4mal 4:3 – nur Olten tanzt aus der Reihe

Knapp schrammte die Swiss League in der aktuellen Runde an einer Verschwörungstheorie vorbei: In sämtlichen Dienstagsspielen lautete das Endergebnis 4:3 – und am Mittwoch führte der EHC Olten nach zwei Dritteln mit dem gleichen Resultat. Marek Zagrapan sorgte dann aber mit seinem Ausgleich in der 54. Minute für den EHC Winterthur dafür, dass nicht auch das fünfte Spiel mit dem gleichen Resultat endet und Oltens Simon Barbero bewerkstelligte in der Verlängerung, dass der EHCO dennoch als Sieger vom Feld geht.

Die andere grosse Geschichte dieser Runde schrieb Dominic Hobi vom HC La Chaux-de-Fonds. 140:57 Minuten war der HCC ohne eigenes Tor, dies wegen zwei 0:4-Niederlagen gegen den EHC Visp und die SC Rapperswil-Jona Lakers. Dominic Hobi war der letzte Torschütze für den HCC, in der 56:18 Minute gegen die GCK Lions und dann, nach 17:15 Minuten in der Begegnung mit dem SC Langenthal, bei seinem 1:1 Ausgleich. Zuletzt setzt sich Langenthal in der Verlängerung mit 4:3 durch.

Die anderen Partien endeten ebenfalls alle mit – aus Sicht des Heimteams – 3:4-Pleiten, dies bei EHC Visp gegen die Ticino Rockets, EVZ Academy gegen den HC Thurgau sowie HC Ajoie gegen die GCK Lions.

 

Anbei das Team der Runde:

Tim Stapleton

(EHC Olten)

Tim Ulmann

(GCK Lions)

Dominic Hobi

(HC La Chaux-de-Fonds)

Patrick Parati

(HC Thurgau)

Luca Christen

(SC Langenthal)

Stefan Müller

(Ticino Rockets)

 

27 Tore … und kein Torschütze doppelt

Was für eine Runde in der Swiss League (ehemals Nationalliga B). 27 Tore fallen auf den fünf Plätzen, 5,4 im Schnitt – dies ist definitiv kein Rekordwert. Dies sind eher wenig Tore, was erklärbar ist, da gleich drei Teams zu-Null spielten: Die Lakers 4:0 gegen La Chaux-de-Fonds, Olten 3:0 gegen die GCK Lions und Langenthal 4:0 gegen Thurgau.

Aber etwas Anderes springt ins Auge: 27 Tore und jeder einzelne Treffer wird von einem anderen Spieler erzielt. Normalerweise gibt es in einer Runde immer einen oder mehrere Doppeltorschützen und auch Hattricks sind keine Seltenheit. Doch in dieser Runde ist es den rund 200 Feldspielern gelungen, eine enorme Vielfalt an den Tag zu legen und nicht weniger als 27 Torschützen in die Skorerlisten einzutragen.

Apropos 27: Mit Dario Kummer in den Reihen des SC Langenthal sowie Josh Holden bei der EVZ Academy trafen sogar zwei Spieler mit der Rückennummer 27! Wären drei Tore weniger gefallen, hätte Simon Barbero, der für Olten traf, mit seiner Rückennummer 24 die passende Zahl für diese Spielerei getragen.

Dario Kummer, Stürmer beim HC Ajoie (Bild: zweiteliga.org).

Syrien hat noch Chance auf WM-Titel – anders als Niederlande und Österreich

Sicherlich, Syrien ist nicht der haushohe Favorit auf den Titel bei der Fussball-Weltmeisterschaft in Russland 2018. Ohne sich auf Tests hinauslassen zu wollen, dürften Brasilien, Italien, Frankreich oder Spanien dem Finale doch noch ein Spürchen näher sein als die Kicker aus Nahost.

Dennoch stehen ihre Chancen bereits jetzt besser als jene beispielsweise von Tschechien oder Österreich, welche die Endrunde bereits definitiv verpasst haben. Oder auch besser als jene der Niederlande, die einen 6:0-Erfolg über Schweden benötigen würden, um in Russland antreten zu dürfen.

Syrien dagegen ist zwar noch nicht qualifiziert, aber doch immerhin noch im Rennen. Das Hinspiel in der Barrage mit Australien beendet die arabische Mannschaft mit einem 1:1-Unentschieden, nachdem die Kängurus lange geführt hatten. Ein erneuter Effort am 10. Oktober und das Team wäre dem WM-Titel bereits näher als ausgeschiedene Teams wir Österreich, Ekuador, Ungarn, Bolivien, Venezuela und Rumänien. Der Sieger dieses Duells übrigens ist an der Endrunde noch nicht dabei, es folgt ein weiteres Ausmarchen gegen den vierten der Concacaf-Gruppe, entweder die USA, Panama oder Honduras.

Syrien in einem Spiel gegen Singapur (Bild: Wikipedia/Mokkie).

Lakers, Olten und Langenthal siegen zu null

Die Top-3, so wird oft vermutet, besteht zum Ende der Qualifikation aus den Lakers, Olten und Langenthal. Diese drei Teams siegten in der jüngsten Runde zu null.

Länger als eine halbe Stunde rennt der SC Langenthal gegen den Thurgauer Beton an. Dann aber liefert Verteidiger Philip Ahlstörm zunächst die Vorarbeit zum 1:0 und etwas mehr als drei Minuten später das Tor zum 2:0 für den amtierenden Meister. Zuletzt siegt sein Team mit 4:0-Treffern. Der SC Langenthal ist somit auf Auswärtseis seit 120:24 Minuten ohne Gegentreffer. Zudem ist es der fünfte Sieg in Serie.

Bereits zum sechsten Mal in Serie sind die SC Rapperswil-Jona Lakers erfolgreich. Diesmal auswärts beim HC La Chaux-de-Fonds, der zum zweiten Mal ohne eigenen Treffer bleibt (nach dem 0:4 gegen Visp in der vergangenen Runde, erfolgt nun eine Pleite gegen die St. Galler mit dem gleichen Resultat).

Nach drei Niederlagen in Serie kehrt der EHC Olten zum Siegen zurück. Die GCK Lions werden mit 3:0-Toren besiegt.

Für den Unterschied im Kräftemessen zwischen dem EHC Winterthur und dem EHC Visp sorgt Andy Furrer (1 Tor, 2 Assists) für den Unterschied, er trifft in der Verlängerung zum 5:4 – womit die Zürcher in den letzten vier Matches 21 Gegentore einkassiert haben.

Im Duell der Farmteams gewinnt die EVZ Academy mit 5:2-Toren gegen die Ticino Rockets, das Ambri-Farmteam erwischte bereits letzte Saison einen schwachen Saisonstart.

 

Anbei das Team der Runde:

Josh Primeau

(SC Rapperswil-Jona Lakers)

Dion Knelsen

(SC Rapperswil-Jona Lakers)

Andy Furrer

(EHC Visp)

Philip Ahlström

(SC Langenthal)

Simon Barbero

(EHC Olten)

Marco Mathis

(SC Langenthal)

 

Langenthal mit 200. Heimtor gegen Olten – Lakers mit 5. Sieg in Serie

Die Sturmlinie mit Brent Kelly, Jeff Campbell und Stefan Tschannen, kurz «KCT», zeigt sich auch in dieser Saison nur schwer zu bremsen: Mit dem vierten Sieg in Folge gewinnt der SC Langenthal mit 7:2 gegen den EHC Olten, der dadurch seine dritte Niederlage in Serie einstecken muss. Die drei erwähnten Offensivkräfte liefern dazu zusammengezählt zehn Skorerpunkte. Vor dieser Begegnung lautete die SCL-Gesamtheimbilanz gegen dieses Team 56 Heimspiele, 25 Siege nach 60 Minuten, 5 weitere in Overtime oder Penaltys, 2 Unentschieden (ja, dieses Resultat existierte in der «Antike») 1 Niederlage in der Overtime sowie 23 Niederlagen nach 60 Minuten. Das Torverhältnis bislang: 196:193 Treffer, womit der SCL die Marke von 200 Tore auf eigenem Eis gegen Olten geknackt hat.

Die SC Rapperswil-Jona Lakers siegen gar zum fünften Mal in Serie, auch wenn die EVZ Academy für ein paar Minuten führte.

Erneut eine Packung eingefangen hat der EHC Winterthur; die 1:7-Pleite gegen den HC Ajoie bedeutet, dass die Zürcher in den letzten drei Matches 16 Gegentreffer einstecken mussten. Ins Stocken geriet die Tormaschine des HC La Chaux-de-Fonds: Der EHC Visp triumphierte auf eigenem Eis gegen die Romands mit 4:0 Toren.

Das Duell der Farmteams entschieden die Ticino Rockets mit 3:1 Goals gegen die GCK Lions für sich.

 

Anbei das Team der Runde:

Corsin Casutt

(SC Rapperswil-Jona Lakers)

Jeff Campbell

(SC Langenthal)

Andy Furrer

(EHC Visp)

Ciacomo Casserini

(HC Ajoie)

Claudio Cadonau

(SC Langenthal)

Reto Lory

(EHC Visp)

 

Die Zebras leben in einer Schiessbude

Der MSV Duisburg, das Team mit dem Zebra im Wappen, feierte zuletzt etwas oft einen «Tag des offenen Tores». Keine Mannschaft kassiert derzeit so viele Gegentore in der 2. Bundesliga wie das Team von Ilia Gruev. Nicht weniger als 19 Gegentreffer kassierte die Elf bislang, mehr als Schlusslicht Greuther Fürth.

In den letzten vier Spielen steckte die Abwehr 14 Tore ein, satte 3,5 Gegentore pro Spiel; das wäre selbst im Eishockey nicht wenig … Zumal eine Bauernregel besagt: «Hagelt es pro Spiel der Gegentore zwei, bist du beim Abstieg mit dabei.»

Die Zebras leben in einer Schiessbude. Nach vorn zwar aktiv, so schoss die Mannschaft zwar im jüngsten Duell mehr als 20mal auf das Tor von Fortuna Düsseldorf, doch zur schlechten Chancenauswertung gesellten sich Lücken und Fehler in der Abwehr, so dass der Liga-Neuling zuletzt mit 1:3-Toren verlor. Coach Gruev sagt zwar, dass noch nie eine Mannschaft im Oktober oder November abgestiegen ist (das wäre tatsächlich eine Premiere …), aber damit dem nicht im Frühjahr so sein wird, müssen die Lücken geschlossen werden.

Aufsteiger Duisburg operiert mit dem Team, dem der zweittiefste Kaderwert der Liga beibemessen wird, gegenwärtig liegt der Club nur einen Rang über einer Abstiegsposition, punktgleich mit dem 1. FC Heidenheim, welcher nach gegenwärtigem Stand in die Relegation müsste.

Zebras sind das Symboltier des MSV Duisburg (Bild: Wikipedia/Self).

Thurgau schockt Olten – HCC erneut Tormaschine

Obschon der EHC Olten zu den offensiv stärksten Teams der Liga gehört, lassen Janick Schwendener und seine Vorderleute nur zwei Gegentore zu – zuletzt siegt der HC Thurgau mit 3:2 Toren.

Gleich mit 4:0 Toren setzen sich die Rapperswil-Jona Lakers gegen den EHC Winterthur durch. Bitter für «Winti»: In den letzten 63:35 Minuten (ab 56:58 gegen den HC La Chaux-de-Fonds bis 60:33 in der Verlängerung, sowie nun gegen «Rappi») kassierte das Team aus der sechstgrössten Stadt der Schweiz nicht weniger als acht Gegentore.

Weiterhin in Torlaune ist der HC La Chaux-de-Fonds – nach den fünf Treffern gegen Winterthur lässt das Team aus dem Neuenburger Jura auch die zweite Zürcher-Mannschaft nicht ungeduscht: 6:4 lautet der Spielstand, als die Schlusssirene den HCC-Express zum Halten bringt. Die Romands erzielten damit in zwei Spielen gleich elf Tore.

Erster Sieg für die EVZ Academy: Unter Führung von Captain Josh Holden (zwei Assists) ringen die Innerschweizer den EHC Visp in der Verlängerung nieder.

 

Anbei das Team der Runde:

Josh Primeau

(SC Rapperswil-Jona Lakers)

Josh Holden

(EVZ Academy)

Jaedon Deschenau

(HC Thurgau)

Daniel Eigenmann

(HC La Chaux-de-Fonds)

Frédéric Iglesias

(SC Rapperswil-Jona Lakers)

Janick Schwendener

(HC Thurgau)

Das Himelfarb-Kommando – Unglaubliche Aufholjagd in Winterthur

Aufholdrama mit Eric Himelfarb. Das hat die Liga so wohl noch nie gesehen: In der 53. Minute schiesst Anton Ranov am letzten Spieltag seinen EHC Winterthur mit seinem Tor zum 4:1 vermeintlich zum Sieg. Der 2:4-Anschluss, knapp drei Minuten vor Schluss (bei 56:58 Minuten), scheint nur noch Resultatkosmetik zu sein.

Doch der HC La Chaux-de-Fonds drückt noch einmal aufs Gas, der Torhüter wird rausgenommen. Tatsächlich gelingen den Romands in der 60. Minute noch zwei Tore mit sechs gegen fünf Feldspieler: 36 Sekunden vor Schluss verlässt der ab dem Schlussdrittel spielende Torward Léo Chuard sein Gehäuse. Dann trifft Dominic Forget zweimal – 31 Sekunden sowie 17 Sekunden vor der Sirene. Plötzlich steht es 4:4, Chuard kehrt ins Tor zurück.

Und zuletzt siegt der «HCC» in der Verlängerung, nach nur 33 Sekunden. An drei dieser vier späten Tore ist der Kanadier Eric Himelfarb beteiligt, unter anderem am Siegtreffer in der Verlängerung.

Die Eishalle Deutweg in Winterthur (Bild: Wikipedia/Deutweg).

Dank Aarau-Sieg bleibt Schaffhausen an der Spitze – 5 Skorerpunkte für Mychell Chagas

Der FC Aarau gewinnt daheim gegen Co-Leader Xamax mit 2:0 Toren, Patrick Rossini und Varol Tasar bescheren den Aargauern mit ihren Toren den zweiten Sieg im zehnten Spiel.

Hart ins Gericht geht der Aufsteiger FC Rapperswil-Jona mit dem Tabellenführer FC Schaffhausen. Gleich mit 5:0 fertigen die St. Galler den Gegner ab. Mychell Chagas trifft dabei gleich dreifach, nachdem Kim Jaggy und Egzon Shabani «Rappi» mit 2:0 in Führung geschossen hatten – bei beiden Vorlagen lieferte Mychell Chagas.

Der FC Wohlen hält sich im Mittelfeld und drängt den FC Winterthur damit auf den letzten Rang. Aleksandar Cvetkovic, Alain Schultz und Kilian Pagliuca treffen für die Aargauer, Manuel Sutter und Tobias Schättin verkürzen zwar zweimal für die Zürcher, doch letztlich bleibt ihre Mühe vergeblich.

Keine Tore fallen in der Begegnung zwischen dem FC Wil und dem FC Vaduz und ebenfalls fast die ganze Spielzeit (bis auf sieben Minuten) über bleibt die Begegnung zwischen dem FC Chiasso und dem Servette FC ausgeglichen. Alexandre Alphonse bringt die Genfer in der 32. Minute in Führung, Assan Ceesay gleicht bereits in der 39. Minute aus. Den Siegtreffer für die Romands realisiert Nathan erst in der 93. Minute.

Das Stadion Brügglifeld in Aarau (Bild: Wikipedia/Patrick Haller/CC-Lizenz).

Andersson schiesst FCK vom Tabellenende weg – Düsseldorf mit drittem Sieg in Serie

Der Mann der Runde heisst Sebastian Andersson. Innerhalb von neun Minuten liefert von der 71. bis zur 80. Minute einen Hattrick und entscheidet damit das Duell zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und der SpVgg Greuther Fürth – denn sein Team gewinnt das Kellerduell 3:0. Greuther bleibt damit erneut ohne Punkte und rutscht somit erneut auf den letzten Platz zurück, während sich der FCK über den ersten Saisonsieg erfreut.

Der FC Ingolstadt entscheidet das Duell der Absteiger gegen Darmstadt mit 3:0 für sich und mit dem gleichen Resultat setzt sich der weiterhin überraschende Aufsteiger Holstein Kiel gegen den VfL Bochum durch.

Fortuna Düssseldorf gelingt es, sich an der Spitze mittlerweile etwas abzusetzen, dies dank dem dritten Sieg in Serie.

Lucas Höler (SV Sandhausen) ist der einzige Doppeltorschützen in dieser Runde.

Und dies ist die Elf der Runde:

 

Sebastian Andersson

(1 FC Kaiserslautern)

Benito Raman

(Fortuna Düsseldorf)

Lucas Höler

(SV Sandhausen)

 

Konstantin Kerschbaumer

(Arminia Bielefeld)

Marcel Hartel

(1 FC Union Berlin)

Thomas Pledl

(FC Ingolstadt)

Marcel Gaus

(FC Ingolstadt)

 

Rafael Czichos

(Holstein Kiel)

Benjamin Kessel

(1 FC Kaiserslautern)

Niklas Kreuzer

(Dynamo Dresden)

Robin Himmelmann

(FC St. Pauli)