entwickeln könnten.

 

Rang 1: EHC Olten

Facts: Der EHC Olten hat eingekauft als gäbe es kein Morgen. Darunter Simon Lüthi vom EV Zug, Silvan Wyss von den SCL Tigers und Stanislav Horansky sowie Simon Rytz vom EHC Biel oder Tim Bucher vom EHC Visp. Bereits in der letzten Saison lautete die Direktive: Aufstieg in die höchste Spielklasse.

Im besten Fall: Nach dem 17:1 zur Saisoneröffnung gegen den SC Langenthal (13.9.17), dem 14:2 beim EHC Visp (23.9.17), dem 15:0 beim HC La Chaux-de-Fonds (26.9.17) und  dem 18:3 bei den SC Rapperswil-Jona Lakers (30.9.17) tagt die Swiss League an einer ausserordentlichen Sitzung und beschliesst die Ausbürgerung des Teams in die National League – doch die Teams der höchsten Spielklasse streiken und der übermächtige EHC Olten wird als «Three Fir City Olten» («Dreitannenstadt Olten») in die per sofort amerikanisch-kanadisch-schweizerische NHL übergeben. Nach dem gewonnenen Stanley-Cup scherzt EHCO-CEO Peter Rötheli zunächst «Let’s make Olten great again» und wenig später beim Empfang im Weissen Haus: «Switzerland First».

Im schlechtesten Fall: All die Transfers erweisen sich als Restposten und ausrangierte Spieler. Nach den sieben zu-Null-Niederlagen in Serie erweist sich der EHCO als das schwächste Team der Liga. In solchen Fällen ist Heinz Ehlers der richtige Mann an der Bande. Umgehend wird ein Trainertausch mit den SCL Tigers angestrebt, wodurch Bengt-Ake Gustafsson nun doch noch die Tigers in der National-League coachen kann. Und Olten gelingt die Playoff-Qualifikation und schliesslich der Sieg in der Liga-Quali gegen den EHC Kloten mit 0:8, 1:0n.V., 0:7, 2:1n.P., 1:9, 1:0 und 3:2n.V.

 

Rang 2: SC Langenthal

Facts: Das Team ist konstant geblieben, Marc Kämpf (zum SC Bern), Arnaud Montandon (zu Ajoie), Vincenzo Küng (zu La Chaux-de-Fonds), Josh Pirmeau (zu den Lakers) und Marco Schüpbach (Rücktritt) wurden durch gute Transfers wettgemacht (unter anderem Robin Leblanc, Giacomo Dal Pian und Patrick Schommer). Trainer Jason O’Leary (zu Servette) wurde durch Per Hanberg ersetzt. Der SCL dürfte auch in dieser Saison um den Titel mitspielen.

Im besten Fall: Das Team lässt nichts anbrennen und holt den Titel zum dritten Mal innerhalb von sieben Jahren. Mühelos überrennt das Team in der Liga-Qualifikation den EHC Biel und stürmt in die National League. Doch dort ist nicht etwa Endstation: Patrick Fischer übernimmt den SCL «en bloc» und reist mit diesem an die WM in Dänemark um – nach der schweizerisch-obligaten 1:5-Niederlage gegen Südkorea – auch diesen Titel zu erringen (7:6 gegen Schweden). SCL-Geschäftsführer Gian Kämpf: «Das ist unser Eishockey-Double.»

Im schlechtesten Fall: Der SCL bringt keinen Schritt vor den anderen. Als im Spätherbst selbst die Ticino Rockets gleich mehrere Nummern zu gross sind, zückt SCL-VR-Chef Stephan Anliker den Ordner mit der Aufschrift «Plan B». Rasch wird mit der Hornusser-Gesellschaft Bleienbach-Thörigen fusioniert und Langenthal gewinnt den Schweizer-Meistertitel in dieser Sportart. Gian Kämpf: «Ob Hornussen oder Eishockey: Hauptsache man schlägt mit Holz gegen ein schwarzes Plastikding – man muss da flexibel sein.»

 

Rang 3: SC Rapperswil-Jona Lakers

Facts: Die Vorgabe ist klar: Aufstieg innerhalb von 16 Monaten – so lautete die Forderung der Clubführung im Laufe der letzten Saison. Rund die Hälfte dieser Zeit ist nun verstrichen, somit bleiben 8 Monate um die Rückkehr in die höchste Spielklasse zu erringen. Dazu wurde das Final-Team der letzten Saison ergänzt, unter anderem mit Routinier Sven Lindemann (SCL Tigers) und Sven Berger (Ambri) und vom SC Langenthal ist Josh Primeau gekommen, der bislang mit Lausanne und Langenthal Meister geworden ist.

Im besten Fall: Die Lakers schwimmen auch in dieser Saison obenauf – in der dritten Finalteilnahme in Folge erreicht die Mannschaft den Titel und erarbeitet sich in der Folge den Aufstieg in die höchste Spielklasse. Aus dem Wort «Lakers» wird «Oceans» und in den St. Galler Kinos wird die Dokumentation «Jeff Tomlins Eleven» gezeigt.

Im schlechtesten Fall: Aus den Lakers werden Taucherli und mindestens eine vierte Saison in der zweithöchsten Spielklasse der Schweiz folgt. Wenigstens ist man auf dem Papier gerüstet: In einem Kommuniqué wird festgehalten: «Nach zwei NLB-Saisons folgt nun die zweite Saison in der Swiss League.»

 

Rang 4: EHC Visp

Facts: Lars Neher (Thurgau), Tim Bucher (Olten) und Alain Brunold (Rücktritt) sind weg, Niki Altorfer (Rapperswil) zurück und Jens Nater sowie Ruben Rampazzo (beide Davos) neu dabei. Die Walliser dürften eine Spur stärker sein als in der vergangenen Saison, möglicherweise liegt ein Exploit drin, welcher das Team wie in früheren Saisons ins Finale und vielleicht sogar zum Titel führt.

Im besten Fall: Mit dem Wissen um die neue Halle im Rücken ist der EHC Visp der Senkrechtsrater der Saison. Das Team wird in «Wallis Rockets» umbenannt, das Team rockt die Quali, die Playoffs und schliesslich auch die Liga-Quali. Einmal wöchentlich schickt FC-Sion-Boss Constantin sein Team in die Litternahalle, um seinen Fussballern zu zeigen, wie man fachgerecht siegt.

Im schlechtesten Fall: Die Walliser verlieren 12 der 15 ersten Spiele. Deshalb beruft man sich auf die Vergangenheit, in den Pausen werden die Triumphe über die SCL Tigers mit Alexei Kovalev gezeigt. Zwar werden die Playoffs knapp verpasst, aber das Team wird dennoch als «Weltmeister des Wallis» gefeiert, was jedoch in der Üsserschwiiz und der Üsserwält kaum profitabel erscheint, einzig die Macher der Ice-Hockey-Champions-League zeigen sich tief beeindruckt ob des Titels und gewähren dem Wallis – und damit Visp – einen Startplatz in der Saison 2018/19.

 

Rang 5: HC La Chaux-de-Fonds

Facts: Namentlich auf eigenem Eis dürfte der HCC auch in dieser Saison eine Macht sein. Abgänge wie der von Robin Leblanc (zu Langenthal), Laurent Meunier (Fribourg) und Adam Hasani (Genf-Servette) wurden unter anderem aufgefangen durch die Zuzüge von Vincenzo Küng (Langenthal), Diego Schwarzenbach (Olten) und Simon Fischer (Martigny).

Im besten Fall: Die Romands knüpfen an die glorreichen Tage von früher an, schiessen daheim immer mindestens 6 Tore (und kassieren wie gewohnt tüchtig Gegentreffer). Das Publikum goutiert das Tor-Spektakel und das Team holt den Swiss-League-Titel. Zwar reicht es nicht zum Aufstieg, doch nach längerem geht der Titel wieder in die Westschweiz, was der Haudegen Dominic Forget mit einem «Ici c’est Swiss League» quittiert.

Im schlechtesten Fall: Die fetten Jahre sind endgültig vorbei. Nach einem Sitzstreik der heissblütigen Fans vor den Pforten der Geschäftsstelle wird Rekord-Spieler Michael Neininger reaktiviert. Die folgenden 2:7 und 3:8 Niederlagen werden mit wohlwollendem Applaus zur Kenntnis genommen – das Publikum ist gewillt, in der Eiseskälte im Jura ein mageres Jahr abzusitzen.

 

Rang 6: HC Ajoie

Facts: Unter dem Strich hat der HC Ajoie eher auf als abgerüstet, die Mannschaft dürfte durch etwas weniger Leihgaben aus der National League konstanter sein. Patzt der Viertelfinalgegner ist ein Erreichen des Halbfinals durchaus möglich.

Im besten Fall: Kein Gegner bleibt in der Ajoie-Defensivzone auf den Beinen. Die Jurassier räumen auf und ab wie in alten Tagen. Ajoie wird – nicht zum ersten Mal – zu dem Team, das mit Abstand am meisten Strafen sammelt. Schwingerkönig Christian Stucki besucht das Training nicht etwa um sein Fachwissen weiterzugeben, sondern um seine Performance zu verbessern. Im Halbfinale folgt dennoch das Aus, weil das Team stets pro Spiel im Schnitt 21:54 Minuten in doppelter und zusätzliche 17:22 Minuten in einfacher Unterzahl antritt. Irgendwann ist der Offen aus.

Im schlechtesten Fall: Tief im Herzen weiss es jeder Bewohner des Jura: Der Meistertitel 2016 wird nicht zur Alltagskost. Die Playoffs werden knapp erreicht, mehr aber nicht. Dafür werden mit Militär-Notkochern auf der Tribüne die Fondue-Caquelon eingeheizt, was ab und an zu einem Heimsieg führt, da die Lungen der eigenen Mannschaft bald Fondue-Geruch-gestählt sind. Dieser ungewöhnliche Heimvorteil führt Ajoie zumindest ins Cup-Halbfinale – und mit den SCL-Tigers ab Saisonmitte zu einem Nachahmer der mit dem gleichen Konzept ins Finale der National-League vorstösst und in der Saison 2018/19 auch die Champions-League – dank dem Käsegemisch – aufmischt.

 

Rang 7: HC Thurgau

Facts: Hockey Thurgau heisst wieder HC Thurgau und auch sonst ist vieles neu: Acht Spieler sind gegangen, zwölf gekommen – dadurch dürfte die Mannschaft etwas unabhängiger vom HC Davos sein. Den Ostschweizern ist durchaus der ein und andere Coup zuzutrauen.

Im besten Fall: Neuer alter Name, neuer Liga-Name – dazu unter anderem Lars Neher (von Visp), Goalie Janick Schwendener (Rapperswil), Simon Schnyder (Olten) und Thomas Studer (Winterthur) neu im Team: Plötzlich geht ein Ruck durch das Team aus dem Osten. Namentlich Schwendener hat noch im Hinterkopf, dass der Aufstieg innerhalb von 16 Monaten realisiert werden muss. Diese Forderung entstand zwar bei den Lakers, bleibt jedoch bei ihm unvergessen. Mit dem besten Goalie-Wert der Liga führt er Thurgau sensationell ins Finale und in die National League – und entschuldigt sich bei den Lakers für das Versehen. Er wechselt zurück nach Rapperswil und schafft mit den St. Gallern 2018/19 ebenfalls den Aufstieg und empfiehlt sich dadurch auch gleich bei Nationaltrainer Patrick Fischer.

Im schlechtesten Fall: Die «Löien» beissen niemanden. Deshalb wird ein neues Wappentier gesucht, da immerhin vier Teams in der Liga einen Löwen im Logo führen. Da es doch tatsächlich Clubs gibt, die eine Maus, eine Ente oder einen Pinguin im Wappen haben, entschliesst man sich dazu, einen Spatzen ins Logo zu setzen, was auf Englisch durchaus wohlklingt. «Sparrows» ermöglicht zudem ein Wortspiel mit «Arrows» und so blickt man alsbald moralisch gestärkt auf die Saison 2018/19, während sich andere Clubs noch mit 2017/18 Playoff-Geplänkel abmühen.

 

Rang 8: EHC Winterthur

Facts: Jan Lee Hartmann (Kloten), Reto Kobach (Olten), Tim Wieser (Thurgau), Anton Ranov (Ajoie) und weitere … die Liste der Neuzugänge bei Winterthur ist beachtlich, zudem wird auch auf mindestens eine ausländische Kraft gesetzt. Zudem gibt’s von Kloten auch den ein und anderen spielerischen «Zustupf». Winterthur wird zu einem Playoff-Kandidat.

Im besten Fall: Die sechstgrösste Stadt der Schweiz sorgt ein erstes Mal für einen sportlichen Knall in einer der beiden nationalen Ligen. Es gelingt Trainer Michel Zeiter alles im Kanton was nicht Niet-, Nagel-, ZSC- und Klotenfest ist, hinter sich zu einen und im dritten Jahr in der zweithöchsten Spielklasse bis ins Finale vorzustossen. Mit einem «Fortsetzung folgt», verabschiedet er sich mit seiner Equipe in eine kurze Sommerpause.

Im schlechtesten Fall: ZSC, FCZ, EHC Kloten, GC, Pfadi Winterthur und die Migros-Filiale am Zürcher Flughafen … es ist einfach zu viel los im Kanton. Selbst die Spieler von «Winti» tummeln sich lieber in der Masoala-Halle des Zürcherzoos als in der eigenen Eishalle. Zumindest für vier Viertelfinal-Spiele wollen sie sich bequemen, stellen aber fest kurz vor Spielbeginn fest, dass ausser ihnen niemand in der Halle ist, ihr Team auf Quali-Rang 10 lag und die Ticino Rockets auf Rang 8.

 

Rang 9: GCK Lions

Facts: Alles was noch nicht beim ZSC spielt und unter 20 ist, spielt in der heimlichen U20-Nationalmannschaft der Schweiz, den GCK Lions. «Hier sieht man die Stars von Morgen», pflegt Pressechef Hans-Peter Rathgeb jeweils zu sagen – und damit stets recht zu behalten, kaum ein Team in der National League oder Swiss League hat nicht mindestens einen Spieler mit GCK-Vergangenheit in seinen Reihen.

Im besten Fall: Wieder einmal gelingt der «Mutter aller Farmteams» – wie alle Jahrzehnte einmal – ein Sensationsresultat. Ein Grosser wird ausgeschaltet, ein zweiter noch dazu, diesmal reicht es den jungen wilden sogar zum Pokal.

Im schlechtesten Fall: Zwar werden alle Grossen je einmal geschlagen, aber zuletzt müssen die Lions die EVZ Academy hinter sich lassen.

 

Rang 10: EVZ Academy

Facts: Nach der ersten Saison der Academy empfahlen sich verschiedene Athleten für höhere Aufgaben – dieses Konzept dürfte auch 2017/18 aufgehen. Aber auch mit Josh Holden an Bord dürften die Playoffs anderen Teams vorbehalten bleiben.

Im besten Fall: Josh Holden zeigt es noch einmal allen. Mit zwei Skorerpunkten und vier Strafminuten pro Spiel tut er alles was ein Hockey-Spieler abends tun muss. In den Playoffs ist für Qualisieger Academy nach vier Spielen dennoch Schluss – weil Holden wieder in der ersten Mannschaft spielt …

Im schlechtesten Fall: Gibt’s nicht, da der Academy-Erfolg nicht mit Punkten gemessen wird.

 

Rang 11: Ticino Rockets

Facts: Mehrere Rockets-Spieler machten in der Liga-Quali im Ambri-Kader eine gute Falle gegen den SC Langenthal. Auch in der laufenden Saison dürften Lugano und Ambri ihre Performance aufbessern, durch Spieler die bei den Rockets Spielpraxis sammeln.

Im besten Fall: Die Rockets wachsen über sich hinaus, gewinnen das Finale und treffen in der Liga-Quali auf Ambri. Wohlwollend stehen die Rockets Spalier, applaudieren bei den Gegentreffern, holen in der Pause Autogramme in der gegnerischen Kabine und bescheren ihrem Mutterhaus Ambri den zwölften Platz in der National League auf dem Serviertablett.

Im schlechtesten Fall: Steht das Team manchmal vor dem Gotthard im Stau – das wäre wohl schlimmer als der hinterste Tabellenplatz.

 

Daniel Gerber

Neu bei den GCK Lions – Pascal Pelletier zurück in der Schweiz

Während zwei Jahren amtete Pascal Pelletier als Captain der SCL Tigers, ein weiteres kam als Assistenz-Captain dazu. Nach einem Zwischenjahr in Nordamerika zog es den Kanadier in den Osten in die Kontinental Hockey League. Dort war er innerhalb von zwei Jahren bei drei verschiedenen Mannschaften unter Vertrag. Zunächst trat er für das inzwischen nicht mehr in der KHL figurierenden, kroatischen Mannschaft Medvescak Zagreb auf Punktejagt (2014/15) und in der Folgesaison spielte er zunächst 16 Spiele für Admiral Wladiwostok, ehe die Reise mit Jokerit Helsinki weiterging.

In der «ewigen KHL-Spielerliste» rangiert Pascal Pelletier auf dem 559. Platz, mit 50 Skorerpunkten (19 Tore 31 Assists) in 92 Spielen, dabei liess er etliche Spieler hinter sich, die deutlich mehr Matches bestritten.

Vergangene Saison stand Pelletier wieder auf AHL-Eis, beim New Yorker Team Utica Comets, gleich wie schon in der Saison 2013/14. Nun ist er zurück auf Schweizer Eis, bei den GCK Lions in der Swiss League – und wer weiss, vielleicht plötzlich auch zwischendurch in den Reihen der ZSC Lions.

Pascal Pelletier, hier noch im Dress der Utica Comets (Bild: Wikipedia/Leech44).