Sven
Andrighetto wechselt per sofort von Colorado Avalanche aus der NHL in die KHL
zu Avangard Omsk. Nach Martin Gerber (2009/10 bei Atlant Mytishchi), Alexei
Dostoinov (2015 bis 2017 bei Avtomobilist Yekaterinburg, Metallurg Novokuznetsk
und Vityaz Podolsk) sowie Goran Bezina (2016/2017 bei Medvescak Zagreb) ist Sven
Andrighetto somit der vierte Schweizer, der in der stärksten Liga ausserhalb
der NHL antritt.
Damit
spielt Sven Andrighetto bei einem der ganz grossen russischen Teams, bei dem
einst Jaromir Jagr unter Vertrag stand und das heute von Bob Hartley gecoacht
wird. 2011 gewann das Team den KHL-Continental-Cup und 2012 und 2019 erreichte
die Mannschaft jeweils das Finale, ohne dieses aber zu gewinnen.
Sven Andrighetto (26) begann seine Laufbahn bei den GCK Lions und wurde später an den EHC Visp ausgeliehen, mit dem er 2011 den NLB-Titel gewann. Nach zwei Jahren in einer Junioren-Liga in der Übersee spielte er zunächst für das Montreal-Canadiens-Farmteam Hamilton Bulldogs, ehe der Sprung ins Team der Canadiens erfolgte. Später folgten der Jahre für Colorado Avalanche, ehe nun der Wechsel nach Russland zu Avangard Omsk in die KHL erfolgt ist.
Per
Hanberg führte den SC Langenthal gegen die auf dem Papier übermächtigen EHC
Kloten (im Viertelfinale) und EHC Olten (im Halbfinale) sowie gegen den
mindestens als gleichstark einzustufenden HC La Chaux-de-Fonds im Frühling 2019
zum Titel in der Swiss League, der zweithöchsten Spielklasse im Schweizer
Eishockey.
Nun
coacht Per Hanberg den EHC Kloten, der dadurch zu einem echten
Aufstiegsaspiranten wird. Und auch zu einem Team, das im Cup etwas reissen
kann. Nicht zum ersten Mal (nach den SC Rapperswil-Jona Lakers im Jahr 2018)
würde dann ein ambitioniertes Swiss-League-Team um den Cup-Sieg mitreden.
Gespannt
sein darf man überdies, wie weit die Equipen aus der früheren NLB kommen.
Einen
dicken Brocken empfängt gleich zu Beginn, am 10. September, der EHC Kloten,
nämlich den früheren Cup-Sieger, die SC Rapperswil-Jona Lakers.
Die
weiteren Begegnungen an diesem Datum mit SL-Beteiligung:
EVZ Academy – SC Bern
EHC Visp – HC La Chaux-de-Fonds
GCK Lions – SCL Tigers
EHC Winterthur – ZSC Lions
HC Thurgau – EV Zug
EHC
Wiki-Münsingen – HC Ajoie
Und
am 11. September stehen drei weitere Teams aus dieser Liga im Einsatz:
HC
Luzern – SC Langenthal
EHC
Burgdorf – EHC Olten
HC Sierre – Lausanne HC
Trainer Per “Pelle” Hanberg (Bild: Presse SC Langenthal).
GC-Präsident
Stephan Rietiker trat zurück, weil aus seiner Sicht das Budget der Grashoppers
zu tief war. Er bezweifelte, dass 13,6 Millionen reichen würden, um vorne dabei
zu sein. Zwar sagten die Aktionäre rund um Ex-Präsident Stephan Anliker, dass
die sofortige Rückkehr in die Super League nicht das Hauptziel ist. Der Club
solle zunächst in der Challenge League konsolidiert werden. Allerdings sind
13,6 Millionen gar nicht so wenig: Luzern und Lugano, die den Sprung auf die
europäischen Ränge schafften, traten letzte Saison mit weniger an. Und Thun –
das ebenfalls europäisch vertreten ist – operiert mit dem gleichen Budget. St.
Gallen und Xamax gingen genauso mit weniger ins Rennen, berichtet «SRF».
In
der Challenge League ist GC sogar mit weitem Abstand der Liga-Krösus.
Die
Budgets gemäss «Blick» der Teams aus der zweithöchsten Spielklasse:
GC: 13,6 Millionen.
Lausanne: 12 Millionen.
Aarau: 6 Millionen.
Vaduz: 5,5 Millionen.
Winterthur: 5 Millionen.
Schaffhausen: 3 Millionen.
Kriens: 2,9 Millionen.
Wil: 2,7 Millionen.
Chiasso: 2 Millionen.
Stade Lausanne: 1,5 Millionen.
Daniel
Gerber
Köniz triumphiert, GC wird daheim in dieser Saison keine Cup-Spiele mehr zeigen (Bild: Wikipedia/Nicholas B).
Im
laufenden Jahrtausend wurde nun zehnmal eine Barrage ausgetragen, dreimal
schaffte ein Challenge-League-Team den Sprung auf diesem Weg in die höchste
Spielklasse der Schweiz: Der FC Sion (2006), AC Bellinzona (2008) sowie
Servette FC (2011).
Jahr
TeilnehmerSuper League
TeilnehmerChallenge League
Resultat
Auf/Abstieg
2004
Xamax
FC Vaduz
2:0,
1:2
Kein Aufstieg
2005
FC Schaffhausen
FC Vaduz
1:1,
1:0
Kein Aufstieg
2006
Xamax
FC Sion
0:0,
0:3
Sion mit Aufstieg
2007
FC Aarau
AC Bellinzona
2:1,
3:1
Kein Aufstieg
2008
FC St. Gallen
AC Bellinzona
2:3,
0:2
Bellinzona mit Aufstieg
2009
FC Luzern
FC Lugano
0:1,
5:0
Kein Aufstieg
2010
AC Bellinzona
FC Lugano
2:1,
0:0
Kein Aufstieg
2011
AC Bellinzona
Servette FC
1:0,
1:3
Servette mit Aufstieg
2012
FC Sion
FC Aarau
3:0,
0:1
Kein Aufstieg
2019
Xamax
FC Aarau
0:4,
5:4 n.P.
Kein Aufstieg
Das Stade de Maladiere, hier trägt Xamax seine Heimspiele aus (Bild: Wikipedia/fcbasel1989).
Gleich
sechs neue Mannschaften spielen 2019/20 in der 2. Bundesliga, sprich ein
Drittel neue Teams sind mit an Bord – dies weil Union Berlin und der FC
Ingolstadt die Liga via Relegation verlassen.
Insbesondere
der Kampf um den Aufstieg dürfte eine packende Angelegenheit werden: Mit dem
VfB Stuttgart ist ein Unternehmen in der Liga dabei, welches mit der grossen
Kelle anrühren wird. Ebenso dürften Hannover 96 und der 1. FC Nürnberg die
Rückkehr in die höchste Spielklasse umgehend anstreben. Doch dahin will auch
der Hamburger SV zurück.
Ebenfalls
neu mit dabei sind der VfL Osnabrück, der Karlsruher SC und der SV Wehen
Wiesbaden.
Freilich
blicken die sechs «Neuen» bereits auf eine reiche Geschichte in der 2.
Bundesliga, wie ein Blick in die «ewige Tabelle» zeigt.
Rang 5: Hannover 96, 23 Saisons, 1322 Punkte.
Rang 8: Karlsruher SC, 22 Saisons, 1170 Punkte.
Rang 10: VfL Osnabrück, 23 Saisons, 1107 Punkte.
Rang 15: 1. FC Nürnberg, 17 Saisons, 1022 Punkte.
Rang 68: VfB Stuttgart, 3 Saisons, 202 Punkte.
Rang 104: SV Wehen Wiesbaden, 2 Saisons, 71 Punkte.
Daniel Gerber
Blick ins Stadion des VfB Stuttgart (Bild: Wikipedia/RudolfSimon).
Nichts
Neues in der ersten Tableau-Hälfte der Eishockey-Welt: Die Top-8 der Weltrangliste
zieht geschlossen in die Viertelfinals ein. Die Kräfteverhältnisse sind bei der
jüngsten Weltmeisterschaft scheinbar in Stein gemeisselt, kein Team ausserhalb
der ersten acht schaffte den Sprung in die Final-Runden.
Auch
Gastgeber Slowakei (Rang 10 der Weltrangliste, und damit scheinbar in
Reichweite) schaffte den Sprung ins Viertelfinale nicht. Selbst innerhalb der
Viertelfinal-Paarungen ist die Hierarchie mehr oder weniger «gewährleistet».
Russland,
Kanada und Schweden holten 13 der letzten 16 Titel. Und zusammen mit Tschechien
holten diese drei Nationen 76 von bisher 82 Goldmedaillen, dazu kommen noch die
USA und Finnland mit je zwei Titeln, dazu triumphierten je einmal die Slowakei
und … Grossbritannien (1936 in Garmisch-Partenkirchen).
Deshalb ist es zumindest in der Theorie möglich, dass doch noch eine neue Mannschaft den Titel holt: Die Schweiz (bisher 3mal Silber und 8mal Bronze) oder Deutschland (bisher 2mal Silber und 2mal Bronze).
Daniel Gerber
Schweizer Eishockey Nationalmannschaft (Bild: Wikipedia/Christophe95).
Italien
und Grossbritannien haben an der Eishockey-Weltmeisterschaft in der Slowakei
den Klassenerhalt geschafft. Insbesondere die Hockeycracks aus Grossbritannien
zeigten sich als aussergewöhnliche Gentlemen: Das Team von der Insel führte in
den 422:03 Spielminuten keine einzige Sekunde. Stets wurde dem Gegner der
Vortritt gelassen. Und im entscheidenden, siebten Spiel, dem Abstiegskracher
gegen Frankreich, lagen die Briten bereits mit 0:3 zurück und dabei auf bestem
Weg zurück in die Division 1A. Doch dann gelang dem Team innerhalb von etwas
mehr als zehn Minuten der Ausgleich und nach 2:03 Minuten in der Verlängerung
der Siegtreffer und der Klassenerhalt, mit 9:41 Toren und zwei Punkten.
Frankreich steigt mit gleichvielen Punkten wegen der verlorenen Direktbegegnung
ab, ohne einen Sieg zu realisieren (der zweite Punkt stammt aus dem verlorenen
Penaltyschiessen gegen Dänemark).
Italien bestritt seine ersten sechs Duelle ebenfalls ohne je in Führung gelegen zu haben, erst im Abstiegsfight gegen Österreich führte Bella Italia zumindest zweimal, einmal für 1:26 Minuten und einmal 2:48 Minuten. Im Penaltyschiessen gelang dann jedoch den Italienern der Sieg und der Klassenerhalt.
«Die
Schweiz ist meine zweite Heimat», sagt Luca Zanatta (27). Der Stürmer des
Swiss-League-Teams EHC Olten steht mit der italienischen Mannschaft bei der
Eishockey-WM in der Slowakei auf dem Eis.
Zum
zweiten Mal in seiner Länderspiel-Karriere trat Luca Zanatta gegen die Schweiz
an. Das Duell ging standesgemäss deutlich verloren (9:0), mit 19:03 Minuten
Eiszeit stand nur ein andere italienischer Spieler noch länger auf dem Eis als
Zanatta.
Ein
Duell mit der Equipe von Patrick Fischer ist für ihn jeweils etwas besonders.
«Als Kind lebte ich acht Jahre hier in der Schweiz. Weil er die Juniorenstufen
beim HC Lugano durchlief, spielt er mit Schweizer-Lizenz. Vater Ivano Zanatta
war Assistenztrainer: «Wir waren ihm in die Schweiz gefolgt, die Stadt und der
See waren schön und das Wetter wunderbar.»
Martigny und Olten
Als
Vater dann einen Trainer-Job in der KHL bei St. Petersburg erhielt, zog der
Rest der Familie nach Italien zurück. Luca Zanatta heuerte beim
norditalienischen Team SG Cortina an. Bald folgte das erste Aufgebot für
Italiens Nationalteam und 2014 kehrte der mittlerweile 23-Jährige in die
Schweiz zurück, ins Wallis, in die Swiss League zu Red Ice Martigny.
Drei
Saisons später erfolgte der Wechsel zum EHC Olten, wo er in zwei Saisons 92
Spiele bestritt und 22 Skorerpunkte lieferte. Mit dem Team aus der
Dreitannenstadt erreichte er je einmal das Finale und einmal das Halbfinale.
Über 50 Länderspiele
Luca
Zanatta kommt auf inzwischen über 50 Länderspiele. «Ich zähle die Einsätze
nicht, andere haben noch mehr Spiele bestritten. Mehr und mehr gehöre ich aber
zu den Leadern im Team.»
Ziele: Aufstieg und Liga-Erhalt
Der
EHC Olten ist zu einem Spitzenteam geworden, das den Aufstieg anstrebt (drei
Finals in den letzten sieben Saisons). «Ich spiele mit Olten um zu gewinnen.»
Mit dem EHCO soll die Liga verlassen werden. Und auch mit Italien spielt er um
zu gewinnen – in diesem Falle mit dem Ziel, die Liga zu erhalten. «Das Ziel
ist, in der Top-Division zu bleiben, wir wollen uns nun auf diesem Level
halten.» In der vergangenen Saison ist Luca Zanatta mit Italien aus der
Division 1A in die höchste WM-Klasse aufgestiegen. Zu seinen schönsten
Erlebnissen mit dem italienischen Team gehört der Aufstieg im vergangenen Jahr
oder auch die WM in Köln. «Wenn ich das Shirt überziehe, ist das etwas
Besonderes.»
Der
SC Kriens und der FC Luzern kämpfen an den letzten drei Spieltagen fast
ausschliesslich gegen die besten Mannschaften der Schweiz – und für beide Teams
geht es noch um sehr viel.
Der
SC Kriens muss in Runde 34 auswärts gegen
den FC Aarau (Rang 2) antreten, in Runde 35 ist Lausanne-Sport (Rang 3) zu Gast
und in Runde 36 müssen die Innerschweiz in Genf beim Aufsteiger Servette ran.
Für den SC Kriens geht es noch um den Liga-Erhalt während zwei der direkten
Konkurrenten noch um den Barrage-Platz kämpfen.
Der
FC Luzern muss in Runde 34 beim
Tabellenzweiten FC Basel antreten, in Runde 35 kommt der FC Zürich und Runde 36
geht es zu Meister YB. Der FC Luzern kämpft darum, den direkten Einzug in die
Europa League zu schaffen, während YB und Basel die Ränge längst bezogen haben.
Der FC Zürich liegt vor Beginn der Runde 34 nur drei Punkte hinter einem
europäischen Rang
Viel
Feind, viel Ehr für die Innerschweizer-Teams: «Zweiteliga.org» formte deshalb exklusiv die Eintracht Innerschweiz,
welche es mit Dynamo Rest-Helvetien zu tun bekommt (auch der Name Torpedo
oder Traktor standen zur Debatte).
Die Ausgangslage: In den Runden 34 bis 36 kann die Eintracht Innerschweiz total in sechs Spielen 18 Punkte holen. Doch die Gegner liegen auf den Rängen 1 (2mal), 2 (2mal), 3 (1mal) und 7 (1mal). Ein noch schwierigeres Schlussprogramm hätte der SC Kriens und die Nachbarstadt FC Luzern kaum «fassen» können.
Der Spielplan
15.5.19 FC Aarau – SC Kriens 1:1
15.5.19 FC Basel – SC Luzern 3:2
22.5.19
FC Luzern – FC Zürich
23.5.19
SC Kriens – Lausanne-Sport
25.5.19
YB – FC Luzern
26.5.19
Servette – SC Kriens
Die Tabelle
Dynamo Rest-Helvetien 2 Spiele, 4:3 Tore, 4 Punkte
Eintracht Innerschweiz 2 Spiele, 3:4 Tore, 1 Punkt
(Update
folgt nach jedem Spieltag)
Daniel Gerber
Die Swisspor-Arena des FC Luzern (Bild: Wikipedia/chrisaliv).
SC Paderborn, dann kommt Arminia Bielefeld: Betrachtet
man nur die 2019 durchgeführten Spiele, ist der SC Paderborn das erfolgreichste
Team der Liga; der HSV erreicht nur Rang 14(!). Einige spannende Facts der
Runde:
Bestes Team der Liga: 15 Spiele wurden im laufenden Jahr ausgetragen, aus diesen erarbeitete sich der SC Paderborn nicht weniger als 29 Punkte, gefolgt von Arminia Bielefeld (28 Punkte) und dem 1. FC Köln (26 Punkte). Der Hamburger SV ist dagegen nur auf Rang 14 mit 16 Punkten zu finden.
HSV mit Totalabsturz: Mit einer Phase von drei Zählern aus acht Spielen bringt sich der frühere Tabellenführer HSV um die Chance des direkten Aufstiegs.
Den Wert nicht wert: Der Hamburger SV verfügt über den zweithöchsten Kaderwert der Liga, nämlich 58,88 Millionen Euro. Nur Aufsteiger Köln operiert mit der noch höher geschätzten Auswahl (80,05 Millionen). Paderborn rangiert mit 16,85 Millionen im Mittelfeld und Union Berlin (gegenwärtig Rang 3) kommt auf einen Kaderwert von 23,25 Millionen.
Torreiche Runde: 34 Tore fallen in der 33. Runde … nur St. Pauli gegen den VfL Bochum «leistet» sich ein Unentschieden.
Daniel Gerber
Die Arena des SC Paderborn 07 (Bild: Wikipedia/Markus Unger).