4. Spieltag: Winterthur setzt ein Ausrufezeichen – doch jetzt folgt Rapperswil

Drei Runden sind gespielt. Und schon beginnt die Tabelle Geschichten zu erzählen. Neuchâtel Xamax steht oben. Neun Punkte, drei Siege. Noch keine Niederlage, noch kein Unentschieden. Dahinter Stade Lausanne-Ouchy mit sieben Punkten. Yverdon folgt mit fünf. Und dann beginnt das grosse Gedränge: Winterthur, Étoile Carouge und Aarau stehen bei vier Punkten.

Noch ist das alles keine Tabelle für die Ewigkeit. Aber sie liefert erste Hinweise. Und vor allem eine Erkenntnis: Xamax hat offenbar keine Lust, lange Anlauf zu nehmen.

Nun kommt die vierte Runde. Und sie bringt gleich das Duell, das diese frühe Meisterschaft ein erstes Mal ernsthaft vermessen kann.

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3. Spieltag: Die Masken fallen – und plötzlich steht Xamax im Rampenlicht

Zwei Runden sind gespielt. Das ist im Fussball eigentlich nicht mehr als eine Momentaufnahme des Saisonauftakts. Und doch beginnt sich bereits eine Wahrheit abzuzeichnen: Nicht jeder Favorit ist bereit für den Aufstiegskampf.

Der FC Aarau wirkt wie ein Orchester mit ausgezeichneten Musikern, das den Dirigenten noch sucht. Die Ambitionen sind gross, die Erwartungen im Brügglifeld traditionell noch grösser. Doch null Siege aus den ersten beiden Partien sind kein Drama – wohl aber ein Warnsignal. Wer im August schon Punkte verschenkt, muss sie im November bei Schneeregen in Kriens oder beim FC Wil zurückholen. Die Challenge League verzeiht keine Anlaufzeit.

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2. Spieltag: Wenn die ersten Funken fliegen

Der erste Spieltag hat in der Challenge League bereits gezeigt: Hier wird nicht höflich angeklopft, hier wird mit der Faust gegen die Tür geschlagen. Tore fielen, Favoriten stolperten, Aufsteigerträume wurden geweckt – und nach nur einer Runde beginnt wieder dieses alte Spiel: Wer ist wirklich bereit für den grossen Wurf?

Ganz oben steht nach dem Auftakt Étoile Carouge. Ein 3:0 gegen Aarau – das ist mehr als ein Resultat, das ist eine Ansage. Die Genfer haben wie schon in der vergangenen Saison gezeigt, dass sie erneut nicht gekommen sind, um Statist in dieser Liga zu spielen. Doch jetzt wartet mit Yverdon ein Gegner, der beim 2:2 in Winterthur bereits bewiesen hat, dass er sich nicht verstecken will. Zwei Teams mit Ambitionen treffen aufeinander – und beide wollen beweisen, dass der erste Eindruck kein Zufall war.

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Challenge League 2026/27: Die Liga der grossen Sehnsüchte

Die Challenge League ist wieder das, was sie am besten kann: Ein brodelnder Schmelztiegel aus Tradition, Ambitionen und existenziellen Fragen. Kaum irgendwo liegen Hoffnung und Ernüchterung näher beieinander. Zehn Klubs starten Ende Juli in eine Saison, in der am Ende nur einer direkt den goldenen Lift in die Super League besteigen darf. Für die anderen bleibt höchstens die Hoffnung auf die Barrage – oder die nackte Realität des Abstiegs.

Der grösste Name im Feld ist zweifellos der FC Winterthur. Der Absteiger aus der Super League verfügt trotz des Abstiegs über eine Infrastruktur, ein Publikum und Möglichkeiten, von denen die Konkurrenz nur träumen kann. Doch die Challenge League verzeiht keine Selbstüberschätzung. Wer glaubt, allein mit Vergangenheit und Tradition aufzusteigen, wird schnell eines Besseren belehrt. Winterthur muss vom ersten Spieltag an liefern.

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FC Winterthur steigt als Rekord-Team in die Challenge League ein

Es gibt Niederlagen, die kosten drei Punkte. Und es gibt Niederlagen, die eine ganze Fussballwelt erschüttern. Die 2:3-Pleite gegen GC gehört in die zweite Kategorie. Der FC Winterthur führte 2:0, das Stadion glaubte an Rettung, an Widerstand, an eine weitere Saison gegen die Grossen. Und dann zerfiel alles, brutal, in wenigen Minuten. Wie ein Kartenhaus im Föhnsturm.

Schützenwiese wurde Denkmal

Vier Jahre nach der grossen Rückkehr in die höchste Liga endet das Abenteuer Super League mit einem bitteren Absturz. Am 21. Mai 2022 hatte Winterthur mit einem 5:0 gegen Kriens die ganze Ostschweiz elektrisiert. Nach 37 Jahren war der Klub zurück oben. Fussballromantik pur. Tränen. Euphorie. Die Schützenwiese wurde zum Denkmal eines kleinen, stolzen Klubs, der allen bewiesen hatte, dass Leidenschaft manchmal stärker sein kann als Geld.

Fussball kennt keine Gnade für Sentimentalität

Der FC Winterthur lebte in der Super League stets am Limit. Kaum ein Klub musste aus weniger mehr machen. Kleine Mittel, kleines Budget, aber ein grosses Herz. Oft war Winterthur nicht besser als der Gegner – aber wilder, mutiger, kompromissloser. Genau das machte diesen Verein so besonders. Die Schützenwiese war kein Stadion. Sie war ein Gefühl. Ein Ort, an dem Favoriten plötzlich das Zittern lernten.

Letzter Hoffnungsschimmer verschwunden

Ausgerechnet gegen GC, im Spiel der Wahrheit, verdunkelte sich der letzte Hoffnungsschimmer. Eine 2:0-Führung darf man in einem Abstiegskrimi nicht mehr aus der Hand geben. Nie.

Der Fall zurück in die Challenge League ist nicht nur sportlich schmerzhaft. Er ist auch symbolisch. Denn Winterthur war mehr als nur ein weiterer Klub in der Super League. Der FCW war der Gegenentwurf zum modernen Fussballgeschäft. Ehrlich. Unperfekt. Während anderswo Business-Pläne präsentiert wurden, lebte Winterthur von Leidenschaft und Identität.

Jetzt ist das Rekordteam der Challenge League zurück

In der Challenge League ist der FC Winterthur der Grösste. 2442 Punkte. Platz eins in der ewigen Rangliste. Dahinter folgen Aarau mit 1975 Punkten und Schaffhausen mit 1947 Punkten. Zahlen, die wie eine ironische Fussball-Poesie wirken. Winterthur gehört historisch zur Challenge League wie manchmal der Nebel zur Schützenwiese. Und trotzdem fühlt sich dieser Abstieg nicht wie Normalität an. Sondern wie ein Rückschritt einer Fussballkultur, die man in der höchsten Liga eigentlich braucht.

Denn Vereine wie Winterthur erinnern daran, worum es im Fussball einmal ging: um Stolz, Nähe und Leidenschaft. Nicht um Hochglanzfassaden.

Aber vielleicht liegt genau darin die Hoffnung

Winterthur war schon oft unten. Und fast immer kam dieser Klub zurück. Nicht reich. Nicht mächtig. Aber lebendig. Vielleicht beginnt genau jetzt bereits die nächste Geschichte. Eine neue Aufstiegsgeschichte. Eine weitere Revolte gegen die Logik des Geldes.

Denn eines hat dieser Verein in den letzten Jahrzehnten bewiesen: Der FC Winterthur mag absteigen. Verschwinden wird er nie.

FC Thun mit 300. Sieg in Challenge League – Xamax und FC Vaduz weiterhin sieglos

Der FC Thun feiert seinen 300. Sieg in der Challenge League Mit dem FC Vaduz und Xamax warten zwei Teams immer noch auf den ersten Triumph. Ein paar Facts im Round-up zur Challenge League.

  • 300.-Sieg in der Challenge League: Der FC Thun siegte zum zweiten Mal in dieser Saison. Der Vollerfolg über Lausanne-Sport bedeutet gleichzeitig den 300. Triumph in der zweithöchsten Spielklasse der Schweiz. Rekordhalter ist der FC Winterthur mit 680 Siegen, gefolgt vom FC Schaffhausen mit 505 Siegen.
  • Nur ein 0:0 – verursacht von Stade-Lausanne gegen Lausanne-Sport: Nach sieben Runden und somit 35 Spielen endete nur eine einzige Begegnung torlos: In der vierten Runde zwischen Lausanne-Sport sowie Stade-Lausanne.
  • Noch kein Zähler: Xamax hat auch nach sieben Runden noch keinen Zähler gewinnen können.
  • Noch ohne Sieg: Neben Xamax ist auch der Tabellenneunte FC Vaduz sieglos. In der nächsten Runde müssen die beiden Clubs gegeneinander antreten, das Spiel wird in Neuenburg ausgetragen.

FC Winterthur, FC Schaffhausen und FC Aarau warten schon lange

Der FC Winterthur, der FC Schaffhausen und der FC Aarau können alle noch in die Super League aufsteigen. Direkte Aufstiege nach einem Abstieg sind dagegen selten. Der aktuelle Absteiger FC Vaduz und der Absteiger der Vorsaison, der FC Thun, verbleiben für mindestens eine weitere Saison in der Super League.

Zweitliga.org durchforstete die vergangenen Saisons, bis zurück ins Jahr 2010. Dabei zeigen sich ein paar spannende Punkte:

  • Langes Warten der verbliebenen drei Aufstiegskandidaten: Der FC Aarau wartet seit mittlerweile sechs Saisons auf den Aufstieg. Der FC Schaffhausen findet sich bereits seit 14 Saisons in der Challenge League und der FC Winterthur konnte seit 1985 nicht mehr in der höchsten Spielklasse mitwirken und wartet somit seit 37 Jahren auf den Aufstieg.
  • Direkter Aufstieg selten: In diesen zwölf Saisons gelang nur zwei Teams der direkte Wiederaufstieg: Dem FC Zürich im Jahr 2017 und Lausanne-Sport im Jahr 2020.
  • Selten zwei Aufsteiger: Nur zweimal gelang der Aufstieg via Barrage (die zwischenzeitlich ausgesetzt worden war): Dem FC Servette im Jahr 2011 und dem FC Vaduz im Jahr 2020.
  • Oft langes Warten: Der FC Lugano musste bis zur Rückkehr in die Super League nicht weniger als 13 Jahre warten, gefolgt von Lausanne-Sport mit neun Jahren (2002 bis 2011).

Von den Teams, die in den letzten Jahren in der Super League antraten, warten (oder warteten) darüber hinaus diese Mannschaften …

AufstiegAufsteiger in SLAbstiegZeit in Challenge LeagueAbsteiger aus SL
     
2021GC20192 SaisonsFC Vaduz
2020Lausanne-Sport und FC Vaduz2018 (L) und 2017 (V)  1 Saison (L) und 3 Saisons (V)Xamax und FC Thun
2019Servette FC20136 SaisonsGC
2018Xamax20126 SaisonsLausanne-Sport
2017FC Zürich20161 SaisonFC Vaduz
2016Lausanne-Sport20142 SaisonsFC Zürich
2015FC Lugano200213 SaisonsFC Aarau
2014FC Vaduz20095 SaisonsLausanne-Sport
2013FC Aarau20103 SaisonsServette FC
2012FC St. Gallen20084 SaisonsXamax
2011Lausanne-Sport und Servette FC2002 (L) und 2004 (S)9 Saisons (L) und 7 Saisons (S)FC St. Gallen und AC Bellinzona
2010FC Thun20082 SaisonsFC Aarau

FC Winterthur und FC Aarau mit Auswärtssiegen – nur ein Heimteam siegt!

Der FC Winterthur, der FC Aarau und der FC Vaduz gewinnen auswärts. In der jüngsten Runde gelingt nur einem einzigen Team ein Heimsieg, Yverdon Sport. Ein paar spannende Facts im Round-up zur Challenge League Runde.

  • Nur ein Heimsieg: Yverdon Sport gewinnt zuhause gegen den FC Wil mit 3:0-Toren. Die Waadtländer sind das einzige Heimteam, welches eine Sieg landen kann.
  • Nur vier Teams treffen: Nur der FC Vaduz, der FC Aarau und der FC Winterthur (alle mit jeweils einem 2:0-Auswärtssieg) sowie der FC Yverdon Sport erzielen ein Tor – die übrigen sechs Mannschaften bleiben entsprechend torlos.
  • SC Kriens mit erstem Heimpunkt: Mit einem 0:0-Unentschieden gegen den FC Schaffhausen kommt der SC Kriens zum ersten Punkt auf dem eigenen Grün.
  • Enge Tabellenspitze: Nur fünf Zähler unterschied liegen zwischen dem Tabellenersten FC Winterthur und dem sechstklassierten FC Thun. Mit einem Sieg statt einer Niederlage gegen den FC Winterthur hätte der FC Thun sogar den ersten Tabellenrang übernehmen können.

FC Winterthur wieder auf Rang 1 – SC Kriens holt zweiten Zähler

Der FC Winterthur liegt wieder auf dem ersten Rang. Der SC Kriens holt beim FC Aarau seinen zweiten Punkt, während die Innerschweizer daheim noch ohne Punkt sind. Die Details im Round-up zur Challenge League.

  • Roman Buess schiesst den FC Winterthur an die Tabellenspitze: Roman Buess schiesst den FC Winterthur zum 1:0-Sieg über den FC Yverdon und damit auch gleich zurück an die Tabellenspitze.
  • Xamax von FC Schaffhausen entthront: Xamax verliert beim FC Schaffhausen gleich mit 0:4-Toren, das erste Tor schiesst der FCS bereits in der dritten Minute.
  • Alexander Gerndt trifft für FC Thun doppelt: Alexander Gerndt trifft beim 3:1-Erfolg des FC Thun über den FC Vaduz doppelt.
  • Der SC Kriens holt beim FC Aarau zweiten Puntk: Der SC Kriens holt beim FC Aarau den zweiten Saisonpunkt durch ein 0:0-Unentschieden. Daheim sind die Luzerner weiterhin punktelos.
  • FC Wil verliert in Schlussminuten: Der FC Wil verliert führt 2mal gegen Stade-Lausanne, verliert dann aber durch zwei Gegentore nach der 80. Minute.

FC Thun und FC Wil mit Heimsiegen: Nur ein Auswärtspunkt in der jüngsten Runde der Challenge League

Der FC Thun und der FC Wil gewinnen ebenso daheim wie der FC Yverdon und Stade-Lausanne. Noch nie in dieser Saison holten die Heimteams in der Challenge Runde so viele Punkte wie in der achten Runde – dies nachdem der bisherige Rekord bereits in der siebten Runde überboten worden war, damals mit 12 Zählern und nun sind es am jüngsten Spieltag bereits 13 geworden.

Klare Bilanz

Der FC Wil gewann das Ostschweizer-Derby mit 2:0-Toren gegen den FC Schaffhausen. Der FC Thun setzt sich mit 3:2-Treffern gegen Xamax durch. Gleich mit 5:0-Treffern bezwingt Stade-Lausanne den SC Kriens und mit 2:0-Toren gewinnt der FC Yverdon gegen den FC Vaduz. Nur der FC Winterthur und der FC Aarau teilen sich beim 0:0-Unentschieden die Punkte.

13:1 Punkte für Heimteams!

Die Bilanz aus Sicht der Heimteams lautet 13:1 Punkte, das bisher beste Ergebnis, wenn die Duelle der Heimteams in der Challenge League zusammengezählt werden. Am sechsten Spieltag punkteten zwar ebenfalls sämtliche Heimteams, holten aber zwei Zähler weniger.

Der Blick auf die bisherigen Spieltage aus Sicht der Heimteams:

Spieltag 1: Ein Heimteam verliert (FC Wil). Nur acht Punkte für die Heimteams 8:5 Zähler.

Spieltag 2: Gleich drei Heimteams verlieren (FC Vaduz, SC Kriens, Yverdon Sport). 6:9 Punkte.

Spieltag 3: Ein Heimteam verliert (FC Thun). 10:4 Punkte.

Spieltag 4: Ein Heimteam verliert (FC Wil). 8:5 Punkte.

Spieltag 5: Zwei Heimteams verlieren (FC Aarau, SC Kriens). 9:6 Punkte.

Spieltag 6: Alle Heimteams punkten, 11:2 Zähler.

Spieltag 7: Vier der fünf Heimteams siegen, 12:3 Punkte.

Spieltag 8: Vier der fünf Heimteams siegen und das fünfte holt einen Punkt; 13:1 Punkte.