Tapferes Dorf nahe Gallien: HC Ajoie derzeit als einziger welscher Club nicht in Rücklage

Der HC Ajoie kann seine Halbfinal-Serie gegen den SC Langenthal trotz dramatischen Schlussminuten ausgleichennach zwei Spielen lautet der Stand 1:1. Die Jurassier sind damit das einzige Team aus der welschen Schweiz in beiden Nationalligen, welche in den derzeit laufenden Serien (NLA Viertelfinale / NLB Halbfinale) nicht arg in Rücklage sind.

Der HC La Chaux-de-Fonds liegt gegen die SC Rapperswil-Jona Lakers 0:2 zurück. Nach der Heimniederlage verlieren die Neuenburger auch auswärts bei den St. Gallern, diesmal mit 2:5.

Der Lausanne HC liegt gegen den HC Davos 0:2 zurück. Die Waadtländer waren zwar in der Qualifikation um einen Platz besser klassiert als das Team aus dem Kanton Graubünden, doch jetzt, in den Playoffs folgt der klare Rückstand.

Servette liegt gegen den EV Zug 0:2 zurück. Die Genfer lagen nach der Quali auf dem sechsten Rang – in den Playoffs holten sie bislang keinen Sieg gegen die Innerschweizer.

Der EHC Biel liegt gegen den SC Bern 0:2 hinten. «Ici c’est Bienne – mais les pointes sont pas la …» könnte das Motto neu heissen. Denn auch die Seeländer konnten noch nicht reüsieren.

Im Vergleich zwischen der Deutschschweiz und der Westschweiz führt die Deutschschweiz somit 9:1. Das Verdikt in den derzeit laufenden Serien lautet nur deshalb nicht 10:0 weil sich ein kleines Dorf in der Nähe von Gallien tapfer wehrt.

Daniel Gerber

Der HC Ajoie vor einem Heimspiel (Bild: zweiteliga.org).

Langenthal-Ajoie-Torspektakel ist geschichtsträchtig

Mit 7:6 Toren in der Verlängerung rang der SC Langenthal den HC Ajoie im ersten Playoff-Halbfinal-Spiel in dieser Serie nieder. Das sind 13 Tore. «zweiteliga.org» hat nachgerechnet. In diesem Jahrtausend vielen nur ein einziges Mal in einem der deutlich über 100 Playoff-Halbfinal-Spiele mehr als 13 Treffer: Nämlich deren 14 anno 2006 als der EHC Biel den Lausanne HC in einer Partie mit 11:3-Toren bodigte. Und erst drei weitere Male fielen 13 Tore in einem Spiel (Siehe Übersicht weiter unten).

SCL-Geschäftsführer Gian Kämpf spricht von einer riesigen Willensleistung des Teams. «Es war ein pures Spektakel. Schöne Tore. Toll zu sehen war, dass das Team einen Weg gefunden hat.» Es müsse nun aber nicht unbedingt jeder Match so verlaufen. Es brauche auch Nerven. «Als Spieler ist es einfacher denn als Zuschauer.»

Und: «Das Phrasenschwein sei befüttert: Man hat gesehen, dass das Spiel 60 oder mehr Minuten dauert.»

Der SC Langenthal zeigt neben dieser aussergewöhnlichen, historischen Toreleistung zum Halbfinal-Auftakt ein Jahr der Rekorde, so wurde insbesondere der höchste je erzielte Punkteschnitt in der NLB-Quali erreicht. «Man nimmt es, aber geniessen kann man es erst, wenn die Saison vorbei ist. Jetzt gilt es nach vorne zu schauen. Es ist noch zu früh zum Innehalten.»

 

Höchste Anzahl Tore in einem NLB-Halbfinal-Spiel ab dem Jahr 2000

Playoffs im Jahr 2000 – grösste Anzahl Tore: 7 Tore bei Churs 5:2 Sieg über Biel

2001 grösste Anzahl Tore: 7 Tore (2x) beim 4:3 von Lausanne über Visp sowie 4:3 bei Biel gegen Genf

2002 grösste Anzahl Tore: 13 Tore (2x) HCC gegen GC 6:7n.P. und GC gegen HCC 5:8

2003 grösste Anzahl Tore: 10 Tore bei Basel gegen Biel, 6:4

2004 grösste Anzahl Tore: 12 Tore bei Biel gegen Ajoie, 10:2

2005 grösste Anzahl Tore: 11 Tore bei Biel gegen Sierre, 5:6 n.V.

2006 grösste Anzahl Tore: 14 Tore bei Biel gegen Lausanne 11:3

2007 grösste Anzahl Tore: 10 Tore (2): Biel – Lausanne: 6:4 und 7:3

2008 grösste Anzahl Tore: 11 Tore (2): Lausanne – HCC: 6:5n.V. und 3:8

2009 grösste Anzahl Tore: 11 Tore: Visp – HCC 5:6n.V.

2010 grösste Anzahl Tore: 10 Tore: Visp – Sierre 7:3

2011 grösste Anzahl Tore: 11 Tore: Visp – HCC 5:6n.V.

2012 grösste Anzahl Tore: 9 Tore: Langenthal – HCC 5:4n.P.

2013 grösste Anzahl Tore: 11 Tore: Langenthal – Olten 6:5n.P.

2014 grösste Anzahl Tore: 13 Tore: Tigers – HCC 9:4

2015 grösste Anzahl Tore: 12 Tore: Tigers – Langenthal 10:2

2016 grösste Anzahl Tore: 7 Tore – fünfmal erreicht zwischen den Lakers und Martigny sowie Olten und Ajoie

2017 grösste Anzahl Tore: 13 Tore: Langenthal – Ajoie 7:6n.P.

Daniel Gerber

Der SC Langenthal vor einem Heimspiel in der Eishalle Schoren (Bild: zweiteliga.org).

Arminia Bielefeld erreicht 1000. Tor – Hemlein und Börner in Elf der Runde

Christoph Hemlein und Julian Börner schiessen die Tore Nummer 1000 und 1001 für Arminia Bielefeld in der 2. Bundesliga. Diese Marke ist bislang erst 15 anderen Mannschaften in der Geschichte der Liga gelungen. Zur Pause führte das Team mit 2:0-Toren, zuletzt aber musste Bielefeld sich die Punkte mit Erzgebirge Aue teilen.

Stefan Kutschke gelingt wie in der letzten Runde ein Doppelpack, diesmal beim 3:3 gegen den 1. FC Kaiserslautern.

Die Union Berlin kennt weiterhin kein Halten: Das Team aus der Hauptstadt festigt mit einem 2:0-Sieg gegen die Würzburger Kickers den zweiten Tabellenrang. Zu Gute kommt den Berlinern, dass der Karlsruher SC Absteiger Hannover 96 mit 2:0-Toren besiegt.

Die Eintracht Braunschweig bleibt an den Aufstiegsrängen dran, die Mannschaft hat sich von Tabellenführer VfB Stuttgart nicht bezwingen lassen, sie trotzt dem Leader ein 1:1-Unentschieden ab.

Stefan Kutschke und Robert Glatzl sind die Doppeltorschützen in dieser Runde.

  Robert Glatzl

(1 FC Kaiserslautern)

Stefan Kutschke

(Dynamo Dresden)

 
       
Lumor

(1860 München)

Stefan Kulovits

(SV Sandhausen)

Damir Kreilach

(Union Berlin)

Christoph Hemlein

(Arminia Bielefeld)

       
Arne Feick

(1 FC Heidenheim)

Julian Börner

(Arminia Bielefeld)

Lasse Sobiech

(FC St. Pauli)

Matthias Bader

(Karlsruher SC)

       

Balazs Megyeri

(Greuther Fürth)

Challenge-League-Sensation: Alle Spiele enden «Zu null»

Fünf Spiele, fünf Siege und alle «zu Null»: Die Stars des Abends stehen bei der Hälfte der Teams im Tor: Ulisse Pelloni (FC Aarau), Andris Vanins (FC Zürich), Anthony Favre (Le Mont), Mateo Matic (FC Schaffhausen) und Jérémy Frick (Servette) siegten alle mit ihren Teams ohne einen Gegentreffer zu kassieren.

Steven Lang sorgt weiterhin für Furore beim FC Schaffhausen: Im vierten Spiel trifft er zum fünften Mal für die Ostschweizer (diesmal vom Penaltypunkt aus), die auswärts den Tabellenzweiten Xamax Neuenburg bezwingen. Steven Lang bereitet darüber hinaus das Tor von Faruk Gül vor. Sein Team gibt damit den letzten Rang ab.

Erst trifft Zoran Josipovic in der ersten Halbzeit dann holt Ivan Audino im zweiten Abschnitt zum Doppelschlag aus: Der FC Aarau bezwingt den FC Wil auswärts mit 3:0. Somit liegen die Aargauer bereits neun Punkte vor den St. Gallern, die mit grossen Ambitionen in die Saison starteten, nun aber ums Überleben kämpfen.

Der FC Zürich lässt weiterhin nichts anbrennen. Raphael Dwamena schiesst das Team von Trainer Uli Forte Saison zum 1:0-Triumph über den FC Chiasso. Der Vorsprung auf Verfolger Xamax beträgt neu zwölf Zähler.

Servette zeigt sich gegen den FC Wohlen überlegen, die Romands schiessen deutlich öfters auf das Tor. Mit einem Doppelschlag innerhalb von sechs Minuten realisieren Matias Vitkieviez und Jean-Pierre Nsame den 2:0-Sieg.

Ein frühes Tor von Helios Sessolo beschert dem FC Le Mont einen 1:0-Sieg über den FC Winterthur, obschon das Team aus der sechstgrössten Schweizerstadt den etwas höheren Spielanteil (56:44 Prozent) verbuchte. Die Romands lagen jedoch bei den Schüssen (10:8) knapp vorne.

Nächste Saison werden in Neuenburg wieder Challengue League Spiele geboten (Bild: Wikipedia/Sandstein/CC-Lizenz).

Ajoie gegen SCL mit Psycho-Krieg im Playoff-Halbfinale

Der HC Ajoie versucht den SC Langenthal mit einem Psychospiel zu destabilisieren, doch dies wird zu einem gigantischen Eigentor.

Der Reihe nach: Gegenüber «zweiteliga.org» will Arnaud Montandon gestern Abend partout keine Stellung nehmen, wo er den nächste Saison spielen würde. Jetzt ist klar weshalb. Er wechselt zum Halbfinal-Konkurrenten HC Ajoie.

Während Montandon diskret – und in einer solchen Situation absolut korrekt – schwieg, nutzt Ajoie genau diesen Wechsel um in die Offensive neben dem Eis zu gehen. Um den SCL zu destabilisieren veröffentlichen die Jurassier ausgerechnet nach der zermürbenden Niederlage die Transfermeldung – Ajoie lag 5:2 vorne, musste sich aber 6:7 in der Verlängerung geschlagen geben. Brisant: Montandon ist an drei Toren beteiligt, unter anderem schiesst er den siebten Treffer für das Berner Team.

Doch die Transfermeldung wird zum Bumerang: Das stets vorzüglich über den SCL orientierte Online-Medium «desktopstories.ch» reagiert umgehend mit einer packenden Sensationsmeldung, die der HC Ajoie nur all zu gerne unter Verschluss gehalten hätte: Dominic Nyffeler, bisher bei Olten engagiert, wechselt auf nächste Saison in die Nordwestschweiz. Einer der beiden Torhüter Elien Paupe oder Ludovic Waeber muss also über die Klinge springen. Und so wird aus dem Destabilisierungsversuch ein Bumerang, der – da es um das Goalie-Duo geht – umgehend im eigenen Tor landen könnte …

V.l.n.r.: Maxime, Arnaud und Gil Montandon (Bild: zweiteliga.org).

SCL gewinnt 13-Tore-Show nach 2:5-Rückstand

In einem dramatischen Duell von höchstem Unterhaltungswert siegt der SC Langenthal mit 7:6 nach Verlängerung gegen den HC Ajoie. Der Qualifikationssieger lag gegen den amtierenden Meister zwischenzeitlich mit 2:5-Toren zurück, dies nach einer 2:0-Führung nach acht Minuten, nachdem Verteidiger Philipp Ahlström bei den beiden SCL-Toren die Vorlage geliefert hatte. Die beiden Teams langweilten die Fans nicht mit nervösem Klein-Kleinspiel, schon nach dem Startabschnitt lautete der Spielstand 2:2. Ajoie-Topskorer Philip-Michael Devos erzielte drei Tore (vom 2:2 zum 2:4) – alles Direktabnahmen – schliesslich lag das Berner Team 2:5 zurück. Doch das Team von Trainer Jason O’Leary kämpfte sich kraftvoll ins Spiel zurück und Arnaud Montandon, der schon am 3:5 und 4:5 beteiligt war, schoss in der fünften Verlängerungsminute das 7:6.

Weniger Spektakel lieferten der HC La Chaux-de-Fonds und die SC Rapperswil-Jona Lakers. Schon nach 44 Sekunden gingen die St. Galler durch Jared Aulin in Führung. Diese wurde bis zuletzt beibehalten, über weite Strecken mit einem Zweitore-Vorsprung.

Philip Ahlström, Verteidiger beim SC Langenthal (Bild: zweiteliga.org).

Zwischen Finale und Endstation – Die Halbfinalisten unter der Lupe

Am Wochenende starten die Playoff-Halbfinals. «zweiteliga.org» nimmt die vier verbliebenen Teams – da und dort mit einem leichten Augenzwinkern – unter die Lupe. Die vier Mannschaften in der Reihenfolge, in welcher sie die Qualifikation beendet haben:

Warum der SC Langenthal Meister wird: Das Berner Team hat den Willen, die Abwehr und den Torhüter. Marco Mathis kassierte mit seinen Vordermännern in der Qualifikation mit erheblichem Abstand die wenigsten Gegentore. Selbst die chinesische Mauer der Beton-Eishockeyaner aus Martigny war dagegen löchrig wie eine rostige Dachrinne. Und im Viertelfinale steckte die Mannschaft von Trainer Jason O’Leary nur gerade einen Gegentreffer pro Spiel ein, Mathis zeigt die beste Fangquote im bisherigen Playoff-Verlauf; das ist bemerkenswert auch wenn Hockey Thurgau mit dem etwas kleineren Kaliber schiesst, als beispielsweise der EHC Olten oder der EHC Visp. Zudem würden die Oberaargauer in dieser Saison einen möglichen Aufstieg in die NLA nicht grundsätzlich ablehnen.

Warum die Halbfinals für den SC Langenthal Endstation bedeuten: Es ist Tradition. Halbfinale bedeutet für Langenthal gleichzeitig Endstation. Sechsmal kam das Team bislang soweit und mit einer Ausnahme (Titel anno 2012) folgte stets das Ausscheiden. In der Theorie hat der HC Ajoie also ein 83,33-Prozent-Freilos. Zudem hat der SCL seine Offensive eingestellt: Nur elf Tore, verteilt auf neun Schützen.

Warum der HC La Chaux-de-Fonds Meister wird: Das Team aus dem Neuenburger Jura donnerte ungebremst durch die Viertelfinals. In der gezielten Niederlage zum Start sicherte sich das Team ein drittes Heimspiel, danach gab es kein Halten mehr: Vier Schützen reihten sich bereits vor dem besten Langenthaler (Arnaud Montandon) ein. Wer das typische Playoff-Team Visp viermal in Serie bezwingt, ist ein klarer Meister-Kandidat.

Warum die Halbfinals für den HC La Chaux-de-Fonds Endstation bedeuten: Sobald es wirklich hart auf hart geht ist beim Blitzschnellen Team aus dem Neuenburger Jura «ende Feuer». Die Zahlen sprechen deutlicher als jegliche Einschätzungen: Sechsmal stand der HCC bislang im Playoff-Finale. Anzahl Titel? Keiner.

Warum die SC Rapperswil-Jona Lakers Meister wird: Der Liga-Krösus ist breit aufgestellt. Zwar sind selbst Journalisten aus dem Umfeld des Teams der Meinung, dass es nicht zum Titel reicht. Doch die Mannschaft sparte so viel Kräfte, dass das Team in den Playoffs nicht zu bremsen ist. Im Viertelfinale sammelte Dion Knelsen alleine so viele Skorerpunkte wie Qualifikationssieger Langenthal insgesamt Tore schoss (11).

Warum die Halbfinals für die SC Rapperswil-Jona Lakers Endstation bedeuten: Wer die Qualifikation nicht ehrt, ist die Playoffs nicht wert. Zwar streben die St. Galler den Aufstieg an, doch die letzten Aufsteiger zeigten stets in der Qualifikation wie auch in den Playoffs eine drückende Überlegenheit. Zumindest Teil eins fehlte. Rappi sicherte sich das Playoff-Heimrecht in der letzten der 48 Qualifikationsrunden.

Warum der HC Ajoie Meister wird: Das Selbstvertrauen ist noch grösser als das Juramassiv. Die Tormaschienerie Devos-Hazen sorgte dafür, dass der Tabellensechste in der Qualifikation die meisten Tore schoss, nämlich 202. Seit dem Beginn des Jahres 2017 haben die Jurassier 20 Spiele ausgetragen, 16 wurden gewonnen. Und im Viertelfinal ging es im gleichen Stil weiter: Devos-Hazen kommen auf 18 Skorerpunkte im Viertelfinale.

Warum die Halbfinals für den HC Ajoie Endstation bedeuten: Lassen wir die Zahlen sprechen: Die Romands verloren in dieser Saison alle vier Qualifikationsspiele gegen den Halbfinal-Gegner Langenthal. Zudem verloren die Jurassier in der Eishalle Schoren 19 der letzten 20 Spiele.

Daniel Gerber

FC Winterthur schreibt Cup-Geschichte

Der FC Winterthur ist der einzige Fussball-Verein in der Schweiz, der aus der Challenge League heraus innerhalb von 15 Jahren dreimal das Halbfinale erreicht.

Der Brasilianer Silvio und der Joker Manuel Sutter sind die Winterthurer Cup-Helden. Die beiden glichen mit einem Doppelschlag (61. und 66. Minute) die frühe Führung der Berner Young Boys aus – YB, das seit bald 30 Jahren auf einen nationalen Titel wartet.

Im Penaltyschiessen waren sämtliche fünf Schützen für die Zürcher erfolgreich: Leandro Di Gregorio, Arxhend Cani, Patrik Schuler, Manuel Sutter und Silvio. Winterthur-Keeper Matthias Minder hielt dagegen den vierten Penalty der Berner.

Der FC Winterthur schreibt mit seinem Einzug ins Halbfinale Cup-Geschichte. Denn meist standen in diesem Jahrtausend Super-Ligisten im Halbfinale. Blickt man auf die aktuellen 15 Halbfinals, so sind und waren 60 Plätze zu vergeben. 48 dieser Plätze gingen an Teams aus der höchsten Liga, 10 an jene aus der Challenge League und zwei weitere werden heute, am 2. März 2017 noch besetzt.

In den Jahren 2016, 2015, 2014, 2013, 2009, 2004 gingen sämtliche Plätze ausschliesslich an Teams aus der höchsten Schweizer Liga.

In diesen Jahren waren jeweils einer oder maximal zwei Vertreter aus der zweithöchsten Klasse dabei:

2012: Damals stand ebenfalls Winterthur als Challenge-League-Vertreter im Halbfinale und verlor 1:2 gegen Basel.

2011: Unterlag der Challenge-Ligist FC Biel dem FC Sion 1:2.

2010: Verlor der SC Kriens mit 0:1 gegen Basel.

2008: Gewann AC Belinzona im Penaltyschiessen gegen Xamax und stiess ins Finale vor.

2007: Musste sich der FC Wil dem FC Basel geschlagen geben (1:3).

2006: Waren das einzige Mal zwei Challenge-League-Vereine in einem Halbfinale, Winterthur und der FC Sion, die Walliser setzten sich 1:0 durch.

2005: Der FC Luzern erreicht von der zweithöchsten Liga aus das Halbfinale und siegte gegen Aarau. Im Finale unterlagen die Innerschweizer gegen den FC Zürich.

2003: Erreicht der FC Schaffhausen das Halbfinale und verliert gegen den FC Basel.

Die Winterthurer Schützenwiese (Bild: Wikipedia/Töröl).

Zach Yuen: «Das ist Eishockey-Geschichte»

Seit dieser Saison spielt mit den in Peking stationierten Kunlun Red Stars ein Vertreter aus China in der Kontinental Hockey League (KHL) mit. Und der Mannschaft gelang auf Anhieb die Qualifikation für die Playoffs.

«Das ist Eishockey-Geschichte», bilanzierte Kunlun-Red-Star-Verteidiger Zach Yuen bereits bevor dies gesichert war, im Gespräch mit «zweiteliga.org». Der in Vancouver geborene Chinese kehrte im vergangenen Sommer in seine Heimat zurück, um mit dem ersten KHL-Team im Reich der Mitte zu starten. «Ich freute mich, als ich von der Idee hörte. Zuerst war offen, ob der Start 2016 oder 2017 erfolgen würde. Dann ging alles sehr schnell.»

Das Interesse wächst, zu den Heimspielen kommen immer mehr Besucher. «Als ich klein war, war Hockey für die Chinesen keine grosse Sache. Ich war der erste chinesische NHL-Draft.»

Noch besteht das Team vorwiegend aus Finnen, Schweden, Russen und Kanadiern. Geplant ist, dass mittelfristig noch mehr Chinesen im Teams spielen, derzeit sind rund drei bis vier jeweils im Kader. Yuen ist eine Integrationsfigur, die neben zwei chinesischen Sprachen auch englisch und französisch spricht und in seiner Freizeit Piano spielt.

Daniel Gerber

Zach Yuen, Verteidiger beim Team aus Peking, China (Bild: Presse Kunlun Red Star).

FC Schaffhausen bleibt dran – Steven Lang ist der Mann der Stunde

Der FC Schaffhausen gewinnt das wichtige Direktduell gegen den FC Winterthur um den Ligaerhalt. Der FCS schiesst deutlich öfter auf das gegnerische Tor, dieses Bemühen wird in der zweiten Halbzeit belohnt. In der 50. Minute trifft Shkelqim Demhasaj vom Penaltypunkt aus und 29 Minuten später erhöht Steven Lang auf 2:0. Erst in der Nachspielzeit gelingt es Carlos Silvio – ebenfalls via Elfmeter – auf 2:1 zu verkürzen. Interessantes Detail: Die Statistiker errechnen exakt zwanzig Schüsse, dennoch fallen zwei der drei Tore via Elfmeter.

Der FC Wil findet sich auch sportlich in einer Negativ-Spirale. Bei Xamax verlieren die Ostschweizer gleich mit 1:3 Toren, auch wenn Samir Fazli zwischenzeitlich den Ausgleich herstellt.

Erneut ein Doppelpack liefert Younes Bnou Marzouk. Neben seinen zwei Toren für den FC Chiasso liefert er zudem die Vorlage für einen weiteren Treffer beim 5:1-Sieg über den FC Aarau.

Younes Bnou Marzouk ist gemeinsam mit Steven Lang vom FC Schaffhausen der Mann der Stunde.  Marzouk traf in seinem vierten Spiel zum fünften Mal (Schnitt 1,25) und Lang kommt auf gleich viele Tore, dies in sogar nur drei Partien (was einen Schnitt von 1,67 Tore pro Spiel ergibt).

Ebenfalls doppelt trifft Moussa Koné für den FC Zürich. Durch den 4:1 Sieg über den FC Wohlen bleibt der Neun-Punkte-Vorsprung auf Xamax bestehen.

Trotz einem 1:0-Vorsprung durch Ridge Mobulu verliert Le Mont im Westschweizer-Derby mit 1:2 gegen Servette Genf.

Steven Lang hier noch im Dress von Lausanne Sport (Wikipedia/Fanny Schertzer).