Darmstadt 98 – Lilien auf dem Weg aus dem Tal?

Otto Lilienthal machte es einst vor. Der Luftfahrtpionier zeigte einst wie man abhebt – wenn auch zu seiner Zeit noch für wenige Sekunden. Gelingt nun «den Lilien», dem SV Darmstadt 98, in letzter Sekunde die Rettung aus dem Tal? Der Absteiger aus der Bundesliga nutzte mit einem 1:0-Heimsieg gegen Tabellenführer die wohl allerletzte Chance, sich in den letzten Runden noch von einem Abstiegsrang wegzubewegen.

Seit nun fünf Spielen ist die Mannschaft ungeschlagen, doch in den letzten 22 Duellen konnten die Darmstädter nur drei für sich entscheiden. Und das Restprogramm ist gehaltvoll: Nach Leader Düsseldorf treffen die Lilien mit Holstein Kiel und Jahn Regensburg auf zwei weitere Mannschaften aus dem Spitzenquartett. Auch Sandhausen, Braunschweig und Union Berlin gehören nicht zu den Gegnern, die auf die leichte Schulter genommen werden können. Auf den Relegationsrang müssen drei Punkte Rückstand abgebaut werden und auf den rettenden 15. Rang sind es nicht weniger als fünf Zähler.

Gemessen am Gesamtmarktwert des Kaders ist der Tabellen-Tiefflug nur schwer zu erklären. Die Mannschaft wird von «transfermarkt.de» auf 16,05 Millionen Euro geschätzt – das achtteuerste Kader der Liga. Das zweitgünstigste führt der MSV Duisburg mit 11,45 Millionen Euro; was also rund 4,6 Millionen günstiger ist; doch der MSV liegt ungefähr in der Tabellenregion, in der Darmstadt gemessen am Kaderwert sein müsste; und die Lilien befinden sich in dem Tal, das – wirtschaftlich gesehen – dem solide und tüchtig wirtschaftenden Duisburg hätte blühen können.

Otto Lilienthal bei einem Flug mit seinem Doppeldecker anno 1895 (Bild: Wikipedia).

Lakers beenden 107-Minuten-Torflaute

Während 107:40 Minuten stellten die SC Rapperswil-Jona Lakers das Feuer ein. Bei 59:10 im ersten Spiel hatte Michael Hügli zur 5:0-Führung getroffen. Bei der 0:1-Pleite auswärts in Olten erfolgte – wie das Resultat erahnen lässt – kein Rappi-Treffer. Und nun, im jüngsten Duell, mussten sich die 5145 Zuschauer bis in die 47. Minute (46:50) gedulden, ehe ihre Mannschaft das Tor wieder traf. Der Treffer von Fabian Maier bedeutete den 1:1-Ausgleichstreffer.

Während rund 25 Minuten führte der EHC Olten im Kanton St. Gallen, ehe die Lakers mit drei Toren innerhalb von zehn Minuten aus dem Rückstand einen 3:1-Sieg formten; neben Maier, trafen auch Michael Hügli und Martin Ness. Damit liegt der SCRJ im Playoff-Finale der Swiss League wieder vorne. Bislang konnten die beiden Teams jeweils ihre Heimspiele gewinnen, somit kämpft Rappi am Mittwoch darum, sich als erste der beiden Mannschaften auswärts durchzusetzen.

Lakers starten mit Flutwelle gegen den EHC Olten

Die SC Rapperswil-Jona Lakers starten mit einer Flutwelle ins Playoff-Finale. Allen voran Goalie Melvin Nyffeler. Denn während das Resultat 5:0 lautet, verzeichnen die Statistiker 31:27 Schüsse auf das Tor.

Zudem zeigen sich die St. Galler variantenreich im Angriff: Neun verschiedene Skorer lassen sich in die Skorerliste eintragen, darunter vier verschiedene Skorer (Michael Hügli trifft doppelt, zum 1:0 und 5:0).

Das Team vom Obersee gewann jedes Drittel (1:0, 3:0 und 1:0). Nach dem 4:0 wurde Olten-Keeper Matthias Mischler durch Simon Rytz ersetzt, nachdem die Lakers innerhalb von 125 Sekunden den Vorsprung von 2:0 auf 4:0 verdoppelt hatten.

Nicht genug vom Spiel konnten offenbar Josh Primeau und Devin Muller haben, die beiden lieferten sich nach der Schlusssirene noch einen Faustkampf, der zu je einer Zwei-Minuten-Strafe sowie je einer Spieldauer-Disziplinarstrafe wegen Faustkampfs führte – ein Restausschluss der bei 60:00 und bereits entschiedenem Spiel vernachlässigbar ist.

Michael Hügli (Bild: Lakers Sport AG, René Schmid).

Olten, ZSC und Biel zeigen: Plötzlich rentieren Trainerentlassungen

Trainerentlassungen rentieren nicht – diese Meinung ist statistisch breit dokumentiert. Im Durschnitt landet ein Team wieder am Ausgangspunkt, sobald der «Trainer-Weg-Effekt» nach rund zehn Spieltagen abgeklungen ist. Die Geschichtsbücher sind voll von Begebenheiten, bei denen Clubs ihren Coach zum Beispiel auf Rang sieben liegend, in die Wüste geschickt haben, die mit dem neuen Übungsleiter dann kurzfristig auf Position fünf oder vier hochgeschnellt sind und die sich dann, in der Endabrechnung, wieder auf Rang sieben vorgefunden haben.

Doch in dieser Saison nun hatten gleich vier Clubs ein «goldenes Händchen» beim Trainerrauswurf. In der Swiss League sind dies der EHC Olten und der HC La Chaux-de-Fonds. Beim EHCO wurde Bengt-Ake Gustafsson entlassen, als sein Team im Januar fast sämtliche Spiele verloren hatte. Das Team lag zwischenzeitlich auf einem Rang, das kein Heimrecht mehr im Viertelfinale bietet. Sein Nachfolger Chris Bartolone liess nun das Team zusammenwachsen und er führte die Solothurner ins Playoff-Finale. Und der HCC feuerte auf Rang sieben liegend Alex Reinhard und ersetzte ihn durch Serge Pelletier, der die Mannschaft auf Platz vier hochhob. Das 1:4-Viertelfinal-Out gegen den HC Ajoie wäre zwar dann wohl auch ohne Trainerwechsel gelungen …

In der National League stehen nun sogar zwei Equipen im Halbfinale, die ihre Coachs austauschten. Bei den ZSC Lions wurde Hans Wallson durch Hans Kossmann ersetzt beim EHC Biel steht anstelle von Mike McNamara nun Antti Törmänen an der Bande.

ZSC Lions gegen den EV Zug (Bild: zweiteliga.org).

Die bisher engste NLB-Serie

Die Serie zwischen dem SC Langenthal und dem EHC Olten war die bisher engste in der Geschichte der Liga. «Zweiteliga.org» arbeitete sich durch sämtliche Playoff-Serien seit der Einführung der Playoffs in der Nationalliga B (heute Swiss League) in der Saison 1993/94. Die Erkenntnis: Noch nie verlief eine Serie derart eng: Weder im Viertelfinale, Halbfinale oder Finale.

Zur Erinnerung: In der kürzlich zu Ende gegangenen Serie zwischen dem SC Langenthal und dem EHC Olten endete jedes Spiel mit nur einem Treffer Unterschied. Dreimal ging das Duell in die Verlängerung, die Entscheide fielen in den Minuten 65, 72 und 88. Letzteres war das bisher längste Eishockeyspiel in der Geschichte des Schweizer Eishockey.

Engste Serie der bisherigen Geschichte

Zwar waren zwei Serien zu verzeichnen, in denen die Spiele ebenfalls mit einem Unterschied von nur einem Tor endeten. Doch weil das Siegerteam viermal das gleiche war, endeten diese Serien 4:0. Eine Serie mit fünf oder mehr Spielen und stets nur einem Tor unterschied gab es noch nie.

Zudem sind nur acht weitere Serien zu verzeichnen, bei denen alle Duelle, bis auf eines, mit einem Tor Unterschied endeten.

Die engsten Playoffserien in der Swiss-League:

  1. Langenthal – Olten, Halbfinale 2018, 3:4n.V., 3:2n.V., 1:2, 2:3n.V., 2:3. 1:4 Siege. Alle fünf Spiele endeten mit einem Tor Unterschied.
  2. Rapperswil – Martigny, Halbfinale 2016 2:1, 4:3, 1:0, 4:3. 4:0 Siege. Alle vier Spiele endeten mit einem Tor Unterschied.
  3. Olten – Basel, Viertelfinale 2011, 4.3.n.V., 4:3, 5:4n.V., 4:3, 4:0 Siege. Alle vier Spiele endeten mit einem Tor Unterschied.
  4. Langenthal – La Chaux-de-Fonds, Halbfinale 2012, 3:4n.V., 4:3n.V., 0:1, 3:2n.V., 5:4n.V., 0:2, 2:1, 4:3 Siege. Eines der sieben Spiele endete mit einem Zwei-Tore-Unterschied.
  5. Lausanne – Visp. Viertelfinale 2006. 5:4, 4:3, 3:2, 1:2, 1:5, 3:4, 2:1. 4:3 Siege. Eines der sieben Spiele endete mit einem Vier-Tore-Unterschied.
  6. Biel – Olten, Viertelfinale 2008, 3:2, 5:1; 2:3; 4:3; 3:2. 4:1 Siege. Eines der fünf Spiele endete mit einem Unterschied von vier Toren.
  7. La Chaux-de-Fonds – Langenthal, Viertelfinale 2008. 4:2, 4:3, 2:1, 4:3. 4:0 Siege. Eines der vier Spiele endete mit zwei Toren Unterschied.
  8. Chur – Thurgau, Viertelfinale 1994 (Best-of-3). 4:3n.P, 2:4, 3:2.n.P., 3:2. 3:1 Siege. Eines der vier Spiele endeten mit einem Zwei-Tore-Unterschied.
  9. Sierre – Visp, Viertelfinale 2004. 2:1n.P.; 5:0; 2:1; 5:4 n.V.. 4:0 Siege. Eines der vier Spiele endete mit einem Unterschied von fünf Toren.
  10. La Chaux-de-Fonds – Genf. Halbfinale (Best-of-3). 1:2, 2:3, 5:0, 2:1, 2:1. 3:2 Siege. Eines der fünf Spiele endete mit einem Unterschied von fünf Toren.
  11. Biel – Genf, Halbfinale 2001 (Best-of-3). 2:1, 4:3, 0:5, 3:2. 3:1 Siege. Eines der vier Spiele entete mit einem Unterschied von fünf Toren.

Daniel Gerber

Jetzt müssen sich Kloten und Ambri warm anziehen

Der Winter ist vorbei, warm anziehen müssen sich die nun Kloten und Ambri trotzdem. Der Strohhalm, dass der HC Ajoie ins Swiss-League-Final einziehen und dieses gewinnen könnte, bietet keinen Halt mehr. Denn die Jurassier wären im Falle des Triumphs in der zweithöchsten Spielklasse nicht zur Liga-Qualifikation angetreten und der EHC Kloten oder der HC Ambri-Piotta wären vorzeitig gerettete gewesen.

Doch nun stehen zwei ganz grosse Kaliber im Finale der Swiss League. Sowohl die SC Rapperswil-Jona Lakers wie auch der EHC Olten erklärten vor der Saison, aufsteigen zu wollen. Der B-Meister-Titel sättigt weder das eine noch das andere Team. Gut möglich also, dass es in dieser Saison wieder einen Aufsteiger gibt.

Die Lakers zeigten kein Ajoie-Trauma. Denn noch anno 2016 standen sich die beiden Clubs im Finale gegenüber und die Nordwestschweizer setzten sich durch. Auch diesmal zeigten die beiden Teams eine längere Serie, in der sich Rappi mit 4:2-Erfolgen durchsetzte (2:1, 3:5, 3:1, 1:4, 4:2, 2:1). Somit kommt es nun zu einem regelrechten Kracher im Swiss League Finale.

Die SC Rapperswil-Jona Lakers, hier mit einem Treffer gegen den EV Zug im Cup-Viertelfinale (Bild: zweiteliga.org).

Langenthal out – Olten wartet im Finale auf Rappi oder Ajoie

Der EHC Olten steht verdient im Finale. In vier der fünf Halbfinal-Spiele liess das Team aus dem Kanton Solothurn nur maximal zwei Gegentore zu. SCL-Playoff-Topskorer Brent Kelly gelangen im Verlauf der Playoffs kein einziges Tor gegen Visp und Olten, dennoch war er mit zwölf Assists durchaus produktiv. EHCO-Verteidiger Anthony Rouiller erzielt quasi das «Golden Goal» in der regulären Spielzeit und ebnet seinem Team den Finaleinzug.

In der Qualifikation zeigte der SCL zwar eine 5:2-Siegesbilanz in den sieben Begegnungen mit dem EHCO. Aber in den Spielen, in denen es darum ging, eine Runde weiterzukommen, also im Cup und im Playoff-Halbfinale, resultierten 5:1-Siege für den EHC Olten. Insgesamt standen sich die beiden Derby-Partner nun dreimal in den Playoffs gegenüber. Stets siegte Olten, 2010 mit 4:3-Siegen, 2013 mit 4:2-Siegen und nun 2018 mit 4:1-Siegen. Somit konnte Olten in der Gesamtbilanz 12:6 Playoff-Spiele gegen Langenthal gewinnen.

In der Serie zwischen den SC Rapperswil-Jona Lakers und dem HC Ajoie, dem Meister aus dem Jahr 2016, gewinnt auch im fünften Spiel wieder das Heimteam – somit liegt Rappi wieder vorne. Dank der 3:2-Führung können die St. Galler mit dem ersten Break in der Serie gleich den Final-Einzug sichern.

Der EHC Olten nach dem Final-Einzug gegen den SC Langenthal (Bild: zweiteliga.org).

SCL-Ausländer konnten Unterschied nicht machen

In den Playoffs sind die Ausländer des SC Langenthal zu wenig auf Touren gekommen. Nach einem Spiel musste Jeff Campbell bereits kurz nach dem Comeback wieder verletzt pausieren. Und Brent Kelly gelang in allen elf Playoff-Spielen weder gegen Visp noch gegen Olten ein Tor, dennoch ist er mit zwölf Assists Langenthals Playoff-Top-Skorer, was einen Schnitt von 1,09 Punkten pro Match ergibt. Auf einen ähnlichen Schnitt, auf 1,02, kommt Kim Karlsson in seinen 39 Spielen lieferte er 40 Punkte für Langenthal. Somit ist er der elftbeste Ausländer, der bisher für den SCL angetreten ist, wie die von «zweiteliga.org» erarbeitete Tabelle zeigt.

Erfasst sind alle Ausländer seit der SCL 2002 in die NLB aufgestiegen ist und die mindestens 20 Spiele für den SCL ausgetragen haben. Ansonsten würden Yves Sarault (5 Spiele, 10 Punkte) und Rich Brennan (1 Spiel, 2 Punkte) mit je einem Wert von 2,0 vorne liegen.

Rang Spiele Name Tore Assists Punkte (ab)Saison Schnitt
1 21 Todd Elik 12 29 41 04/05 1,95
2 220 Eric Lecompte 134 230 364 02/03 1,65
3 161 Steve Larouche 92 150 242 05/06 1,50
4 40 Daniel Marois 24 34 58 02/03 1,45
5 34 Sean Berens 22 26 48 03/04 1,41
6 468 Brent Kelly 249 391 640 10/11 – 1,37
7 377 Jeff Campbell 207 296 503 10/11 – 1,33
8 42 Derek Plante 27 23 50 07/08 1,19
9 36 Marko Tuomainen 11 31 42 08/09 1,16
10 22 Matt Murley 8 16 24 09/10 1,09
11 39 Kim Karlsson 18 22 40 17/18 – 1,02
12 35 Eric Himelfarb 15 19 34 09/10 0,97
13 40 Mike Maneluk 16 22 38 08/09 0,95
14 23 Cory Larose 8 8 16 09/10 0,69

Daniel Gerber

KHL-Rekord: Jokerit Helsinki mit Tor in 143. Minute

Die Kontinental Hockey League (KHL) hat einen neuen Rekord: In der 143. Minute (bei 142:09) trifft Mika Niemi für Jokerit Helsinki zum 2:1-Sieg über CSKA Moskau. Die beiden Mannschaften duellierten sich somit bis ins achte Drittel hinein.

Mit diesem Triumph nachts um halb zwei Uhr kann das Team aus Finnland in diesem Halbfinal-Spiel der KHL-Westkonferenz in der Serie auf 2:3 verkürzen. Zunächst hatte Helsinki in der 4. Minute das Führungstor erzielt und in der 11. Minute den Ausgleich hinnehmen müssen.

Bereits für das Finale qualifiziert ist das Team SKA St. Petersburg.

Der bisherige Rekord in dieser Liga liegt bei 126:17 Minuten und stammt aus dem Jahr 2014. Damals ging das Spiel somit in ein siebtes Drittel und wurde vom HC Dombass mit 4:3-Toren gegen Lev Prag gewonnen.

Jokerit Helsinki ist das einzige der 16 Teams, denen der Einzug in die Playoffs gelangt, das nicht aus Russland stammt. In der Qualifikation hatten die Finnen den dritten Rang in der West-Gruppe belegt.

Bisher wurde das KHL-Finale, der «Gagarin-Cup», ausschliesslich von russischen Mannschaften gewonnen.

Jokerit Helsinki im Duell mit Admiral Wladiwostok (Bild: Jokerit-Pressedienst/Pekka Rautiainen).

Jason O’Leary zum EV Zug – als Kontrapunkt zu Harold Kreis?

Nach dem 1:4-Blitzaus des EV Zug im Playoff-Viertelfinal steht auch EVZ-Coach Harold Kreis in der Kritik. Zwar verfügt der Deutsch-Kanadier noch über einen Vertrag bis 2019. Doch Geschäftsführer Patrick Lengwiler kündigte schon vor dem Ausscheiden an, dass die Lage hart analysiert werde. Das betrifft auch das Traineramt.

Gentleman Kreis ist seit vier Jahren im Amt, dreimal folgte das Aus im Viertelfinale, nach dem letztjährigen Vorstoss ins Finale und dem zweiten Rang in der Qualifikation waren die Erwartungen jedoch hoch.

Einer der Vorwürfe, die sich an Kreis richten, ist, dass er am liebsten die Routiniers bringt und den Nachwuchs nur so lange antreten lässt, wie im verlangt – und das ist im Unternehmen, das auch die EVZ Academy beheimatet, nicht wenig.

Sollte der Coaching-Staff diskutiert werden, wäre Jason O’Leary eine der passendsten Optionen. Zwar verfügt er bei Servette-Genf, wie «zweiteliga.org» erfahren hat, noch über einen Vertrag bis 2020 als zweiter Assistent. Doch jährlich findet eine Beurteilung statt und der junge, kanadische Hockeylehrer könnte vorzeitig in Zug anheuern. Er versteht es wie nur wenige, junge Athleten einzubauen. Der fleissige Kanadier, der unter anderem über irische und japanische Vorfahren verfügt, baute in Österreich eine Eishockey-Akademie auf, die unter anderem von Fabio Kläy besucht wurde. In die Schweiz holte ihn der heutige EVZ-Sportchef Reto Kläy. O’Leary erreichte mit dem SC Langenthal den Meistertitel in der Swiss-League und er gehört zu den wenigen Vertreten bei den Grossclubs der ehemaligen NLB, die gleich von Beginn weg und ohne Vorbehalte, hinter den neuen Farmteams EVZ Academy und Ticino Rockets standen. Der junge Jason O’Leary (39) könnte der perfekte Mosaikstein im Coachting-Staff des EVZ sein, der den bereits durch die EVZ-Academy gewonnen Schwung verstärkt in die erste Mannschaft trägt.

Daniel Gerber

Jason O’Leary, Headcoach SC Langenthal (Bild: Presse SC Langenthal).