HC Thurgau kämpft um den Anschluss und der HC Sierre träumt vom grossen Wurf

Bereits zeichnen sich in der Swiss League die ersten Konturen ab, die mehr versprechen als bloss eine lange Qualifikation. Der HC Sierre spielt mit der Wucht eines Titelkandidaten, Basel mit der Kühle eines Aufsteigers in eine neue Dimension. Und der HC Thurgau sucht seinen Weg zwischen Rückschlag und Aufbruch.

Es gibt Saisonstarts, die sind wie ein Feuerwerk: laut, hell, spektakulär und nach wenigen Minuten bleiben bloss Schall und Rauch. Die Swiss League erlebt dagegen gerade einen hoch-interessanten Beginn der neuen Spielzeit.

HC Sierre: ein Angriff auf die Ordnung

Der HC Sierre ist derzeit die Mannschaft, die den Puls der Liga beschleunigt. Die Walliser schiessen Tore in einer Frequenz, die selbst neutrale Beobachter aufhorchen lässt. Neun Treffer gegen Basel, acht gegen Arosa: Das sind keine Resultate, die man beiläufig zur Kenntnis nimmt. Das ist ein offensives Ausrufezeichen.

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Die Swiss League nimmt Fahrt auf – und plötzlich ist der HC Sierre und der EHC Visp der Massstab

Nach sieben Spielen ziert zwar der EHC Basel die Tabelle, aber mit zwei Spielen weniger ist der HC Sierre direkt auf den Versen (und nach Verlustpunkten Leader). Der EHC Visp liegt nach Verlustpunkten auf Rang drei.

Die Saison ist noch jung. Sehr jung. Eigentlich zu jung für grosse Urteile. Aber Hockey ist keine Wissenschaft, die geduldig auf die Wahrheit wartet. Hockey produziert Wahrheiten im Wochentakt.

Und deshalb darf man nach dieser ersten Phase der Swiss League durchaus einmal innehalten.

Der EHC Basel führt die Tabelle mit 18 Punkten an. Basel hat in sieben Partien fünfmal nach 60 Minuten gewonnen, einmal nach Verlängerung und erst einmal verloren. Dazu kommt ein Torverhältnis von 23:15. Die Mannschaft wirkt nicht spektakulär überdreht, sondern bemerkenswert stabil. Doch die eigentliche Geschichte dieser frühen Saison spielt im Südwesten der Schweiz – im Wallis (Sierre und Visp liegen südlicher als Ambri).

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Der EHC Basel setzt den Takt, der HC Sierre schreibt die erste grosse Geschichte

Die Swiss League hat kaum richtig Fahrt aufgenommen, und doch zeichnet sich bereits etwas ab: Der EHC Basel marschiert vorneweg, der HC Sierre drängt mit Macht nach oben – und dahinter beginnt das grosse Gedränge.

Es sind erst wenige Spieltage gespielt. Eigentlich viel zu früh für grosse Wahrheiten. Aber das ist das Schöne am Eishockey: Kaum ist das erste Bully gefallen, beginnt die Tabelle bereits Geschichten zu erzählen.

Und die erste Geschichte heisst EHC Basel. Sechs Spiele, 16 Punkte. Das ist kein Zufallsprodukt eines gelungenen Wochenendes. Basel hat bislang fünf Partien in regulärer Spielzeit gewonnen und sich damit früh an die Spitze gesetzt. Besonders bemerkenswert: Die Mannschaft musste zuletzt innerhalb weniger Tage zweimal gegen Olten antreten – und gewann beide Male. Danach folgte am 29. September der nächste Sieg in Chur.

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EHC Olten strebt nach der Butter auf dem HC Thurgau-Brot

Nach zwei Playoff-Viertelfinal-Runden sticht vor allem eine Serie heraus: Der EHC Olten konnte sich in beiden Partien gegen den HC Thurgau durchsetzen – der siebte der Qualifikation bedrängt damit die Ostschweizer erheblich.

Das Startdrittel im Auftaktspiel konnte der HC Thurgau noch für sich entscheiden, doch zuletzt siegte der EHC Olten mit 6:3-Toren und auf eigenem Eis setzte sich die Mannschaft aus dem Kanton Solothurn erneut durch.

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EHC Visp sitzt fest auf dem Thron

In der Swiss League zieht der EHC Visp an der Spitze davon: Mit 14 von 15 möglichen Punkten erwischen die Walliser einen Traumstart in die neue Saison.

Der EHC Visp glänzt zum Saisonauftakt: Sowohl die GCK Lions, die nach drei Runden die Tabelle mit dem – zu diesem Zeitpunkt – Punktemaxium von neun Zählen angeführt hatten, wurden von den Wallisern besiegt, wie auch bereits in der ersten Runde der HC Thurgau, der seine übrigen vier Spiele ebenfalls siegreich zu gestalten wusste. Zum nächsten Mal im Einsatz ist der EHC Visp erst am 30. September, auswärts beim EHC Arosa im Kanton Graubünden.

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Aufstiegskandidat EHC Basel mit Fehlstart

Der EHC Basel zeigt in der Swiss League einen klassischen Fehlstart: Nach drei Runden hat der Aufstiegskandidat einen Rückstand von neun Punkten auf Leader GCK Lions.

Klassischer geht ein Fehlstart nicht: Der EHC Basel verliert sämtliche drei Startspiele der ersten Woche, darunter zweimal auf eigenem Eis: 4:5 gegen den HC Sierre, 1:4 beim HC Thurgau und schliesslich 3:4 gegen die GCK Lions vor eigenem Publikum.

Somit liegt das Team vom Rheinknie auf dem letzten Rang, ohne einen einzigen Zähler vorweisen zu können. Ähnlich wie der EHC Chur und der EHC Arosa, die ebenfalls noch keinen Punkt erstreiten konnten, die aber noch je einen Match weniger ausgetragen haben.

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EHC Arosa zurück in der Swiss-League: Rekurs gutgeheissen

Der EHC Arosa hat im Streit um die «Arosa Ice Classics» einen wichtigen Erfolg erzielt. Die Rekursinstanz des Schweizerischen Eishockeyverbandes hat entschieden, dass der Traditionsanlass weiterhin an einem spielfreien Tag zwischen Weihnachten und Neujahr stattfinden darf. Damit ist der Weg frei für den Aufstieg in die Sky Swiss League. Die sportlichen Voraussetzungen erfüllen die Bündner bereits.

Ende Januar 2025 hatte die Lizenzkommission das Aufstiegsgesuch des EHC Arosa gutgeheissen. Der Club erfüllte sämtliche Kriterien in den Bereichen Wirtschaftlichkeit, Sport, Logistik, Infrastruktur, Sicherheit und sportmedizinischer Dienst.

Gemäss Reglement musste der Club mit der Lizenzkommission eine verbindliche Aufstiegsvereinbarung abschliessen. Doch genau hier gab es einen Streitpunkt: Der EHC Arosa weigerte sich, die Vereinbarung zu unterzeichnen, weil ein Passus über die «Arosa Ice Classics» nicht akzeptabel war. Die Lizenzkommission verfügte daraufhin am 26. Februar 2025, dass der Club nicht aufstiegsberechtigt sei.

Rekurs gutgeheissen

Der EHC Arosa reichte umgehend Rekurs ein und beantragte die Aufhebung des Entscheids sowie die Anpassung des entsprechenden Passus. Die Rekursinstanz kam nach eingehender Prüfung zu folgendem Schluss: Der Anlass «Arosa Ice Classics» ist ein Freundschaftsspiel und hat keinen Einfluss auf den Meisterschaftsbetrieb.

Der EHC Arosa hat fristgerecht eine Anpassung beantragt und seine Bereitschaft zur Unterzeichnung signalisiert. Die Bewilligung von Freundschaftsspielen fällt nicht in die Kompetenz der Lizenzkommission und sollte nicht Bestandteil der Aufstiegsvereinbarung sein. Auf dieser Basis wurde der Rekurs gutgeheissen, die Vereinbarung entsprechend angepasst und der EHC Arosa offiziell zum Aufstieg zugelassen.

Sportlich bereits qualifziert

Neben der formellen Bestätigung hat der EHC Arosa auch die sportlichen Voraussetzungen für den Aufstieg erfüllt. Mit der Qualifikation für den Playoff-Halbfinal steht der Club sportlich auf einem soliden Fundament.

Die finanzielle Situation des Clubs wurde im Rahmen des Rekurses nicht geprüft. Die definitive Lizenzerteilung obliegt der Lizenzkommission der Swiss League. Bis spätestens 15. Juli 2025 muss der EHC Arosa den jährlichen Saisonbericht einreichen, bevor die Lizenz definitiv erteilt wird.

Das ist die neue Swiss League

Wenn der EHC Arosa die Lizenz für die Swiss League definitiv erhält, sieht die neue Swiss League so aus: EHC Olten, HC La Chaux-de-Fonds, EHC Visp, HC Thurgau, GCK Lions, EHC Basel, HC Sierre, EHC Winterthur, EHC Chur, GDT Bellinzona Snakes und neu auch der EHC Arosa.

EHC Olten mit Sensation gegen HCC, EHC Visp mit solider Abwehr

Der EHC Olten zeigte als Tabellensiebter die grösste Sensation in den diesjährigen Viertelfinals: Der Tabellenzweite HC La Chaux-de-Fonds wurde aus dem Rennen geworfen. Somit verbleibt mit dem EHC Visp nur noch eine Mannschaft, die aufsteigen will. Die Walliser kassierten in den fünf Spielen nur acht Gegentore (gleich wie der EHC Basel). Der HC Thurgau musste nur fünf Gegentore hinnehmen. Bei Visp ist dies dennoch besonders bemerkenswert, da es sich a) um ein Derby handelte und b) sich der Vierte (Visp) mit dem Fünften (Sierre) duellierte.

HC La Chaux-de-Fonds – EHC Olten (2:4)

Die grosse Sensation der Viertelfinals war der EHC Olten, der als Qualifikationssiebter den zweitplatzierten HC La Chaux-de-Fonds eliminierte. Nach einer knappen Niederlage in der Verlängerung zum Auftakt gewann Olten vier der nächsten fünf Spiele, darunter ein überzeugendes 6:0-Heimsieg. Im entscheidenden sechsten Spiel setzte sich Olten erneut in der Overtime durch und besiegelte damit das Aus des Favoriten.

EHC Basel – GCK Lions (4:1)

Qualifikationssieger EHC Basel setzt sich souverän gegen die GCK Lions durch und entschied die Serie mit 4:1 für sich. Obwohl die Spiele oft knapp ausfielen (zwei der fünf Spiele mündeten in die Overtime) dominierte Basel in den entscheidenden Momenten. Besonders beeindruckend war das letzte Spiel, in dem Basel mit einem klaren 7:1-Sieg den Einzug ins Halbfinale perfekt machte.

EHC Visp – HC Sierre (4:1)

Das Walliser Derby zwischen EHC Visp und HC Sierre war intensiv, doch Visp setzte sich letztlich deutlich mit 4:1 durch. Nach einem knappen Sieg zum Auftakt konnte Sierre zwar das zweite Spiel für sich entscheiden, doch danach reihte Visp drei Siege aneinander, zum Einzug ins Halbfinale. Bemerkenswert: Visp kassierte in den fünf Spielen nur acht Gegentore.

HC Thurgau – EHC Chur (4:0)

Der HC Thurgau liess dem Aufsteiger EHC Chur keine Chance und gewann die Serie mit einem Sweep (4:0). Bereits das erste Spiel, das Thurgau in der Overtime für sich entschied, zeigte ihre Nervenstärke. Dennoch ist der sechste Rang in der Qualifikation und damit das Erreichen der Playoffs für den Aufsteiger aus dem Kanton Graubünden eine beachtliche Leistung.

Halbfinals

In den Halbfinals stehen sich nun ab dem kommenden Freitag der EHC Basel und der EHC Olten gegenüber, sowie der EHC Thurgau, der es mit dem EHC Visp zu tun bekommt.

EHC Basel fehlt noch ein Sieg für das Halbfinale

Zunächst die nüchternen Fakten: Der EHC Basel hat – statistisch gesehen – den Sieg gegen die GCK Lions gestohlen: Das Schussverhältnis lautete 37:21 zugunsten der GCK Lions. Von einem «Stolen Win», also einem «gestohlenen Sieg», spricht man, wenn das siegreiche Team – in diesem Fall der EHC Basel – mindestens zehn Schüsse weniger auf das gegnerische Tor gefeuert hat, als der Verlierer.

Allerdings liessen die Zürcher im Startdrittel zwei Power-Plays ungenutzt verstreichen. Im zweiten Abschnitt zeigte sich Qualifikationssieger Basel variantenreich: Gleich nach zehn Sekunden traf Jakob Stukel in Unterzahl zu einem Short-hander (das GCK Power-Play begann 13 Sekunden vor Ablauf des ersten Drittels). Rund sieben Minuten später traf Matthias Rossi im Power-Play und Gianluca Barbei legte wenig später zum 3:0 nach.

Zuletzt legte Jakob Stukel beim Stande von 3:1 (Livio Truog hatte zwischenzeitlich für die GCK Lions verkürzt) mit einem Treffer ins leere Gehäuse zum 4:1-Sieg nach.

Der EHC Basel traf also 1. In Unterzahl, dann, 2., in Überzahl, gefolgt von 3. bei gleich vielen Spielern auf dem Eis und zuletzt, 4., mit einem Schuss ins leere Tor. Somit verfügt der EHCB über drei Serien-Match-Pucks.

EHC Basel und GCK Lions schreiben Playoff-Geschichte

Die GCK Lions gewinnen das fünftlängste Spiel der Swiss-League! Als Victor Backman in der 97. Minute zum Sieg gegen den EHC Basel trifft, ist klar, dass die GCK Lions die einzige Mannschaft sind, die zweimal in der Top-5 vertreten sind (Siehe Tabelle weiter unten).

Die Übersicht über den Spieltag

EHC Basel – GCK Lions 2:3 n.V. (1:2,0:0,1:0,0:0,0:1) Serienstand: 2:1

In einem hart umkämpften Spiel gingen die GCK Lions mit einer knappen 2:1-Führung in die erste Pause. Nach einem torlosen Mitteldrittel glich Basel im Schlussabschnitt aus, doch in der Overtime sicherten sich die Gäste den Sieg – und zwar mit der fünftlängsten Partie der Swiss-League-Geschichte. Damit verkürzen die GCK Lions die Serie auf 2:1

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