Arosa: Das gallische Dorf steht auf

Der EHC Arosa ist nicht «nur» ein Meister der Herzen, sondern auch ein Verein, der den Erfolg kennt. Nur der HC Davos (31 Titel) und der SC Bern (13) gewannen noch mehr Meistertitel als Arosa (9). Nun will der Club aus dem Schanfigg zurück in die National League.

 

Zweiteliga.org: Adrian Fetscherin, Sie stellen die Weichen Richtung NLB – was muss geschehen, damit Arosa in die NLB zurückkehrt?

Adrian Fetscherin: Das hängt von verschiedenen Faktoren ab. Sportlich gilt es wieder auf die Beine zu kommen und konkurrenzfähig zu werden. Die Basis dafür ist gelegt. Noch ein paar wenige Positionen im Kader sind offen, doch wir sind guten Mutes. Sportlich sollten wir deutlich besser sein als letzte Saison. Der sportliche Erfolg hilft natürlich am meisten. Am grünen Tisch kann man sich zudem für einen Platz in der National League bewerben, dafür stellen wir ebenfalls die Weichen. Drittens muss natürlich grünes Licht der Liga erfolgen.

 

Was ist seit Ihrem Amtsantritt alles geschehen?

Das wichtigste ist im sportlichen Bereich geschehen, die kompetitive Mannschaft steht zu einem grossen Teil. Wir investieren viel Zeit, um den Spielern unser Vorhaben mit dem EHC Arosa zu erklären. Sie sollen im Detail Bescheid wissen, welchen Weg der Club geht und was ihre Chancen beim und mit dem EHC Arosa sind. Darüber hinaus ist es dem Club ein grosses Anliegen, für Arosa und seiner Bevölkerung ein ganz wichtiger Partner zu sein. Der EHC Arosa will mit all seiner Kraft mithelfen, Arosa als Tourismusort und seinem tollen lokalen Gewerbe zu unterstützen und zu promotenIn der Sponsorensuche geht der EHC Arosa neue Wege und bietet seinen Partnern neue und unkonventionelle Möglichkeiten an. Neben dem „Club 80“, der den EHC Arosa-Nachwuchs unterstützt, haben wir mit dem „Club 1924“ eine neue Gönnervereinigung für die erste Mannschaft. Sie ersetzt die bisherigen Unterstützerplattformen des Fanionteams. Wir freuen uns, dass vor allem das lokale Gewerbe da aktiv mit dabei ist.

Im Stadion führen wir zugunsten der EHC Arosa-Fans eine neue Tribünenzuteilung durch und der Gastro-Bereich wird optimiert und ausgebaut.

Der EHC Arosa organisiert gemeinsame, regelmässig Veranstaltungen für Sponsoren, Fans und Dorfbewohner. Diese finden guten Anklang. Der nächste Event steht am 1. August an, wo wir am idyllischen Ober Prätschsee einen Brunch auf der Alpwiese durchführen. Neben zahlreichen Marketingaktivitäten haben wir die Kommunikation massiv ausgebaut. Über die EHC Arosa-Kommunikationskanäle gibt es jeden Tag neue Geschichten zum und über den EHC Arosa.

Am 27. Juli 2015 wird die EHC Arosa Sport AG gegründet. Die Aktiengesellschaft ist ebenfalls ein Teil der Vorbereitungen für die angestrebte Zukunft auf Nationalliga-Stufe.

 

Was wird sportlich nächste Saison anders sein als in der vergangenen?

Mit neu sechs Übungseinheiten bietet der EHC Arosa den Akteuren sehr viel Trainingszeit. Die vom EHC Arosa verpflichteten, jungen und talentierten Spieler haben alle das persönliche Ziel, mittelfristig in der National League zu spielen und vom Eishockeysport leben zu können. Beim EHC Arosa versuchen wir ihnen die bestmöglichen Voraussetzungen zu geben, dass sie an ihrer Karriere arbeiten können. Auch abseits des Eises ist der EHC Arosa daran, die Bedingungen im Kraft- und Erholungsbereich zu optimieren. Soweit es für uns als Amateurclub möglich ist, versuchen wir den Spielern so ein Umfeld zu schaffen, dass sie sich, wie gewünscht, auf den Hockeysport konzentrieren können. Wegen den Verdienstmöglichkeiten findet keiner der Spieler den Weg nach Arosa. Wir haben da unsere klare Linie und haben auch nicht jene Möglichkeiten, wie die meisten anderen 1. Liga-Teams.

 

Sehen Sie einen Ruck in der Bevölkerung?

Noch immer gibt es Leute, die gegenüber dem Club kritisch sind. Dies ist nach den wirklich schlechten letzten Jahren auch absolut verständlich. Im Grossen spürt man aber eindeutig, dass die Aroser den eingeschlagenen Weg sehr befürworten und bieten ihre Unterstützung an. Was sehr geschätzt wird, ist die Tatsache, dass neu praktisch alle Spieler wieder in Arosa wohnen und arbeiten. Dies ist uns ganz wichtig. Wir wollen wieder eine Mannschaft, die in Arosa zu Hause ist und an diesem so tollen Ort ihren Lebensmittelpunkt hat. Dies war in den letzten Jahren nicht mehr der Fall. Wir haben viel Zeit in die Wohnungs- und Jobsuche investiert. Dabei hat uns das lokale Gewerbe stark unterstützt, wo für ich mich gerne auch an dieser Stelle herzlich bedanken möchte. Arosa und der EHC Arosa wachsen von Tag zu Tag wieder mehr zusammen. Dies mitzubekommen, freut mich sehr.

 

Kommt nun das 3. erfolgreichste Team in die Nationalliga zurück?

Abschliessend kann ich diese Frage natürlich nicht beantworten, davon hängen zu viele Faktoren, wie eingangs beschrieben, ab. Wir versuchen auf jeden Fall dafür die Weichen zu stellen und stellen mit Freude fest, welch grosses Echo der EHC Arosa noch immer auslöst. Der Club hat noch immer fünf aktive Fanclubs in der ganzen Schweiz (Graubünden, Zürich, Appenzell, Bern und Fribourg) mit rund 800 aktiven Mitgliedern. Auch wenn die Zeit im Vergleich zu früher, als der EHC Arosa in den 1980er Jahren noch in der Nationalliga A gespielt hat, mit der heutigen kaum mehr zu vergleichen ist, und die Bedingungen in Sachen Finanzen und Auflagen sich in ganz anderen Dimension bewegen, ist es jetzt für den EHC Arosa ein guter Moment, um die angestrebte Rückkehr auf die nationale Plattform vorwärts zu treiben. Die National League B hat weiterhin zu wenige Teams in der Liga und 2/3 aller Elite A-Junioren, die unendlich viel Zeit in den Traum vom Hockeyprofi schon investiert haben, finden bei keinem A- oder B-Club einen Platz und gehen dem Schweizer Eishockey verloren.

Der EHC Arosa setzt das um, wofür die Verantwortlichen von Swiss Ice Hockey seit Jahren nach Lösungen suchen. Wer an der Schwelle zum Hockeyprofi steht und zu diesem Zeitpunkt seiner Karriere ein goldenes Lohnkonto möchte, findet beim EHC Arosa keinen Platz und würde nicht in die Philosophie des Clubs passen. Der EHC Arosa versucht den Spielern möglichst auf dem Eis zu helfen und ihnen die Türe zum Profihockey aufzustossen. Zudem soll der Spieler am Ende seiner Karriere, wenn er hoffentlich ganz gross eingeschlagen hat, an seine Zeit beim EHC Arosa zurückdenken und sagen können: „Trotz NLA oder NHL – die besten Jahre in meiner Karriere waren in Sachen Teamgeist, Betreuung, Umfeld, Entwicklungsmöglichkeit und Lebensqualität in Arosa.

Adrian Fetscherin, Geschäftsführer des EHC Arosa (Bild: zVg).
Adrian Fetscherin, Geschäftsführer des EHC Arosa (Bild: zVg).

Vier Knaller zum DFB-Auftakt

Gleich vier hochkarätige Leckerbissen zwischen den beiden höchsten Ligen warten zum Auftakt des DFB-Pokals, so etwa Bielefeld gegen Berlin. Bielefeld zählt rund 330‘000 Einwohner und Berlin 3,47 Millionen, doch die beiden trennt fussballerisch nur eine Liga.

Die Matches zwischen der 1. und 2. Bundesliga im Überblick: Im Nordrhein-Westfalen-Derby misst sich der MSV Duisburg mit Schalke 04, eine wohl spannungsgeladene Partie darf zu erwarten sein. Ebenfalls packend dürfte der Vergleich zwischen 1860 München sowie dem Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim sein.

Arminia Bielefeld fordert mit Hertha Berlin die Hauptstädter und der FC St. Pauli will Borussia Mönchengladbach das Fürchten lehren.

Vier Mal werden Teams aus der obersten Spielklasse von Clubs aus der 2. Bundesliga gefordert. Die erste Hauptrunde des Pokals steht vom 7. bis 10. August auf dem Programm, die erwähnten Begegnungen gehen am 8. (Duisburg und Schalke und München gegen Hoffenheim) und 10. August (Bielefeld gegen Berlin und St. Pauli gegen Mönchengladbach) über die Bühne.

Arminia Bielefeld stieg 2015 in die 2. Bundesliga auf (Bild: Wikipedia/Andy1982).
Arminia Bielefeld stieg 2015 in die 2. Bundesliga auf (Bild: Wikipedia/Andy1982).

Pasche ist Lausannes Held

In einer fesselnden 9-Tore-Show errang Lausanne Sport zum Auftakt in die Challenge League Saison einen 5:4-Triumph über den FC Biel. Einer stach dabei besonders hervor: Lausannes Mittelfeldspieler Alexandre Pasche. Eigentlich schien das Spiel längst verloren. 0:3 lagen die Waadtländer gegen die Seeländer zurück. Dann traf Pasche zum 1:3-Anschluss. Doch 10 Minuten später, in der 75. Minute, lag der FC Lausanne erneut mit drei Toren zurück: 1:4. Nach einem Doppelschlag waren die Westschweizer plötzlich wieder da. Und in der 84. Minute schoss Pasche den Ausgleich zum 4:4. Damit nicht genug: Eine Minute vor Schluss fiel sogar der Siegtreffer für Lausanne.

Pasche legte mit seinen beiden Toren zum 1:4 und 4:4 den Grundstein für den spektakulären Erfolg seines Teams. Die neun Tore ereigneten sich übrigens innerhalb von 35 Minuten, der Halbzeitstand lautete 0:0.

Den bisher einzigen Auswärtssieg der Saison gelang dem FC Wil, der den raschmöglichsten Aufstieg in die Super League anstrebt. Gegen den ebenfalls als stark einzustufenden FC Winterthur siegten die Ostschweizer nach einer 1:0-Führung mit 2:1.

Der FC Schaffhausen bezwingt zudem Aufsteiger Xamax mit 2:1 und Le Mont und Chiasso trennen sich 1:1-Unentschieden.

Alexandre Pasche (Bild Wikipedia/Fanny Schertzer).
Alexandre Pasche (Bild Wikipedia/Fanny Schertzer).

«Wir wollen zwei Teams hinter uns lassen»

Für die GCK Lions ändert sich einiges: Mit dem EHC Winterthur und den SC Rapperswil-Jona-Lakers spielen nächste Saison fast aus dem Nichts heraus zwei Clubs in nächster Nähe. Zweiteliga.org sprach mit Hans Peter Rathgeb, Medienbetreuer der GCK Lions über die neue Ausgangslage.

Hans Peter Rathgeb, auf einen Schlag zwei zusätzliche Derbys – kommt jetzt die Stunde der GCK Lions?

Wir erhofften uns schon lange, dass der EHC Winterthur raufkommt. Das erste Spiel in der neuen Saison tragen wir daheim gegen Visp aus. Am Samstag folgt Winterthur auswärts und am Dienstag steht das Auswärtsspiel in Rapperswil auf dem Programm. Also alles in der Nähe. Ein wichtiger Faktor für uns ist, dass es während drei Jahren keinen Absteiger gibt, man muss keine Sprünge machen um mitzuhalten. Vor einem Jahr hatten wir 13 Punkte Rückstand auf den Playoff-Platz. In der letzten Saison waren wir Punktegleich. In den Schlussminuten entschied ein einziges Tor gegen uns.

Wie sieht der Kader der nächsten Saison aus?

Mit einem Durchschnittsalter von 20,15 Jahren startete das Kader des NLB-Teams der GCK Lions Anfang Mai das Sommertraining. Dies ist das jüngste Kader, das es je gab in der zweithöchsten Spielklasse. 13 der 26 Kaderspieler werden bei Saisonbeginn Anfang September noch nicht 20 Jahre alt sein. Weitere acht sind noch nicht 21 und weitere drei noch nicht 22. Nur die beiden Ausländer, der neue Teamleader und Captain Tim Ulmann – mit Jahrgang 1987 – und Verteidiger Florian Schmuckli – mit 1993 – sind darüber. Erstmals holten wir auch zwei junge Ausländer, beide sind 25 Jahre alt. Auch sie können sich für die NLA aufdrängen.

Was ist von der nächsten Saison zu erwarten?

Jetzt sind zehn Teams in der Liga, man muss also zwei Clubs hinter sich lassen. Das ist unser Mindestziel. Das wichtigste aber ist, dass die Spieler weitergebracht werden. Sportlich sind wir nahe dran, viele Spiele haben wir nur mit einem Tor Unterschied verloren. Der Hauptmangel liegt im Abschluss, da fehlt der letzte Zwick, dies Aufgrund der Erfahrung.

Viele Stars stammen aus den Reihen der GCK Lions, welche Spieler muss man sich in dieser Saison merken – wie in den letzten Jahren beispielsweise Dennis Malgin und Jonas Siegenthaler?

Bei den jungen Spielern wird dies im Laufe der Saison ersichtlich. Mit Tim Ulmann kehrt ein ehemaliger Spieler aus der Lions Organisation zurück. Mit seinen erst 27 Jahren ist aber auch er noch nicht am Ziel seiner Karriere. Auch er hat noch immer die NLA im Visier. Tim hat bisher 257 Spiele in der NLB absolviert, davon 215 bei den GCK Lions und 84 in der NLA. Insgesamt hat er bisher in der National League 51 Tore, 74 Assists und 125 Scorerpunkte erzielt.

 

Hans Peter Rathgeb, Medienbetreuer der GCK Lions (Bild: zVg).
Hans Peter Rathgeb, Medienbetreuer der GCK Lions (Bild: zVg).

47 Länderspiele für den FC Wil

«Für den FC Wil geht es um alles oder nichts!» Mit diesen dramatischen Worten kommentiert das «St. Galler» das Anrühren mit grosser – für die Challenge League goldener – Kelle durch den türkischen Investors «MNG». Santos, Ramos und Korkmaz blicken auf Erfahrung im Nationalteam mit Brasilien, Kap Verde und der Türkei.

Aufstieg in die Super League dann vordringen in den europäischen Fussball: Niemand wird dem FC Wil in nächster Zeit vorwerfen können, es seien keine Ziele vorhanden. In wenigen Tagen folgt der Anpfiff in die neue Saison, diese Athleten sollen das Punktekonto des FCW füllen:

André Santos (32), spielte unter anderem beim FC Arsenal und bestritt 24 Länderspiele mit Brasilien.

Egemen Korkmaz (32), wechselt von Fenerbahce Istanbul, wo auch Santos gespielt hatte, zum FC Wil. Er spielte neun Länderspiele für die Türkei.

Guy Ramos (29), Kap Verde, kommt von Roda Kerkrade – er spielte 14 Mal für das Nationalteam, unter anderem bestritt der den Afrika Cup 2013.

Mert Nobre schoss in der türkischen Süper Lig mehr als 100 Tore, er stösst von Kayserispor zum FC Wil. Er wurde dreimal türkischer Meister und einmal brasilianischer, mit Cruzeiro.

Daneben wurden junge Talente geholt, so etwa Endogan Adili (21) der auf 24 Super-League-Einsätze bei Basel und GC blickt, er kommt von Galatasaray Istanbul. Ebenfalls zum Team stösst unter anderem Kagan Söylemezgiller der in Stuttgart aufgewachsen ist und zuletzt in der Türkei spielte. Keeper Patrick Drewes war dritter Torhüter beim VfL Wolfsburg.

So oder so – der FC Wil sorgt für einen der wohl spannendsten Starts in die Challenge League, zumal mit dem FC Aarau ein Team da ist, das lieber heute als morgen wieder in der Super League spielt.

Egemen Korkmaz Wiki Ultraslansi

Warum das FC Wil-Experiment Chancen hat

Heute wird der FC Wil sein Kader bekannt geben. Bereits jetzt ist klar, dass André Santos Aushängeschild des Klubs wird. Ein ambitionierter FC Wil sorgt für Spannung in der Challenge League – schon vor dem ersten Spieltag.

Ein Teil der Fussball-Schweiz beobachtet die Übernahme der Aktien-Mehrheit – laut «Blick» sollen die 60 Prozent sechs Millionen gekostet haben – durch die türkische MNG-Gruppe mit Argwohn. Nicht zuletzt weil bei Xamax wie auch dem FC Wil, zweimal ausländische Investoren von grossen internationalen Erfolgen sprachen und wenig später einzig der Bankrott blieb.

Auch jetzt wird von Aufstieg und Cupsieg gesprochen. Bereits vor wenigen Wochen war vom europäischen Erfolgen die Rede. So wurde beispielsweise im «Tages-Anzeiger» kritisch beleuchtet, dass von «sehr schnell sehr viel Erfolg» gesprochen wird.

Das Modell dürfte jedoch eher Chancen haben, als die angesprochenen Pleiten. Erstens sind mit der MNG-Gruppe aus der Türkei Ross und Reiter wesentlich greifbarer als dies bei früheren Investoren der Fall war. Zweitens ist für diesen Investor langfristig ein «MNG» auf der Brust in der Euro League durchaus von Interesse, da der Auslandmarkt von MNG wächst.

Zum Kader, das den Aufwärtskurs anstrebt, gehört André Santos, der pro Jahr mehr als 300‘000 Franken verdienen soll. Santos spielte einst für den FC Arsenal, Fenerbahce Istanbul und Flamengo. Zudem bestritt der Aussenverteidiger 24 Matches für die brasilianische Fussball-Nationalmannschaft.

Zudem sind zwei Nachwuchshoffnungen von Galatasaray Istanbul nach Wil transferiert worden, Ontivero (20) und Kaan Baysal (19).

Das Startprogramm des FC Wil ist happig: Zunächst wartet das Auswärtsspiel beim FC Winterthur, am zweiten Spieltag müssen die Ostschweizer gegen den FC Aarau ran, der zurück in die Super League will und in der dritten Runde geht’s zum Liga-Neuling Xamax, der an alte Zeiten anknüpfen will.

André Santos spielt bald für den FC Wil (Bild: Wikipedia/Ronnie Macdonald).
André Santos spielt bald für den FC Wil (Bild: Wikipedia/Ronnie Macdonald).

Evan McGrath zu Thurgau

Der Kanadier Evan McGrath (29) wechselt zum HC Thurgau. Zuletzt trat McGrath in der zweihöchsten Spielklasse Schwedens an. Für Oskarshamn und Västeras bestritt er 219 Matches, schoss 65 Tore und lieferte 93 Assists. Mit Frölunda spielte er zudem eine Saison beim dreifachen Meister Schwedens in der höchsten Liga.

Darüber hinaus trat McGrath in 284 AHL-Matches an, meist bei Grand Rapids Griffins sowie kurz für Syracuse Crunch (AHL-Total: 53 Tore, 68 Assists).

Evan McGrath unterzeichnet beim HC Thurgau einen Einjahresvertrag, gemeinsam mit Derek Damon bildet er das Ausländerduo der Ostschweizer.

Evan McGrath wechselt zum HC Thurgau (Bild: Wikipedia/Calle Eklund).
Evan McGrath wechselt zum HC Thurgau (Bild: Wikipedia/Calle Eklund).

Greuther Fürth ist die Nummer 1

Von den aktuellen 18 Teams der zweiten Bundesliga ist Greuther Führt die Nummer 1. 1386 Punkte sammelte die Mannschaft in total 26 Jahren Liga-Zugehörigkeit. Nur Alemannia Achen holte noch mehr Zähler, spielt aber derzeit nicht in dieser Liga. Das zweitbeste Team der gegenwärtigen zweiten Bundesliga ist der FC St. Pauli. Auf Gesamtrang sechs liegend, kommt das Team auf 1230 Punkte in 23 Jahren. Es folgen Freiburg (7), Karlsruher SC (8), Duisburg (14) und 1860 München (15).

Auf der hintersten Position der gegenwärtigen Clubs der Liga liegt der 1. FC Heidenheim auf Rang 105. Das Team bestritt bislang eine Saison in dieser Liga, 17 Teams hatte dieser Verein aber in dieser einen Spielzeit bereits überholt. Zwei Plätze weitervorn, auf 103, liegt RB Leipzig, ebenfalls mit einer Saison in der zweiten Bundesliga, aber mit etwas mehr Punkten.

Diverse Mannschaften der zweithöchsten Liga spielten bereits in der Bundesliga, am erfolgreichsten war bisher der 1. FC Kaiserslautern. 44 Saison war dieser Club bislang erstklassig, 2094 Punkte wurden in dieser Zeit eingefahren, der Verein liegt auf Rang 10 der «ewigen» Bundesliga-Tabelle. Dahinter folgen in der Tabelle des Oberhauses folgende aktuelle 2.-Ligisten: VfL Bochum (13), 1. FC Nürnberg (14), MSV Duisburg (15) und der Karlsruher SC.

Das Stadion am Laubenweg von Greuther Fürth (Bild: Wikipedia/Markus Unger).
Das Stadion am Laubenweg von Greuther Fürth (Bild: Wikipedia/Markus Unger).

Island-Star zu FC Basel

An der kommenden Fussball-Europameisterschaft dürfte Island brillieren, dies mit Birkir Bjarnson (27). Laut «Blick» steht nun der FC Basel kurz davor, den Mittelfeldspieler zu verpflichten. Zuletzt spielte Bjarnson in Italien, zunächst bei Sampdoria Genua in der Seria A und zuletzt bei Pescara Calcio in der Serie B.

Mit Island zeigt er derzeit einen beachtlichen Höhenflug: Die Mannschaft führt die Tabelle klar und deutlich an, unter anderem wurde die Türkei 3:0 besiegt, die Niederlande 2:0 und Tschechien 2:1. Wie bei Bjarnson ist den isländischen Spielern eigen, dass sie in grossen Ligen in Europa spielen und dadurch das nötige Know-how in die Nationalmannschaft hinein tragen.

 

Birkir Bjarnson, isländischer Nationalspieler (Bild: Wikipedia/Tobias Klenze/CC-BY-SA 3.0).
Birkir Bjarnson, isländischer Nationalspieler (Bild: Wikipedia/Tobias Klenze/CC-BY-SA 3.0).

Lugano vor Winterthur und Wil auf Rang 1

Seit der Saison 2012/13 wird die Challenge League mit jeweils zehn Teams ausgetragen. In dieser Zeit weilten 14 verschiedene Clubs in der Liga. Anbei die Gesamttabelle seit der Reduktion auf zehn Mannschaften.

 

Rang Team Spiele Siege Remis Lost Tore Punkte
1. Lugano 108 52 26 30 171:127 182
2. Winterthur 108 45 22 41 171:142 157
3. Wil 108 42 25 41 180:173 151
4. Wohlen 108 36 27 45 143:168 135
5. Servette 72 38 14 20 100 :98 128
6. Chiasso 108 29 32 47 107 :152 119
7. Biel 108 29 30 49 154 :179 117
8. Vaduz 72 31 17 24 112 :86 110
9. Schaffhausen 72 31 16 25 112 :94 109
10. Aarau 36 24 6 6 76 :41 78
11. Bellinzona 36 21 8 7 62 :37 64
12. Locarno 72 10 20 42 63 :138 50
13. Lausanne 36 12 8 16 47 :57 44
14. Le Mont 36 10 9 17 39 :56 39

 

Bellinzona wurde aus wirtschaftlichen Gründen 2013 zwangsrelegiert.

Servette wurde 2015 aus wirtschaftlichen Gründen zwangsrelegiert.

 

Gianluca Zambrotta spielte zuletzte beim FC Chiasso in der Challenge League (Bild: Wikipedia/Ludovic Peron).
Gianluca Zambrotta spielte zuletzte beim FC Chiasso in der Challenge League (Bild: Wikipedia/Ludovic Peron).