Noch vier Mannschaften sind an der Euro 2016 in Frankreich im Rennen und noch immer ist eine Mannschaft der Qualifikations-Töpfe drei bis sechs im Rennen: Wales. Angetrieben von einem alles überragenden Gareth Bale zeigt dieses britische Team eine Überraschung, die nur bedingt eine ist – obschon Wales vom vierten Topf aus in die Quali gestartet war.
Ein Blick auf die Clubs, in welchen die Stars dieser Mannschaft beschäftigt sind, zeigt eine beachtliche Vielfalt an Quellen erstklassiger Einflüsse.
Allen voran Gareth Bale, der mit Real Madrid erst vor kurzer Zeit die Champions League gewinnen konnte. Doch auch mit Spielern wie Wayne Hennessey (Crystal Palace), Danny Ward (Liverpool), Ben Davies (Tottenham Hotspur), Ashley Williams (Swansea City), Aaron Ramsey (Arsenal) oder Hal Robson-Kanu (FC Reading) und etlichen mehr, stehen Trainer Chris Coleman vorzügliche Athleten zur Verfügung.
Keine Frage, das britische Team, zudem viele Spieler aus der Premiere League gehören, hat noch nicht genug.
Nicht weniger als 9 der 24 Euro-Starter entsprangen den Qualifikations-Töpfen drei bis sechs, also deutlich mehr als jeder dritte Starter (2,67 um genau zu sein). Die europäischen Teams rücken immer näher zusammen, nicht zuletzt, weil zahlreiche der Athleten in einer der grossen Ligen in Spanien, England, Italien, Deutschland oder Frankreich antreten.
Diese 9 der 24 EM-Teams waren zudem nicht einfach Verziehrung am Rande, nicht weniger als deren drei überstanden nicht nur die Gruppenphase sondern sind nun gar ins Viertelfinale vorgestossen. 3 von 8 bedeutet den gleichen Schnitt wie zum Start der Fussball-Europa-Meisterschaft: 2,67.
Gespannt sein darf man nun, ob mit Island, Wales oder Polen sogar einem – oder mehreren – Vertreter der Töpfe drei bis sechs der Einzug ins Halbfinale gelingt.
Zum erfolgsgekrönten Mittelfeld der österreichischen Fussball-Nationalmannschaft gehört ein Spieler des FC Luzern: Schon 21-Mal streifte Jantscher, der kürzlich mit einem Doppelpack gegen GC für Aufsehen sorgte, das rot-weisse Dress über.
«Eine grosse Euphorie herrscht derzeit in Österreich, weil wir die Qualifikation sehr souverän bestritten haben», fasst Jakob Jantscher die jüngsten Geschehnisse seiner Nationalteams zusammen. «Wir haben kein Spiel verloren.» Aus zehn Spielen resultierten neun Siege und ein Unentschieden. Die beiden grössten Konkurrenten, Russland und Schweden, mussten je zwei Pleiten einstecken. Janterscher und seine Gefährten besiegten Russland zweimal und Schweden einmal, dazu kam ein Remis gegen die Nordländer.
Grosse Erwartungen
«Die Erwartungshaltung im Land ist gross», blickt Jakob Jantscher auf das baldige Turnier in Frankreich. «Das Team ist sehr positiv gestimmt, wir freuen uns auf dieses Ereignis. Wir wollen an die Leistung anknüpfen unsere Möglichkeiten sind gross.» Ziel sei, die Gruppenphase zu überstehen. Nach langer Zeit sei die Mannschaft wieder bei einem grossen Ereignis dabei.
Auch in der Schweiz werden die österreichischen Erfolge besonders registriert, denn neben Jakob Jantscher gibt es noch einen zweiten eidgenössischen Bezug zu den Überfliegern aus dem östlichen Nachbarn der Schweiz: Marcel Koller leitet die Geschicke als Nationaltrainer. «Man wird überall darauf angesprochen, auch weil die Schweiz und Österreich gerne miteinander verglichen werden.»
Gruppenphase überstehen
«Wenn wir an unserer guten Qualifikation anknüpfen können, haben wir eine gute Chance, die Gruppenphase zu überstehen.» Gleichzeitig treffe man auf unbequeme Gegner. «Portugal zählt wohl auf das stärkste Kader, während Ungarn und Island sehr unangenehm sind. Wir müssen drei Top-Leistungen an den Tag legen. Es ist schwierig, über die Gruppenphase hinauszukommen.»
Gerade dass Island überraschend auftrumpfte, habe er mitbekommen. «Vor zwei, drei Jahren sind wir bereits gegen sie angetreten, sie spielen sehr kampfbetont und sind eine harte Nuss zum Knacken.»
Der neue Spielplan ist, die Saison 2016/17 beginnt am Freitag und Samstag 9.9. und 10.9. 2016 mit mehreren Auftaktderbys: Am Freitag empfängt La Chaux-de-Fonds den NLB-Meister HC Ajoie und der EHC Winterthur trifft als erstes auf den HC Thurgau.
Am Samstag startet dann der SC Langenthal gegen den EHC Olten und die Rapperswil-Jona-Lakers bestreiten gegen Winterthur ebenfalls ein Lokal-Derby. Die Saison erstreckt sich für jedes Team über 48 Spiele.
Neu in der Liga sind die Ticino Rockets sowie die EVZ Academy, welche ihre Heimspiele in Sursee austrägt. Die beiden Teams treffen gleich am ersten Spieltag aufeinander.
Vor rund fünfzehn Jahren waren jeweils 36 Qualifikationsrunden ausgetragen worden, mittlerweile ist die Zahl auf 48 Quali-Matches angestiegen.
Die Playoffs beginnen am 17. Februar 2017. Darüber hinaus werden die Cup-Sechzehntelfinals werden am 27. und 28. September ausgetragen.
Am Höheflug der albanischen Fussball-Nationalmannschaft ist ein Spieler des FC Luzern beteiligt. Erstmals ist das Team bei einer EM-Endrunde dabei. FCL-Mittelfeldspieler Jahmir Hyka bestritt mehrere Qualifikationsspiele.
«In letzter Zeit bin ich vielfach darauf angesprochen worden», bilanziert Hyka im Gespräch mit dieser Zeitung. «Ob ich im Aufgebot Albaniens dabei bin, entscheidet letztlich der Trainer. Seit mehr als einem Jahr war ich nicht mehr dabei.» Beim FC Luzern wird der 28-Jährige regelmässig eingesetzt und er hofft auf ein positives Signal aus Tirana, wo er einst zur Welt gekommen ist.
«Die albanische Nationalmannschaft hat eine grosse Steigerung durchlaufen. In der Gruppenphase konnten wir gegen grosse Mannschaften antreten und gegen sie Punkten.» Namentlich gegen Portugal und Serbien. «Wir haben gezeigt, dass wir gegen die grossen Teams bestehen können.»
Das Gesprächsthema
Erwartet habe niemand aus dem Nationalteam, dass die EM-Endrunde erreicht werde. «Inzwischen hat aber jede Mannschaft Hoffnung gewonnen. Im Moment können auch die Kleinen gut mitspielen. Im Fussball ist es mittlerweile so geworden, dass man mit guter Defensive auf die Chancen lauern kann.» Nach dem 1:0-Sieg in Portugal habe man grosses Vertrauen gewonnen.
Nach der EM wird anschliessend vor der WM sein. «Die Qualifikation für die Weltmeisterschaft dürfte schwieriger werden.» Dies weil bei der EM 24 europäische Teams starten, an der WM sind es deutlich weniger, nämlich deren 13.
Bei grossen Mannschaften
«Womöglich haben wir uns deshalb qualifiziert. Für unsere Nation und die Medien ist es etwas Besonderes. Die Freude ist nun in der Zeit vor dem Turnier sehr gross. Es ist ein grosses Gesprächsthema» hat Jahmir Hyka beobachtet.
«Wir haben einen grossen Schritt gemacht, viele von uns albanischen Spielern sind in guten Ligen», bilanziert Hyka. Torhüter Etrit Berisha spielt beispielsweise bei Lazio Rom, Elseid Hysaj beim SSC Neapel, Captain Lorik Cana beim FC Nantes, Rey Manaj bei Inter Mailand und so weiter. «Das ist mit ein Grund, warum wir mittlerweile auf einem hohen Level spielen.» Durch das Engagement bei grossen Clubs, ist auch das Nationalteam eine grosse Mannschaft geworden.
Duell gegen die Schweiz
Das erste Spiel an einem grossen Turnier bestritt Albanien gegen die Schweiz (die Eidgenossen siegten 1:0). «Schweiz gegen Albanien – das erlebte ich schon in Luzern, als wir gegen die Schweiz spielten. Das war eine grosse Freude, da viele Albaner in der Schweiz leben.»
Eine der beiden Mannschaften sollte weiterkommen, bilanziert Jahmir Hyka. «Auch wenn die Schweiz zuletzt eine nicht so gute Phase hatte: Die Qualität ist da. Ich denke, dass die Schweiz etwas die besseren Chancen hat – doch im Fussball ist alles möglich.» Wer ein Spiel gewinne habe bereits grosse Chancen weiterzukommen. «Albanien hat nichts zu verlieren, mit der Qualifikation ist das Ziel erreicht, wir können ohne Druck antreten.»
Vor einem Jahr hat Albanien ein Testspiel gegen Frankreich gewonnen, «aber jetzt sind sie in einer sehr guten Phase», blickt er auf den einen der drei Gruppengegner, «gegen Rumänien und die Schweiz ist alles offen.»
Auch wenn Jahmir Hyka nun kein Aufgebot erhalten hat – etwas kann ihm niemand nehmen: Er war Teil der Mannschaft, die sich für die EM qualifiziert hat.
Albanien wie die Schweiz
Was jetzt in der albanischen Fussball-Seele geschieht, erinnert an die Euphorie, die in der Schweiz herrschte, als Roy Hodgson die Eidgenossen erstmals nach 29 Jahren wieder an eine Endrunde führte. Damals, als es im letzten Gruppenspiel eines Sieges über Estland bedurfte. Die Nation stand wie ein Mann im Hardturm hinter der Equipe, die sich mit 4:0 durchsetzte. Detail am Rande: Die Schweiz musste damals – gleich wie Hykas diesmal – in der Gruppe gegen Portugal antreten, das Auswärtsspiel ging zwar 0:1 verloren, doch zuletzt qualifizierten sich Italien und die Schweiz (2:2 und 1:0 lauteten damals die eidgenössischen Sensationsresultate).
Im Rahmen der Vorbereitung zur Saison 2016/17 trifft der SC Langenthal auf einen alten Bekannten: Vom 15. bis 19. August logiert das Team auf der Schnyder Ranch. Dies während dem Trainingslager in Ravensburg, wo tägliche Trainings über die Bühne gehen. Daneben sollen auf der Ranch körperliche Arbeiten ausgeführt werden und Teambuilding betrieben werden.
Stefan Schnyder spielte 112 Matches für den SC Langenthal, von 2012/13 bis 2014/15. In dieser Zeit lieferte der solide Hockeyarbeiter 12 Tore und 15 Assists.
Bereits am 3. August startet der SC Langenthal sein Eistraining in Burgdorf, sechs Tage später folgt das erste Testspiel gegen den EHC Biel und am 19. August steht die Mannschaft dem EHC Kloten gegenüber.
Ab dem 12. August trainiert die Mannschaft in der Eishalle Schoren, gleichentags tritt das Team von Jason O’Leary gegen die Rapperswil-Jona Lakers an. Ein weiterer NLB-Gegner wartet mit dem EHC Visp am 30. August.
Internationale Testspiele stehen zudem gegen Klagenfurt (21.8.) die Freiburger Wölfe (23.8.) sowie Nové Zamky (Slowakei/31.8.) auf dem Programm.
Jason O’Leary, Headcoach SC Langenthal (Bild: Presse SC Langenthal).
Im «Worst Case» für die Starter aus den Töpfen 3 bis 6 hätten sich nur fünf Mannschaften qualifiziert. Dann nämlich, wenn aus den Töpfen 1 und 2 alle neun Mannschaften durchgekommen wären, was 18 Startplätze ergeben hätte, während ein weiterer automatisch an Gastgeber Frankreich geht.
Statt fünf Nationen aus den unteren Einteilungen zur Gruppenphase sind es deren neun geworden. Insbesondere die Nicht-Qualifikation der Niederlande überraschte.
Mit Österreich, Polen, Rumänien, Slowakei, Türkei, Wales, Albanien, Island und Nordirland sind somit fast doppelt so viele Teams aus den Töpfen drei bis fünf dabei, wie zu erwarten war. Einzig aus Topf sechs ist keine Mannschaft dabei, zumindest mehrere dieser Teams beendeten die Qualifikation nicht auf dem zu erwartenden letzten Rang.
Topf 1 ist 6 mal vertreten: Deutschland, England, Italien, Portugal, Russland, Spanien.
Topf 2 ist 8 mal vertreten: Belgien, Kroatien, Irland, Schweden, Schweiz, Tschechien. Ukraine, Ungarn.
Topf 3 ist 5 mal vertreten: Österreich, Polen, Rumänien, Slowakei, Türkei.
Topf 4 ist 1 mal vertreten: Wales.
Topf 5 ist 3 mal vertreten: Albanien, Island, Nordirland.
Dazu kommt Gastgeber Frankreich.
Gareth Bale im Dress des Nationalteams von Wales (Bild: Wikipedia/Jon Candy).
Vor vier Jahren, zur Saison 2012/13 wurde die Challenge League neu als Zehnerliga geführt. Vier Saisons sind mittlerweile ausgetragen. «Zweitliga.org» errechnete die Tabelle, seit dieser Modusänderung. Mittlerweile 15 Mannschaften spielten seither in dieser Liga. In der Gesamttabelle seit der Reduktion auf zehn Mannschaften liegt der FC Wil vor dem FC Winterthur, Lugano und Wohlen.
Den höchsten Punkteschnitt zeigt der FC Aarau (1,82), vor Servette Genf (1,77) sowie dem FC Lugano (1,69).
Rang
Team
Spiele
Siege
Remis
Lost
Tore
Punkte
Schnitt
1.
Wil
142
56
36
50
240:222
204
1,43
2.
Winterthur
142
57
29
56
211:191
200
1,40
3.
Lugano
108
52
26
30
171:127
182
1,69
4.
Wohlen
142
45
36
61
178:220
171
1,20
5.
Schaffhausen
106
55
21
40
155:139
156
1,47
6.
Chiasso
142
36
48
58
146:196
156
1,09
7.
Biel
126
34
36
56
182:209
133
1,05
8.
Aarau
70
36
20
14
120:80
128
1,82
9.
Servette
72
38
14
20
100:98
128
1,77
10.
Vaduz
72
31
17
24
112:86
110
1,52
11.
Lausanne
80
31
16
23
108:96
109
1,36
12.
Le Mont
70
17
20
33
75:106
71
1,01
13.
Bellinzona
36
21
8
7
62:37
64
1,77
14.
Xamax
34
15
9
10
53:42
54
1,58
15.
Locarno
72
10
20
42
63:138
50
0,69
Biel wurde 2016 aus wirtschaftlichen Gründen im Laufe der Saison die Lizenz entzogen (daher nur 34 Spiele in der Saison 2015/16), Servette (2015) und Biel (2013) mussten ebenfalls aus finanziellen Gründen absteigen.
Die Würzburger Kickers haben den Expresse genommen und sind auf diesem Zuge geblieben: Im Rückspiel der Relegation musste zwar der Anschluss im Gesamtskore auf 1:2 hingenommen werden, doch schon vier Minuten später fiel der Ausgleich in der Partie und das 3:1 im Gesamten.
Der MSV Duisburg, der schon lange nicht mehr zweimal hintereinander verloren hatte, musste zuletzt mit 1:2 in diesem Spiel und einem 1:4-Relegationstotal den Weg in die 3. Liga in Angriff nehmen, während die Würzburger Kickers in die 2. Bundesliga aufsteigen.
Die Würzburger Kickers im Schnellzug – anders hatte es in den letzten Saisons ausgesehen. 2014/15 war Holstein Kiel während 62 der 180 Minuten für die 2. Bundesliga qualifiziert, doch zuletzt schaffte 1860 München den Klassenerhalt. Und 2013/14 gelang dem 3. Ligisten Darmstadt der Aufstieg, dieser musste sich aber bis in die Verlängerung gedulden. 2012/13 lag Osnabrück aus der 3. Liga gegen Dynamo Dresden keine Sekunde in Führung.
Die 170 von 180 Minuten sind in der Geschichte der Relegation einer der absoluten Spitzenwerte.
Das Stadion der Würzburger Kickers (Bild: Wikipedia/Bif).
Vor zehn Jahren erkämpfte der FC Zürich in einer Finalissima den Schweizer-Meistertitel auswärts beim FC Basel. Jetzt, zehn Jahre später, stehen die Stadt-Zürcher wieder in einer Finalissima. Sogar in einer besonders eigentümlichen: Die beiden Cup-Finalisten machen gleichzeitig den Absteiger unter sich aus – eine der beiden Mannschaften wird in der Saison 2016/17 in der Challenge League willkommen geheissen.
Der FC Lugano und der FC Zürich dürften einen Doppel-Show-Down zeigen, wie ihn der Schweizer Fussball noch nie gesehen hat. Zunächst kämpfen die beiden Clubs im Fernduell gegeneinander um den Ligaerhalt. Der FCZ ist dabei auf einen Punktverlust der Tessiner daheim gegen den FC St. Gallen angewiesen, «nur» ein Sieg daheim gegen den FC Vaduz reicht nicht.
Und nur wenige Tage später, am Sonntag, 29. Mai, wartet im Letzigrund in Zürich das Direktduell zwischen den beiden Clubs um den Cup-Sieg. Eines der beiden Teams steht dann als Absteiger fest und kann sich mit dem Pokal-Gewinn revanchieren und in der kommenden Saison europäisch antreten.
Der Letzigrund, die Heimspielstätte des FC Zürich (Bild: Wikipedia/Nicholas B.).