Sieben Spieltage sind absolviert. Hertha BSC marschiert, der 1. FC Nürnberg spielt mit offenem Visier, der VfL Wolfsburg entdeckt die Tücken der zweiten Liga. Und der VfL Osnabrück? Der erinnert daran, dass im Fussball nicht jeder Fortschritt wie eine Revolution aussehen muss.
Die Saison ist noch jung. Aber sie hat bereits eine Geschichte, die sich nun doch schon über sieben Spieltage erstreckt. Und wie so oft in der 2. Bundesliga ist es eine Geschichte voller Widersprüche, überraschender Wendungen und grosser Versprechen, die sich erst noch bewähren müssen.
Fünf Spieltage sind gespielt. Genug, um erste Konturen zu erkennen. Zu wenig, um schon Urteile zu fällen. Aber die 2. Bundesliga beginnt sich zu sortieren. Hertha BSC marschiert mit fünf Siegen vorneweg. Nürnberg und Heidenheim lauern dahinter. Magdeburg hat sich mit neun Punkten in die Spitzengruppe geschoben. Und weiter unten beginnt bereits jene Zone, in der jeder verlorene Punkt plötzlich doppelt so schwer wiegt.
Der sechste Spieltag verspricht deshalb mehr als neun Fussballspiele. Er ist ein kleiner Blick in die Zukunft.
Fürth gegen Magdeburg – wenn der Rückenwind auf Widerstand trifft
Das Duell in Fürth ist eines dieser Spiele, bei denen die Tabelle zwar etwas erzählt – aber längst nicht alles.
Greuther Fürth hat fünf Punkte, nur einen Sieg aus fünf Partien. Zuletzt gab es gegen Bochum ein 1:1, obwohl die Fürther lange auf den Sieg drängten und sogar in Überzahl spielten. Es war ein Abend, der zeigte, dass diese Mannschaft mehr kann, als es die Tabelle vermuten lässt.
Vier Spieltage sind gespielt. Jetzt beginnt jene Phase einer Saison, in der die Tabelle noch nicht in Stein gemeisselt ist, aber schon Charakter zeigt. Hertha marschiert vorneweg wie ein Zug, der den Bahnhof pünktlich verlassen hat und nicht daran denkt, unterwegs anzuhalten. Nürnberg fährt mit elegantem Selbstverständnis hinterher. Heidenheim sammelt Punkte wie ein Bergsteiger Höhenmeter: unspektakulär, aber unaufhaltsam.
Dahinter lauern Wolfsburg und Kaiserslautern; zwei Schwergewichte mit ganz unterschiedlichen Geschichten. Die einen haben acht Tore in einem Spiel erlebt. Die anderen erst ein Gegentor in vier Partien zugelassen. Die Bühne ist bereit.
Der Blick nach unten erzählt die andere Geschichte: Darmstadt hat erst einen Punkt. St. Pauli und Holstein Kiel warten noch auf den ersten Sieg. Dresden steht schon früh mit dem Rücken zur Wand.
Am 4. Spieltag beginnt die Wahrheit: Drei Spieltage sind gespielt, genug, damit sich erste Konturen zeigen. Noch nicht genug, damit jemand die Wahrheit gepachtet hätte. Die 2. Bundesliga ist schliesslich kein gemütlicher Sonntagsausflug, sondern eine jener Fussballmaschinen, die Hoffnungen erst aufblasen und sie dann mit einem einzigen Samstagabend wieder zerplatzen lassen.
Drei Geschichten ragen heraus.
1. Hertha gegen Magdeburg – der erste Härtetest für den Hauptstadttraum
Hertha BSC hat nach drei Spielen neun Punkte. Drei Siege. Die Berliner haben damit den Saisonstart hingelegt. Aber Vorsicht. Nun kommt Magdeburg ins Olympiastadion. Und damit ein Gegner, der sich nicht als Statist in der Berliner Aufstiegserzählung begreifen dürfte. Hertha kann an diesem Sonntag zeigen, ob aus dem guten Start tatsächlich eine Mannschaft geworden ist – oder lediglich eine Mannschaft mit einem guten Start.
Obwohl der Hamburger SV und der 1. FC Köln punktgleich an der Tabellenspitze stehen, könnte ihre Spielweise kaum unterschiedlicher sein. Der 1. FC Köln führt mit 322 Schüssen die Liga in dieser Kategorie deutlich an, während der Hamburger SV lediglich 264 Schüsse abgegeben hat (Rang 6 in der Liga).
Dies macht einen Unterschied von 58 Schüssen aus, ohne dass sich dies im Punktevergleich widerspiegelt.
Fast synchron mit der Anzahl Schüssen in Relation mit dem Tabellenplatz ist der 1. FC Magdeburg: Mit 272 Schüssen belegt dieses Team Rang 4 in der Schussrangliste und Platz 3 in der normalen Tabelle.
Nach 18 Spieltagen folgt das grosse Zusammenrücken in der ersten Tabellenhälfte: Die ersten neun Teams liegen innerhalb von nur gerade vier Punkten. Anbei die aktuelle Top-9:
Rang
Verein
Sp
Pkte
1
HSV
18
31
2
1. FC Magdeburg
18
31
3
1. FC Köln
18
31
4
Hannover 96
18
30
5
1. FC Kaiserslautern
18
29
6
KSC
18
29
7
SV Elversberg
18
28
8
SC Paderborn
18
28
9
Fortuna Düsseldorf
18
27
Die Ausgangslage
Punktegleichheit an der Spitze
Die Teams auf den Plätzen 1 bis 3 (HSV, Magdeburg, Köln) kommen auf jeweils 31 Punkte. Nur die Tordifferenz entscheidet aktuell über die Platzierungen. Der HSV hat mit +17 Toren die Nase vorn, während Magdeburg (+9) und Köln (+8) etwas zurückliegen.
Knapp dahinter lauern weitere Teams
Hannover 96 (30 Punkte) und die Verfolger FCK sowie KSC (je 29 Punkte) sind ebenfalls in Schlagdistanz. Selbst der 9. Platz (Düsseldorf, 27 Punkte) hat nur vier Zähler Rückstand auf den Tabellenführer. Dies bedeutet, dass ein einziger Spieltag die gesamte Tabellenkonstellation erheblich verändern könnte.
Formkurven und Tendenzen
Die letzten fünf Spiele der Teams zeigen, dass es kaum ein Team gibt, das konstant punktet. Besonders auffällig:
HSV: Nach zwei Unentschieden in Folge zuletzt zwei Siege, was die Hanseaten stabilisiert hat.
Magdeburg und Köln: Beide Teams mit drei Siegen aus den letzten fünf Spielen, aber auch einer Niederlage. Sie beweisen, dass sie oben mithalten können.
Hannover 96: Ein durchwachsenes Bild mit zwei Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage, aber immer gefährlich.
FCK und KSC: Beide mit zwei Siegen, aber auch Niederlagen, was die Unbeständigkeit in der Liga unterstreicht.
Fortuna Düsseldorf verteidigt knapp die Tabellenspitze, während Greuther Fürth und 1.FC Magdeburg mit eindrucksvollen Siegen aufhorchen lassen. Auch der Hamburger SV und Hertha BSC sorgen mit torreichen Partien für Aufsehen. In Gelsenkirchen hingegen stürzt Schalke 04 weiter ab und verliert auch gegen den 1.FC Köln.
Fortuna Düsseldorf – Hannover 96: Ein knappes Glück
In einem hitzigen Duell behielt Fortuna Düsseldorf am Freitagabend die Oberhand. Mit einem knappen 1:0-Sieg gegen Hannover 96 festigten sie ihre Position an der Tabellenspitze. In einem Spiel, das von Taktik und defensiver Disziplin geprägt war, gelang es den Düsseldorfern, die entscheidende Lücke in Hannovers Verteidigung zu finden – dies in der 59. Minute durch Danny Schmidt.
Jahn Regensburg – Greuther Fürth: Gäste mit Kantersieg
Greuther Fürth überrollte Jahn Regensburg mit einem beeindruckenden 4:0-Auswärtssieg. Die Fürther zeigten sich in meisterhafter Form und ließen den Gastgebern kaum Luft zum Atmen. Während Regensburg in den bisherigen Spielen noch kämpferische Moral zeigte, blieb diese diesmal aus. Die Fürther rücken mit diesem dominanten Auftritt auf Platz 3 vor und untermauern ihre Ambitionen in dieser Saison.
Der Hamburger SV besiegte Preußen Münster mit 4:1. Angetrieben von einer begeisterten Kulisse, ließ der HSV keinen Zweifel daran, wer das Feld als Sieger verlassen würde. Münster versuchte, gegenzuhalten, konnte aber letztlich nicht mit der Qualität der Hamburger mithalten. Der HSV klettert auf Platz 7, während Münster weiterhin in den unteren Tabellenregionen festhängt.
SV Elversberg – Darmstadt 98: Darmstadt im freien Fall
Darmstadt 98 erlebte einen weiteren rabenschwarzen Tag und ging bei SV Elversberg mit 0:4 unter. Elversberg nutzte die Schwächen der Darmstädter gnadenlos aus und dominierte das Spiel von Anfang an. Mit diesem Erfolg setzt sich Elversberg im Mittelfeld der Tabelle fest, während Darmstadt in den Keller rutscht.
1.FC Magdeburg setzte ein Ausrufezeichen mit einem überragenden 4:0-Sieg beim 1.FC Nürnberg. Magdeburg präsentierte sich in Topform und ließ dem Club keine Chance. Der FCN konnte dem Druck der Gäste zu keiner Zeit standhalten und verlor verdient. Magdeburg klettert mit diesem Erfolg auf Platz 4 der Tabelle und bleibt in Schlagdistanz zu den Spitzenplätzen.
1.FC Kaiserslautern – Hertha BSC: Ein Torfestival auf dem Betzenberg
Das Spiel zwischen Kaiserslautern und Hertha BSC entwickelte sich zu einem wahren Fußballkrimi. Nach einer Achterbahnfahrt der Gefühle triumphierte am Ende die Hertha knapp mit 4:3 Toren. Beide Teams zeigten sich offensivfreudig, aber es waren die Berliner, die den längeren Atem bewiesen. Mit diesem Sieg reiht sich Hertha in die Gruppe der Verfolger ein.
SC Paderborn – SSV Ulm: Torflaute
SC Paderborn und SSV Ulm trennten sich in einer torlosen Partie mit einem 0:0-Unentschieden. Obwohl es keine Tore zu bejubeln gab, war es ein intensives Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Paderborn bleibt damit im oberen Tabellenbereich, während Ulm noch immer auf den ersten Sieg in der Saison wartet.
FC Schalke 04 – 1.FC Köln: Kölner Triumph in Gelsenkirchen
Schalke 04 fand auch gegen den 1.FC Köln nicht in die Spur und verlor zu Hause mit 1:3. Die Kölner zeigten sich abgeklärt und nutzten die Unsicherheiten der Schalker Defensive aus. Während Köln weiter nach oben klettert, bleibt Schalke im unteren Tabellenmittelfeld.
Der Karlsruher SC setzte seinen erfolgreichen Saisonstart mit einem 2:1-Sieg bei Eintracht Braunschweig fort. Trotz eines beherzten Auftritts von Braunschweig reichte es am Ende nicht, um die Karlsruher Punktejagd zu stoppen. Karlsruhe bleibt damit direkter Verfolger von Spitzenreiter Düsseldorf, während Braunschweig weiterhin am Tabellenende verharrt.
Noch ohne Niederlage: Fortuna Düsseldorf, Karlsruher SC, Greuther Fürth, 1. FC Magdeburg, SC Paderborn.
Noch ohne Sieg: SSV Ulm 1846, Preußen Münster, Darmstadt 98, Eintracht Braunschweig.
Die Tabelle nach dem 4. Spieltag
Platz
Team
Spiele
Tore
Punkte
1
Fortuna Düsseldorf
4
+4
10
2
Karlsruher SC
4
+3
10
3
Greuther Fürth
4
+6
8
4
1.FC Magdeburg
4
+6
8
5
SC Paderborn 07
4
+3
8
6
1.FC Köln
4
+6
7
7
Hamburger SV
4
+3
7
8
Hertha BSC
4
+2
7
9
Hannover 96
4
+2
7
10
1.FC Kaiserslautern
4
+1
7
11
SV 07 Elversberg
4
+3
5
12
FC Schalke 04
4
0
4
13
1.FC Nürnberg
4
-3
4
14
SSV Jahn Regensburg
4
-7
3
15
SSV Ulm 1846
4
-3
1
16
Preußen Münster
4
-6
1
17
Darmstadt 98
4
-8
1
18
Eintracht Braunschweig
4
-12
0
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Während der SC Paderborn mit einem souveränen 3:1-Sieg gegen den SV Darmstadt 98 die Tabellenspitze erklomm, trotzten der 1. FC Kaiserslautern und Greuther Fürth sich gegenseitig ein spannendes 2:2-Unentschieden ab. Der 1. FC Nürnberg ließ den FC Schalke 04 nach einer starken Vorstellung mit einem klaren 3:1 hinter sich. Diese Ergebnisse sorgten für bunte Tupfer auf der Leinwand der Liga und ließen die Fans in Vorfreude auf die kommenden Spiele zurück.
Kaiserslautern trotzt Fürth ein Remis ab
Am Freitagabend bot das Duell zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und Greuther Fürth einen spannenden Auftakt. Das Heimteam lag zur Pause mit zwei Toren zurück. Doch die Kleeblätter sahen sich viel Kampfgeist gegenüber. Am Ende teilten sich die beiden Mannschaften mit einem 2:2 die Punkte, ein gerechtes Ergebnis in einem mitreißenden Spiel.
Regensburg erringt knappen Sieg gegen Ulm
Der SSV Jahn Regensburg traf auf den SSV Ulm 1846 in einem hart umkämpften Match. Beide Teams suchten den entscheidenden Durchbruch, aber letztlich war es Regensburg, das mit einem knappen 1:0-Sieg als Gewinner vom Platz ging. Ulm, trotz energischer Bemühungen, fand keinen Weg, die Regensburger Abwehr zu überwinden.
Torloses Remis in Düsseldorf
Fortuna Düsseldorf und der Karlsruher SC lieferten sich ein spannendes Duell, das jedoch ohne Tore endete. Trotz zahlreicher Chancen auf beiden Seiten konnten die Angreifer ihre Gelegenheiten nicht in Zählbares verwandeln. Am Ende trennten sich die Teams mit einem 0:0, das vor allem den Defensivreihen zuzuschreiben ist.
Elversberg und Köln in torreichem Unentschieden
Der SV 07 Elversberg und der 1. FC Köln lieferten ein packendes 2:2-Unentschieden ab. Elversberg überraschte mit schnellen Angriffen, während Köln mit Erfahrung dagegenhielt. Beide Teams zeigten sich offensivstark, sodass die Zuschauer ein wahres Torspektakel erlebten.
Nürnberg triumphiert über Schalke
Ein mitreißendes Spiel bot sich den Zuschauern in Nürnberg, wo der 1. FC Nürnberg den FC Schalke 04 mit 3:1 besiegte. Nürnberg präsentierte sich von Beginn an spielbestimmend und ließ Schalke kaum Raum zur Entfaltung. Die Fans der Franken feierten den verdienten Heimsieg ausgelassen.
Hamburger SV und Hertha BSC teilen die Punkte
In einem Duell der Traditionsvereine trennten sich der Hamburger SV und Hertha BSC mit einem 1:1-Unentschieden. Der HSV ging zunächst in Führung, doch Hertha kämpfte sich zurück und sicherte sich in der 86. Minute den Ausgleich. Ein Resultat, das beiden Teams Hoffnung auf die kommenden Spieltage macht.
Paderborn setzt sich an die Tabellenspitze
Am Sonntag sorgte der SC Paderborn für Furore, indem er den SV Darmstadt 98 mit 3:1 bezwang und damit die Tabellenspitze übernahm. Die Paderborner zeigten eine beeindruckende Offensivleistung und ließen den Gästen kaum eine Chance. Darmstadt steckt hingegen weiterhin im Tabellenkeller fest.
Magdeburg siegt souverän in Braunschweig
Der 1. FC Magdeburg setzte sich in einem überzeugenden Auswärtsspiel mit 3:1 gegen Eintracht Braunschweig durch. Magdeburg agierte von Beginn an druckvoll und zeigte seine Ambitionen für die obere Tabellenhälfte. Braunschweig hingegen muss sich nach zwei Niederlagen in Folge steigern, um den Anschluss nicht zu verlieren.
Münster und Hannover trennen sich torlos
Preußen Münster und Hannover 96 beendeten den Spieltag mit einem 0:0, das vor allem von taktischer Disziplin geprägt war. Beide Teams versuchten, keine Fehler zu machen, was zu einem defensiv geprägten Spiel führte. Die Punkteteilung spiegelt die ausgeglichene Leistung beider Mannschaften wider.
Tabelle nach dem 2. Spieltag
SC Paderborn: 6 Punkte, 5:2 Tore
Greuther Fürth: 4 Punkte, 5:3 Tore
1. FC Magdeburg: 4 Punkte, 3:1 Tore
Fortuna Düsseldorf: 4 Punkte, 2:0 Tore
Hannover 96: 4 Punkte, 2:0 Tore
1. FC Kaiserslautern: 4 Punkte, 4:3 Tore
Hamburger SV: 4 Punkte, 3:2 Tore
Karlsruher SC: 4 Punkte, 3:2 Tore
FC Schalke 04: 3 Punkte, 6:4 Tore
1. FC Nürnberg: 3 Punkte, 5:4 Tore
Jahn Regensburg: 3 Punkte, 1:2 Tore
SV Elversberg: 2 Punkte, 2:2 Tore
1. FC Köln: 1 Punkt, 3:4 Tore
Hertha BSC: 1 Punkt, 2:3 Tore
Preußen Münster: 1 Punkt, 1:3 Tore
SSV Ulm 1846: 0 Punkte, 1:3 Tore
SV Darmstadt 98: 0 Punkte, 1:5 Tore
Eintracht Braunschweig: 0 Punkte, 2:8 Tore
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In dieser Saison sind «nur» vier neue Mannschaften in der 2. Bundesliga zu begrüssen, doch diese haben es in sich.
Namentlich der 1. FC Köln startet als Liga-Krösus ins Unternehmen direkter Wideraufstieg in die Bundesliga. Der Kaderwert dieser Mannschaft beträgt nicht weniger als 75,18 Millionen Euro. In der höchsten Spielklasse würde dies zwar nur für den zweitletzten Marktwert-Platz reichen. In der 2. Bundesliga dagegen bedeutet dies den mit Abstand höchsten Rang. Und in der Schweizer Super League würde Köln damit sogar weitaus auf dem ersten Platz liegen, vor dem Meister BSC Young Boys (66,8 Millionen) und dem langjährigen Serienmeister FC Basel (57,75 Millionen).
Ebenfalls sehr gut aufgestellt ist der zweite Absteiger, der Hamburger SV. Diese Mannschaft kommt auf einen Marktwert von 53,2 Millionen. Was immer noch mehr als das doppelte vom Drittplatzierten in dieser Wertung ist: Der FC Ingolstadt operiert mit 23,08 Millionen und auf Rang vier findet sich Dynamo Dresden mit 18,68 Millionen.
Klein aber fein fügen sich die beiden Aufsteiger aus der 3. Liga in die 2. Bundesliga ein: Der SC Paderborn 07 (9,88 Millionen) sowie der 1. FC Magdeburg (8,8 Millionen) liegen nicht meilenweit hinter Rang 16 (SSV Jahn Regensburg mit 11,00 Millionen) und Rang 15 (SpVgg Greuther Fürth mit 11,10 Millionen).
Das RheinEnergieStadion in Köln (Bild: Wikipedia/Sascha Brück).
Die Wahrscheinlichkeit, dass nach dem 1. FC Magdeburg und dem SC Paderborn 07 ein drittes Team aus der 3. Liga aufsteigt ist gross. Es wäre der Karlsruher SC, der direkt nach dem Abstieg wieder zurückkehrt. Die Aufstiegshelden sind vorprogrammiert: Zum zehnten Mal wird die Relegation von der 3. Liga in die 2. Bundesliga ausgetragen – und nur zweimal konnte sich das höherklassige Team durchsetzen: 2013 konnte Dynamo Dresden gegen den VfL Osnabrück den Klassenerhalt schaffen und 2015 gelang dies dem TSV 1860 München gegen Holstein Kiel. Die anderen sieben Mal siegte das Team aus der unteren Liga. Nun tritt der Karlsruher SC gegen den FC Erzgebirge Aue an, mit einer Statistik im Rücken, die den KSC zum Favoriten stempelt.
Anders sieht es bei der Relegation zur Bundesliga aus. Dort tun sich die Vertreter der 2. Bundesliga ungleich schwerer. 19mal wurde die Relegation zur Bundesliga bislang durchgeführt und nur fünfmal konnte sich der Zweitligist durchsetzen. Die fünf letzten endeten alle mit einem Sieg des Bundesligisten. Mit einem Sieg über den VfL Wolfsburg könnte Holstein Kiel also Geschichte schreiben.
Im Stadion des Karlsruher SC (Bild: Wikipedia/Brian Kohn).