«Wir hinterlassen keinen Scherbenhaufen – es gibt eine Zukunft für den SC Langenthal»

«Wir haben kämpft dafür», eröffnet SCL-VR-Chef Gian Kämpf am Donnerstagmorgen die Pressekonferenz im altehrwürdigen Hotel Bären im Zentrum von Langenthal vor rund zwei Dutzend anwesenden Medienvertretern und Mitarbeitern der Geschäftsstelle sowie der Stadt Langenthal. Nach dem Prüfen aller Optionen zeigte sich, dass der Rückzug aus dem Profisport die einzige Möglichkeit. Der Rückzug verläuft geordnet. «Wir hinterlassen keinen Scherbenhaufen. Es gibt eine Zukunft für den SC Langenthal.»

«Wenn die Emotionen weg sind, und da kann die Weihnachtszeit helfen, können wir uns an Siege, Niederlagen und vieles weiteres erinnern.» Die Erinnerungen sollen positiv sein – etwas anderes hat der SC Langenthal nicht verdient; so Gian Kämpf weiter.

Ein Feld zurückgehen

Stadtpräsident Reto Müller (SP) hielt in seiner Ansprache fest: «Manchmal muss man einen Schritt zurückgehen. Zu verzichten und sparen, ein Feld zurückzugehen oder eine Liga tiefer zu spielen, ist nicht das, was der Gemeinderat gerne tut.» Heftige Reaktionen folgten am Mittwoch, nachdem der Rückzug bekannt geworden war. «Wir verstehen die Emotionen. Aber der Gemeinderat musste einsehen, dass der Stadionneubau im Hard aus verschiedenen Gründen nicht mehr erfolgsversprechen waren.» Dazu gehören Teuerungen und das politische Umfeld mit einer kleinen Steuererhöhung, die grosse Wellen wirft. Reto Müller weiter: «In den letzten Wochen trafen wir uns mehrfach zu Gesprächen. Wir bedauern, dass der Schritt nötig ist, können den Entscheid aber nachvollziehen. Wir

wählten miteinander einen Weg, der das Überleben des SCL als Gesamtes weiterbestehen lässt. Wir wollen es in Würde zu Ende bringen.»

«Wir sind auf einer Mission»

VR-Chef Gian Kämpf: «Wir befinden uns in der laufenden Saison, das ist keine einfache Situation. Wir haben gestern Mitarbeitende und Spieler informiert.» Dies war nicht einfach und mit Emotionen verbunden. «Wir wollen diese Saison nun mit Würde abschliessen. Wir sind auf einer Mission und die wollen wir abschliessen.»

Zusammengearbeitet wird künftig mit dem SC Bern. «Wir sehen beim SC Bern das grösste Potential, auch schultechnisch für die Kinder, da sie in Bern mehr Möglichkeiten haben.»

«Es hätte keine Mehrheit gefunden»

Bei der Fragerunde richtet sich eine Erkundung an Stadtpräsident Reto Müller: «Das Volk gab ganz klar mit rund 75 Prozent Stimmanteil im März 2020 den Auftrag vor das Volk zu bringen, was ist damit geschehen?»

Reto Müller erläuterte, dass sich die Summe auf 40 Millionen belaufen würde. «Nach Ansicht des Gemeinderats wäre das beim Volk durchzubringen nicht möglich gewesen. Ausserdem wäre der Bau frühestens im Jahr 2029 am Boden gewesen. Der SCL hätte gewähren müssen, dass bis dann gespielt würde. Ich hatte lang den Traum geträumt. Und wir hatten schöne Feste, nun in diesen Situationen ist es etwas weniger schön.»

Auch energietechnisch ist der Schoren nicht über alle Zweifel erhaben. «Eine neue Kiste im Hard wäre aus mehrfacher Sicht auf neustem Stand ein Befreiungsschlag», sagt Reto Müller. Der Entscheid fiel nicht fahrlässig. Der Gemeinderat brütete über Auslegeordnungen und schob Sondersitzungen. Schliesslich fiel der Entscheid, den Standort Hard nicht weiterzuführen. «Wie sie nachvollziehen können, ist es nicht die angenehmste Situation nun hier zu sitzen.»

Neuer Baurechtsvertrag angestrebt

Der Baurechtsvertrag mit der Burgergemeinde läuft im Jahr 2031 aus. Angestrebt wird eine Verlängerung um 30 bis 50 Jahre, um den Standort Schoren aufrecht zu erhalten.

Daniel Gerber

SC Langenthal zieht sich aus dem Profi-Sport zurück

Nach der laufenden Saison 2022/23 zieht sich der SC Langenthal aus der Swiss League und somit dem Profi-Sport zurück. Dies entschieden der Verwaltungsrat sowie die Hauptaktionäre.

Seit Sommer 2022 wurde intensiv an einer Strategie gearbeitet und die unterschiedlichsten Möglichkeiten geprüft. Nach eingehendem Studium aller möglichen Optionen und Szenarien und der dazu notwendigen finanziellen Mittel fiel der Entscheid, sich aus dem professionellen Eishockey zurückzuziehen.

Zu den tragenden Punkten fehlt die die Perspektive eines neuen Stadions. «Die Ergebnisse zeigten deutlich auf, dass der professionelle Betrieb in der Swiss League ohne entsprechende Eissportinfrastruktur und ohne zusätzliche finanzielle Mittel nicht garantiert werden kann», steht in der Pressemitteilung des Clubs.

Geprüft wurden unter anderem:

  • Fusion mit einem anderen Swiss League Club.
  • Alternative Swiss League-taugliche Spielstätte in der Region.
  • Weiterbestehen im Breitensport.

Voraussichtlich in MyHockey League

Der SCL wird künftig wieder im Amateurbereich antreten, voraussichtlich in der MyHockey League, der dritthöchsten Spielklasse im Schweizer Eishockey, spielen.

Mischa von Gunten (VR-Mitglied SCL AG) bildet eine Taskforce, welche die künftige Organisation des Eishockeysports in Langenthal aufgleisen und die Saison 2023/24 im Amateurbereich vorbereitet. Der amtierende VR-Präsident, Gian Kämpf, führt den Club bis Ende Saison und zieht sich anschliessend aus sämtlichen Funktionen beim SCL zurück. Der SC Langenthal wusste zu begeistern: 2012, 2017 und 2019 konnte der Swiss-League-Titel errungen werden.

Swiss League wie weiter?

Nicht einzig beim SC Langenthal werden solche Überlegungen angestellt: Auch insbesondere beim EHC Winterthur ist ein Rückzug aus der zweithöchsten Spielklasse ein Thema, ebenso in Biasca bei den Ticino Rockets.

Unter anderem der Entzug zweier Teams ohne Absteiger durch die National League sowie die nahezu geschlossene höchste Spielklasse führen zu grössten Problemen in der Swiss League. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese ab der kommenden Saison nicht mehr existiert – oder zumindest nicht in dieser Form – ist gross.

Daniel Gerber

SC Langenthal als Trainerschmiede: Jeff Campbell, Eric Himelfarb, Marco Schüpbach und Yves Sarault

Eine spannende Affiche in der Swiss League: Eric Himelfarb steht gegenwärtig für den erkrankten Christan Weber an der Bande des EHC Basel – und ihm gegenüber stand jüngst Marco Schüpbach; beide spielten einst beim SC Langenthal; gleich wie auch Yves Sarault, der soeben mit dem HC Sierre auf Eric Himelfarb an der Bande getroffen ist. Alle Infos im Round-up zur Swiss League.

  • SC Langenthal als Trainerschmiede: In der Swiss League stehen gegenwärtig vier Trainer an der Bande, die beim SC Langenthal gespielt hatten. Eric Himelfarb steht gegenwärtig für den erkrankten Christan Weber an der Bande des EHC Basel – und ihm gegenüber stand jüngst Marco Schüpbach; beide spielten einst beim SC Langenthal (Himelfarb stiess sogar dreimal zum SCL); gleich wie auch Yves Sarault (einst fünf Spiele für den SCL), der soeben mit dem HC Sierre auf Eric Himelfarb an der Bande getroffen ist.
  • Dominic Hobi trifft doppelt für HC Thurgau: Der HC Thurgau ist weiterhin im Aufwind: Dominic Hobi trifft beim 4:3-Erfolg der Ostschweizer doppelt – diese haben nun in acht der letzten zehn Matches Punkte einfahren können.
  • SC Langenthal daheim gegen Ticino Rockets ungeschlagen: Der SC Langenthal spielte zum 27. Mal auf eigenem Eis gegen die Ticino Rockets. Der SCL konnte sämtliche Heimspiel gewinnen, diesmal in der Overtime. Doch beim ersatzgeschwächten Team sieht die Bilanz dennoch eher trüb aus: In der ersten Qualirunde wurden in 9 Spielen 19 Punkte geholt, in der zweiten Qualirunde noch 11 Zähler und nun in der dritten Qualirunde nur noch 8 Punkte.
  • EHC Visp in Schwung: Der EHC Visp ist in Schwung gekommen: Die Walliser konnten acht der letzten zehn Spiele für sich entscheiden, diesmal mit einem 3:2-Erfolg über den EHC Basel.
  • EHC Olten setzt sich gegen die GCK Lions nach Penaltyschiessen durch: Der EHC Olten setzt sich gegen die GCK Lions im Penaltyschiessen durch, Livio Truog trifft doppelt für die Lions.
  • HC Sierre siegt im Penaltyschiessen: Der HC Sierre gewinnt im Penaltyschiessen gegen den HC La Chaux-de-Fonds (4:3), damit hält sich das Team von Trainer Yves Sarault weiterhin in der Top-6.
  • EHC Basel ringt HC Sierre nieder: Der EHC Basel gewinnt auswärts beim HC Sierre mit 3:1-Toren und rückt damit näher an die Top-7 heran.

Eric Himelfarb als EHC Basel Trainer – und Goalie Hugo Cerviño mit «Tor» für HC La Chaux-de-Fonds

Eric Himelfarb ist zwischenzeitlich Trainer des EHC Basel, an der Stelle des gegenwärtig erkrankten Christian Weber. Gegen den SC Langenthal siegten die Nordschweizer zum zweiten Mal in Folge. HC La Chaux-de-Fonds Torhüter Hugo Cerviño erhielt einen Treffer gutgeschrieben; auch wenn er die Scheibe nicht selbst direkt im gegnerischen Tor unterbrachte. Alle Infos im Round-up zur Swiss League.

  • Eric Himelfarb mit Sieg über Ex-Club SC Langenthal: Eric Himelfarb ist gegenwärtig Coach des EHC Basel, anstelle des erkrankten Christian Weber. Gegen den SC Langenthal lag sein Team zunächst zweimal in Führung, dann 2:3 hinten, ehe dem EHCB der Ausgleich mit einem Mann mehr (Torhüter Fabio Haller wich einem sechsten Feldspieler) gelang. In der Verlängerung entschied das Heimteam das Spiel schliesslich für sich.
  • Hugo Cerviño mit «Tor» für den HC La Chaux-de-Fonds: HC La Chaux-de-Fonds Goalie Hugo Cerviño erzielte offiziell das 4:0 ins leere Tor gegen die Ticino Rockets. Dies, weil es im Eishockey keine Eigentore gibt. Er wehrte einen gegnerischen Schuss ab, der Puck landete wieder beim Gegner. Dabei gelang ein Rückpass komplett. Er wurde vom eigenen Mitspieler nicht erwischt und die Scheibe glitt über das ganze Eisfeld ins Tor der Rockets. Und weil Hugo Cerviño seitens des HCC als letzter an der Scheibe war, wurde ihm das Tor reglementarisch richtig gut geschrieben.
  • Dario Burgener trifft doppelt für EHC Visp: Der EHC Visp setzt sich auswärts mit 4:2-Toren gegen den HC Thurgau durch; für die Walliser trifft Dario Burgener doppelt.
  • Timothy Kast mit zwei Toren für EHC Olten: Der EHC Olten gewinnt deutlich mit 4:1-Toren gegen den EHC Winterthur. Timothy Kast schiesst dabei die Tore drei und vier und leitet ausserdem den zweiten Treffer ein.
  • HC Sierre bezwingt GCK Lions in der Verlängerung: Der HC Sierre setzt sich in der Verlängerung gegen die GCK Lions durch, die Walliser punkten damit in sieben der letzten zehn Spiele.

SC Langenthal und EHC Visp siegen nach Bedrängnis – HC Thurgau macht Boden gut

Der SC Langenthal und der EHC Visp siegten mit je einem Tor gegen den EHC Winterthur respektive gegen die Ticino Rockets. Beide Favoriten lagen zwischenzeitlich in Rückstand. Währenddessen macht der HC Thurgau Boden gut, die Ostschweizer liegen nur noch drei Zähler hinter Rang drei. Alle Infos im Round-up zur Swiss League.

  • SC Langenthal gegen EHC Winterthur in Bedrängnis: 0:1 hinten, dann 2:2 und 4:4: Bis zum 5:4-Erfolg des SC Langenthal ist ein hartes Stück Arbeit nötig. Doppeltorschütze Steven Whitney schiesst den SCL schliesslich zum Sieg.
  • EHC Visp zitterte bis zum Schluss: Nach 50 Minuten führten die Ticino Rockets auswärts beim EHC Visp mit 5:4-Toren. Dann gelingt den Wallisern die Wende: Dominic Forget und Raphael Kuonen sorgen für die entscheidenden Treffer.
  • HC Thurgau auf dem Vormarsch: 4:1 gewinnt der HC Thurgau gegen den HC Sierre, Ramon Knellwolf trifft doppelt und schiesst sein Team damit auf nur noch drei Punkte Rückstand auf die GCK Lions (die am jüngsten Spieltag sieglos geblieben sind).
  • EHC Olten verliert Spitzenkampf: Der EHC Olten muss sich auf eigenem Eis und trotz einem Chancenplus (31:22) mit 2:4-Toren dem direkten Verfolger HC La Chaux-de-Fonds beugen.
  • EHC Basel siegt bei GCK Lions: Der EHC Basel gewinnt zum dritten Mal innerhalb von fünf Spielen – diesmal auswärts bei den GCK Lions.

EHC Olten und HCC ziehen davon – SC Langenthal gleicht gegen EHC Visp dreimal aus

Der EHC Olten wendet gegen den EHC Basel einen Rückstand und holt den elften Sieg in den letzten zwölf Spielen. Beim 3:1-Sieg des EHCO ist Simon Sterchi an allen drei Toren beteiligt. Der SC Langenthal gleicht gegen den EHC Visp dreimal aus, verliert dann aber in der Verlängerung. Alle Infos im Round-up zur Swiss League.

  • EHC Olten mit 11. Sieg in 12 Spielen: Der EHC Olten gewinnt zum elften Mal in den letzten zwölf Spielen. Beim 3:1-Sieg über Basel trifft Sean Collins doppelt und Simon Sterchi ist an allen drei Olten-Toren beteiligt.
  • SC Langenthal für Ausgleichs-Serie nicht belohnt: Der SC Langenthal gleicht gegen den EHC Visp dreimal aus. Zuletzt aber gewinnen die Walliser in der Overtime. Jake Virtanen trifft doppelt für den EHC Visp.
  • HC Thurgau von GCK Lions um Sieg «betrogen»: Die GCK Lions gewinnen gleich mit 5:0-Toren auswärts beim HC Thurgau – trotz sage und schreibe 46:27 Schüssen seitens des HCT … Das ist fast ein doppelter «Stolen Win» («gestohlener Sieg»).
  • HC Sierre verliert gegen Ticino Rockets: Zwar führt der HC Sierre mit 2:0, zuletzt aber gewinnen die Ticino Rockets im Penalty-Schiessen gegen die Walliser; für welche Eliot Bernazzi zweifach trifft.
  • EHC Winterthur verliert gegen HCC: Der EHC Winterthur muss sich gegen den HC La Chaux-de-Fonds mit 2:4-Toren geschlagen geben. Die Neuenburger ziehen damit in der Tabelle gemeinsam mit dem EHC Olten davon.

EHC Visp führt EHC Olten dritte Niederlage bei – SC Langenthal für Schlussspurt nicht belohnt

Nach der Trainerentlassung gewinnt der EHC Visp zum dritten Mal in Folge – und fügt dabei dem EHC Olten dessen dritte Saisonniederlage bei. Der SC Langenthal wurde für seinen Schlussspurt nicht belohnt. Alle Infos im Round-up zur Swiss League.

  • EHC Visp siegt auch bei EHC Olten: Seit der EHC Visp Danny Gélinas entlassen hat, siegten die Walliser zum dritten Mal in Folge. Nach einem 0:1-Rückstand beim EHC Olten siegten die Walliser zuletzt mit 3:2-Toren.
  • SC Langenthal für Schlussspurt nicht belohnt: Der SC Langenthal wurde für seinen Schlussspurt nicht belohnt. Der SCL verkürzte nach einem 1:4-Rückstand auf 3:4, zuletzt aber konnte der HC Sierre die Zähler mit nach Hause nehmen. Bei 44:25 Schüssen haben die Walliser den Sieg gestohlen.
  • EHC Basel «betrügt» EHC Winterthur um Sieg: Vergeblich trifft Jan Zwissler doppelt für den EHC Winterthur. Zwar erarbeitet sich sein Team ein 41:29 Chancenplus, verliert aber mit 4:5-Toren gegen den EHC Basel, bei welchem Jakob Stukel doppelt trifft.
  • HCC bezwingt HC Thurgau: Sebastian Bengtsson trifft im Penaltyschiessen doppelt für den HC La Chaux-de-Fonds und sichert seinem Team dadurch den Zusatzpunkt beim 3:2-Heimerfolgt.
  • GCK Lions mit Wende gegen Ticino Rockets: Die GCK Lions wenden einen 0:2-Rückstand in einen 5:3-Sieg über die Ticino Rockets.

Jetzt ist die National League eine geschützte Werkstatt

An der Delegierten-Versammlung in Egerkingen entschieden sich 13 der 14 Vertreter, der National League, dass die Liga weiterhin aus 14 Mannschaften besteht – die Reduktion auf 12 Teams wurde abgeschmettert.

Zu gross ist die Angst, dass es das eigene Team treffen könnte. Damit politisieren die National League-Kapitäne am Wohle des Schweizer Eishockeys, einem beachtlichen Teil der Fans beider Ligen sowie an der Swiss League vorbei. Die National League wird zur geschützten Werkstatt, da es für die Swiss League-Teams kaum möglich ist, aufzusteigen, weil das Gefälle noch grösser wird und der Liga in der Corona-Zeit zwei Mannschaften entzogen wurden.

Problem für Nationalmannschaft

Bereits jetzt bewahrheitet sich, dass die Spiele von den ausländischen Spielern bestimmt werden. Ein Blick in die Skorerliste zeigt: In der Top-40 ist nur noch eine Handvoll Schweizer anzutreffen. Eiszeit und Schlüsselszenen werden nicht mehr von Schweizer-Spielern bestimmt. Und fehlt im Unterbau, der Swiss League, vermehrt die Professionalität und die Qualität schadet dies der National League wie auch der Nationalmannschaft.

Swiss League isoliert

Der Zugang zur National League wird – der Liga-Qualifikation zum Trotz – nahezu verunmöglicht. Sportlicher Erfolg wird nicht mit dem Aufstieg honoriert, sportliches Versagen in der höchsten Spielklasse bleibt ungestraft. Die Perspektive schwindet, die Zuschauerzahlen schwinden teilweise.

Fans frustriert

Man findet unter Journalisten und Fans beider Ligen gefühlt eine absolute Mehrheit, die der Meinung sind, dass beide Ligen maximal 12 eher je 10 Teams umfassen sollte. Der Letzte steigt direkt ab, der Vorletzte bestreitet eine Liga-Qualifikation gegen den Verlierer der Playoffs. Das wäre für die Fans spannend, würde immer mal wieder neue Teams bieten und ist im Fussball längst ein Erfolgsrezept, sowohl in der Challenge League wie auch in der Bundesliga.

Die National League zieht es aber vor, zum Selbstschutz eine geschützte Werkstatt zu errichten, welche vor allem in der zweiten Hälfte der Qualifikation für die Fans der hinteren Teams weniger Interesse wecken wird.

Daniel Gerber

HC Thurgau und EHC Visp machen boden gut – HC La Chaux-de-Fonds mit 13-Tore-Show

Der SC Langenthal verspielt eine 4:1-Führung und unterliegt dem HC La Chaux-de-Fonds mit 5:8-Toren. Alle Infos im Round-up zur Swiss League.

  • EHC Olten entscheidet 17 Sekunden vor Schluss: Bis fast zuletzt war alles offen. Erst 17 Sekunden vor Schluss entscheidet Dominic Weder die Partie gegen die GCK Lions mit einem Schuss ins leere Tor.
  • EHC Visp macht Boden gut: Durch den Sieg in der Verlängerung beim EHC Winterthur machen die Walliser punktemässig Boden gut. Durch die Niederlage des SC Langenthal hat der EHC Visp fast schon freie Sicht auf Rang drei: Nur noch drei Zähler fehlen zum Vorstoss in die Top-3. Beim 3:2-Erfolg trifft Stefan Mäder doppelt für sein Team.
  • SC Langenthal verliert nach 4:1-Führung: SCL-Stürmer Jeffrey Füglister schiesst sein Team beim HC La Chaux-de-Fonds mit 4:1-Toren in Führung. Ihm gelingen dabei nicht weniger als drei Tore. Doch in einem spektakulären Sturmlauf wendet der HCC die Partie und gewinnt mit 8:5-Toren.
  • HC Sierre nah an Rang 3: Der HC Sierre rückt mit einem 3:1-Erfolg gegen den EHC Basel nahe an den dritten Rang heran. Nur noch aufgrund der schlechteren Direktbegegnung (sowie einem einzigen Treffer in der Tordifferenz) liegen die Walliser auf dem vierten Rang.
  • HC Thurgau mit Wende: Der HC Thurgau wendet einen 1:2-Rückstand in einen 3:2-Sieg nach Verlängerung. Somit liegen die sechstplatzierten Ostschweizer nur noch einen Punkt hinter Rang 3.

EHC Winterthur siegt erstmals daheim gegen SC Langenthal – EHC Olten zieht davon

Aufstand am Tabellenende: Der EHC Winterthur ringt den SC Langenthal nieder und der EHC Basel den EHC Visp. Alle Infos im Round-up zur Swiss League.

  • EHC Basel triumphiert über EHC Visp: Der EHC Basel kassiert zweimal den Ausgleich gegen den EHC Visp, setzt sich aber zuletzt vor 2122 Zuschauern durch.
  • EHC Winterthur mit erstem Heimsieg gegen SC Langenthal: Bislang hatte der EHC Winterthur im heimischen Stadion in der Swiss League nie gegen den SC Langenthal siegen. 15 Spiele, 15 Niederlagen, 13 davon bereits nach 60 Minuten. Diesmal sollte es anders aussehen: Der EHCW, der bereits zweimal in Langenthal gewonnen hatte, konnte nun auch zum ersten Mal auf eigenem Eis gegen den SCL triumphieren.
  • EHC Winterthur mit starken Heimspielen: Nachdem der EHC Winterthur in seinem letzten Heimspiel den Leader EHC Olten bezwingen konnte, setzte sich das Team mit dem Löwen auf der Brust auch gegen den Tabellenzweiten, den SCL durch.
  • EHC Olten mit fünf verschiedenen Torschützen: Gleich fünf verschiedene Schützen sind für die fünf Tore beim 5:2-Erfolg über die Ticino Rockets verantwortlich. Neu verfügt der EHCO bereits über acht Punkte Vorsprung.
  • Janik Loosli trifft doppelt für HC Thurgau: Beim 7:3-Erfolg des HC Thurgau über den HC Sierre trifft Janik Loosli doppelt. Der HCT ist im Vorwärtsgang und konnte vier seiner letzten fünf Spiele gewinnen.
  • HC La Chaux-de-Fonds überholt SC Langenthal: Nach dem Auswärtssieg bei den GCK Lions überholen die Neuenburger den SC Langenthal.