Darum ist die Formel E spannender als die Formel 1 – Elf Rennen acht zu drei Sieger

Was die Sieger anbelangt, zeigt sich die Formel E wesentlich abwechslungsreicher als die Formel 1. Der letzte Formel E-Pilot, der zweimal (respektive in diesem Fall dreimal) hintereinander siegte, war António Félix da Costa:

  • António Félix da Costa siegte letztes Mal mindestens zweimal hintereinander: António Félix da Costa gewann im Februar 2020 bei E-Prix in Marrakesch und anschliessend bei den beiden Rennen beim E-Prix in Berlin. Seither folgte elfmal hintereinander nicht der gleiche Sieger, acht verschiedene Fahrer konnten sich seither durchsetzen.
  • Acht Sieger in der Formel E, drei Sieger in der Formel 1: Betrachtet man die letzten elf Rennen, seit in der Formel E kein Fahrer zweimal hintereinander siegte, gewannen acht verschiedene Piloten mindestens ein Formel E- Rennen: Maximilian Günther, Jean-Éric Vergne (2mal), Oliver Rowland, Stoffel Vandoorne (2mal), Nyck de Vries (2mal), Sam Bird, Jake Dennis und zuletzt beim E-Prix in Monaco António Félix da Costa. Anders sieht es in der Formel 1 aus, in den letzten elf Rennen siegte achtmal Lewis Hamilton, zweimal Max Verstappen und einmal Sergio Pérez.
  • Titelrennen offener: Entsprechend offener ist die jeweilige Weltmeisterschaft. In der Formel 1 siegte Lewis Hamilton mit 347 Punkten vor Valtteri Bottas (223 Punkte) und Max Verstappen (214 Punkte). Aktuell führt Lewis Hamilton mit 94 Punkten vor Max Verstappen (80) und Valtteri Bottas (47). Wesentlich offener ist da die Formel E mit Robin Frjins (62 Punkte) vor Nyck de Vries (57) und Mitchell Evans (54). Zwar war im vergangenen Jahr António Félix da Costa weit vorne weg (158 Punkte), dahinter aber lagen gleich fünf Fahrer innerhalb von fünf Punkten.
Warum die Formel E spannender ist als die Formel 1 (Grafik: zweiteliga.org).

Punktekurve zeigt: Holstein Kiel und VfL Bochum räumen ab, Hamburger SV der grosse Verlierer

Diese Grafik zeigt, wie Holstein Kiel, der VfL Bochum und Greuther Fürth ganz gross abgeräumt haben und wie der Hamburger SV komplett abgesackt ist. Denn nach 22 Runden hatte diese vier Teams alle je 42 Zähler und beste Chancen auf die ersten Ränge. Doch ausgerechnet Liga-Krösus HSV bleibt völlig auf der Strecke – und vermutlich eine weitere Saison in der 2. Bundesliga.

  • Gleichstand nach 22 Runden: Bis zu diesem Zeitpunkt war der Hamburger SV nicht weniger als 16 Spieltage auf Rang 1 der Tabelle zu finden. Nach dem 22. Spieltag lag der HSV mit 42 Punkten zusammen mit Holstein Kiel, dem VfL Bochum sowie mit Greuther Fürth gemeinsam an der Spitze.
  • Holstein Kiel und VfL Bochum ziehen davon: Jetzt, zehn Runden später, zeigt sich: Holstein Kiel (59 Punkte) und der VfL Bochum (63 Punkte) sind weggezogen – Holstein Kiel hat noch ein Spiel weniger ausgetragen und könnte sich den Top-3-Rang bereits vor den beiden letzten Runden im Nachtragsspiel gegen den SSV Jahn Regensburg sichern.
  • Greuther Fürth hängt HSV ab: Weil sich auch Greuther Fürth zwei Runden vor Schluss in eine starke Ausgangslage gebracht hat, ist der Hamburger SV in grösster Gefahr, eine weitere Saison in der 2. Bundesliga zu verbleiben.
  • Das Schlussprogramm: Der VfL Bochum tritt noch beim 1. FC Nürnberg an und empfängt noch den SV Sandhausen. Holstein Kiel empfängt noch Jahn Regensburg und reist noch zum Karlsruher SC und trifft in der letzten Runde auf den SV Darmstadt. Greuther Fürth spielt noch beim SC Paderborn und spielt zuletzt noch gegen Fortuna Düsseldorf. Der Hamburger SV tritt noch gegen den VfL Osnabrück an sowie gegen Eintracht Braunschweig.
  • SV Darmstadt ist das Team der Stunde: Der SV Darmstadt ist das Team der Stunde – in den letzten fünf Spielen holte die Mannschaft nicht weniger als 13 Punkte. Damit liegt der SV Darmstadt an erster Stelle, vor dem SC Paderborn (11 Punkte) sowie Holstein Kiel und Fortuna Düsseldorf mit je 10 Zählern.
  • Die besten Torschützen: 1. Simon Terrode (23 Tore / Hamburger SV). 1. Serdar Dursun (21 Tore / SV Darmstadt). 3. Dennis Srbeny (16 Tore / SC Paderborn). 4. Simon Zoller (15 Tore / VfL Bochum). 5. Marvin Ducksch (14 Tore / Hannover 96) und Branimir Hrgota (14 Tore).
  • Die Tabellenspitze: 1. (VfL Bochum (32 Spiele /63 Punkte). 2. Holstein Kiel (31 Spiele/59 Punkte). 3. Greuther Fürth (32/58). 4. Hamburger SV (32/55). 5. Fortuna Düsseldorf (32/53). 6. 1. FC Heidenheim (32/51).
  • Der wahre Meister: Der wahre Meister der 2. Bundesliga bleibt der SV Darmstadt 98.
Wie der Hamburger SV seine gute Ausgangslage gegenüber dem VfL Bochum, Holstein Kiel und Greuther Fürth verspielte (Grafik: zweiteliga.org).

Grafik zeigt: FC Thun und FC Schaffhausen können GC auf Schlussgerade abfangen

Rekordmeister GC ist auf dem Weg in die Super League ins Stocken gekommen: Der FC Thun und auch der Drittklassierte FC Schaffhausen könnten die Grasshopper noch abfangen, wie unsere Grafik zeigt. Ein paar Facts im Round-up zur Challenge League Runde:

  • GC zieht davon – nach 22 Runden war noch alles in Ordnung: Nach 22 Runden schien bereits vieles klar: GC führte mit sechs Punkten vor dem FC Schaffhausen und mit sieben vor dem FC Thun.
  • GC verwaltet – nach 29 Runden ist der Vorsprung erhalten geblieben: Bis und mit der 29. Runde konnten die Zürcher den Vorsprung beibehalten. Die sechs Punkte Vorsprung auf den zweiten Platz blieben, inzwischen lag der FC Thun auf diesem Rang und der FC Schaffhausen lag bereits zwölf Zähler zurück.
  • GC gerät ins Stocken – plötzlich wird es wieder eng: In den letzten vier Runden holt GC nur noch vier Zähler wie die Grafik von zweiteliga.org zeigt. Der Vorsprung ist rapide geschrumpft. Und der FC Thun liegt nur noch drei Punkte zurück und der FC Schaffhausen noch deren sieben. Vor allem die Berner Oberländer könnten die Zürcher bei weiteren Fehltritten noch abfangen.
  • Das Schlussprogramm: Runde 34: GC muss auswärts beim FC Winterthur ran, der FC Schaffhausen reist zum FC Thun zum Direktduell der Verfolger – da sich der FCS und der FCT hier automatisch nicht nur Punkte «geben» sondern auch «nehmen», ist ein Rückfall von GC auf den dritten Rang rechnerisch noch möglich aber unwahrscheinlicher als ohne diese Direktbegegnung. Runde 35: GC muss zum anderen Absteiger, zu Xamax, der FC Thun empfängt den FC Aarau und der FC Schaffhausen den FC Chiasso. Runde 36: GC empfängt den SC Kriens, der FC Schaffhausen gastiert beim FC Winterthur und der FC Thun reist zum FC Wil.
  • Die besten Torschützen: 1. Rodrigo Pollero (18 Tore / FC Schaffhausen). 2. Louis Mafouta (15 Tore / Xamax).  3. Yanis Lahiouel (12 Tore / Stade Lausanne) und Ivan Prtajin (12 Tore / FC Schaffhausen). 5. Roman Buess (11 Tore / FC Winterthur).
  • Die Tabelle: 1. GC 33 Spiele/61 Punkte. 2. FC Thun 33/58. 3. FC Schaffhausen 33/54.  4. FC Aarau 33/52. 5. Stade-Lausanne 33/51. 6. FC Winterthur 33/40. 7. FC Wil 33/36. 8. SC Kriens 33/35. 9. Xamax 33/34. 10. FC Chiasso 33/32.

EV Zug – Warum der Corona-Titel mehr Wert ist als ein normaler Titel

Der EV Zug holt den zweiten Meister-Titel in einer aussergewöhnlichen Saison. Dieser Titel ist noch höher zu gewichten, als einer, der unter «normalen» Bedingungen geholt wurde. Life-Coach Guilene Gerber von «Zoe Coaching»: «Die Umstände sind besonders. Es war eine sehr, sehr schwierige Zeit, doch der EV Zug hat es durchgezogen. Sie waren nicht nur physikalisch und spielerisch die besten, sondern auch mental.» Und dies in einem wesentlich umfangreicheren Ausmass, als in einer «gewöhnlichen» Saison, da es auch sämtliche Corona-Nebenschauplätze wegzustecken galt.

Guilene Gerber: «Spielen ohne Fans und die meisten konnten ihren erweiterten Familienkreis nicht mehr sehen, die Eltern oder Grosseltern nicht mehr sehen; Leute, die sehr wichtig sind und die einem Mut und Kraft geben. Die ausländischen Spieler konnten wegen den Beschränkungen noch weniger reisen.»

Wer den Corona-Titel abwertet, ordnet diesen falsch ein. «In dieser speziellen Zeit haben sie aussergewöhnlicheres Leisten müssen als in normalen Saisons. Ich gratuliere dem Team für die Stärke, die es gezeigt hat. Sie haben einen besonderen Meilenstein erreicht. Sie zeigten, dass man auch unter schwierigen Umständen grosses erreichen kann.»

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Guilene Gerber

HC La Chaux-de-Fonds bestes Swiss-League-Team vor dem EHC Visp

In der Swiss League (früher National-Liga B werden seit der Saison 1993/94 Playoff-Viertelfinals ausgetragen. Exklusive errechnet «zweiteliga.org» jeweils die Playoff-Rangliste (Titel: 4 Punkte, Finale: 3, Halbfinale: 2, Viertelfinals: 1).

HC La Chaux-de-Fonds übernimmt Führung

Der HC La Chaux-de-Fonds übernimmt nun die Tabellenführung mit mittlerweile 40 Punkte und verdrängt damit den Lausanne HC auf den zweiten Platz. Zuvor hatten beide Teams 39 Zähler, aber die Waadtländer verfügen über den wesentlich besseren Schnitt pro Saison.

Der SC Langenthal (neu 34 Punkte) überholt den EHC Biel (33 Zähler). Weiterhin ohne Zähler bleiben von den aktuellen Swiss-League-Teams nur der EHC Winterthur sowie die Ticino Rockets.

EHC Kloten führt bei Punkteschnitt

Wird die Tabelle nach dem Punkteschnitt pro Saison geordnet, liegen die SC Rapperswil-Jona Lakers (3,5) an erster Stelle, gefolgt von den SCL Tigers (2,83), dem Lausanne HC (2,6) und dem EHC Biel (2,54).

Berücksichtig man einzig die Clubs, die aktuell in der Liga antreten liegt der EHC Kloten mit 2,0 Punkten an der Spitze, gefolgt vom SC Langenthal (1,79), dem EHC Visp (1,69), dem HC La Chaux-de-Fonds (1,6), sowie Aufsteiger HC Ajoie und dem EHC Olten (1,33).

Lausanne HC führt nicht mehr bei Total-Punkten

Die Tabelle ist nach dem Punktetotal geordnet. Der HC La Chaux-de-Fonds sammelte nun am meisten Punkte, gefolgt vom Lausanne HC und dem EHC Visp.

Daniel Gerber

RangTeamAnzahl SaisonsPlayoffs verpasstViertel-finalsHalb-finalsFinalsB-MeisterPlayoff PunkteSchnitt pro Saison
          
1HC La Chaux-de-Fonds2531147* 401,6
2Lausanne HC15 4335392,6
3EHC Visp22112432371,69
4EHC Olten2741373 361,33
5SC Langenthal19268 3341,79
6EHC Biel13 3424332,54
7HC Ajoie24688 2321,33
8GCK Lions28101133* 260,93
9HC Thurgau269135  230,89
10HC Sierre175813 191,11
11SCL Tigers6  312172,83
12EHC Chur12442 2161,33
13SC Rapperswil-Jona Lakers4   22143,5
14EHC Basel1044  2121,2
15Red Ice Martigny14563  120,85
16SC Herisau614  181,33
17Servette HC7312 181,14
18EHC Kloten3 111 62
19EVZ Academy532   20,4
20Forward Morges1 1   11
21EHC Winterthur66    00
22EHC Bülach22    00
23HC Luzern22    00
24Neuchatel Young Sprinters22    00
25Ticino Rockets55    00
          

*1996 wurde kein Final ausgetragen: GC und La Chaux-de-Fonds trugen beide eine Drei-Team-Liga-Qualifikation mit dem Letzten der NLA (Lausanne HC) aus. Der HCC schaffte den Aufstieg.

2020 wurde aufgrund der Corona-Pandemie die Meisterschaft nach dem Viertelfinale abgebrochen.

Ticino Rockets bleiben in der Swiss League

Die Ticino Rockets bleiben in der Swiss League. Lange stand die Frage im Raum, ob das Team aus Biasca ab der Saison 2022/23 noch Teil der Liga ist oder nicht – insbesondere nachdem die EVZ Academy bereits angekündigt hat, nur noch die nächste Spielzeit in der zweithöchsten Spielklasse zu verbleiben.

Organisation und der Swiss League AG ein gemeinsames Verständnis gefunden: Laut einer Presseerklärung stellen sich die Ticino Rockets vorbehaltlos zur neu ausgerichteten Swiss League. Die Tessiner stehen 2021/22 vor ihrer sechsten Saison in der zweithöchsten Spielklasse. Als reines Farmteam aber finden sich bisher kaum Zuschauer ins Stadion.

Das soll nun anders werden. Die Rockets sollen ein eigenständiges Team mit eigener Identität und Fans werden.

Clubpräsident Davide Mottis, bestätigt: «Die von unserer Organisation initiierte Transformation vom reinen Ausbildungsclub hin zu einem selbständigen, sportlich ambitionierten Club der Swiss League wird konsequent weiterverfolgt. Wir sind bestrebt, ein eigenständig agierender Swiss-League-Club mit eigener Identität und Fanbasis zu werden.»

Swiss League-Präsident Jean Brogle wird zitiert: «Der beharrliche Wille zur notwendigen Entwicklung hin zu mehr Eigenständigkeit und zu einer eigenen, neuen Identität ist deutlich spürbar. Ausserdem freut es uns, dass nun auch die Südschweiz in der neuen Swiss League AG vertreten sein wird und wir so über eine nationale Abdeckung in drei Sprachregionen verfügen.»

Blick in die PdG Biasca, dem Stadion der Ticino Rockets (Bild: zweiteliga.org).

FC Aarau zurück im Aufstiegsrennen – FC Thun könnte GC noch abfangen

Der FC Aarau ist dank einem Sieg im Spitzenkampf gegen GC noch einmal zurück im Aufstiegsrennen, durch die Niederlage der Zürcher kann der FC Thun die Grasshoppers sogar noch abfangen. Ein paar Facts im Round-up zur Challenge League Runde:

  • FC Aarau zurück im Aufstiegsrennen: In der 86. Minute sorgt Mickael Almeida mit dem 2:1-Siegtreffer für den FC Aarau im Spitzenspiel gegen Rekordmeister GC dafür, dass der Tabellendritte FCA noch einmal ein Wort um den Aufstieg mitreden kann. GC verpasste es, an der Spitze (fast) alles klar zu machen.
  • Dominik Schwizer bringt FC Thun auf Kurs: Dominik Schwizer schiesst beim 2:0-Erfolg des FC Thun das Tor zum 1:0 gegen den FC Chiasso vom Penaltypunkt aus und den zweiten Treffer bereitet er mit einem Eckball vor. Durch die Pleite von GC kann der FCT noch einmal auf den Titel-Gewinn hoffen.
  • GC, FC Aarau und FC Thun am besten in Form: Blickt man nur auf die letzten fünf Spiele, so sind GC, der FC Aarau und der FC Thun am besten in Form, mit je zehn Punkten, allerdings siegte GC in den letzten drei Spielen «nur» noch einmal. Danach folgen der FC Schaffhausen und der SC Kriens – während der FC Wil, Xamax und Stade-Lausanne mit je vier Punkten das Tabellenende bilden.
  • Rodrigo Pollero trifft doppelt für FC Schaffhausen: Rodrigo Pollero trifft in der 38. sowie in der 48. Minute und sichert dem FC Schaffhausen dadurch den 3:2-Erfolg über den FC Wil. Vergeblich ging die Mannschaft von Trainer Alex Frei zunächst mit 1:0 in Führung.
  • SC Kriens mit spätem Entscheid: In der 88. Minute formt Patrick Luan mit seinem dritten Saisontreffer aus dem sich anbahnenden 1:1-Unentschieden einen 2:1-Triumpf über Stade-Lausanne.
  • Xamax bremst FC Winterthur: In der Vorrunde gehörte der FC Winterthur zu den Teams der Stunde. Zuletzt verloren die Zürcher an Tempo, in der letzten Runde beispielsweise durch die 0:1-Niederlage gegen Xamax – Louis Mafouta sicherte den Neuenburgern den Erfolg mit seinem 14. Saisontor.
  • Die besten Torschützen: 1. Rodrigo Pollero (17 Tore / FC Schaffhausen). 2. Louis Mafouta (14 Tore / Xamax).  3. Yanis Lahiouel (12 Tore / Stade Lausanne). 4. Ivan Prtajin (11 Tore / FC Schaffhausen). 5. Filip Stojilkovic (FC Aarau/10 Tore) und Roman Buess (10 Tore / FC Aarau).
  • Die Tabelle: 1. GC 32 Spiele/61 Punkte. 2. FC Thun 32/57. 3. FC Aarau 32/52. 4. FC Schaffhausen 32/51. 5. Stade-Lausanne 32/48. 6. FC Winterthur 32/40. 7. FC Wil 32/35. 8. SC Kriens 32/34. 9. Xamax 32/33. 10. FC Chiasso 32/29.
Das Stadion Brügglifeld in Aarau (Bild: Wikipedia/Patrick Haller/CC-Lizenz).

Der HC Ajoie, der Sieger der Herzen, steigt auf – EHC Kloten vor vierter Swiss-League-Saison

Der HC Ajoie gewinnt mit 5:4-Toren in der Verlängerung gegen den EHC Kloten. Der HCA steigt in die National League auf, der EHCK bleibt mindestens eine vierte in der Swiss League (wobei in der zweiten Saison wegen Corona kein Aufstieg möglich war, dafür im Gegenzug nun in der dritten keine Liga-Quali im Weg stand). Ein paar Facts im Round-up zur Swiss League:

  • HC Ajoie, der Sieger der Herzen: Nach 1988 und 1992 steigt der HC Ajoie 2021 erneut in die National League auf, dies durch den insgesamt vierten Titel in der Swiss League. Obschon punktgleich nach der Quali mit dem EHC Kloten (die Resultate der Direktbegegnungen waren aufgrund des Pandemie-Verlaufs im Spätherbst und eingangs Jahr schwer zu deuten) wurde der EHCK zum grossen Aufstiegsfavorit erkoren und durch zwei Störmanöver wurde versucht, Unruhe ins Team des scheinbaren Aufsteigers zu bringen (Wirbel um Philip-Michael Devos und Jonathan Hazen sowie vor dem entscheidenden Spiel die Gerüchte, dass Ajoie gar nicht aufsteigen wolle). Der HCA wiedersetzte sich allen Widrigkeiten und steigt nun als Sieger der Herzen auf.
  • Das Spiel: Schon in der 2. Minute geht der EHC Kloten durch Nicholas Steiner in Führung. Thibault Frossard und Philip-Michael Devos sorgen für die Wende im Startdrittel, doch im mittleren Abschnitt ziehen die Zürcher auf eine 4:2-Führung davon. Doch noch vor der zweiten Sirene sorgen erneut Philip-Michael Devos und Jonathan Hazen für den erneuten Ausgleich und Mathias Joggi entscheidet das Spiel und damit die Final-Serie in der Verlängerung, mit seinem Tor in der 72. Minute.
  • EHC Kloten vor vierter Swiss League Saison: Der EHC Kloten bleibt eine weitere Saison in der Swiss League. Freilich ist das Team damit in guter Gesellschaft, der direkte Wiederaufstieg gelang im laufenden Jahrtausend nur der EHC Basel im Jahr 2005 – ansonsten waren stets mehrere Anläufe nötig: Der EHC Biel blieb sechs Saisons in der Swiss League (1997 bis 2003), der Lausanne HC deren acht in Folge (2005 bis 2013), die SCL Tigers blieben zwei Saisons und die SCRJ Lakers deren drei. Ein direkter Auf- und Abstieg wäre für beide Ligen interessanter, durch die jüngsten Entwicklungen rückt dies freilich in weite Ferne.
  • Die letzten Meister: 2016: HC Ajoie. 2017: SC Langenthal. 2018: SCRJ Lakers. 2019: SC Langenthal. 2020: Wegen Corona ausgefallen. 2021: HC Ajoie.
  • Was wenn nun der EHC Olten oder der EHC Visp kommt? Die offene Tür für zwei Saisons war insbesondere auch für den EHC Kloten bereitet. Nun ist der HC Ajoie durchgeschlüpft. Wie reagiert die National League, wenn 2022 der EHC Olten oder der EHC Visp aufsteigt?
  • Aufstiegsbarometer: Der HC Ajoie steigt auf. De EHC Kloten benötigt nun wieder über 50 Siege zur Promotion (ohne dass aber eine Liga-Quali im Weg steht).
  • Stand in der Serie: EHC Kloten –HC Ajoie 2:4.
  • Der wahre Meister: Der wahre Meister der Swiss League bleibt der HC Ajoie.
Das Stadion des HC Ajoie (Bild: zweiteliga.org).

Holstein Kiel jetzt nach Verlustpunkt Leader – Hamburger SV muss jetzt zittern

Holstein Kiel liegt jetzt nach Verlustpunkten auf dem ersten Rang. Der Hamburger SV kommt nun ins Zittern. Durch zwei Treffer in der 71. und 73. Minute wendet der SC Paderborn einen 0:1-Rückstand in einen 2:1-Sieg über Fortuna Düsseldorf. Ein paar spannende Facts zur Runde der 2. Bundesliga:

  • Holstein Kiel ist jetzt nach Verlustpunkten Leader: Bis zur Pause geht Holstein Kiel mit 3:0-Toren in Führung, zuletzt gewinnt das Team mit 3:1 über den VfL Osnabrück. Durch die Pleite von VfL Bochum liegt Holstein Kiel nun nach Verlustpunkten sogar an erster Stelle.
  • SV Darmstadt mit heftigem Schlussspurt: Nach 73 Minuten steht es zwischen SV Darmstadt und VfL Bochum 0:0. Dann geht Bochum in Führung und der SV Darmstadt sorgt mit drei Treffern für eine deutliche Wende, bei welcher Serdar Dursun doppelt trifft.
  • Greuther Fürth gerät ins Stocken: Rodrigo Zalazar liefert die beiden Vorlagen zum 2:1-Erfolg des FC St. Pauli über Greuther Fürth – der Tabellenzweite gerät dadurch etwas in Stocken – zumal Holstein Kiel noch mehrere Nachtragsspiele austragen kann, aber bereits jetzt dicht im Nacken sitzt.
  • Hamburger SV erneut zurückgeworfen: In der 83. Minute verhindert Sonny Kittel mit seinem Ausgleichstor gerade noch die sich anbahnende Niederlage gegen SSV Jahn Regensburg.
  • Kevin Behrens führt SV Sandhausen mit Doppelschlag zum Sieg: Kevin Behrens trifft doppelt für den SV Sandhausen, der mit 4:2-Toren gegen Hannover 96 gewinnt.
  • Drei Tore in 26 Minuten: Nach 26 Minuten führt der 1. FC Nürnberg gegen den 1. FC Heidenheim mit 2:1-Toren um sich letztendlich mit 3:1 durchzusetzen. Tom Krauss schiesst dabei sein 2. Saisontor, Fabian Nürnberger und Johannes Geis je ihr drittes.
  • SC Paderborn zeigt Wende mit Doppelschlag: Durch zwei Tore in der 71. und 73. Minute wendet der SC Paderborn einen 0:1-Rückstand in einen 2:1-Sieg über Fortuna Düsseldorf.
  • Würzburger Kickers in extremis – Erzgebirge Aue in zweiter Halbzeit: Lars Dietz gleicht für die Würzburger Kickers in der 93. Minute zum 2:2-Endstand gegen den Karlsruher SC aus. Erzgebirge Aue sichert sich seine drei Zähler durch zwei Treffer (2:0-Schlussstand) in der zweiten Halbzeit gegen Eintracht Braunschweig.
  • Die besten Torschützen: 1. Serdar Dursun (21 Tore / SV Darmstadt). 2. Simon Terrode (20 Tore / Hamburger SV). 3. Simon Zoller (15 Tore / VfL Bochum). 4. Dennis Srbeny (14 Tore / SC Paderborn). 5. Christian Kühlwetter (13 Tore / 1. FC Heidenheim) und Marvin Ducksch (13 Tore / Hannover 96).
  • Die Tabellenspitze: 1. (VfL Bochum (31 Spiele /60 Punkte). 2. Greuther Fürth (30/54). 3. Hamburger SV (30/51). 4. Holstein Kiel (27 Spiele/49 Punkte).5. Fortuna Düsseldorf (30/49). 6. 1. FC Heidenheim (31/48).
  • Der wahre Meister: Der wahre Meister der 2. Bundesliga bleibt der SV Darmstadt 98.
Das Holstein-Stadion (Bild: Wikipedia/Sasquatch).

HC Ajoie steht vor dem Aufstieg – EHC Kloten stolpert erneut über Effizienz

Jetzt fehlt dem HC Ajoie noch ein Sieg zum Aufstieg. Wie im bisherigen Verlauf der Final-Serie ist der EHC Kloten in Sachen Effizienz erneut unterlegen. Ausserdem unterlief eine Fehleinschätzung – auf die zweiteliga.org bereits vor der Serie hingewiesen hat – bei verschiedenen Beobachtern und womöglich auch in den Reihen des EHCK, wonach der HCA über nur eine schlagkräftige Linie verfügt (Siehe unten Grafik nach dem Halbfinale). Ein paar Facts im Round-up zur Swiss League:

  • HC Ajoie schafft das Break: Mit einem Doppelschlag kurz vor der ersten Pause zieht der HC Ajoie durch ein Power-Play-Tor von Reto Schmutz sowie 14 Sekunden später durch Lars Frei bei gleich vielen Spielern auf dem Eis davon. Reto Schmutz vollendete seinen Hattrick mit dem Game-Winning-Goal in der 35. Minute und einem Treffer ins leere Tor in der 60. Minute. Zwischenzeitlich war das Team von Trainer Per Hanberg noch auf 2:3 herangekommen, indem Dario Meyer und Andri Spiller verkürzt hatten.
  • EHC Kloten statistisch nicht auf Touren: Der EHC Kloten scheiterte erneut aufgrund fehlender Effizienz, diesmal erarbeiteten sich die Flughafenstädter aus 37:32 Chancen einen Schlussstand von 2:4. Insgesamt kommt der HC Ajoie nun nach fünf Finalspielen auf 15:9 Tore in der Serie, bei 137:155 Schüssen. Der Unterschied über die ganze Serie wird was die Effizienz betrifft, immer deutlicher: Der HCA hat Chancenauswertung von 10,95 Prozent, der EHCK von 5,81 Prozent. HC Ajoie-Goalie Tim Wolf hält starke 94,81 Prozent der Schüsse, Dominic Nyffeler im Kloten-Tor hält 89,71 Prozent der Geschosse.
  • Von wegen abhängig von einer Linie: Der HC Ajoie zählt 14 verschiedene Final-Skorer in seinen Reihen, davon erzielten neun verschiedene Spieler mindestens zwei Punkte. Der EHC Kloten kommt auf zwölf verschiedene Skorer im Finale und nur deren sechs verbuchten zwei und mehr Zähler.
  • HC Ajoie schiesst einmal mehr das 1:0: In vier der fünf Spiele gegen den EHC Kloten erzielte der HC Ajoie das 1:0. Und zuvor im Halbfinale gegen den SC Langenthal gelang dies in fünf von sechs Matches. Sprich in neun von elf Spielen im Halbfinale und Finale traf der HCA als erstes.
  • Aufstiegsbarometer: Dem HC Ajoie fehlt noch ein Sieg bis zum Aufstieg. Der EHC Kloten benötigt zwei Erfolge in Serie zur Promotion.
  • Stand in der Serie: EHC Kloten –HC Ajoie 2:3.
  • Der wahre Meister: Der wahre Meister der Swiss League bleibt der HC Ajoie.
Der HC Ajoie verfügt über die beste Bilanz (Grafik: zweiteliga.org).