FC Rapperswil-Jona: Das muss man über die Rasen-Lakers wissen

Der FC Rapperswil-Jona spielt neu in der Challenge League, in der zweithöchsten Spielklasse der Schweiz. Die «Rasen-Lakers» sind der 66. Verein, der in dieser Liga spielt. Somit steht Rapperswil-Jona nun plötzlich sowohl im Fussball wie im Eishockey in der zweitobersten Liga.

Der FCRJ wurde 1928 gegründet, das Stadion Grünfeld bietet Platz für 2500 Besucher. Der Aufstieg in der Saison 2016/17 war der bislang grösste Erfolg in der Vereinsgeschichte, nachdem die Mannschaft bereits 2008, 2009 und 2010 beinahe den Sprung geschafft hatte, sich damals aber Stade Nyonnais (2008), dem SC Kriens (2009) und Etoile Carouge (2010) in der Qualifikationsrunde geschlagen geben musste.

Die Organisation verfügt – in Zusammenarbeit mit GC – über 500 Junioren. Das Budget wurde nach dem Aufstieg auf 2,4 Millionen Franken erhöht. Hinter dem Verein steht insbesondere Pizza-Ketten-Besitzer Rocco Delli Colli und an der Seitenlinie coachte Ex-FCZ-Trainer Urs Meier.

Zwei Cup-Test-Leckerbissen im Mittelland

Erstmals lädt der SC Langenthal zum Berner Cup. Der NLB-Meister trommelt dabei eine Runde in die Eishalle Schoren, die sich sehen lassen kann: Vom 15. bis 18. August stehen neben dem Gastgeber der amtierende Meister SC Bern sowie der EHC Biel und die SCL Tigers auf dem Eis; unter anderem wartet die Begegnung zwischen den beiden Meistern.

Der aufstiegsambitionierte EHC Olten lädt ebenfalls zu einem Leckerbissen. Im Stadion Kleinholz messen sich die Mannschaft von Bengt-Ake Gustaffson in der Gruppe B mit Hockey Thurgau und dem EHC Freiburg (2. DEL) und in der Gruppe A begegnen sich der HC Fribourg-Gotteron (National League), sowie die Straubing Tigers und die Düsseldorfer EG (beide DEL). Anschliessend folgt ein Vergleich mit einem Team aus der anderen Gruppe. Dieses Turnier geht vom 22. bis 26. August in Olten über die Bühne. Dieser Cup wird bereits zum dritten Mal durchgeführt.

Noch ein anderes Schweizer-Team aus der Swiss-League (früher NLB) lädt zwei deutsche Teams in die eigene Halle: Vizemeister SC Rapperswil-Jona Lakers tritt unter anderem auf eigenem Eis gegen Adler Mannheim (15. August) und die Heilbronner Falken (22. August) zum Test an.

Der HC Lugano läuft ein, in die Eishalle Schoren in Langenthal (Bild: zweiteliga.org).

Darmstadt auf dem Sprung in die Top 10

Der SV Darmstadt 98 steht sowohl vor seiner 19. Saison in der 2. Bundesliga wie auch vor dem Einzug in die «Top 10» der «ewigen Rangliste» in der zweithöchsten Fussballliga Deutschlands. Der 1898 gegründete Club liegt gegenwärtig auf der zwölften Position in dieser Bestenliste, vornedran liegen nur noch 1860 München sowie der SV Waldhof Mannheim.

Beide Mannschaften spielen gegenwärtig nicht in dieser Spielklasse, wodurch Darmstadt auf diese beiden Clubs uneingeschränkt Boden gut machen kann. München dürfte relativ rasch überholt sein, der Rückstand des Liga-Neulings beträgt nur gerade fünf Zähler: Der SV kommt auf 1033 Punkte und die 1860er auf deren 1038. Etwas mehr Ausdauer wird nötig sein, um zu Waldhof vorzudringen, hier beträgt der Abstand 31 Punkte; Mannheim erarbeitete sich 1064 Punkte.

Freilich muss Darmstadt von Zeit zu Zeit auch etwas nach hinten schielen, auf Rang dreizehn liegt im Moment der MSV Duisburg mit 1024 Punkten – das sind neun Zähler weniger, doch wenn die Zebras zu galoppieren beginnen könnte es zuletzt zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen kommen, um den Einzug unter die zehn besten Vereine.

Das Merck-Stadion am Böllenfalltor, des SV Darmstadt 98 (Bild: Wikipedia/Ungry Young Man).

Favoriten-Rolle ist klar: Schaffuz und Aarvettax schwingen oben aus

Selten war die Favoriten-Rolle in der Challenge League so schwierig auszumachen – selten verspricht eine Saison derart spannend zu werden wie die Ausgabe 2017/18. Um den Aufstieg mitreden dürften vor allem diese fünf Mannschaften:

FC Schaffhausen: Die Nordostschweizer waren das beste Team der Rückrunde. Unter Murat Yakin, Meister mit dem FC Basel, entpuppte sich der FCS zu einem Winner-Verein – dies nachdem Yakin das Team auf dem letzten Rang liegend übernommen hatte. Zwar sind Leistungsträger wie Shkelqim Demhasaj, Steven Lang und Gjelbrim Taipi nicht mehr dabei, dafür kamen junge, ambitionierte Athleten wie zum Beispiel von YB die beiden Leihgaben Miguel Castroman und Marko Dangubic.

FC Vaduz: Die Liechtensteiner operieren mit dem höchsten Kaderwert der Liga, mit rund acht Millionen Euro. Entsprechend hoch dürften die Ambitionen im Ländle sein. Ein Durchmarsch wie ihn der FC Zürich letzte Saison zeigte, zeichnet sich zumindest im Vorfeld nicht ab.

Servette: Mit sechs Millionen Euro stellen die Genfer den zweitteuersten Kader der Liga. Letzte Saison hinter dem FC Zürich und Xamax auf dem dritten Rang klassiert, dürften die Romands in dieser Saison ein gewichtiges Wort um den vordersten Tabellenplatz mitreden.

FC Aarau: Die Diskussion um ein neues Stadion kann für Nebengeräusche sorgen, doch den Aargauern dürfte es gelingen, dies in einen zusätzlichen Motivationsschub umzumünzen – ein möglichst gutes Sport-Packet bieten zu wollen und um die vordersten Ränge mitspielen zu wollen. Abgesehen davon verfügt Aarau hinter Servette über den drittteuersten Kader.

Xamax: Der Tabellenzweite der vergangenen Saison konnte seine Mannschaft mehr oder weniger zusammenhalten und punktuell verstärken. Wohl auch in dieser Saison dürfte das Team um den Aufstieg mitreden.

Murat Yakin (Bild: Wikipedia/Florian K.).

SC Langenthal und EHC Olten zum Start im Dauerduell

Pünktlich zum Saisonstart wird das Derby zwischen NLB-Titelverteidiger SC Langenthal und dem ambitionierten Aufstiegsaspiranten EHC Olten zu Tode gespielt. In den ersten sechs respektive sieben Matches stehen sich die beiden Clubs aus dem Mittelland nicht weniger als dreimal gegenüber.

Gleich zum Saisonauftakt reist der SC Langenthal am Mittwoch, 13. September in die Dreitannenstadt um mit dem Derbypartner um die ersten drei Punkte der neuen Meisterschaft zu ringen.

Und kaum sind die beiden Teams mit dem Auslaufen fertig, stehen sie sich schon wieder gegenüber: Am Dienstag, 19. September bestreiten die beiden Mannschaften – erneut in Olten – den Cup-16tel-Final.

Und wiederum nur wenige später, am 6. Oktober, stehen sich die beiden Mannschaften im fünften Qualifikationsspiel gegenüber, diesmal in Langenthal.

Der EHC Olten spielt das Derby innerhalb seiner ersten sieben Ernstkämpfe nicht weniger als dreimal (Chronologisch: Langenthal, Langenthal, Visp, La Chaux-de-Fonds, Rapperswil, Thurgau, Langenthal), und der SCL sogar innerhalb von sechs Spielen dreimal (Olten, Visp, Olten, Academy, Rockets, Olten).

Sogar achtmal stehen sich Ajoie und La Chaux-de-Fonds gegenüber – dies weil Red Ice Martigny wegfällt und dadurch die zusätzlichen Spiele der Regionalgruppe zwei zusätzliche Matches erfordern, damit diese beiden Westschweizer auf gleich viele Spiele wie die anderen Mannschaften kommen.

Choreo des EHC Olten (Bild: zweiteliga.org).

Die Challenge League wird zur Nordost-Liga

Nicht weniger als fünf Teams liegen direkt im Nordosten der Schweiz und von Liechtenstein. Diese Gegend wird zum absoluten Ballungsraum der Challenge League. Die fünf Clubs FC Rapperswil-Jona, FC Schaffhauen, FC Vaduz, FC Wil und FC Winterthur liegen innerhalb von wenigen Dutzend Kilometern.

Die Dienstwege werden zudem neu auch für den FC Aarau und den FC Wohlen kurz. Diese liegen ebenfalls im Norden, jedoch weder sonderlich östlich oder westlich. Dafür müssen drei weitere Clubs künftig eher etwas weiter fahren: Der FC Chiasso, der Servette FC sowie Xamax.

Grund für die Ballung ist, dass mit dem FC Le Mont eine Mannschaft aus dem Westen abgestiegen ist und durch das Nordost-Team FC Rapperswil-Jona ersetzt worden ist. Zudem stieg der FC Zürich in die Super League auf und der östlichere FC Vaduz in die Challenge League ab.

Die Winterthurer Schützenwiese (Bild: Wikipedia/Töröl).

Duisburg: Auf der Lauer auf dem Sprung

Der MSV Duisburg ist zurück in der 2. Bundesliga – und sitzt bereits auf der Lauer und auf dem Sprung zum Überholen: Denn in der «ewigen Rangliste» dieser Spielklasse liegt die Mannschaft nur 14 Punkte hinter 1860 München; dieser Club jedoch spielt derzeit in der Regionalliga Bayern und kann nicht ins Geschehen eingreifen.

Der MSV erspielte bislang 1024 Punkte, die 1860er kommen auf 1038 Zähler. Sprich Duisburg dürfte im Laufe dieser Saison komfortabel an München vorbeiziehen.

Gegenwärtig liegen die Zebras auf dem 13. Rang, mit 716 ausgetragenen Spielen, 275 Siegen, 199 Unentschieden und 242 Niederlagen. Das Torverhältnis ist mit 1037:953 positiv.

Nur drei gegenwärtig in der 2. Bundesliga aktiven Teams liegen vor Duisburg: Greuther Fürth (Rang 2), der FC St. Pauli (Rang 4) sowie der SV Darmstadt 98 (Rang 12).

Duisburg ist wieder in der 2. Bundesliga (Bild: Wikipedia/ZebraDS).

Kirby Chambliss triumphiert beim Air Race in Budapest

Mit dem US-Amerikaner Kirby Chambliss gewinnt der dritte Pilot das vierte Red Bull Air Race der Saison; dies nach den vorangegangenen Siegen von Yoshihide Muroya (in Japan und den USA) und Martin Sonka (in dem Emiraten).

Es ist der bislang neunte Triumpf von Kirby, aber der erste seit rund neun Jahren, seit seinem Sieg anno 2008 in England. Seither flog er mehrfach auf den dritten Rang, die Top-Position blieb ihm aber lange vergönnt – bis nun zum Erfolg in Ungarn.

Chambliss setzte sich in Budapest auf seiner Zivko Edge 540 vor dem Kanadier Pete McLeod durch, der wie bereits im vorherigen Rennen in Japan die schnellste Qualifikationszeit zeigte.

Im Gesamtklassement führt immer noch der Japaner Yoshihide Muroya vor dem Tschechen Martin Sonka und Pete McLeod.

Kirby Chambliss (Bild: Wikipedia/Hamish).

Jetzt ist der SC Langenthal-Trainer-Code entschlüsselt

Zunächst der Fakt zum Trainerwechsel beim amtierenden Meister SC Langenthal: Mit Per Hanberg

trainiert erstmals ein Schwede das Team aus dem Oberaargau. Zuletzt coachte er Karlskrona HK in der höchsten schwedischen Liga. Hanberg ersetzt nun Meistertrainer Jason O’Leary, der nach einiger Bedenkzeit in die National League (früher Nationalliga A) zu Servette wechselt, als zweiter Assistenztrainer.

Und nun zur Entschlüsselung des Trainer-Codes: Kein anderes Team in der Swiss League (früher Nationalliga B) wechselt seine Trainer-Position dermassen konsequent und profiliert nach Nationen. Schweden ist bereits das siebte Land in Folge, welches an der Bande des SCL vertreten ist.

Zur Chronologie: Mit Heinz Ehlers coachte am dem 16. November 2009 ein Däne die Mannschaft, 2013 führte er das Team zum Titel. In der Saison 2010/2011 assistierte in der Russe Albert Malgin. Diesem folgte der Schweizer Olivier Horak, welcher später Head-Coach wurde. Sein Assistent wiederum war Jason O’Leary, der gleich drei Herkünfte nennen kann. Primär Kanada, zudem fliesst in seinen Adern japanisches und indianisches Blut (etwas weiter zurück kommt sogar noch irisches dazu, doch dieses wird in der Liste hier nicht berücksichtigt). Jason O’Leary im Laufe der vergangenen Saison zu «zweiteliga.org» über seine indianischen Wurzeln: «Wir bezeichnen uns nicht als kanadisch oder amerikanisch, sondern als „Nation“.» Auch bekannt als «First Nations». «Ich habe Wurzeln in der Passamaquoddy-Nation, die auf kanadischem wie amerikanischem Boden ihr Gebiet hatte.»

Und nun also der Schwede Per Hanberg – schon jetzt darf man also gespannt sein, aus welcher Nation in ferner Zukunft der nächste Coach von SCL-Sportchef und Assistenzcoach Noël Guyaz verpflichtet wird.

Noch einmal die Nationen kurz in Übersicht (in alphabetischer Folge): Dänemark, Japan, Kanada, Passamaquoddy-Nation, Russland, Schweden und Schweiz.

Daniel Gerber

Der SC Langenthal feiert den NLB-Titel (Bild: zweiteliga.org).

Holstein Kiel überholt bald Borussia Dortmund

Aufsteiger Holstein Kiel steht vor der vierten Saison in der 2. Bundesliga. Bislang stand die Mannschaft aus der 250‘000-Einwohner-Stadt von 1978 bis 1981 in der zweithöchsten Spielklasse Deutschlands.

Dennoch dürfte relativ bald ein historisches Ereignis eintreten: Derzeit liegt der Club auf dem 87. Rang in der «ewigen Tabelle» der 2. Bundesliga (von insgesamt 122 Teams, die bisher in dieser Liga angetreten sind). Bislang sammelte Kiel in 118 Spielen 137 Punkte. Gleich viele wie die Borussia Dortmund, die wegen dem besseren Punkteschnitt auf Rang 85 liegt. Beim ersten Punktegewinn von Holstein Kiel jedoch werden die Norddeutschen automatisch an der Borussia vorbeiziehen. Dortmund spielte bislang zwei Saisons in dieser Liga, und erreichte in 76 Duellen – wie erwähnt – 137 Punkte, im Schnitt 1,8 pro Spiel, während Kiel einen Schnitt von 1,16 pro Match zeigte und somit drei Saisons brauchte, um auf 137 Zähler zu kommen.

Zwischen den beiden Team liegt im Übrigen der 1. FC Heidenheim, ebenfalls mit 137 Punkten und einem Schnitt von 1,34 Punkten pro Duell. Dies in 102 Matches. Der Unterschied in der Anzahl Spiele kommt deshalb zustande, weil in früheren Jahren mehr Spiele ausgetragen worden waren.

Das Holstein-Stadion (Bild: Wikipedia/Sasquatch).