Der Vergleich der normalen Tabelle mit der Rangliste ab der 75. Minute bis zum Schlusspfiff offenbart interessante Abweichungen in den Platzierungen der Teams: Der FC Thun liegt in dieser Wertung «nur» auf Rang fünf während der FC Vaduz und Etoile Carouge vorneweg sind.
Etoile Carouge ist der grosse Gewinner im Vergleich beider Tabellen. Während sie in der Gesamtrangliste auf Rang 3 liegen, führen sie die Tabelle der letzten Minuten mit starken 32 Punkten an. Das deutet darauf hin, dass das Team besonders in der Schlussphase konzentriert und effektiv spielt.
Ein weiteres Beispiel für einen grossen Unterschied ist AC Bellinzona, dieses Team liegt in der normalen Tabelle nur auf Rang 7 liegt, aber in den letzten Spielminuten deutlich stabiler auftritt und Rang 4 erreicht.
Ein Heimspieltag der Superlative: Gleich alle Heimteams siegen, am deutlichsten die Ravensburg Towerstars (6:0) und die Selber Wölfe (8:3, nach einem 0:3-Rückstand!). Ausser beim ESV Kaufbeuren wurden alle Spiele nach 60 Minuten entschieden.
Die Siege werden geholt von den Teams auf den Rängen 2, 4, 5, 6, 8, 12 und 13 (Platzierungen nach dem Spieltag)
In Kassel blieben die Punkte souverän in der heimischen Halle … und weil die Krefeld Pinguine ihr Auswärtsspiel verlieren, übernehmen die Huskies den zweiten Tabellenplatz; während die Eispiraten auf den letzten Platz zurückfallen.
EC Bad Nauheim – Krefeld Pinguine 5:2: Nauheimer Kraftakt
Mit einem klaren 5:2-Erfolg über die Krefeld Pinguine bot Bad Nauheim seinem Publikum einen erfreulichen Abend; zwar bleibt das Team auf Rang zwölf, verringert aber die Lücke auf die Teams davor.
Selber Wölfe – Eisbären Regensburg 8:3: Offensivspektakel der Wölfe
Ein Offensiv-Spektakel von höchstem Unterhaltungswert lieferten die Selber Wölfe: Sie triumphierten gleich mit 8:3-Trefern (nach einem 0:3-Rückstand!) gegen die Eisbären Regensburg und stossen so auf Rang 13 vor (respektive sie übergeben das Schlusslicht an die Eispiraten).
Der EHC Basel übernimmt die Tabellenspitze wieder, während Aufsteiger Chur weiterhin auftrumpft und am EHC Olten vorbeizieht. Der EHC Winterthur verkürzt seinen Rückstand auf einen Playoff-Rang auf noch vier Zähler.
EHC Chur – HC La Chaux-de-Fonds 3:0: Chur überrascht gegen den Tabellenzweiten
Aufsteiger Chur liefert eine der Überraschungen des Spieltags: Bereits im ersten Drittel ging der EHC in Führung und hielt diese bis ins letzte Drittel und besiegelte so den 3:0-Triumph gegen den favorisierten HC La Chaux-de-Fonds.
EHC Basel – HC Thurgau 2:1: Zäher Kampf, knapper Sieg
In einem hart umkämpften Duell blieb das erste Drittel torlos, bevor der EHC Basel im zweiten Abschnitt mit 2:1 die Oberhand gewann. Trotz vieler Chancen auf beiden Seiten änderte sich im letzten Abschnitt nichts mehr – die Basler brachten den Vorsprung über die Runden.
EHC Olten – EHC Winterthur 2:3 n. P.: Winterthur siegt im Penalty-Drama
Nach einem 1:0 für Olten im ersten Drittel glich Winterthur aus. Das Spiel endete nach regulärer Zeit und Verlängerung 2:2. Im Penaltyschiessen bewiesen die Gäste die besseren Nerven und sicherten sich den Extrapunkt.
HC Sierre – EHC Visp 3:2: Sierre mit Wende im Schlussdrittel
Das Walliser Derby hielt, was es versprach: Nach einem ausgeglichenen ersten Drittel (1:1) ging Visp im zweiten Drittel in Führung. Doch Sierre mobilisierte im Schlussabschnitt alle Kräfte, drehte das Spiel mit zwei Toren und feierte einen hart erkämpften 3:2-Heimsieg.
GCK Lions – GDT Bellinzona Snakes 5:1: Löwen brüllen laut gegen die Schlangen
Die GCK Lions sorgten für ein wahres Feuerwerk auf heimischem Eis. Nach einer knappen 1:0-Führung zur ersten Pause zündeten die Löwen im zweiten Drittel den Turbo und erhöhten auf 3:1. Im Schlussabschnitt liessen sie den Snakes keine Chance und legten zwei weitere Tore zum überzeugenden 5:1-Endstand nach.
Der EHC Olten und der EHC Chur haben den Sack zugemacht: Beide haben sich in der viertletzten Qualifikations-Runde das Playoff-Ticket gesichert. Das heisst «Green Day»: Sie erscheinen nun in der Tabelle in grün.
EHC Visp – EHC Chur 3:4 n. V.: Chur überrascht in der Verlängerung
In der 58. Minute schiesst Sandro Forrer das 3:2 für den EHC Visp – das vermeintliche Siegestor. Doch dem EHC Chur gelingt noch der Ausgleich und der Sieg in der Verlängerung.
Nach 18 Spieltagen folgt das grosse Zusammenrücken in der ersten Tabellenhälfte: Die ersten neun Teams liegen innerhalb von nur gerade vier Punkten. Anbei die aktuelle Top-9:
Rang
Verein
Sp
Pkte
1
HSV
18
31
2
1. FC Magdeburg
18
31
3
1. FC Köln
18
31
4
Hannover 96
18
30
5
1. FC Kaiserslautern
18
29
6
KSC
18
29
7
SV Elversberg
18
28
8
SC Paderborn
18
28
9
Fortuna Düsseldorf
18
27
Die Ausgangslage
Punktegleichheit an der Spitze
Die Teams auf den Plätzen 1 bis 3 (HSV, Magdeburg, Köln) kommen auf jeweils 31 Punkte. Nur die Tordifferenz entscheidet aktuell über die Platzierungen. Der HSV hat mit +17 Toren die Nase vorn, während Magdeburg (+9) und Köln (+8) etwas zurückliegen.
Knapp dahinter lauern weitere Teams
Hannover 96 (30 Punkte) und die Verfolger FCK sowie KSC (je 29 Punkte) sind ebenfalls in Schlagdistanz. Selbst der 9. Platz (Düsseldorf, 27 Punkte) hat nur vier Zähler Rückstand auf den Tabellenführer. Dies bedeutet, dass ein einziger Spieltag die gesamte Tabellenkonstellation erheblich verändern könnte.
Formkurven und Tendenzen
Die letzten fünf Spiele der Teams zeigen, dass es kaum ein Team gibt, das konstant punktet. Besonders auffällig:
HSV: Nach zwei Unentschieden in Folge zuletzt zwei Siege, was die Hanseaten stabilisiert hat.
Magdeburg und Köln: Beide Teams mit drei Siegen aus den letzten fünf Spielen, aber auch einer Niederlage. Sie beweisen, dass sie oben mithalten können.
Hannover 96: Ein durchwachsenes Bild mit zwei Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage, aber immer gefährlich.
FCK und KSC: Beide mit zwei Siegen, aber auch Niederlagen, was die Unbeständigkeit in der Liga unterstreicht.
Mit 40 absolvierten Spielen in der Swiss League zeichnet sich ein spannendes Bild ab. Die Teams mit einem eingereichten Aufstiegsgesuch – La Chaux-de-Fonds, Olten, Visp und Sierre – verteilen sich auf die Tabellenränge zwei, vier, fünf uns sieben.
La Chaux-de-Fonds (Platz 2, 87 Punkte)
La Chaux-de-Fonds ist mit 27 Siegen und einer starken Tordifferenz von +61 eines der Top-Teams der Liga. Ihre Offensive ist mit 147 Toren die stärkste in der Swiss League, und auch die Defensive (86 Gegentore) überzeugt.
Was für eine Runde: Kein einziges Heimteam gewinnt drei Punkte und nur dem EC Kassel Huskies gelingt ein Heimsieg (allerdings erst im Penaltyschiessen). Und nur in einem Spiel beträgt der Unterschied mehr als ein Tor: Dank dem Leader, den Dresdner Eislöwen, die gleich mit 8:2-Toren gegen den EHC Freiburg gewinnen.
Eisbären Regensburg 2 – 3 (OT) Krefeld Pinguine
In einer spannenden Partie erkämpften sich die Krefeld Pinguine den Sieg in der Verlängerung. Damit halten sich die Pinguine auf dem zweiten Tabellenrang.
Eispiraten Crimmitschau 1 – 2 Lausitzer Füchse
Die Lausitzer Füchse sicherten sich drei wichtige Punkte in einem hart umkämpften Duell – was dazu führt, dass die Eispiraten auf den letzten Rang abrutschten.
EV Landshut 2 – 3 Blue Devils Weiden
Der EV Landshut musste sich knapp gegen die Blue Devils Weiden geschlagen geben; somit rückt der EV Landshut auf Rang sechs liegend in Griffweite auf die beiden dahinter klassierten Teams.
Nach einem intensiven Schlagabtausch setzten sich die Kassel Huskies im Penaltyschiessen durch. Die Towerstars verpassen es, mit nur einem errungenen Zähler, näher an die Top-4 heranzukommen.
ESV Kaufbeuren 4 – 5 (OT) Starbulls Rosenheim
Nicht weniger als neun Treffer: In einem torreichen Spiel behielten die Starbulls Rosenheim in der Overtime die Oberhand.
EC Bad Nauheim 2 – 3 (SO) Selber Wölfe
Die Selber Wölfe entführten zwei Punkte aus Bad Nauheim nach dem Penaltyschiessen – somit kommen die Wölfe vom letzten Rang weg.
EHC Freiburg 2 – 8 Dresdner Eislöwen
Im einzigen Spiel in der Runde, setzte sich der Sieger mit mehr als einem Tor Unterschied durch. Da in vier der insgesamt sieben Spielen eine Punkteteilung erfolgte, festigten die Dresdner Eislöwen ihren ersten Rang.
Der EHC Olten liefert auswärts beim HC La Chaux-de-Fonds das Spiel des Jahres in der Swiss League: Bis fast zur Spielmitte führten die Romands 4:0. Dann folgte der Ausgleich noch vor der ersten Pause … und zuletzt holte der EHCO alle drei Punkte!
HC La Chaux-de-Fonds – EHC Olten 4:6: Spektakel mit bitterem Ende für La Chaux-de-Fonds
Normalerweise werden «nur» die Shirts von hochverdienten Spielern unter das Hallendach gezogen. Doch nun wäre es für den EHC Olten schicklich, das Match-Telegramm von diesem Spiel ebenfalls unter das Hallendach zu ziehen: Bis zur 30. Minute zog der HC La Chaux-de-Fonds auf 4:0-Tore davon. Doch dann glich der EHCO innerhalb von 5:46 Minuten aus! In der 59. (58:06) Minute schoss Victor Oejdemark den Führungstreffer für Olten und fünf Sekunden vor Schluss trifft Eric Faille ins leere Tor zum sensationellen 6:4.
Der EHC Basel und der HC Thurgau sind die effizientesten Teams der Liga, was den Tabellenrang im Vergleich zur Anzahl abgegeben Schüssen betrifft. Der EHCB hat «nur» am viertmeisten Schüsse abgegeben … und das Team führt die Tabelle an. Und der HC Thurgau liegt auf Rang drei in der Tabelle und hat «nur» am sechstmeisten Schüsse abgefeuert.
Bilanz der Top-Teams
Der HC La Chaux-de-Fonds (Rang 2) führt die Schussstatistik an (1. Platz bei SOG, Shots on Goal). Der EHC Basel (Rang 1) liegt bei den Schüssen «nur» auf Platz 4. Dies deutet darauf hin, dass dieses Team über eine hohe Effizienz und eine starke Defensive verfügt.
Teams der hinteren Ränge
GDT Bellinzona Snakes (Rang 10) ist auch bei den Schüssen weit hinten (8. Platz). Dies korreliert stark mit ihrer schwachen Platzierung.
Der EHC Winterthur (Rang 9) gibt die wenigsten Schüsse ab, was sich in der mageren Punkteausbeute niederschlägt.
Der HC Thurgau bezwingt auswärts den EHC Olten. Da der EHC Visp gleichzeitig überraschend beim Schlusslicht Bellinzona Snakes verliert, festigen die Ostschweizer ihren Top-3-Rang. Der EHC Basel liefert den zehnten Sieg in Serie.
Pausenresultate: 0:0 | 0:1 | 0:3 Winterthur hielt im ersten Drittel eisern stand, doch im zweiten Drittel übernahmen die GCK Lions das Zepter. Mit präzisen Angriffen und einer souveränen Defensive war der Winterthurer Widerstand gebrochen. Im Schlussdrittel glänzte das Farmteam der ZSC Lions mit einem eiskalten Dreierpack.
Pausenresultate: 3:1 | 0:0 | 2:2 Der Tabellenvierte strauchelt beim abgeschlagenen Schlusslicht im Tessin: Die Snakes legten mit drei Treffern im ersten Drittel den Grundstein für den Überraschungssieg.