Durch
ein Tor von Brent Kelly in der 62. Minute startet der SC Langenthal mit einem
Break ins Playoff-Finale. Die Facts zum Spiel:
Blitz-Ausgleich: Erst 46 Sekunden vor Schluss, mit sechs Mann auf dem Eis, gleicht der SC Langenthal aus und rettet sich in die Verlängerung.
Blitz-Sieg: Nur 88 Sekunden braucht der SC Langenthal um das Spiel für sich zu entscheiden. Sowohl am Ausgleich wie am Siegtreffer ist Pascal Pelletier beteiligt.
Break: Schon im ersten Spiel gelingt dem Team von Trainer Per Hanberg das angstrebte Break.
Sieg gestohlen: Das Schuss-Verhältnis lautet 42:32 für den HC La Chaux-de-Fonds, somit handelt es sich um einen «Stolen Win» («gestohlener Sieg») des SCL – dank einem überragenden Torhüter Philip Wüthrich.
Auf Siegeskurs: Der SCL führt in der Serie 1:0. Die bisherigen zwei Finals entschied der SCL für sich, während der HCC seine sämtlichen fünf Finalteilnahmen nicht nutzen konnte.
Der HC La Chaux-de-Fonds beim Einlauf (Bild: zweiteliga.org).
Wechsel bei GC: Stephan
Anliker, VR-Präsident des Grasshopper Club Zürich, hat soeben bekannt gegeben,
dass er das VR-Präsidium per sofort abgeben wird. Gleichzeitig bleibt er als
Investor und einer der Hauptaktionäre erhalten. Zusammen mit Peter Stüber hält
er rund 94 Prozent der Aktien.
Stephan Anliker, der zudem rund 17 Jahre als VR-Präsident des Eishockey-Swiss-League-Unternehmens SC Langenthal AG amtete (der schon länger angekündigte Wechsel beim SCL zu Gian Kämpf erfolgt in den kommenden Wochen), teilt heute in einer Medienmitteilung mit: «Es ist für mich jetzt der richtige Moment, neuen Kräften und Ideen bei GC den Weg frei zu machen. Ich habe den Club durch die wohl schwierigsten fünf Jahreder Vereinsgeschichte geführt und mich immer auch persönlich und finanziell engagiert. Die aktuell sportlich schwierige Situation erfordert jetzt Ruhe und Konzentration, um den Verbleib in der Super League noch zu schaffen.»
«Ja»
zum neuen Stadion
Nach der erfolgreich
durchgeführten Kapitalerhöhung von letzter Woche hat Anliker dem Club
zugesichert, dass er beabsichtigt, weiterhin als Ankeraktionär investiert zu
bleiben. An den Besitzverhältnissen der Grasshopper ändert sich somit nichts. Eine
der wichtigsten Aufgaben seiner Amtszeit, war sein Engagement für das vom
Zürcher Stimmvolk im Herbst 2018 beschlossene «JA» zu einem neuen
Fussballstadion.
«Es war mir ein grosses
Anliegen, mich erfolgreich für ein neues und echtes Fussballstadion in Zürich
einzusetzen. Dazu habe ich den Club durch diese wirtschaftlich sehr schwierigen
Jahre seit 2013 führen müssen. Meine Hauptaufgabe ist somit erfüllt», erwähnt
Anliker.
Bis zur Wahl eines neuen Präsidenten wird András Gurovits, stellvertretender GCZ VR-Präsident, die Geschäfte interimistisch leiten. Anliker auch künftig eine wichtige Rolle für die Grasshopper wahrnehmen: «Ich werde ein aktiver Investor und Aktionär bleiben und weiterhin an der langfristigen Entwicklung der Grasshopper mitarbeiten. Das wird jedoch im Hintergrund stattfinden.»
Der Letzigrund, die Heimspielstätte des FC Zürich (Bild: Wikipedia/Nicholas B.).
Pascal
Pelletier schiesst den SC Langenthal in der 62. Minute ins Finale; dies nachdem
seine Mannschaft zweimal einen Rückstand ausgleichen konnte. Die Facts zum
letzten Halbfinal-Duell:
Fünf Feste – geht’s ums Finale feiert SCL
daheim: Das erste Finale erreichte der SCL 2012
mit einem 2:1-Erfolg gegen den HC La Chaux-de-Fonds im siebten Halbfinalspiel. Auch
die zweite Finalteilnahme wurde auf eigenem Eis besiegelt. 2017, mit einem 3:1-Erfolg nach fünf Spielen gegen den HC Ajoie.
Und nun auch 2019 mit einem 3:2-Sieg
gegen Olten im Halbfinale. Ebenso wurden die Finals daheim gewonnen: 2012 mit 4:1 im sechsten Spiel gegen
den Lausanne HC sowie 2017 mit 5:4 im
siebten Duell gegen Rapperswil.
Erstmals
Olten in Playoffs geschlagen: Die bisherigen drei Playoff-Serien gegen den
EHCO gewannen die Oltner (2010, 2013 und 2018).
Leblanc an 5
Goals in Serie beteiligt: Robin Leblanc ist an fünf Langenthal-Toren in
Serie beteiligt, davon viermal hintereinander als Torschütze: Beim
1:1-Ausgleich in Olten im fünften Spiel kam von ihm der Assist. Anschliessend
erzielte er die Tore zum 2:1, 3:1 und 4:1 wie nun im sechsten Spiel der
1:1-Ausgleich.
Jeff Campbell
und Brent Kelly mit 2:2: Jeff Campbell hat zusammen mit Brent Kelly
eine 2:2-Bilanz in der Playoff-Derby-Wertung, da die beiden bei der ersten
Begegnung 2010 noch beim EHC Olten unter Vertrag standen.
Daniel Gerber
Der SC Langenthal nach der Final-Qualifikation gegen den EHC Olten (Bild: zweiteliga.org).
Eine
graue Maus, die «Power-Maus», ziert das Logo des EHC Olten. Nun wird der Weg
zum SC Langenthal zu einem Gang nach Katzenthal – denn der SCL hat nun zwei
Matchpucks. Wohl nichts symbolisiert nun die Ausgangslage besser, wie die
Ortschafts-Wegweiser-Tafel «Katzenthal», welche «zweiteliga.org» kurz vor Saisonbeginn
im Elsass entdeckt und fotografiert hat.
Diese
Ortschaft, die etwas mehr als 500 Einwohner zählt, liegt ganz in der Nähe von
Kaysersberg, dem Geburtsort von Albert Schweitzer, wo noch heute ein Museum vom
Wirken des Friedensnobelpreisträgers zeugt.
Doch
zurück zur Power-Maus, die nun den Gang nach Katzenthal antreten muss. Nach
einer überragenden Leistung von Robin Leblanc (3 Tore, 1 Assist) beim 4:1-Sieg
in Spiel fünf kann Langenthal nun im sechsten Spiel den Entscheid herbeiführen.
Olten und La
Chaux-de-Fonds gewannen Playoffs noch nie
So
oder so geschieht in den kommenden Tagen etwas das sporthistorisch ist:
Entweder
gewinnt der SCL erstmals eine Playoff-Serie gegen Olten. Bisher
verlor der SC Langenthal alle Playoff-Serien gegen den EHCO, insgesamt dreimal.
Erstmals in der Geschichte könnte der SCL nun eine Serie gegen das Team aus dem
Kanton Solothurn für sich entscheiden.
Oder ein
Team das die Playoffs noch nie gewonnen hat, gewinnt diese erstmals: Sollte Olten
sich trotz zwei SCL-Matchpucks durchsetzen, würden zwei Mannschaften im Finale
stehen, welche noch nie die Playoffs für sich entschieden haben: Olten stand
dreimal im Finale ohne den Titel zu holen. Und der HC La Chaux-de-Fonds war
sogar schon sechsmal im Finale ohne Titel-Gewinn (1996 wurde das Finale jedoch
nicht ausgespielt, da eine Liga-Quali mit drei Teams ausgetragen worden war).
Man
darf also gespannt sein, was nun geschieht, wenn sich die «Mäuse» aus der
Dreitannenstadt nach «Katzenthal» aufmachen.
Daniel Gerber
SC Langenthal wird zu Katzenthal (Bild: zweiteliga.org).
Mit drei Toren schiesst Robin
Leblanc den SC Langenthal zum Break und sorgt dafür, dass das Team von Trainer
Per Hanberg nun über zwei Matchpucks verfügt. Der HC Thurgau seinerseits ist
nach dem 1:6 in La Chaux-de-Fonds nun in den Ferien. Die Ostschweizer haben
sich jedoch wacker geschlagen, sie gehörten zu den vier letzten noch spielenden
Teams. Ein paar Facts zur Runde:
Der Hattrick: Robin Leblanc sorgt mit drei Treffern für den SCL beim 4:1-Sieg beim EHC
Olten für den wichtigen Ausärtssieg.
Geschichte schreiben: Der SC Langenthal könnte Geschichte schreiben. Bisher verlor er
sämtliche Playoff-Serien gegen Olten: 2010 mit 3:4, 2013 mit 2:4 und 2018 mit
1:4.
Sieg gestohlen: Beim Break in Olten ha der SCL den Sieg gestohlen. Bei einem Schussverhältnis
von 16:30 aus SCL-Sicht handelt es sich um einen offiziellen «Stolen Win».
Zweimal 1:0 verspielt: Sowohl Olten wie auch Thurgau gehen beide im Startdrittel in Führung –
verlieren dann aber ihre Duelle.
In Top vier: Der HC Thurgau gab vor einiger Zeit bekannt, sich in die Top 4
vorarbeiten zu wollen. Dies ist mit der Halbfinal-Qualifikation nun erstmals
gelungen, auch wenn diese nun Endstation bedeutete.
Mieville sorgt für Wende: Alain Mieville liefert die beiden ersten Tore für den HC La
Chaux-de-Fonds und leitet damit die Wende ein, die ins Finale führt.
Kein Wiederspruch: Der SC
Langenthal liefert drei Doppelschläge und erzielt dabei vier (nicht sechs)
Tore. Neben zwei Doppelpackungen glänzt SCL-Keeper Philip Wüthrich mit einem
Torhüter-Doppelschlag, nämlich zwei Big-Saves in Folge. Thurgau seinerseits
liegt nun gegen La Chaux-de-Fonds in der Serie 1:3 zurück. Ein paar Facts zur
Runde:
Der Doppelschlag: Innerhalb von 35 Sekunden treffen Robin Leblanc und Pascal Pelletier für den SC Langenthal. Der EHC Olten ist gleich zum Start geschockt.
Der Dreifachschlag: Nach nur 12:07 Minuten liegt der HC La Chaux-de-Fonds beim HC Thurgau mit drei Toren vorne: Philip Ahlström, Adam Hasani und Alain Mieville sorgen für einen frühen, stattlichen Vorsprung.
Der Doppel-Save: In der 35. Minute stehen einmal Cason Hohmann und einmal Diego Schwarzenbach alleine vor Philip Wüthrich. Beide Male bleibt der junge SCL-Keeper Sieger. Für den EHC Olten ebenfalls ein Doppel«schlag».
Der erneute Doppelschlag: Genau in dem Moment wo Olten gegen Langenthal stärker wird, liefert der SCL wieder einen Doppelschlag. Diesmal treffen Simon Sterchi und Brent Kelly innerhalb von 55 Sekunden.
Chancenplus für Heimteams: Der SC Langenthal (42:31 Schüsse) wie aucDaniel Carbis, Dominic Hobi, Philip Ahlström, Philip Wüthrich, Robin Leblanc, Pascal Pelletier, Philip Ahlström, Adam Hasani, Alain Mievilleh der HC Thurgau (34:26 Schüsse) zeigen je ein Chancenplus – mit ganz unterschiedlichen Resultaten: 4:1 und 1:5.
HCC mit drei SCL-Toren: Für den HC Thurgau treffen mit Daniel Carbis, Dominic Hobi und Philip Ahlström gleich drei ehemalige Langenthaler.
Dreimal trifft Lukas Haas für den
EHC Olten. Damit entscheidet der langjährige SCL-Tigers-Stürmer den Match
zugunsten des EHCO. Ausgerechnet er. Lukas Haas ist der einzige Profi im
Schweizer Eishockey, der ursprünglich Bauer gelernt hat.
Und im Laufe des Spiels sangen
die Olten-Fans mehrfach: «Es Bure-Büebli mani nid …» Dieser Gesang wird vom
Anhang des Teams aus der Dreitannenstadt gern gesungen, wenn der SCL zu Gast
ist. Ein paar Facts zur Runde:
Bauer trifft: Ausgerechnet kurz nach den «Es Bure-Büebli mani nid …» Gesängen der
Oltner trifft der einzige Bauer im Schweizer-Proif-Hockey zum 4:2 und erzielt
damit das Game-Winning-Goal.
Mit 3 gegen 5 zum 3:5: Mit fünf gegen fünf Spieler ist der SC Langenthal das bessere Team. Also
stellt sich Olten etwas cleverer an und spielt mehrfach mit fünf gegen drei
Spieler. Der EHCO schiesst dabei vier Tore im Power-Play, davon drei in
doppelter Überzahl.
Sieg gestohlen: 36:20 Schüsse aus SCL-Sicht. Somit ist der Sieg des EHCO ganz offiziell
gestohlen («Stolen Win»).
14:7-Siege: Der EHC Olten und der SC Langenthal bestritten bislang 21 Playoff
Spiele. Die Bilanz: 14:7-Siege für Olten. Und in den Serien: Einmal 4:3, einmal
4:2, einmal 4:1 und nun ein 2:1 Vorsprung – doch der SCL kann noch immer
erstmals eine Serie gegen den EHCO gewinnen.
Thurgau wieder nahe dran: Im zweiten Auswärtsspiel hätte der HC Thurgau fast das Break geschafft.
Der HC La Chaux-de-Fonds konnte den Heimsieg erneut erst in der Over-Time
realisieren.
HCT führt eigentlich: Werden die Resultate nicht nach Siegen sondern nach Punkten bewertet,
liegt der HCT mit 5:4 Punkten in der Serie vorne.
5 von 6 Spielen mit 1 Tor Unterschied: Nach drei Halbfinal-Runden endeten fünf der sechs Spiele in den beiden
Serien mit einem Tor Differenz – erst ein Spiel (3. Runde, 5:3 zwischen Olten
und Langenthal) endete mit zwei Toren Unterschied; der Treffer viel drei
Sekunden von Schluss.
EHC Olten beim Einmarsch ins Stadion Kleinholz (Bild: zweiteliga.org).
Spannung in der Swiss League: Der SC Langenthal
und der HC Thurgau gleichen ihre Serie aus. Beide Mannschaften gewinnen ihre
Duelle mit einem Tor Unterschied. Die Facts der Playoff-Halbfinal-Runde:
Entscheid in
der 77. Minute: Erst in der
77. Minute fällt der Entscheid für den SC Langenthal, welcher die Serie gegen
den EHC Olten somit 1:1 ausgleicht. Der SCL führte zweimal, Olten einmal –
stets fiel jeweils bald darauf der Ausgleichstreffer.
Kelly trifft:
In
den Playoffs 2018 traf SCL-Stürmer Brent Kelly in fünf Spielen nicht gegen Olten
(3 Assists). In den aktuellen Halb-Finals nun traf er im zweiten Spiel erstmals
wieder – mit einem herrlichen Schuss ins rechte, hohe Eck.
Mit
dem Rücken geblockt: Beim Stande von 1:1
wirft sich SCL-Topskorer Nico Dünner in einen Schuss. Der Puck prallt an seinen
Rücken. Unter Szenenapplaus wird er auf der Spielerbank kurz gepflegt und kann
dann weiterspielen.
Strafenflut:
Nachdem
Kelly kurz Ende des Mitteldrittels Kopfs voran in die Bande gecheckt wurde,
entluden sich die Emotionen in einer Massen-Keilerei (Sieben
Zwei-Minuten-Strafen sowie zwei Zehn-Minuten-Strafen).
Zweistärkste
Abwehr der Liga: In der Qualifikation zeigte der HC Thurgau die
zweitstärkste Abwehr der Liga. Diese hat wieder zugeschlagen: Die Ostschweizer
siegen 1:0 gegen den HC La Chaux-de-Fonds.
Wydo
entscheidet: Das 1:0 bei 20:20 Minuten durch Cody Wydo bedeutet
gleichzeitig den Entscheid für die Ostschweizer, welche damit die Serie
ausgleichen. Der HCT hatte 30:27 Schüsse auf das Tor gefeuert.
4 Spiele,
4mal ein Tor Differenz: Von den zusammengerechnet vier Spielen der
beiden Halbfinal-Serien endeten alle mit nur einem Tor Differenz.
Der SC Langenthal im Fight gegen den EHC Olten (Bild: zweiteliga.org).
Diego
Schwarzenbach und Bryce Gervais bringen den EHC Olten bis zur 14. Minute gegen
den SC Langenthal mit 2:0 in Führung. Das Berner Team kommt zwar in der 47.
Minute durch Nico Dünner noch zum Anschluss, mehr aber nicht. Somit liegt der
EHC Olten in der Serie bereits mit 1:0 vorne.
Somit
geht die Playoff-Negativ-Serie des SCL gegen den EHCO weiter. Denn ab inklusive
dem 2:0-Erfolg des Teams aus der Dreitannenstadt im siebten Spiel im
Viertelfinale anno 2010 standen sich die beiden Derby-Gegner 13mal in einer
Playoff-Partie gegenüber. 10mal ging Olten nun als Sieger vom Eis. Und die
Playoff-Gesamtbilanz lautet inklusive der nun laufenden Serie: 13:6 Siege für
Olten. 2010: 4:3 Siege. 2013: 4:2 Siege. 2018: 4:1 Siege. Und 2019: 1:0 Siege.
Langenthal
kann noch Geschichte schreiben und sich erstmals in einer Playoff-Serie gegen
den Erz-Rivalen durchsetzen, dazu aber muss mindestens ein Sieg in Olten
realisiert werden.
Thurgau weiterhin keck
Eng wurde es für den Qualifikationssieger HC La Chaux-de-Fonds: Zweimal führt der HC Thurgau nach Treffern von Lars Frei und Michael Loosli. Erst in der 56. Minute gelingt den Romands der Ausgleich durch Samuel Grezet. In der Verlängerung trifft schliesslich Timothy Coffman in der 68. Minute zum 4:3-Erfolg für die Westschweizer.
Das Stadion Kleinholz des EHC Olten (Bild: zweiteliga.org).
Kommt
es nun zum Derby-Overkill? Innerhalb von 555 Tagen, also dem 13. September 2017
bis am 22. März 2019 stehen sich der EHC Olten und der SC Langenthal zwischen
mindestens 25 bis 28mal gegenüber. Auf die Meisterschaft gerechnet stehen sich –
vor allem wenn es über sieben Spiele geht – die beiden Clubs seit Beginn der
vergangenen Saison ungefähr an jedem vierten Spieltag gegenüber; sicherlich
nicht zu wenig … das durchschnittliche Derby in der Qualifikation hat ein klein
wenig an seinem einstigen Glanz und Reiz eingebüsst.
13mal
traten die beiden Teams in der vergangenen Saison gegeneinander an. Fünfmal in
den Playoffs (4:1 Siege für Olten). Siebenmal in der Qualifikation (5:2 Siege
für Langenthal). Und einmal im Cup, in welchem Olten den SCL aus dem Sechzehntel-Final
warf.
In
der laufenden Saison standen sich die beiden Teams bereits achtmal gegenüber (5:3
Siege für Olten).
Nun
folgen zwischen vier bis sieben weitere Begegnungen. Die bisherigen drei
Playoff-Serien gewann stets Olten. 2010 mit 4:3 Siegen, 2013 mit 4:2 Siegen und
2018 mit 4:1 Siegen – was eine Gesamtbilanz von 12:6 Erfolgen für Olten ergibt.
Duell auf Augenhöhe
Dennoch
ist Langenthal bei weitem nicht chancenlos. In der Abwehr zeigten sich die
beiden Teams in der Qualifikation ungefähr gleichauf: Der SCL kassierte 113 Gegentore
und Olten 118. In der Offensive allerdings erzielte Olten dreissig Tore mehr (183
gegenüber 153). Die beiden Mannschaften verfügen über die beiden besten
Playoff-Torhüter der Liga; Philip Wüthrich blickt auf eine Fangquote von 96,7
Prozent, Simon Rytz auf 94,62 Prozent. Die Gegner waren von der Tabelle her
ungefähr gleichauf gewesen.
In der Top-20 der Skorerliste taucht – bezogen auf die beiden Mannschaften – zunächst Oltens Cason Hohmann auf (obschon dieser gegenüber dem SCL ein Spiel weniger bestritt), mit acht Punkten, gefolgt von den beiden SCL-Stürmern Brent Kelly und Pascal Pelletier (Rang 8 und 9, je sechs Punkte), sowie Silvan Wyss (Olten, Rang 14, fünf Punkte), Nico Dünner (SCL, Rang 15, fünf Punkte), den beiden EHCO-Spielern Bryce Gervais und Lukas Haas (Rang 16 und 17, je vier Punkte) sowie Vincenzo Küng (SCL, Rang 19, vier Punkte). Sprich je vier Spieler, wobei die Oltner im Schnitt einen Tick besser platziert sind und zudem ein Spiel weniger bestritten haben. Dieses Duell findet auf Augenhöhe statt und dürfte für höchste Spannung sorgen.
Die Formkurve spricht für Langenthal: Das Team gewann 15 der letzten 17 Spiele – seit dem Moment, in welchem Pascal Pelletier zum Team gestossen ist.
Thurgau isch de Hit
Wer
beim HC Thurgau zu Gast ist, bringt den Fan-Song, der jeweils zu Beginn
eingespielt wird, kaum mehr aus den Ohren: «Thurgau isch de Hit, drum mached
alli mit …» Zudem erfreut in der Halle zur Pause das legendäre «Gipfeli-Schüsse».
Dieses steht nun mindestens zwei weitere Male auf dem Programm.
Erstmals
seit 21 Jahren steht der HC Thurgau wieder im Halbfinale der Swiss-League. Das Team
mit der zweitbesten Abwehr der Liga kegelte jenes mit der besten (den HC Ajoie)
aus dem Playoff-Rennen; dass das Spiel mit 2:1-Toren endete, passt somit
vorzüglich. Bei Verteidigern wie Simon Seiler, Patrick Parati und Franco
Collenberg und den anderen starken Abwehrspielern waren die beiden Ausländer Philip-Michael
Devos und Jonathan Hazen – von denen bei den Jurassiern mehr oder weniger alles
abhängt – mit zunehmender Dauer der Serie immer besser aufgehoben.
Es
ist gut möglich, dass die Ostschweizer nun ein zweites Mal eine Mannschaft aus
der Romandie in eine packende und enge Serie verstricken.
Nach
Toren setzte sich der HCT im Viertelfinale mit 19:16 durch, wobei einzig im
ersten Duell 5:3 Treffer eingesteckt wurden (anschliessend noch zweimal 3,
einmal 2 und dreimal 1 Gegentor). Tritt die Abwehr gleich sicher auf, wird es
für den HCC zu einer zermürbenden Geduldprobe, durch die dem Team von Trainer
Stefan Mair womöglich ein weiterer Coup gelingt.
Daniel Gerber
Der EHC Olten beim Einlauf ins Stadion (Bild: zweiteliga.org).