Jack Combs und Lauri Tukonen werden von den Kloten-Fans als «Micky-Mouse»-Ausländer bezeichnet. Eine Beleidigung für Mickey Mouse (siehe unten). Trainer André Rötheli wurde nach dem Spiel beurlaubt. Gleich mit 4:0-Siegen durch sind der EHC Olten und der HC La Chaux-de-Fonds. Die Facts der ersten Playoff-Runde:
Ineffizient: Kloten zeigt, wie Ineffizienz funktioniert: Im Mitteldrittel kann das Team von André Rötheli zusammengerechnet exakt acht Minuten in Überzahl antreten. Doch das Pausenresultat lautet 1:0, nach einem Treffer von Pascal Pelletier. Nach dem Spiel wurde Trainer André Rötheli beurlaubt.
Kloten-Fans beleidigen Mickey Mouse: Die Kloten-Fans bezeichnen die Ausländer Jack Combs und Lauri Tukonen als «Mickey-Mouse»-Ausländer. Im Grunde eine Beleidigung für den fleissigen Mickey Mouse. Denn während Ausländer des EHCK in den Playoffs in nunmehr vier Spielen noch keinen einzigen Zähler erarbeitet haben, ist Mickey Mouse ein erfolgreicher Detektiv, der die Kriminellen – allen voran Kater Karlo – regelmässig zur Strecke bringt.
Kloten daheim seit 142:20 Minuten ohen Tor gegen SCL: Letztmals auf eigenem Eis hat der EHC Kloten in der 43. Qualifikations-Runde bei der 1:4-Niederlage bei 37:40 Minuten getroffen. Das erste Playoff-Spiel endete 0:3 und das aktuelle nun 0:6. Daheim ist Kloten somit seit 142:20 Minuten ohne Tor gegen den SCL. Langenthal verfügt nun somit über drei Matchpucks.
SCL mit «Stolen Win»: Der EHC Kloten führte laut offizieller Statistik ein Schussverhältnis von 47:28 Schüssen aber einem Torverhältnis von 0:6. Der SCL landete damit ganz offiziell einen «Stolen Win» («Gestohlener Sieg»).
Olten im Eilzug-Tempo: Der EHC Olten erweist sich in Top-Form. Gegen den EHC Visp, der 2014 immerhin aus der gleichen Tabellenregion wie jetzt den Titel gegen die auf dem Papier scheinbar übermächtigen SCL Tigers holte, marschiert der EHCO mit 4:0-Siegen durch. Dies mit 15:7 Toren. Das Team aus Dreitannenstadt, das bereits im Vorjahr im Finale stand, zeigt damit, dass auch diesmal mit ihm zu rechnen ist.
Thurgau lässt nicht locker: Der HC Thurgau lässt sich nicht abschütteln. Die Ostschweizer gleichen die Serie gegen den HC Ajoie dank dem 4:1-Erfolg in der Serie aus; der HCT verfügt somit weiterhin über die Möglichkeit, für eine Überraschung zu sorgen.
HCC gibt sich keine Blösse: Der HC La Chaux-de-Fonds lässt im vierten Spiel nichts mehr anbrennen. Der Qualifikationssieger setzt sich mit 5:1 gegen die EVZ Academy durch, die Tore vier und fünf werde ins leere Tor erzielt – der HCC gewinnt somit die Serie mit 4:0.
Und
dies ist das Team der Runde:
Dominic Weder (HC La Chaux-de-Fonds)
Léonardo Fuhrer (HC Thurgau)
Brent Kelly (SC Langenthal)
Christopher Bagnoud (EHC Olten)
Simon Lüthi (EHC Olten)
Philip Wüthrich (SC Langenthal)
Der EHC Kloten vor einem Meisterschaftsspiel (Bild: zweiteliga.org).
Der kanadische
Hockey-Held Jordan Heywood gehört zum Captain-Team der Dresdner Eislöwen – doch
in seinem Leben ist ein anderer der Steuermann: Jesus Christus. Heywood sagt
gegenüber dem Eishockey-Portal «eishockey-online.com»: «Ich lese täglich in der
Bibel.»
Er
gehört zum Captain-Team der Dresdner Eislöwen in der DEL2, der zweihöchsten
Spielklasse Deutschlands; das «A» des Assistenzcaptains prangt auf seiner
Brust. Zuvor trat der 29-jährige Defensivspieler zwei Saisons bei einem
Liga-Konkurrenten an, bei den Heilbronner Falken, in der zweiten Saison als
Captain.
Obschon der tüchtige Kanadier in der
Abwehr steht, lieferte er am viertmeisten Skorerpunkte innerhalb seiner
Mannschaft, nämlich deren 39 in 50 Maatches (ein Skorerwert von 0,78 wäre sogar
noch für einen Stürmer überdurchschnittlich). Und selbst Liga-weit finden sich
nur gerade sechs Verteidiger, die noch mehr Punkte sammelten.
«Eine Beziehung mit
Gott haben»
«Ich lese jeden Tag in der Bibel und
lerne dadurch mehr über Gott und mich», sagte Jordan Heywood gegenüber dem
Eishockey-Portal «eishockey-online.com». Weiter hält er fest: «Mein Glaube
wächst und verändert ständig mein Leben, er steht im Mittelpunkt davon. Christ
zu sein bedeutet, eine Beziehung mit Gott zu haben! Ich versuche immer, diese
Beziehung zu stärken.»
Der Glaube liefere die Perspektive, dass
es mehr im Leben gibt als Eishockey. Er bestreite damit sein Einkommen, jedoch
definiere das nicht seinen Wert: «Dieser kommt von Gott, der mich erschaffen
hat. Das bleibt konstant, egal ob ich ein gutes oder ein schlechtes Spiel
bestritten habe.»
Daniel Gerber
«Sport zum
Sonntag» ist das «Wort zum Sonntag» von zweiteliga.org
Silvan Wyss sorgt für Spektakel beim EHC Olten.
Er trifft zum 2:2 erst 13 Sekunden vor Schluss schiesst sein Team anschliessend
nach weniger als zwei Minuten in der Verlängerung zum Sieg. Nico Dünner sorgt
ebenfalls für Spektakel: Er schiesst das 1:0 für seinen SC Langenthal. Später
wird er von einem Klotner-Schuss derart unglücklich getroffen, dass er zum
ersten Tor für den EHC Kloten trifft – zuletzt geht er mit seiner Mannschaft
als Sieger vom Eis. Der EHC Olten und der HC La Chaux-de-Fonds vor dem Einzug
ins Halbfinale. Die Facts der ersten Playoff-Runde:
Vorne
und hinten getroffen: Nico Dünner schiesst
das jeweils erste Tor für beide Teams: Das 1:0 ist der Grundstein für den
SCL-Sieg. Beim 1:3 für Kloten wird er angeschossen und «erzielt» so auch das
erste Tor für die Zürcher. Zuletzt gewinnt sein Team und führt in der Serie 2:1.
101:24 Minuten
ungeschlagen: Philip Wüthrich wird erst nach 41 Minuten und 24 Sekunden
erstmals bezwungen, das heisst, dass er insgesamt 101:24 Minuten keinen Gegentreffer
von Kloten einstecken musste. Vorausgegangen war ein 3:0-Sieg in Kloten,
nachdem der SCL im ersten Spiel in der Verlängerung verloren hatte.
Späte Wende:
Die
4097 Fans im Oltner Kleinholzstadion bekamen nicht zu wenig Spektakel geboten:
Mit einem Short-hander und einem Treffer in doppelter Überzahl geht der EHC
Visp 2:0 in Führung. Doch dann die Wende. Lukas Haas trifft zur Spielmitte zum
Anschluss und 13 Sekunden vor das Spiel zu Ende gewesen wäre, gleicht Silvan
Wyss aus – und in der zweiten Minute der Verlängerung trifft erneut Silvan Wyss
zum Siegtreffer, womit Olten 3:0 vorne liegt.
Vergeblich geführt:
Zwar
geht der HC Thurgau beim HC Ajoie in der siebten Minute 1:0 in Führung. Doch
zuletzt gewinnt die Heimmannschaft mit 3:2 Toren und führt in der Serie 2:1.
Erstmals in
Rückstand:
In den beiden ersten Spielen ist die EVZ Academy stets in Führung gegangen und
hat am Ende verloren. Diesmal fassten die jungen Zentralschweizer erstmals
einen Rückstand und sorgten dann für die Wende. Doch weniger als drei Minuten
vor Schluss fiel der Ausgleich und weniger als eine Minute vor dem Ende der
ersten Verlängerung, also bereits in der 80. Minute, traf Timothy Coffman zum
3:2 für den HCC, der damit in der Serie 3:0 führt.
Vier er fünf ersten Mannschaften verlieren zwei bis
drei Zähler – zwei dieser Equipen rutschen somit aus der Top-5. Einige
spannende Facts zur Runde:
Die Wende: Der 1. FC Köln liegt daheim
gegen den SV Sandhausen zunächst mit 0:1-Toren zurück. Schon in der 4. Minute
trifft Andrew Wooten zum 1:0. Doch in der zweiten Halbzeit gleicht Dominick
Drexler früh aus (49.) und mit einem Doppelschlag sorgt Anthony Modeste in der
83. und 95. Minute für die Wende.
4 der ersten 5 verlieren Punkte: Gleich
vier der fünf Mannschaften, die vor dem Spieltag auf den Rängen vier bis fünf
lagen, verlieren Punkte (zwei Teams fallen deshalb aus der Top 5). Der HSV
verliert und Union Berlin, 1. FC Heidenheim und der SC Paderborn spielen
Unentschieden; ohne Direktbegegnung.
Kalt geduscht: Zwar führt der Hamburger
SV früh (16. Minute) durch David Bates auswärts beim SSV Jahn Regensburg. Doch
mit Toren in der 74. Minute (Sargis Adamyan) und 81. Minute (Marco Grüttner)
wendete die Heimmannschaft das Spiel.
Weg aus der Gefahrenzone: Im hinteren
Teil der Tabelle standen sich der SV Darmstadt 98 und Dynamo Dresden gegenüber.
Mit einem 2:0-Erfolg erarbeitet sich Darmstadt nun einen Vorsprung von sieben
Punkten auf den Relegationsrang.
Aufstiegszone genähert: Gleich mit
3:1-Toren gewinnt Holstein Kiel auswärts beim VfL Bochum. Dadurch liegt Kiel
nur noch zwei Punkte hinter Rang drei.
Doppeltorschütze: Anthony Modeste (1. FC Köln) ist
der einzige Doppeltorschütze der
Runde.
Das Merck-Stadion am Böllenfalltor, des SV Darmstadt 98 (Bild: Wikipedia/Ungry Young Man).
Philip Wüthrich wird beim SC Langenthal zur
Wand und bringt dem Team durch den 3:0-Auswärtssieg den Heimvorteil zurück.
Und: In den Playoffs zeigt nun auch die EVZ Academy einen Pyro-Show. Am meisten
Hockey fürs Geld gab es beim HC Thurgau. Die Facts der ersten Playoff-Runde:
Heimvorteil
zurück: Der SC Langenthal gewinnt bei
28:33-Schüssen mit 3:0 beim EHC Kloten. Den Unterschied machte unter anderem in
starker Goalie Philip Wüthrich sowie eine geschlossene Mannschaftsleistung und
den Punkten der beiden Ausländer Brent Kelly und Pascal Pelletier – somit steht
es in dieser Serie 1:1.
93-Minuten-Show:
Der
HC Thurgau und der HC Ajoie zeigten für den Preis von einem Hockeyspiel gleich
mehr als eineinhalb: Erst in der 93. Minute – in der zweiten Verlängerung,
respektive dem fünften Drittel – traf Michael Loosli zum 3:2-Sieg. Auch in
dieser Serie steht es nun 1:1.
Moral
gezeigt:
Der EHC Olten liegt auswärts vor 3690 Fans zweimal im Rückstand – doch zuletzt
setzt sich das Team von Trainer Chris Bartolone mit 4:3 in der Verlängerung
beim EHC Visp durch. Verteidiger Tim Bucher ist der Ausgangspunkt. Via Silvan
Wyss und Cason Hohmann erfolgt in der 69. Minute der Siegtreffer.
Feuer
in der Halle: In den Playoffs laufen nun auch die
Athleten der EVZ Academy zu einer Pyro-Show ein. Zweimal führen die jungen
Zentralschweizer gegen den Qualifikationssieger HC La Chaux-de-Fonds – aber zuletzt
setzt sich dieser mit 5:2-Toren durch. Gleich zehn verschiedene Skorer tragen
sich für den HCC in die Skorerliste ein.
Der FC Aarau kommt ausnahmsweise nicht zu einem
Zähler, während gleich drei der vier hintersten Teams zu Punkten kommen. Einige
spannende Facts zur Runde:
Drei der vier hintersten Teams punkten:
Gleich drei der vier hintersten Teams kommen zu Zählern: Der FC Rapperswil-Jona
bezwingt den FC Schaffhausen mit 2:0-Toren, bleibt aber dennoch auf dem letzten
Rang. Dies weil der FC Vaduz zuhause den FC Aarau mit ebenfalls 2:0-Toren
bezwingt. Zudem holt der FC Chiasso beim 1:1 gegen Winterthur ebenfalls einen
Punkt.
Vorsprung ausgebaut: Der Servette FC
baut seinen Vorsprung wieder aus: Dies weil die Mannschaft auswärts beim SC
Kriens gleich mit 3:0-Toren gewinnt und Lausanne-Sport sich mit dem FC Wil die
Punkte teilt (1:1).
FC Aarau gebremst: Nach einer langen
Punkteserie musste der FC Aarau erstmals wieder als Verlierer vom Eis. Mit
Blick auf die geleistete Performance dürfte dies aber nur ein kurzes Abbremsen
gewesen sein. Mit 15:9-Schüssen zugunsten des FCA waren die Aargauer mit null
Punkten schlecht bedient.
Vier Teams innerhalb von sechs Punkten:
Mit Lausanne-Sport, dem FC Winterthur (je 38 Punkte) sowie dem FC Wil und dem
FC Aarau (je 32) liegen auf den Rängen zwei bis fünf gleich vier Teams innerhalb
von sechs Punkten.
Die IGP-Arena des FC Wil (Bild: Wikipedia/Rocky187).
Bis auf den SC Langenthal lag jede der acht
Mannschaften bereits in der ersten Playoff-Runde mindestens einmal in Führung –
die EVZ Academy sogar mit 2:0, ehe sie sich mit 5:3-Toren dem
Qualifikationssieger HC La Chaux-de-Fonds geschlagen geben musste. Die Facts
der ersten Playoff-Runde:
Heimvorteil
weg: Der SC Langenthal wird in den ersten
beiden Dritteln immer wieder eng eingeschnürt. Der EHC Kloten erarbeitet sich
ein klares Chancenplus. Doch die Zürcher verpassen es, sich abzusetzen. Und so
kommt der SCL vier Minuten vor Schluss zum 2:2-Ausgleich; doch in der
Verlängerung setzen sich die Klotner durch.
Die
Wende: In der 21. Minute geht der EHC Visp in
Führung – doch mit zwei Treffern kurz nach der Drittelsmitte wendet der Dritte
der Qualifikation die Parte. Zuletzt gewinnt der EHC Olten mit 4:1-Treffern.
Ajoie
ebenfalls mit Wende: Im Schlussdrittel liegt plötzlich der HC
Thurgau mit 2:1-Toren vorne. Bis zur Mitte des letzten Abschnitts wendet der
HCA zwar das Skore, doch der HCT kontert mit dem Ausgleich – zuletzt aber
gewinnen die Jurassier 5:3.
In Rücklage:Die
EVZ Academy führte nach zwei Dritteln mit 2:0-Toren auswärts bei
Qualifikationssieger HC La Chaux-de-Fonds. Doch zuletzt siegten die Romands
nach vier Toren innerhalb von 14 Minuten im Schlussdrittel mit zuletzt
5:3-Toren.
Sieben Teams
führten: Bis
auf den SC Langenthal lag jedes Team mindestens einmal in Führung.
Vier
Assists:Daniel Carbis, Captain des HC La
Chaux-de-Fonds, liefert gleich vier Assists für den HCC.
Einen
einzelnen Meister-Favoriten auszumachen ist schwierig: Nach 44 Runden liegt die
Top-5 nur sieben Zähler auseinander. Alle 1,4 Punkte liegt somit eine
Mannschaft. Die ersten fünf Teams liegen mehr oder weniger auf Augenhöhe.
In
einer – nicht ganz ungewagten – Prognose sieht «zweiteliga.org» den EHC Kloten vorne mit dabei. Geschuldet durch
einen erstaunlichen Anfängerfehler starteten die Zürcher mit nur einem
ausländischen Feldspieler, die zweite Ausländerlizenz wurde an Bernhard Starkbaum
vergeben. Anfängerfehler deshalb, weil es ein Swiss-League-Grundgesetz ist,
dass wer um den Titel (oder Aufstieg) mitspielen will, hinten einen starken
Schweizer-Goalie benötigt und vorne zwei Ausländer, die schlicht und ergreifend
knipsen (natürlich neben den Grundgegebenheiten wie starke Schweizer Stürmer
und Verteidiger und ein ausgereiftes System). Der österreichische Keeper wusste
aber nie zu überzeugen (Fangquote 89,15 Prozent). Vorne wurden zu wenig Treffer
erzielt und hinten lotterte die Equipe. Das Resultat: In den ersten 19 Spielen
wurden nur 30 Punkte eingefahren (1,57 im Schnitt). Kloten lag auf Rang sechs
und hat kein Spiel gegen ein Top-5-Team gewonnen (0:21 Punkte!). Dann wurde
Goalie Joren van Pottelberghe geholt. Statistisch ist der 21-Jährige einer der
drei besten Torhüter der Swiss-League. Zudem wurden ausländische Verstärkungen
geholt. Das Resultat seit der Fehler-Korrektur: 25 Spiele und 53 Punkte was
2,12 Zähler im Schnitt ergibt. Hochgerechnet auf 44 Spiele ergibt etwas mehr
als 93 Punkte. Damit hätte Kloten die Qualifikation gewonnen und die
Top-5-Teams alle einen, bis zwei Zähler weniger. Behält Kloten die Performance
seit der Korrektur bei, ist die Mannschaft durchaus ein Titel-Favorit.
Zu tun bekommt es Kloten mit dem SC Langenthal. Der SCL ist das Team mit der besten Formkurve: Zehn der letzten elf Spiele wurden gewonnen. Zuvor waren etliche Spieler länger verletzt; Top-Stürmer Jeff Campbell sogar schon die ganze Saison. Dennoch formte Trainer Per Hanberg rechtzeitig zum Playoff-Start eine starke Equipe. Es ist nicht auszuschliessen, dass die Mannschaft, welche dieses Viertelfinale gewinnt, auch ein grosses Wort um den «Chübel» mitspricht. Längere Zeit fehlte dem Team ein durchschlagkräftiges Ausländer-Duo. Mit Pascal Pelletier neben Brent Kelly gewann die Offensive an Fahrt, wobei die beiden gegen die grossen Gegner zuletzt eher marginal skorten. In der Qualifikation gewann der SCL drei von vier Direktduellen (in chronologischer Folge: 5:4, 4:1, 0:1 und 4:1). Allerdings: Seit der Klotner-Fehlerkorrektur lautet das direkte Verhältnis 1:1. Zudem gewann der SCL letzte Saison fünf der damals sieben Quali-Begegnungen mit Olten. Doch als es hart auf hart kam im Playoff-Halbfinale und die Ausländerpunkte nicht mehr kamen setzte sich der EHCO mit 4:1-Siegen durch. Die Frage ist somit, welcher SCL nun im Viertelfinale steht. Nach der Performance in den letzten drei Spielen gegen Olten, Kloten und Ajoie (der vorgezogenen Playoff-Hauptprobe) kann auch der SCL sehr weit kommen. In Betracht auf Form und Umstände ist diese Begegnung eine Art vorgezogenes Finale.
Der
EHC Olten konnte bis zuletzt vom
Qualifikationssieg träumen. Erst in der letzten Runde platzte der Traum, der
Rückstand auf Rang eins betrug nur drei Zähler. In der Offensive ist der EHCO
mit 183 Treffern das Mass aller Dinge. Und hinten kassierte Olten 118 Gegentreffer
– nur Ajoie (94) und Thurgau (104) erhielt deutlich weniger Gegentore. Die
anderen Top-Teams liegen mit 112 (HCC und Visp) sowie Langenthal (113) in der
genau gleichen Kategorie.
Qualisieger
HC La Chaux-de-Fonds in dieser
Saison voraussichtlich nicht «zu welsch» für den Titel: Nicht weniger als neun
Spieler im Kader sind Deutschschweizer, darunter einer der Captains (beim HCC
teilen sich mehrere Spieler das Amt). Der HCC verfügt zudem über die drittbeste
Abwehr der Liga.
Meisterschaften
gewinnt man – nicht immer, aber meistens – in der Defensive. Und hier ist der HC Ajoie mit 94 erhaltenen Gegentreffern
der Branchenleader der Liga. Mit Rang zwei und nur zwei Zählern Rückstand auf
Position eins nach 44 Runden darf auch mit den Jurassiern gerechnet werden.
Allerdings lebt der HCA seit Jahren stark von seiner ersten Linie. Sorgt diese
nicht für die Musik wird es für die Nordwestschweizer trotz der guten
Verteidigung schwierig.
In
dieser Saison dürfte es für den EHC Visp
schwierig werden, einen Exploit zu zeigen, wie damals gegen die SCL Tigers mit
dem Titelgewinn 2014. Auch wenn die Walliser in der Quali nur zwei Punkte (bei
zwei Siegen in der Verlängerung) an die Oltner abgegeben haben: Ähnlich war die
Foraussetzung für die Dreitannenstädter letzte Saison auch gegen Langenthal: In
der Quali mehrheitlich gegen den Playoff-(Halbfinal)-Gegner verloren, doch als
es um die Wurst ging, klar durchgesetzt.
Der
HC Thurgau liegt zwar nur auf Rang
sieben, doch die Mannschaft steigerte sich in den beiden letzten Monaten
markant. Gleich wie Ajoie verfügten die Ostschweizer über eine starke Abwehr (die
Nummer zwei der Liga). Wenn sich die beiden herausragenden Skorer der Jurassier
jedoch nicht entfalten können, ist der HCT nicht chancenlos.
Die
EVZ Academy zeigte bereits in der
letzten Saison, dass sie ein absolut unbequemer Gegner sein kann: Zweimal wurde
der spätere Aufsteiger, die SC Rapperswil-Jona Lakers, im Viertelfinale in die
Verlängerung gedrängt. So ganz ohne Ärger dürfte es wohl in dieser Saison auch
für den HCC nicht gehen.
Daniel Gerber
Der EHC Kloten Bus – fährt Kloten allen davon oder in die Ferien? Bild: zweiteliga.org
Bis zur 80. Minute führt der 1. FC Köln
auswärts bei Paderborn mit 2:0-Toren … um zuletzt mit einer 2:3-Pleite nach
Hause zu fahren. Die Facts der Runde:
Übertölpelt:
Der Sieg war schon fast im Trockenen – in der 73.
Minute geht der 1. FC Köln auswärts bei Paderborn in Führung. Doch zuletzt
triumphiert Paderborn: Mit Toren in der 80. (Bernard Tekpetey), 85. (Kai
Pröger) und 92. Minute (Marlon Ritter) sorgt die Heimmannschaft für eine
packende Wende.
Paderborn
strebt auf: Nach dem 6:0-Erfolg über
Greuther Fürth folgt der 3:2-Sieg über Köln – sprich 6:0 Punkte und 9:2-Tore in
den vergangenen 180 Spielminuten.
Zweimal
abgefangen: Der Hamburger SV liegt zweimal
auswärts beim FC Heidenheim in Rückstand … kann aber dank einem
2:2-Unentschieden dennoch einen Punkt mitnehmen.
Abgerutsch:
Gerade noch lag der FC St. Pauli in der Aufstiegszone, doch nach der
1:2-Heimpleite gegen Erzgebirge Aue fällt das Team auf Rang sechs zurück. St.
Pauli geht zwar 1:0 in Führung, doch mit einem Doppelpack sorgt Jan Hochscheidt
für die Wende.
Schlusslicht
abgegeben: Der FC Ingolstadt ist nach einer Runde wieder weg
vom letzten Tabellenrang. Dies dank einem 2:1-Heimsieg – bei dem Sonny Kittel
innerhalb von sieben Minuten doppelt trifft – gegen den VfL Bochum.
Wichtige Wende: Union Berlin führt beim MSV
Duisburg 1:0 fällt aber im Laufe der zweiten Halbzeit zurück. Doch in der
letzten halben Stunde schiessen Marcel Hartel (64. Minute) und Sebastian
Andersson (89.) das Team aus der Hauptstadt zum Sieg.
Späte Verteidiger-Tore: Sechs Minuten vor dem offiziellen
Ende steht es zwischen Holstein Kiel und Greuther Fürth 1:1. Dann trifft
Innenverteidiger Marco Caligiuri in der 84. Minute zum 2:1 für Fürth … doch in
der 94. Minute gleicht Kiels Innenverteidiger Hauke Wahl zum 2:2 aus.
Doppeltorschützen:
Jan Hochscheidt (Erzgebirge Aue) und Sonny Kittel (FC Ingolstadt) sind die
Doppeltorschützen der Runde.
Die Arena des SC Paderborn 07 (Bild: Wikipedia/Markus Unger).
Der FC Aarau rückt weiter vor und der SC Kriens
erreicht bald die 1000-Punkte-Marke. Einige spannende Facts zur Runde:
998 Punkte für Kriens: Der SC Kriens
holt durch seinen Sieg gegen Schaffhausen seinen 998. Punkt in der Challenge
League. Somit steht er vor dem Eintritt in den «1000er-Club». In diesem finden
sich bislang 15 Teams, Kriens wird der 16. Verein. Der FC Baden (Rang 15, 1074
Punkt) ist die Mannschaft, die in der «ewigen Tabelle» direkt vor dem SCK
liegt. An der Spitze liegen der FC Winterthur (2254 Punkte), gefolgt vom FC
Schaffhausen (1673 Punkte) und dem FC Chiasso (1615 Punkte).
Früh und spät getroffen: Der FC
Schaffhausen geht früh gegen den SC Kriens in Führung: Schon in der 5. Minute
trifft Tunahan Cicek zum 1:0 für das Heimteam. Doch drei Minuten später gleicht
Nico Siegrist bereits aus. Und in der 82. Minute folgt der Siegtreffer für die
Innerschweizer durch Omer Dzonlagic.
Neun Siege in zehn Spielen: Da waren es
nur noch neun … der FC Aarau rückt weiter nach vor. Da Servette Punkte liegen
liess, beträgt der Rückstand auf die Spitzenposition nur noch neun Punkte – und
jener auf die Barrage-Ränge ist auf fünf Zähler geschmolzen. Der 1:0-Erfolg
über den FC Chiasso bedeutet den neunten Vollerfolg innerhalb von zehn Matches
für den FCA.
Zeit gelassen: Der FC Lausanne gewinnt
daheim gegen den FC Rapperswil-Jona. Die Waadtländer lassen sich Zeit: Erst in
der 84. Minute trifft Igor Nganga zum 1:0.
Ungemütlich: Langsam wird es für den FC
Vaduz ungemütlich: Das Team aus Liechtenstein verliert mit 0:3-Toren beim FC
Winterthur – zuletzt wurde der FCV von Kriens überholt.
Servette abgebremst: Der Leader FC
Servette verliert an Tempo. Nach der Pleite gegen den FC Chiasso in der vorangegangenen
Runde müssen sich die Genfer nun zuhause mit einem 0:0 gegen den FC Wil
begnügen.