Die Lakers lieferten einen der höchsten Siege der Saison, beim 9:1-Triumph über Hockey Thurgau führte die Mannschaft nach 40 Minuten bereits mit 8:0. Das «Stängeli» war zum Greifen nahe. Gleich sechs verschiedene Spieler reihten sich in die Torschützenliste ein.
La Chaux-de-Fonds siegt zum zehnten Mal in Serie und beschert dem SC Langenthal die einzige Heimniederlage des Spieltags – und gleichzeitig die zweite Pleite auf eigenem Eis in Serie.
Dank dem Sieg über den EHC Winterthur, der nun zum 14. Mal in Folge verlor, bleibt Red Ice nahe am Mittelfeld dran, während das zweite Walliser-Team, der EHC Visp, sich dem weiterhin überraschenden HC Ajoie beugen musste. Zu den Baumeistern des Sieges der Jurassier gehörte Marco Pedretti.
Dank dem 3:0-Erfolg bleibt der EHC Olten nur einen Punkt hinter Leader Langenthal. Am Sonntag, im Heimderby gegen die Oberaargauer, könnten die Solothurner aus eigener Kraft den Leaderthron übernehmen.
Und so sieht das Team der Runde aus:
Shayne Wiebe (Olten)
Steve Mason (Lakers)
Marco Pedretti (Ajoie)
Cyrill Geyer (Lakers)
Mikhail Flyagin (Red Ice)
Remo Giovannini (HCC)
Am Freitag folgt nun ein weiteres Spitzenspiel, diesmal stehen die Rapperswil Jona Lakers auswärts dem HC La Chaux-de-Fonds gegenüber.
Reto Kobach legte mit seinem Power-Play-Tor zum 1:0 in Martigny den Grundstein zum Sieg und beim 3:0 hatte der rechte Verteidiger seinen Stock ebenfalls im Spiel. Das Team aus dem Kanton Solothurn bleibt damit weiterhin ganz vorne mit dabei.
Gleich an allen drei Toren gegen die GCK Lions war Dominic Forget beteiligt, sein HC La Chaux-de-Fonds mischt ebenfalls in der Spitzengruppe mit, während die Zürcher sich im Aufwind befinden, die Lions punkteten in sechs der letzten zehn Spiele.
Ebenfalls in der Spitzengruppe dabei bleiben die Rapperswil-Jona Lakers, die im Penaltyschiessen gegen die erstarkten Walliser des EHC Visp siegten. Für den Sieg verantwortlich war neben einem starken Goalie Michael Tobler – der vier Penaltys hielt – ein anderer Walliser: Raphael Kuonen. Er war an der 1:0-Führung beteiligt und traf gleich mit dem ersten Penalty, welches schliesslich mit 2:0 verwerteten Penaltys endete. Im Spiel zwischen den beiden Überraschungsteams Hockey Thurgau und HC Ajoie setzten sich die Jurassier durch, unter anderem dank den Zählern von Stanislav Horansky.
Bereits die 13. Niederlage in Serie kassierte der EHC Winterthur, Leader Langenthal lag bis in die 49. Minute zurück, ehe Stefan Tschannen und Josh Primeau das Spiel noch wendeten.
Stanislav Horansky (Ajoie)
Dominic Forget (HCC)
Raphael Kuonen (Lakers)
Fernando Heynen (Visp)
Reto Kobach (Olten)
Michael Tobler (Lakers)
Gespannt sein, darf man auf das morgige Spitzenspiel zwischen dem SC Langenthal und dem HC La Chaux-de-Fonds, der SCL tat sich über das Wochenende gegen die beiden Teams die unter dem Strich liegen schwer (3:5 Tore und 3:3 Punkte), während der HCC zuletzt Sieg an Sieg reihte.
Der HC La Chaux-de-Fonds ist weiter im Vorwärtsdrang. Gleich mit 5:0 wird der EHC Winterthur abgefertigt, der nach dem Sieg der GCK Lions über den SC Langenthal neues Schlusslicht ist. Mit zwei Toren und einem Assist gehört Robin Leblanc zu den überragenden Spielern des Teams aus dem Neuenburger Jura.
Ebenfalls eine überragende Partie zeigte Marco Truttmann, der an allen vier Toren der Oltner im Spitzenspiel gegen die Rapperswil Jona Lakers an allen Toren beteiligt war – prinzipiell liegt er auf der Position des rechten Flügels gleichauf, die Wahl war sehr schwer.
Der SC Langenthal verlor erstmals wieder nach sechs Siegen in Serie. Die GCK Lions sind zuletzt erstarkt: Das Farmteam des ZSC konnte zuletzt fünf der letzten neun Spiele für sich entscheiden.
Kräftig abgeräumt beim EHC Visp hat unter anderem Tomas Dolana, dank dem 6:4 gegen den HC Thurgau sind die Walliser, die erstmals unter Gil Montandon an der Bande antraten, gemeinsam mit dem SCL das Team, das bislang am meisten Tore produziert hat.
Tomas Dolana (Visp)
Alain Brunold (Visp)
Robin Leblanc (HCC)
Jordane Hauert (Ajoie)
Patrick Zubler (HCC)
Matthias Mischler (Olten)
Die Frage ist, wie der SC Langenthal morgen Sonntag auf die Niederlage gegen die Lions reagieren. Erneut steht das Berner Team als Leader einem Zürcher-Club gegenüber, der unter dem Strich liegt.
Seit der Saison 2014/15 spielt Dario Kummer in der Romandie beim Überraschungsteam HC Ajoie. Nun unterzeichnet der talentierte, 21-Jährige Stürmer bei Langenthal einen Zweijahresvertrag. Sportchef Noël Guyaz in einer Pressemitteilung des Clubs:«Kummer war seit längerem ein Thema, wir sind überzeugt, dass er mit seinen spielerischen Fähigkeiten gut in unser Team passt.»
Auf die nächste Saison hin kehrt er somit zu seinen Wurzeln zurück. Beim SCL durchlief er sämtliche Nachwuchsstufen ehe er 2011 zu den Elite-A-Junioren des SC Bern wechselte wo er 2014 den Titel feierte.
In der NLB trug Kummer in 65 Spielen 11 Tore und 17 Assists zum Gelingen der Auftritte seines Teams bei.
Noël Guyaz: «Ich bin selber Langenthaler, da freut es mich natürlich besonders, ein SCL-Eigengewächs zum Club zurück zu holen.»
Dario Kummer, Stürmer beim HC Ajoie, wechselt zum SC Langenthal (Bild: zweiteliga.org).
Was die ZSC Lions können, können wir auch, scheint man sich beim EV Zug zu sagen: Laut einem Beitrag auf der eigenen Webseite reichte der EVZ beim schweizerischen Hockeyverband einen Antrag für die Spielberechtigung eines Farmteams ein.
CEO Patrick Lengwiler will das Farmteam schon in der Saison 2016/2017 in der NLB sehen. Er begründet, dass der Sprung von den Elite-Junioren in die NLA einfach zu gross sei und sinnvolle Partnerschaften in der Nähe gebe es nicht. «Mit einer EVZ-Mannschaft in der National League B möchten wir junge Spieler mit Perspektiven schrittweise an die Spitze heranführen, ohne sie zu überfordern», lässt er sich auf der Club-eigenen Webseite zitieren. Ein Farmteam würde somit eine Lücke schliessen.
Schon jetzt sei die Finanzierung bis 2020 sichergestellt. Gerechnet werde mit einem Aufwand von 1,3 Millionen Franken pro Jahr. In dieser Zeit solle die Mannschaft etabliert werden, anschliessend werde entschieden, wie es weitergehe. Bis Ende Januar 2016 fälle der Hockeyverband den Entscheid.
Blick in die Zuger Bossard-Arena, ein Teil der EVZ-Farmteam-Heimspiele würden hier ausgetragen (Bild: Wikipedia/_Fcbasel1989).
Wie «zweiteliga.org» angedeutet hatte, war Kim Collins jener Coach, der am stärksten gefährdet ist. Nach der 0:5-Auswärtspleite beim HC La Chaux-de-Fonds wurde ihm nun die Verantwortung für die erste Mannschaft entzogen. Die Clubführung sehe sich zu diesem Schritt gezwungen, schreibt der Club in einer Pressemitteilung: «Aus den letzten sieben Meisterschaftsspielen resultierten lediglich noch vier Punkte.»
Zuletzt habe die Mannschaft vermehrt unter den Erwartungen gespielt. Interimistisch führt nun Gil Montandon das NLB-Team des EHC Visp. Das Schweizer Hockey kennt er bestens: Mit 1069 Spielen sei er Rekordspieler in der NLA. Sein Assistent ist Elite-Junioren-Coach Roger Misteli.
Kim Collins hatte Visp anno 2014 zum Meistertitel gegen die SCL Tigers geführt, 2015 schied die Mannschaft jedoch mit 0:4-Siegen im Viertelfinale gegen Olten aus.
Wieder schiesst Verteidiger Philippe Seydoux den SC Langenthal zum Sieg – diesmal im Spitzenkampf gegen die Rapperswil-Jona Lakers. Zuvor hatte Rappi in der Qualifikation zehnmal in Serie gewonnen, einzig im Cup gegen Lausanne musste sich das Team geschlagen geben.
Neben dem Spitzenkampf stand zudem das Kellerduell auf dem Programm. Das (Noch?)-Schlusslicht GCK Lions setzte sich in dieser Begegnung gleich mit 6:3-Toren durch, für die Lions trafen fünf verschiedene Spieler. Mit dem gleichen Resultat siegte der EHC Olten beim Überraschungsteam HC Ajoie.
Deutlich setzte sich der HC La Chaux-de-Fonds daheim gegen den EHC Visp durch. Dank dem Auswärtssieg beim HC Thurgau bleibt Red Ice Martigny auf Tuchfühlung mit Rang fünf, der Abstand von fünf Punkten ist – dank den Niederlagen Ajoies und Thurgaus – überschaubar geblieben.
Jérôme Bachofner (GCK)
Dominic Forget (HCC)
Thomas Furrer (Winterthur)
Philippe Seydoux (SCL)
Fabian Ganz (Olten)
Ludovic Waeber (Red Ice)
Nun ist knapp die Hälfte der Qualifikation ausgetragen, der Graben zwischen Rang 4 und 5 beträgt in der noch vor kurzem engen Liga nun zehn Punkte – und jener von Rang 9 auf die Playoff-Plätze ist auf elf Zähler angewachsen.
Erneut gewinnen die beiden Spitzenteams Rapperswil-Jona Lakers und SC Langenthal, während der EHC Olten durch den HC La Chaux-de-Fonds überholt wird. Die St. Galler mussten im Zürichsee-Derby gegen die GCK Lions harte Hockey-Arbeit verrichten. Zweimal gelang es der Mannschaft von Trainer Jeff Tomlinson zwar einen Zwei-Tore-Vorsprung zu erringen, doch den Zürchern gelang zweimal der Anschluss, der letzte jedoch erst 38 Sekunden vor Schluss. Mit zwei Toren trug Antonio Rizzello wesentlich zum Sieg der Lakers bei.
Beim 6:3-Kracher des EHC Visp über den EHC Winterthur zündete Corey Locke den 2×2: Er lieferte zunächst zwei Assists und als sein Team bei einer 4:3-Führung kurz vor Schluss plötzlich in Unterzahl antreten musste, erzielte er zunächst einen Short-Hander und anschliessend stellte er den 6:3-Schlussstand her.
Der SC Langenthal gewann 16 der letzten 17 Heimspiele gegen den HC Ajoie. Das entspricht einem Punkteverhältnis von 46:5, nur in dieser Saison musste der SCL einmal 0:2 daheim gegen Ajoie den Kürzeren ziehen und in den letzten Jahren setzten sich die Oberaargauer zweimal in der Overtime respektive nach Penaltys durch. Nach dem 2:2-Ausgleich durch die Romands lieferte Verteidiger Hans Pienitz zwei Vorlagen zu Siegestreffern.
Antonio Rizzello (Lakers)
Corey Locke (Visp)
Aulin Jared (Lakers)
Fabian Ganz (Olten)
Hans Pienitz (SCL)
Remo Giovannini (HCC)
Erstmals in dieser Saison sind nun zwei Gräben in der Liga auszumachen: Die Ränge 1 bis 4 distanzieren sich mittlerweile um sieben Punkte gegenüber den Rängen 5 bis 8. Diese wiederum liegen acht Punkte vor den Plätzen 9 und 10.
Hier kommt Corey Locke in der Schweiz an (Bild: EHC Visp).
In 17 Spielen konnte Langenthal nur zweimal in Visp gewinnen. Doch diesmal setzte sich das Berner Team gleich mit 5:2-Treffern durch. Zu den überragenden Spielern beim SCL gehörte Philippe Seydoux, der die Tore zum Ausgleich und zur Führung vorbereitete und dann das 3:1 gleich selbst erzielte.
Kurz vor Schluss sorgte in Olten ein Verteidger dafür, dass es noch einmal eng wurde: Remo Meister lieferte die Vorlage zum 1:2-Anschluss. Mehr als zwei Minuten vor Schluss wurde dann Keeper Matthias Mischler aus dem Spiel genommen um mit sechs Feldspielern nach dem Ausgleich zu streben, der jedoch nicht mehr fallen sollte.
Zweimal musste sich Dominic Nyffeler im Power-Play bezwingen lassen, davor hatte er lange Zeit eine knappe Führung mitverwaltet.
Marco Pedretti (Ajoie)
Evan McGrath (Thurgau)
Jonathan Hazen (Ajoie)
Philippe Seydoux (SCL)
Remo Meister (Olten)
Dominic Nyffeler (Thurgau)
Das Spiel zwischen den Rapperswil-Jona Lakers und Red Ice Martigny wird aufgrund der Cup-Teilnahme der St. Galler erst im Dezember ausgetragen, somit ist es nicht in die Wertung eingeflossen.
Bald sind in der NLB 100 Spiele ausgetragen, entsprechend wurden nicht nur 100 Siege sondern auch 100 Niederlagen eingefahren. Dennoch wurde in der laufenden Spielzeit noch kein Trainer entlassen – warum diese Harmonie, wenn sich das Trainerkarussell normalerweise zur Nationalmannschaftspause eingangs November mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit stets zu drehen beginnt. Aus verschiedenen Gründen scheinen derzeit alle CEOs und Sportkommissionen in der Liga zufrieden.
Rapperswil Jona Lakers: Kein Absteiger trat in den letzten Jahren in der neuen Liga von Beginn weg stark auf, Basel, Lausanne und die SCL Tigers tauchten zunächst alle. Coach Jeff Tomlinson wird die malerische, st. gallische Seedamm-Idylle wohl noch lange geniessen dürfen.
SC Langenthal: Der SC Langenthal prägt die NLB-Tabellenspitze mit, eher wird die Eishalle Schoren in Jason-O’Leary-Arena umgetauft, als dass Trainer Jason O’Leary in die Wüste geschickt würde.
EHC Olten: Der Finalist der letzten Saison steht heuer regelmässig auf dem Leader-Thron. Entsprechend wenig gibt es an Trainer Heikki Leime auszusetzen.
La Chaux-de-Fonds: Der Start in die Saison mochte vergleichsweise verhalten gewesen sein, doch nun liegen die Neuenburger unter den ersten vier. Alex Reinhard dürfte keinen Grund zum Zittern haben.
HC Ajoie: Der HC Ajoie ist die Überraschungsmannschaft schlechthin und rangierte zwischenzeitlich in der Top 3. Eher wird Trainer die Gary Sheehan zum Jurassier des Jahres gewählt, als dass er entlassen würde.
Hockey Thurgau: Der HCT liegt im Mittelfeld, in der Ostschweiz ist das irgendwie Weltrekord. Zudem würde wohl zuerst die Eishalle Güttingersreuti geschlossen, bevor Trainer Christian Weber entlassen würde.
EHC Visp: Das Team wurde zum Saisonstart deutlich verjüngt und findet sich nun auf eigenem Eis zusehends besser. Vier Heimniederlagen in Folge folgten zuletzt vier Siege in sechs Heimspielen. Deshalb sollte es auch für ihn nicht eng werden, obschon er womöglich derzeit jener Coach ist, der in der Liga am stärksten gefährdet ist.
Red Ice: Das Budget von Red Ice Martigny gehört zu den kleineren in der Liga, aufgrund der Ausgeglichenheit der Liga sind die Walliser aber mit dem Mittelfeld in Tuchfühlung. Für Trainer Albert Malgin besteht somit kein Grund zur Panik.
EHC Winterthur: Der Aufsteiger tritt ohne Ausländer in der ersten Saison an. Ziel ist, kein Minus einzufahren und regelmässig zu Punkten. Dass die Mannschaft nicht auf dem letzten Platz liegt, führt eher dazu, dass in Winterthur eine Strasse nach Markus Studer benannt wird, als dass er entlassen wird.
GCK Lions: Sinn und Selbstzweck des Farmteams der ZSC Lions ist der Einsatz junger Talente. Der Tabellenplatz spielt eine derart untergeordnete Rolle, dass jeder Bundesangestellter verglichen mit dem Coach – seit längerem Matti Alatalo – auf einem Schleudersitz sitzt.
Albert Malgin, Trainer von Red Ice Martigny (Bild: Wikipedia/SBo).