2. Bundesliga 2026/27 – 5. Spieltag: VfL Wolfsburg, 1. FC Magdeburg und Co.: Diese Duelle prägen den Spieltag

Vier Spieltage sind gespielt. Jetzt beginnt jene Phase einer Saison, in der die Tabelle noch nicht in Stein gemeisselt ist, aber schon Charakter zeigt. Hertha marschiert vorneweg wie ein Zug, der den Bahnhof pünktlich verlassen hat und nicht daran denkt, unterwegs anzuhalten. Nürnberg fährt mit elegantem Selbstverständnis hinterher. Heidenheim sammelt Punkte wie ein Bergsteiger Höhenmeter: unspektakulär, aber unaufhaltsam.

Dahinter lauern Wolfsburg und Kaiserslautern; zwei Schwergewichte mit ganz unterschiedlichen Geschichten. Die einen haben acht Tore in einem Spiel erlebt. Die anderen erst ein Gegentor in vier Partien zugelassen. Die Bühne ist bereit.

Der Blick nach unten erzählt die andere Geschichte: Darmstadt hat erst einen Punkt. St. Pauli und Holstein Kiel warten noch auf den ersten Sieg. Dresden steht schon früh mit dem Rücken zur Wand.

Diese drei Spiele stehen besonders im Fokus.

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DFB-Pokal, 1. Runde. Der Cup kennt keine Tabellen; und die Zweitligisten kennen keine Gnade

Die Antwort ist meistens: der Profi. Für die 18 Zweitligisten beginnt an diesem Wochenende deshalb nicht einfach ein Pokalwettbewerb. Es beginnt eine Prüfung des Nervenkostüms. 30 der 32 Partien der ersten Runde werden vom 21. bis 24. August gespielt, zwei weitere folgen Anfang September.

Und die Zweitliga-Klubs haben interessante Aufgaben bekommen.

Kaiserslautern gegen Mannheim: Hier wird nicht gespielt, hier wird gearbeitet Beginnen wir mit dem Spiel, das schon auf dem Papier nach Ärger riecht: Waldhof Mannheim gegen den 1. FC Kaiserslautern.

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Enges Rennen um die Aufstiegsplätze in der 2. Bundesliga

Nach 18 Spieltagen folgt das grosse Zusammenrücken in der ersten Tabellenhälfte: Die ersten neun Teams liegen innerhalb von nur gerade vier Punkten. Anbei die aktuelle Top-9:

RangVereinSpPkte
1HSV1831
21. FC Magdeburg1831
31. FC Köln1831
4Hannover 961830
51. FC Kaiserslautern1829
6KSC1829
7SV Elversberg1828
8SC Paderborn1828
9Fortuna Düsseldorf1827

Die Ausgangslage

Punktegleichheit an der Spitze

Die Teams auf den Plätzen 1 bis 3 (HSV, Magdeburg, Köln) kommen auf jeweils 31 Punkte. Nur die Tordifferenz entscheidet aktuell über die Platzierungen. Der HSV hat mit +17 Toren die Nase vorn, während Magdeburg (+9) und Köln (+8) etwas zurückliegen.

Knapp dahinter lauern weitere Teams

Hannover 96 (30 Punkte) und die Verfolger FCK sowie KSC (je 29 Punkte) sind ebenfalls in Schlagdistanz. Selbst der 9. Platz (Düsseldorf, 27 Punkte) hat nur vier Zähler Rückstand auf den Tabellenführer. Dies bedeutet, dass ein einziger Spieltag die gesamte Tabellenkonstellation erheblich verändern könnte.

Formkurven und Tendenzen

Die letzten fünf Spiele der Teams zeigen, dass es kaum ein Team gibt, das konstant punktet. Besonders auffällig:

  • HSV: Nach zwei Unentschieden in Folge zuletzt zwei Siege, was die Hanseaten stabilisiert hat.
  • Magdeburg und Köln: Beide Teams mit drei Siegen aus den letzten fünf Spielen, aber auch einer Niederlage. Sie beweisen, dass sie oben mithalten können.
  • Hannover 96: Ein durchwachsenes Bild mit zwei Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage, aber immer gefährlich.
  • FCK und KSC: Beide mit zwei Siegen, aber auch Niederlagen, was die Unbeständigkeit in der Liga unterstreicht.

Hertha BSC und 1. FC Kaiserslautern gehören zu Siegern in «ewiger Tabelle»

Hertha BSC und der 1. FC Kaiserslautern sind die Gewinner der Relegationsspiele, Dynamo Dresden und der HSV die Verlierer. Ein paar spannende Facts zeigen sich dadurch in den «ewigen Tabellen» der Relegation zur Bundesliga, respektive zur 2. Bundesliga.

  • Aus der Sicht des HSV: Der Hamburger SV musste nach einem 1:0-Sieg bei Hertha BSC im Rückspiel eine 0:2-Heimniederlage einstecken. Somit verbleibt der HSV in der 2. Bundesliga. Von den 39 Teams die je Relegationsspiele zur Bundesliga bestritten haben, ist der HSV nun das Team, das am sechstmeisten Punkte sammelte (der 1. FC Saarbrücken konnte überholt werden). Die Freude freilich dürfte sich in Grenzen halten.
  • Aus der Sicht von Hertha BSC: Hertha BSC sammelt dadurch gleich wie der HSV 3:3-Punkte. Bislang verfügten die Berliner über einen Zähler (Rang 33). Durch die drei gewonnen Punkte liegt die Mannschaft aus der Hauptstadt nun auf Rang 17; der Verblieb in der Bundesliga dürfte dennoch eine Spur wichtiger sein, als die gewonnen Plätze in der Tabelle.
  • Aus der Sicht des 1. FC Kaiserslautern: Der 1. FC Kaiserslautern holte bei seinem ersten Auftritt in der Relegation vier Punkte und liegt damit gleich auf Rang 9 von nun 17 Teams, die je eine Relegation zur 2. Bundesliga spielten.
  • Aus der Sicht von Dynamo Dresden: Dynamo Dresden holte nur einen Zähler, in den nun total sechs Spielen in einer Relegation zur 2. Bundesliga. Das Team liegt damit auf dem zweiten Rang in der «ewigen Tabelle» mit insgesamt acht Punkten. Dass dabei der VfL Osnabrück (7 Punkte) überholt wurde, dürfte ein schwacher Trost sein.