FC Aarau gegen GC: 104 Minuten Hoffnung, ein weiteres Jahr warten

Der Fussball ist manchmal grausam. Der FC Aarau hat es wieder nicht geschafft. Nicht nach 90 Minuten. Nicht nach Mut. Nicht nach Hoffnung. Sondern erst dort, wo Barragen ihre wahre Natur zeigen: in der Verlängerung, wenn Beine schwer werden und Erinnerungen schwerer.

2:1 für den Grasshopper Club Zürich. Und natürlich musste es so kommen. Aarau ging nicht unter. Auf den 0:1-Rückschlag folgte der der Ausgleich noch vor der Pause. Dann ein Platzverweis in der 87. Minute gegen den Rekordmeister. Plötzlich standen die Tore zur Super League weit offen … Für einen Moment konnte man glauben, diesmal würde die Geschichte anders enden.

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FC Aarau spielt gegen GC … und die Vergangenheit

Der FC Aarau spielt gegen GC um den Aufstieg in die Super League und gleichzeitig gegen die Vergangenheit: Dreimal scheiterte der FCA in der Barrage. Doch auch eine Negativ-Serie kann einmal zu Ende gehen.

Der Aarauer Frühling riecht nach Möglichkeit. Nach Hoffnung. Aber eben auch nach jener leisen Tragik, die über dem Brügglifeld schwebt wie Nebel über einem Jurapass. Denn wenn der FC Aarau in die Barrage muss, dann ist das kein gewöhnliches Fussballspiel. Dann ist es ein Kapitel Schweizer Fussball-Literatur. Meistens Drama. Oft Tragödie.

Nun also wieder. Barrage 2026. Gegen den Grasshopper Club Zürich. Gegen den Rekordmeister. Gegen einen Klub, der selber seit Jahren zwischen Tradition und Zerfall taumelt wie ein alter Kaiser ohne Reich.

Direkter Lift erneut verpasst

Aarau ist Zweiter der Challenge League geworden. Wieder nah dran. Wieder gut genug, um zu träumen. Aber nicht gut genug, um den Lift direkt nach oben zu nehmen. Der direkte Aufstieg ist die komfortable Fahrt im Panoramawagen. Die Barrage dagegen ist der nächtliche Fussmarsch über den Gotthard.

Die Statistik kennt keine Gnade

Seit Einführung der Challenge League haben es die Zweitligisten in der Barrage nur fünfmal geschafft. Fünf Siege in achtzehn Versuchen. Eine Erfolgsquote von nicht einmal dreissig Prozent. Die Super League verteidigt ihren Reichtum wie ein alter Stadtstaat seine Mauern.

Für Aarau ist diese Statistik keine abstrakte Zahlensammlung. Sie ist Familiengeschichte.

2012 scheiterten die Aarauer am FC Sion.
2019 folgte das monumentale Drama gegen Neuchâtel Xamax: 4:0 im Hinspiel. Das halbe Land glaubte bereits an den Aufstieg. Dann das Rückspiel. 0:4 nach Verlängerung. Elfmeterschiessen. Kollaps. Schweizer Fussball-Theater in seiner reinsten Form.
Und 2025 wieder Barrage. Wieder Hoffnung. Wieder der Gegner aus Zürich. Wieder GC. Wieder Niederlage.

Dreimal Barrage. Dreimal gescheitert.

Das ist mehr als eine Statistik. Das wird irgendwann zur Identität.

Die perfekte Geschichte?

Und nun also nochmals GC. Vielleicht ist es gerade deshalb die perfekte Geschichte. Denn auch die Zürcher leben längst nicht mehr vom Ruhm, sondern von der Erinnerung daran. Der Rekordmeister spielt seit Jahren nicht mehr wie ein Grandseigneur des Schweizer Fussballs, sondern wie ein aristokratischer Erbe, der das Familienvermögen verspielt hat und trotzdem noch im alten Palais wohnt.

Die Barrage ist deshalb nicht einfach ein Duell zwischen Super League und Challenge League. Sie ist ein Kampf zweier verunsicherter Traditionsklubs gegen ihre eigene Vergangenheit.

Der Vorteil liegt historisch bei GC. Der Vorteil liegt strukturell beim Super-League-Klub. Der Vorteil liegt finanziell beim Oberklassigen. Und trotzdem spürt man: Diese Barrage fühlt sich anders an.

Denn irgendwann verliert Statistik ihre Macht. Irgendwann wird aus einer Serie eine Last. Und aus einer Last eine Chance.

Aarau spielt gegen die Vergangenheit

Aarau spielt nicht nur gegen GC. Aarau spielt gegen 2012. Gegen 2019. Gegen 2025. Gegen alle schlechten Erinnerungen der vergangenen Frühlinge.

Und genau deshalb wird die ganze Schweiz hinschauen. Nicht wegen der taktischen Feinheiten. Nicht wegen Ballbesitzwerten oder Pressinghöhen.

Sondern weil Barrage in der Schweiz das letzte echte Fussball-Drama geblieben ist. Zwei Spiele. Zwei Städte. Ein Platz im Licht. Und die Angst vor einem weiteren Jahr im Wartesaal der Challenge League.

Nach dem Hinspiel steht es 0:0 … nun wartet das ganze Drama in der Finalissima im Rückspiel.

Gesamtbilanz der Barrage

Aufstieg geschafft: 5-mal

Nicht aufgestiegen: 13-mal

Keine Barrage: 6 Saisons (2013–2018)

Teams, die über die Barrage aufgestiegen sind

Jahr       Team    Gegner

2006      FC Sion  /             Neuchâtel Xamax

2008      AC Bellinzona / FC St. Gallen

2011      Servette FC /      AC Bellinzona

2020      FC Vaduz /          FC Thun

2023      FC Stade Lausanne-Ouchy /        FC Sion

Erfolgreiche Teams nach Häufigkeit

Team    Erfolgreiche Aufstiege

FC Sion  1

AC Bellinzona     1

Servette FC        1

FC Vaduz             1

FC Stade Lausanne-Ouchy            1

Teams, die in der Barrage gescheitert sind

Jahr       Team    Gegner

2004      FC Vaduz /          Neuchâtel Xamax

2005      FC Vaduz /          FC Schaffhausen

2007      AC Bellinzona / FC Aarau

2009      FC Lugano /        FC Luzern

2010      FC Lugano /        AC Bellinzona

2012      FC Aarau /          FC Sion

2019      FC Aarau /          Neuchâtel Xamax

2021      FC Thun /            FC Sion

2022      FC Schaffhausen /           FC Luzern

2024      FC Thun /            Grasshopper Club Zürich

2025      FC Aarau /          Grasshopper Club Zürich

Gescheiterte Teams nach Häufigkeit

Team    Gescheitert

FC Aarau             3

FC Vaduz             2

FC Lugano           2

FC Thun               2

AC Bellinzona     1

FC Schaffhausen              1

Die Erfolgsquote der Challenge-League-Teams in der Barrage liegt damit bei etwa 28 % (5 von 18).

Daniel Gerber

FC Winterthur steigt als Rekord-Team in die Challenge League ein

Es gibt Niederlagen, die kosten drei Punkte. Und es gibt Niederlagen, die eine ganze Fussballwelt erschüttern. Die 2:3-Pleite gegen GC gehört in die zweite Kategorie. Der FC Winterthur führte 2:0, das Stadion glaubte an Rettung, an Widerstand, an eine weitere Saison gegen die Grossen. Und dann zerfiel alles, brutal, in wenigen Minuten. Wie ein Kartenhaus im Föhnsturm.

Schützenwiese wurde Denkmal

Vier Jahre nach der grossen Rückkehr in die höchste Liga endet das Abenteuer Super League mit einem bitteren Absturz. Am 21. Mai 2022 hatte Winterthur mit einem 5:0 gegen Kriens die ganze Ostschweiz elektrisiert. Nach 37 Jahren war der Klub zurück oben. Fussballromantik pur. Tränen. Euphorie. Die Schützenwiese wurde zum Denkmal eines kleinen, stolzen Klubs, der allen bewiesen hatte, dass Leidenschaft manchmal stärker sein kann als Geld.

Fussball kennt keine Gnade für Sentimentalität

Der FC Winterthur lebte in der Super League stets am Limit. Kaum ein Klub musste aus weniger mehr machen. Kleine Mittel, kleines Budget, aber ein grosses Herz. Oft war Winterthur nicht besser als der Gegner – aber wilder, mutiger, kompromissloser. Genau das machte diesen Verein so besonders. Die Schützenwiese war kein Stadion. Sie war ein Gefühl. Ein Ort, an dem Favoriten plötzlich das Zittern lernten.

Letzter Hoffnungsschimmer verschwunden

Ausgerechnet gegen GC, im Spiel der Wahrheit, verdunkelte sich der letzte Hoffnungsschimmer. Eine 2:0-Führung darf man in einem Abstiegskrimi nicht mehr aus der Hand geben. Nie.

Der Fall zurück in die Challenge League ist nicht nur sportlich schmerzhaft. Er ist auch symbolisch. Denn Winterthur war mehr als nur ein weiterer Klub in der Super League. Der FCW war der Gegenentwurf zum modernen Fussballgeschäft. Ehrlich. Unperfekt. Während anderswo Business-Pläne präsentiert wurden, lebte Winterthur von Leidenschaft und Identität.

Jetzt ist das Rekordteam der Challenge League zurück

In der Challenge League ist der FC Winterthur der Grösste. 2442 Punkte. Platz eins in der ewigen Rangliste. Dahinter folgen Aarau mit 1975 Punkten und Schaffhausen mit 1947 Punkten. Zahlen, die wie eine ironische Fussball-Poesie wirken. Winterthur gehört historisch zur Challenge League wie manchmal der Nebel zur Schützenwiese. Und trotzdem fühlt sich dieser Abstieg nicht wie Normalität an. Sondern wie ein Rückschritt einer Fussballkultur, die man in der höchsten Liga eigentlich braucht.

Denn Vereine wie Winterthur erinnern daran, worum es im Fussball einmal ging: um Stolz, Nähe und Leidenschaft. Nicht um Hochglanzfassaden.

Aber vielleicht liegt genau darin die Hoffnung

Winterthur war schon oft unten. Und fast immer kam dieser Klub zurück. Nicht reich. Nicht mächtig. Aber lebendig. Vielleicht beginnt genau jetzt bereits die nächste Geschichte. Eine neue Aufstiegsgeschichte. Eine weitere Revolte gegen die Logik des Geldes.

Denn eines hat dieser Verein in den letzten Jahrzehnten bewiesen: Der FC Winterthur mag absteigen. Verschwinden wird er nie.

Der FC Thun mit fünf Broten und zwei Fischen

Der FC Thun ist als Aufsteiger Schweizer Meister. In einer Liga, in der die Favoriten den Titel unter sich ausmachen. Und doch ist es passiert: Erst zum zweiten Mal in der Geschichte holt ein Aufsteiger den Titel. Dies erinnert gleichnishaft an ein historisches Ereignis.

Die Tiel im laufenden Jahrtausend gingen in der Super League an die vier grosse Namen des Schweizer Fussballs: 13mal an den FC Basel, 6mal an YB, 4mal an den FC Zürich und 2mal an GC. Anno 1952 holte GC übrigens einst den Meistertitel als Aufsteiger.

Der FC Thun kommt aus der Tiefe, aus der Realität der zweiten Liga. Aus kalten Abenden, leeren Rängen, Spielen ohne Bedeutung für den Rest der Welt. Ein Klub ohne Anspruch auf meisterliche Grösse. Ohne Verpflichtung zur Geschichte. Und genau das ist der Vorteil, denn wer nichts verteidigen muss, kann alles angreifen.

Jeder Sieg ein «Affront»

Die Grossen spielen um ihren Status. Um ihr Image. Um das, was sie zu verlieren haben. Der FC Thun spielt um nichts – und genau deshalb um alles. Ohne Angst. Ohne Sicherheitsnetz. Jeder Punkt ein «Diebstahl». Jeder Sieg ein «Affront» gegen die Ordnung. Und die Ordnung beginnt zu wanken.

Der FC Thun bringt in diese Saison nicht die Fülle der Grossen mit. Sondern etwas sehr Begrenztes: ein Kader, das auf dem Papier zu klein wirkt, zu unerfahren, zu unscheinbar.

Und genau hier setzt unsere Allegorie an – der Vergleich mit der Speisung der Fünftausend in der Bibel. Und damit beginnt die eigentliche Deutung.

Fünf Brote und zwei Fische

Fünf Brote und zwei Fische sind nicht nichts. Aber sie sind offensichtlich zu wenig für das, was bevorsteht. So wie Thun: nicht chancenlos, aber klar unterdimensioniert für einen Titelkampf. So auch in der Bibel, die Jünger konnten fünf Brote und zwei Fische auftreiben. Jesus vollbrachte anschliessend ein Wunder und somit konnten alle Anwesenden gesättigt werden.

Im übertragenen Sinn arbeitete auch der FC Thun mit dem wenigen, was da war; mit seinen fünf Broten und zwei Fischen. Und am Ende reichte es für ein Fussball-Wunder. Die Arbeit des FC Thun und auch die Bibel: Beide sind einen zweiten Blick wert!

GC muss in Barrage gegen FC Thun ran, FC Sion steigt direkt auf

Mit einem souveränen 3:0-Auswärtssieg gegen den FC Wil hat sich der FC Thun im letzten Saisonspiel der Challenge League für die bevorstehenden Barrage-Spiele gegen die Grasshoppers Zürich warmgeschossen.

Die Mannschaft von Trainer Mauro Lustrinelli zeigte sich dabei in bester Form und geht mit viel Selbstvertrauen in die entscheidenden Duelle.

Beim abschließenden Sieg gegen den Wil sorgte Leotrim Dushica kurz nach der Halbzeitpause für die Führung der Thuner. Marc Gutbub baute den Vorsprung in der 69. Minute weiter aus, bevor Valmir Mathoshi gut zehn Minuten vor Schluss den 3:0-Endstand markierte. Trotz dieses deutlichen Erfolgs verpassten die Berner Oberländer den direkten Aufstieg in die Super League und müssen nun den Weg über die Barrage nehmen.

Entscheidungsspiele gegen die Grasshoppers

Die Barrage gegen die Grasshoppers Zürich beginnt am kommenden Sonntag, 26. Mai, mit dem Hinspiel im Letzigrund. Das Rückspiel findet am Freitag, den 31. Mai, in der Thuner Stockhorn Arena statt. In diesen zwei Spielen entscheidet sich, ob Thun nach vier Jahren Abwesenheit in die Super League zurückkehrt.

FC Sion schafft direkten Wiederaufstieg

Indes feiert der FC Sion nach einem klaren 3:0-Sieg gegen den FC Schaffhausen den direkten Wiederaufstieg in die Super League. Mit zwei Toren von Dejan Sorgic und einer herausragenden Defensivleistung, die in dieser Saison 19 Zu-Null-Spieleermöglichte, krönte sich Sion als Meister der Challenge League.

Aufstiegskampf und Abstieg

Während Thun sich auf die Barrage gegen GC vorbereitet, steht der FC Baden bereits seit längerem als Absteiger in die Promotion League fest. Die spannende Frage bleibt nun, ob der FC Thun die Chance nutzen kann, in die höchste Schweizer Liga zurückzukehren um somit eine bemerkenswerte Saison zu krönen.

Mit Spannung blicken die Fans auf die bevorstehenden Barrage-Spiele, die über Aufstieg oder Verbleib in der Challenge League entscheiden werden. Der FC Thun wird alles daran setzen, gegen die Grasshoppers zu bestehen und den Traum vom Super-League-Comeback zu verwirklichen.

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GC, FC Thun und FC Aarau liefern engstes Spitzenduell seit rund einem Jahrzehnt

GC, der FC Thun und der FC Aarau liefern sich das spannendste Titelrennen seit der Einführung der Zehner-Liga: Seit der Saison 2012/13 umfasst die Challenge League zehn Mannschaften. Diese Grafik von zweiteliga.org zeigt: Nie war das Meisterschaftsrennen so eng wie diesmal. Meist liegen zwar die Ränge zwei und drei nahe zusammen, aber zwischen dem ersten und dem zweiten Platz findet sich oft eine grosse Kluft. Der höchste Vorsprung (durch Xamax) liegt bei 21 Zählern, der bisher knappste bei 7 (FC Lugano). So knapp wie diesmal war es bislang noch nicht – anbei die Übersicht (siehe auch Grafik).

  • 2012/13: FC Aarau mit 12 Punkten Vorsprung: In der Saison 2012/13 stieg der FC Aarau mit einem Vorsprung von 12 Zählern auf AC Bellinzona in die Super League auf.
  • 2013/14: FC Vaduz mit 9 Punkten Vorsprung: In der Saison 2013/14 setzte sich der FC Vaduz mit neuen Punkten gegenüber dem ersten Verfolger, dem FC Lugano durch, dieser lag einen Punkt vor dem FC Wil.
  • 2014/15: FC Lugano mit 7 Punkten Vorsprung: In der Saison 2014/15 gelang dem FC Lugano die Promotion mit sieben Zählern vor Servette Genf.
  • 2015/16: FC Aarau mit 11 Punkten Vorsprung: In der Saison 2015/16 erfreute sich Lausanne-Sport an einem Elf-Punkte-Vorsprung vor dem zweitplatzierten Xamax.
  • 2016/17: FC Zürich mit 12 Punkten Vorsprung: In der Saison 2016/17 enteilt der FC Zürich der Konkurrenz mit 12 Punkten Vorsprung auf Xamax sowie 23 auf Servette.
  • 2017/18: Xamax mit 21 Punkten unerreichbar: In der Saison 2017/18 war Xamax mit 21 Punkten Vorsprung für die Konkurrenz ganz einfach nicht erreichbar.
  • 2018/19: Servette mit 15 Punkten Vorsprung: In der Saison 2018/19 liegt Servette mit 15 Punkten gegenüber dem FC Aarau zuletzt auf dem ersten Platz.
  • 2019/20: Lausanne-Sport mit 9 Punkten Vorsprung: In der Saison 2019/20 setzte sich Lausanne-Sport mit neun Zählern gegenüber dem FC Vaduz durch.
  • 2020/21: GC könnte eine Runde vor Schluss noch abgefangen werden: Eine Runde vor Schluss liegt GC nur um einen Zähler vorne und könnte den direkten Aufstiegsrang noch an den FC Thun verlieren.
Noch nie seit Einführung der 10er-Liga war der Schlussspurt so spannend (Grafik: zweiteliga.org).

Grafik zeigt: FC Thun und FC Schaffhausen können GC auf Schlussgerade abfangen

Rekordmeister GC ist auf dem Weg in die Super League ins Stocken gekommen: Der FC Thun und auch der Drittklassierte FC Schaffhausen könnten die Grasshopper noch abfangen, wie unsere Grafik zeigt. Ein paar Facts im Round-up zur Challenge League Runde:

  • GC zieht davon – nach 22 Runden war noch alles in Ordnung: Nach 22 Runden schien bereits vieles klar: GC führte mit sechs Punkten vor dem FC Schaffhausen und mit sieben vor dem FC Thun.
  • GC verwaltet – nach 29 Runden ist der Vorsprung erhalten geblieben: Bis und mit der 29. Runde konnten die Zürcher den Vorsprung beibehalten. Die sechs Punkte Vorsprung auf den zweiten Platz blieben, inzwischen lag der FC Thun auf diesem Rang und der FC Schaffhausen lag bereits zwölf Zähler zurück.
  • GC gerät ins Stocken – plötzlich wird es wieder eng: In den letzten vier Runden holt GC nur noch vier Zähler wie die Grafik von zweiteliga.org zeigt. Der Vorsprung ist rapide geschrumpft. Und der FC Thun liegt nur noch drei Punkte zurück und der FC Schaffhausen noch deren sieben. Vor allem die Berner Oberländer könnten die Zürcher bei weiteren Fehltritten noch abfangen.
  • Das Schlussprogramm: Runde 34: GC muss auswärts beim FC Winterthur ran, der FC Schaffhausen reist zum FC Thun zum Direktduell der Verfolger – da sich der FCS und der FCT hier automatisch nicht nur Punkte «geben» sondern auch «nehmen», ist ein Rückfall von GC auf den dritten Rang rechnerisch noch möglich aber unwahrscheinlicher als ohne diese Direktbegegnung. Runde 35: GC muss zum anderen Absteiger, zu Xamax, der FC Thun empfängt den FC Aarau und der FC Schaffhausen den FC Chiasso. Runde 36: GC empfängt den SC Kriens, der FC Schaffhausen gastiert beim FC Winterthur und der FC Thun reist zum FC Wil.
  • Die besten Torschützen: 1. Rodrigo Pollero (18 Tore / FC Schaffhausen). 2. Louis Mafouta (15 Tore / Xamax).  3. Yanis Lahiouel (12 Tore / Stade Lausanne) und Ivan Prtajin (12 Tore / FC Schaffhausen). 5. Roman Buess (11 Tore / FC Winterthur).
  • Die Tabelle: 1. GC 33 Spiele/61 Punkte. 2. FC Thun 33/58. 3. FC Schaffhausen 33/54.  4. FC Aarau 33/52. 5. Stade-Lausanne 33/51. 6. FC Winterthur 33/40. 7. FC Wil 33/36. 8. SC Kriens 33/35. 9. Xamax 33/34. 10. FC Chiasso 33/32.

GC festigt Barrage-Rang – FC Vaduz lässt sich nicht abschütteln

GC gewinnt erneut und festigt damit seinen Barrage-Rang, auch wenn die direkten Verfolger ebenfalls gewinnen. Denn erstens bauen die Grasshopper das Torverhältnis aus, zudem hat die Konkurrenz einen Spieltag weniger zur Verfügung für die Aufholjagd. Ein paar Facts im Round-up zur Challenge League Runde:

  • Mychell Chagas trifft doppelt für GC: Mychell Chagas bringt die Grasshopper mit zwei Toren vom Elfmeterpunkt 2:0 in Führung. Der Rekordmeister siegt zuletzt mit 4:0 über den Aufsteiger FC Stade Lausanne. Damit wird der Barrage-Rang gefestigt.
  • Hattrick für Asumah Abubakar: Asumah Abubaker erzielt für den SC Kriens nicht weniger als einen Hattrick. Zuletzt gewinnt sein Team mit 4:1 über den FC Aarau … sämtliche fünf Tore fallen in der ersten Spielhälfte.
  • Top 4 siegt geschlossen: Alle Teams der Top 4 siegten am jüngsten Spieltag (und der FC Wil stiess nach dem Sieg aber auf den fünften Rang vor).
  • FC Vaduz bleibt auf den Versen: Der FC Vaduz setzt sich mit 4:1-Toren über den FC Winterthur durch. Damit bleibt das Team aus Liechtenstein GC auf den Versen, allerdings bleibt ein Spieltag weniger, um den 5-Punkte-Rückstand aufzuholen.
  • Kwadwo Duah mit zwei Toren für FC Wil: Kwadwo Duah trifft doppelt für den FC Wil im Ostschweizer-Duell gegen den FC Schaffhausen; was in der Rangliste für den FCS ohne folge bleibt: Der FC Chiasso dürfte die Saison als Schlusslicht abschliessen – ohne Folgen, da es in der Corona-Saison keinen Absteiger geben wird.
Der Letzigrund, die Heimspielstätte von GC und dem FC Zürich (Bild: Wikipedia/Nicholas B.).

GC rückt vor – SC Kriens und FC Winterthur zeigen Torhunger

GC findet sich neu auf dem Relegationsrang. Und der FC Schaffhausen dürfte mittlerweile «gerettet» sein: Neun Runden vor Schluss beträgt der Vorsprung auf den FC Chiasso nun zwölf Zähler. Ein paar Facts im Round-up zur Challenge League Runde:

  • GC mit grosser Wende dank Oliver Buff: GC liegt zwar 0:1 gegen den FC Wil zurück, doch Oliver Buff sorgt mit zwei Treffern für die Wende – zuletzt gewinnt der Schweizer Rekordmeister mit 4:1-Toren.
  • GC rüstet auf: In einer Pressemitteilung gibt GC bekannt: «Der Grasshopper Club Zürich arbeitet mit Hochdruck an der Mannschaft für die Saison 2020/2021. Mit Shkelqim Demhasaj und Oscar Correia verpflichtet GC zwei Offensivspieler, die dem bereits gut bestückten Sturm zusätzliche Feuerkraft verleihen.»
  • FC Schaffhausen zieht davon – FC Vaduz zieht nach: Nach 28 Minuten führt der FC Schaffhausen mit 2:0 Toren gegen den FC Vaduz. Doch diesem gelingt schliesslich noch der Ausgleich zum 2:2. Dadurch beträgt der Vorsprung auf den FC Chiasso nun neun Runden vor Schluss zwölf Zähler. Dennoch dürfte der FCS zwei verlorenen Punkten nachweinen: Ab der 34. Minute spielt Vaduz mit einem Mann weniger, zudem dürfen die Ostschweizer noch zu einem Foul-Elfmeter antreten. Doch das 3:0 wird vergeben.
  • FC Winterthur facettenreich: Der FC Winterthur setzt sich mit 5:2-Toren gegen den FC Aarau durch. Alle sieben Tore werden von verschiedenen Schützen (darunter je zwei Eigentore) erzielt.
  • Vier Tore in einer Spielhälfte: Der SC Kriens ist in der ersten Halbzeit nicht zu bremsen – zur Pause liegen die Zentralschweizer mit 4:0-Toren vorne und setzen sich zuletzt mit 4:1-Treffern gegen Schlusslicht FC Chiasso durch.
GC rüstet auf (Bild: Pressfoto GC).

FC Schaffhausen «rettet» sich – FC Aarau mit 27-Minuten-Show

Der FC Schaffhausen siegt 2:1 gegen den FC Chiasso und geht damit einen grossen Schritt in Richtung Ligaerhalt. Der FC Aarau schiesst vier Tore in 27 Minuten und der SC Kriens liegt während 32 Minuten auf dem zweiten Rang. Ein paar Facts im Round-up zur Challenge League Runde:

  • FC Schaffhausen «rettet» sich, Gjelbrim Taipi trifft doppelt: Gjelbrim Taipi schiesst den FC Schaffhausen mit seinen beiden Treffern zum 2:1-Sieg über den FC Chiasso. Elf Runden vor Schluss beträgt der Vorsprung damit zehn Punkte auf das Schlusslicht … bei einer Pleite wären es vier Zähler gewesen.
  • Stillstand bei GC, FC Vaduz und Lausanne-Sport: Sowohl GC (gegen den FC Winterthur) wie auch Lausanne-Sport (in der Direktbegegnung gegen den FC Vaduz) spielen an der Spitze 1:1-Unentschieden.
  • FC Aarau mit grosser Wende: Der FC Aarau liegt zwar mit 0:1 gegen den FC Wil zurück, doch innerhalb von 27 Spielminuten (40. bis 67. Minute) wenden die Aargauer das Geschehen – und wie: Sieben Skorerpunkte werden dabei vergeben (4 Tore, 3 Assists), die sich auf sieben verschiedene Spieler verteilen.
  • SC Kriens 32 Minuten auf Rang 2: Der SC Kriens stand während 32 Minuten auf dem Relegationsrang: Der SC Kriens lag zwar 0:1 gegen Stade-Lausanne zurück, schaffte dann aber die Wende. In der virtuellen Tabelle lagen die Innerschweizer in der Folge während 32 Minuten auf dem zweiten Tabellenrang, ehe die Romands in der 87. Minute den Ausgleich schafften.
  • Lausanne-Sport überholt SC Zug: Lausanne-Sport überholt den SC Zug in der ewigen Tabelle und liegt in dieser neu auf Rang 32. Beide kommen auf 564 Punkte in der Challenge League, die Waadtländer benötigten dazu aber nur 361 Spiele, während der SC Zug deren 473 brauchte.