Vier Runden sind in der Kontinental Hockey League (KHL) ausgetragen. In der Westgruppe, in der sieben nicht-russische Teams antreten, führt Jokerit Helsinki aus Finnland mit neun Punkten die Tabelle an. Nach drei Siegen in Serie musste sich das Team von Trainer Tomi Lämsä dem weissrussischen Vertreter Dinamo Minsk geschlagen geben, den Treffer erzielte der US-Amerikaner Ryan Vesce in der 56. Minute.
In der Westgruppe führt nun Jokerit Helsinki vor Dynamo Moskau und dem erstarkten kroatischen Team Medvescak Zagreb.
In der Ostgruppe führt mit Avangard Omsk ein Club aus dem südwestlichen Teil Sibiriens. Rund 1,2 Millionen Einwohner zählt die schmucke Stadt, welche die siebtgrösste Russlands ist. Avangard zeigte sich nicht nur in der laufenden Saison stark: Einmal stand die Mannschaft im Playoff-Final, dreimal stiess der Club ins Halbfinale der Conference vor und zweimal in die Viertelfinals. Nur einmal verpasste der Club bislang die Playoffs.
Ryan Vesce von Dinamo Minsk, hier noch im Dress der San Jose Sharks (Bild: Wikipedia/Derek Ortiz).
Auf der neusten FIFA-Weltrangliste sind gleich zweit Nationen in der «Top 10», welche die EM Qualifikationen aus den Töpfen 3 und tiefer in Angriff nahmen. Rumänien liegt auf Rang 7 der Weltrangliste und Wales auf Position 9. Dies kommt freilich nicht von ungefähr, Wales führt derzeit die Tabelle der Gruppe B an und kann in den kommenden Tagen die EM-Teilnahme sicherstellen. Rumänien führt die Tabelle ebenfalls an (Gruppe F).
Österreich liegt auf Rang 13 in der Weltrangliste, ebenfalls hochverdient, die Mannschaft führt in der Gruppe G und kann ebenfalls in den folgenden Tagen für die Entscheidung sorgen. Ebenfalls durch vorzügliche Leistung ist Island in der «Top 25» (aktuell Position 23).
Mit Siegen gegen die Niederlande, Tschechien und die Türkei hat die Mannschaft von der Insel für Aufsehen gesorgt. Unter den ersten 50 liegt zudem Nordirland (Rang 41). Die Mannschaft aus Topf 5 liegt in der Gruppe F auf dem zweiten Platz. Dies weil Ungarn und Griechenland in dieser Gruppe nicht vom Fleck kommen.
Das Nationalteam von Wales (Bild: Wikipedia/Biser Todorov).
Grosse Ziele, baldiger Erfolg und Beständigkeit, davon sprechen die türkischen Investoren der MNG-Gruppe. Erfolg im Cup, Aufstieg in die Super League und baldiges Sonnen in europäischen Club-Wettbewerben: Für einen ist diese Reise nun nach sieben Spieltagen bereits beendet – Sportdirektor Erdal Keser ist entlassen worden.
Auf seiner Webseite hält der Verein fest: «Aufgrund unterschiedlicher Auffassungen über die Ausführung der Funktion als Sportchef, haben sich die Verantwortlichen der FC Wil 1900 AG entschlossen, die Zusammenarbeit mit Erdal Keser per sofort zu beenden. Der Entscheid beruht auf einem Entschluss des Verwaltungsrates.»
Diese Funktion werde künftig nicht mehr vergeben, wurde bekannt, «neu werden die sportlichen Geschicke innerhalb der Sportskommission, bestehend aus den Verwaltungsratsmitgliedern sowie fundierten Kennern der Schweizer Fussballszene, geleitet.»
Sportlich ist der FC Wil – gemessen an den Ambitionen – mässig in die Saison gestartet, zuletzt hat sich das Team aber gefangen und hat nach einem 0:1-Rückstand den bisherigen Leader dank einem 4:1-Sieg vom Thron geholt. Wegeweisend wird nun der Vergleich in der achten Runde mit dem aktuellen Leader Lausanne Sport.
Die IGP-Arena des FC Wil (Bild: Wikipedia/Rocky187).
Von Nordamerikas Fresno Monsters wechselt Gianmarco Guidon (21) in die Bündnerberge zum Traditionsverein EHC Arosa. Guidon überzeugte letztes Jahr mit 1,5 Zählern pro Partie nun drängte er sich nach einer Testphase von drei Wochen für einen Vertrag bei den Schanfiggern auf.
Der aus Luzern stammende Stürmer durchlief die Juniorenabteilung des HC Luzern und EV Zug, ehe er zu den Argovia Stars wechselte. Von dort aus zog es ihn zu den Fresno Monsters, die in der Western States Hockey League spielen. In einer Pressemitteilung des EHC Arosa beurteilt Trainer Marco Habisreutinger den jungen Stürmer so: «Gianmarco Guidon ist auf einem hervorragendem technischen Niveau. Letzte Saison hat unsere Neuverpflichtung in Amerika auch die nötige Härte dazu gewonnen. Er ist ein Stürmer mit gutem Torriecher und steht dorthin, wo es auch wehtun kann.»
Der 1,77 Meter grosse und 86 Kilogramm schwere Stürmer tritt mit der Nummer 71 an. Erklärtes Ziel seines Teams ist der Aufstieg in die NLB.
Gianmarco Guidon spielt neu für den EHC Arosa (Bild: zVg/EHC Arosa).
In seiner erst zweiten Saison in der 2. Bundesliga sorgt der 1. FC Heidenheim für Spektakel. In der letzten Saison noch trug die Mannschaft aus Baden-Württemberg immerhin 46 Punkte aus 34 Spielen zusammen; was für den achten Schlussrang reichte. In der laufenden Meisterschaft sind es nun bereits zehn Zähler aus fünf Begegnungen – wodurch das Team auf dem dritten Zwischenrang klassiert ist. Und um diesen Rang wollen neben traditionellen Bundesliga-Vertreter auch der SV Sandhausen ein Wort mitreden. Auch wenn diese Mannschaft eine Niederlage einstecken musste: Ohne den Punkteabzug wäre dieser Verein (dank dem besseren Torverhältnis) bereits jetzt in der «Top 3» klassiert.
Seine Führung sogar noch ausbauen kann Tabellenführer VfL Bochum. Mit dem heutigen Vergleich mit 1860 München könnte sich der Club aus Nordrhein-Westfalen an der Tabellenspitze sogar etwas absetzen. Allerdings ist dem Team bekannt, dass dies ein äusserst vergängliches Gut sein kann: letzte Saison lag Bochum nach dem vierten und sechsten Spieltag ebenfalls auf dem ersten Rang, nur um zwischenzeitlich auf Rang 13 abzurutschen und die Saison schliesslich auf Position 11 zu beenden.
Für Action sorgte zudem Eintracht Braunschweig: Mit dem 6:0 über den Karlsruher SC, der sich erst gerade noch aufgerichtet hatte, bietet das Team aus Niedersachsen nicht nur eine Tore-Gala, sondern sie wandelt ihr bisher negatives Torverhältnis von 3:5 in ein 9:5.
Beim 1. FC Union Berlin dagegen wird nach der fünften Runde Trainer Norbert Düwel entlassen. Mit Mut und Konsequenz sei vieles umgesetzt worden, von dem was mit ihm abgesprochen worden sei, wird Club-Präsident Dirk Zingler auf der Webseite des Vereins zitiert. Doch nun sei man überzeugt, dass ein Wechsel auf der Trainerposition nötig sei. Das Team kommt nach fünf Spieltagen auf vier Punkte.
Ben Halloran, Captain des FC Heidenheim (Bild: Wikipedia/Fuguito).
Der neue Captain der GCK Lions heisst Tim Ulmann. Während sieben Saisons spielte er bereits für die Löwen, ehe er 2013 vom Zürichsee an den Lac Leman zum Lausanne HC wechselte. Jetzt, als Spielführer von GC will er seine Karriere neu lancieren. Mit «zweiteliga.org» sprach Ulmann über sein Team, die NLB sowie seine Laufbahn.
Tim Ulmann, wie ist es für sie, als Captain zurück zu den GCK Lions zu kommen?
Tim Ulmann: Es ist ein sehr gutes Gefühl. Als ich ging, kannte ich alle im Team, nun hat sich vieles verändert, vom heutigen Kader spielte ich noch mit einer Person zusammen. Vieles ist neu geworden und auch meine Rolle ist ganz anders.
Ist es Vorteil, vor der Übernahme des Captain-Amts zwischenzeitlich bei anderen Teams gewesen zu sein?
Es muss sich alles wieder neu bilden, früher war ich bereits Assistenzcaptain. Doch wie in jeder Saison lernt man nun wieder neue Leute kennen. Die neue Saison bietet neue Chancen.
Und dazu kommen zwei neue Teams. Für die GCK Lions bedeutet das zudem zwei zusätzliche Derbys, wie blicken Sie der neuen Zusammensetzung der Liga entgegen?
Ich bin sicher gespannt auf Rapperswil, das gibt ein Zürichsee-Derby. Der Absteiger will direkt wieder aufsteigen. Für uns wird es spannend, auf ein neues Team zu treffen. Von Winterthur weiss man insgesamt wenig, ein paar Spieler kenne ich aber. Es ist cool, dass die Distanz bei diesem Gegner kurz ist. Auch auf dieses Team bin ich gespannt.
Was ist von der nächsten Saison zu erwarten?
Es wird extrem schwierig, in der Vorbereitung verzeichneten wir einen kurzen Unterbruch, weil viele Spieler mit der Nachwuchs-Nati unterwegs waren. Wir sind aber eine motivierte Truppe, unser Ziel sind die Playoffs, die wurden in den letzten zwei Jahren nicht erreicht. Immer eine Frage ist, wer bei den ZSC Lions eingesetzt wird. Wenn wir komplett sind, sind wir aber schlagfertig. Von uns ist viel Energie zu erwarten.
Sie spielten 84 Spiele in der NLA, machen Sie in diesem Jahr die 100 komplett?
Bei mir ist dies nicht das Hauptthema, da beim «ZSC» eher zu viele als zu wenige Spieler sind. Das ein oder andere Spiel kann sich aber schon ergeben. Doch ich habe bei den GCK Lions unterschrieben, um wieder an die Leistung von früher anzuknüpfen und meine Karriere voranzutreiben.
Auch um die Karriere neu zu lancieren?
Ja, denn ich war nicht immer glücklich hin und hergeschoben zu werden. Sicher machte es Freude, an den verschiedenen Orten zu spielen, aber ich bin lieber bei einem Team um es mit diesem durchzuziehen. Das hat etwas gefehlt. Neben meinem Engagement bei GC besuche ich eine Wirtschaftsschule.
Sie traten bislang 287 Mal in der NLB an und 84 Mal in der NLA, da wären sogar zwei Jubiläen möglich.
Schön wäre das natürlich, doch ich spiele nicht wegen solchen Jubiläen.
Tim Ulmann, Captain der GCK Lions (Bild: GCK Lions/Walo da Rin).
Der schwedische Verteidiger Philip Ahlström (20) verfügt nicht nur über den Schweizer Pass sondern nun auch über einen Zweijahresvertrag mit dem SC Langenthal. Er bleibt bis Ende Saison 2016/17 beim Team aus dem Kanton Bern.
Letzte Saison trat das Talent beim HC Lugano an, wo er 10 Matches in der NLA antrat und 42mal bei den Elite-A-Junioren eingesetzt wurde (4 Tore, 19 Assists). Seit Anfang August war Ahlström im Try-Out beim SCL.
Mit dieser Verpflichtung reagiert der Club auf den Rücktritt von Marc Welti.
Zudem bleibt Fabien Currit (20), von den SCL Tigers, dem SC Langenthal per B-Lizenz erhalten.
Sommernachtsfest des SC Langenthal (Bild: zweiteliga.org).
Nirgendwo gibt es so viel Tore fürs Geld zu sehen wie dann, wenn der FC Biel auf dem Rasen steht. In fünf Matches zeigten die Seeländer bereits 25 Treffer, also genau fünf im Schnitt. Dies sind deutlich mehr Tore, als die anderen Clubs in der Liga aktuell bieten. Biel-Präsident Carlo Häfeli erklärt den bemerkenswerten Toreschnitt bei zweiteliga.org:
Carlo Häfeli, was sagen Sie zum 5-Tore-Schnitt? Carlo Häfeli: Wir wollen Offensivfussball spielen, Spektakel und Unterhaltung den Zuschauern bieten.
Niemand schiesst derzeit mehr Tore als der FC Biel, auf was führen Sie das zurück? Wir spielen praktisch mit sechs Offensivspielern. Wir sind geduldig, finden die Lücken, spielen vertikal und suchen Ballkombinationen.
Welche Reaktionen hören Sie in der Stadt, bewegt das Team mehr, als wenn alle Resultate 1:0 oder 1:2 wären? Das Team bewegt durch Erfolg, Charakter und Spielkultur.
Wie sind Sie generell mit der bisherigen Saison zufrieden?
Wir sind zufrieden und hoffen mit Erfolgen und Spielkultur mehr Publikum ins Tissot-Stadion zu bringen und als eigene Sportkraft in Biel wahrgenommen zu werden in positiver Zusammenarbeit mit dem EHC, der Stadt Zürich und Tissot.
Zweiteliga.org liefert die Rangliste des Torschnitts:
Rang
Club
Tore
Spiele
Schnitt
1.
Biel
25
5
5
2.
Lausanne
19
6
3,16
2.
Le Mont
19
6
3,16
4.
Xamax
18
6
3
5.
Chiasso
16
6
2,66
6.
Wohlen
15
6
2,5
7.
Aarau
13
6
2,16
7.
Schaffhausen
13
6
2,16
9.
Winterthur
10
5
2
10.
Wil
12
6
2
Winterthur und Wil weisen den gleichen Schnitt auf, dennoch liegt Winterthur in der Wertung vorne, weil die Zürcher ein Spiel weniger ausgetragen haben – ein 0:0 im kommenden Spiel würde die Mannschaft theoretisch auf den letzten Rang zurückwerfen, der Schnitt würde dann noch 1,67 Tore betragen. Dies freilich nur in der Theorie, da Winterthur im Nachtragsspiel auf den FC Biel trifft. Behält Biel seinen Schnitt bei, käme der FCW in der Folge auf Rang sechs mit 2,5 Treffern pro Match.
Janick Kamber traf gegen Xamax zum 3:1 (Bild: Mediencorner fcbiel-bienne.ch).
Mit eineinhalb Beinen stand Karlsruhe vor wenigen Monaten in der Bundesliga. Zur Erinnerung: Wie «zweiteliga.org» ausgerechnet hatte, war der KSC während 176 Minuten der Relegation für die höhere Spielklasse qualifiziert, der Hamburger SV nur 5 Minuten, während die Sachlage nur während 19 Minuten offen war!
So knapp am Ziel vorbeigeschrammt, erwischte der Karlsruher SC einen schwachen Start in die neue Saison in der zweiten Liga Deutschlands. In der ersten Runde musste sich das Team auswärts bei Greuther Fürth mit 0:1 geschlagen geben (das Tor erfolgte in der 89. Minute). Und im zweiten Match kassierte die Elf eine Heimniederlage gegen den FC St. Pauli.
Nun hat sich der KSC offenbar gefangen. Den 2:1-Auswärtssieg beim FSV Frankfurt bestätigte Karlsruhe mit einem 2:0-Heimsieg über den MSV Duisburg. Mit sechs Punkten aus den letzten zwei Spielen kann sich das Team nun langsam nach vorne orientieren.
Interessante Begleiterscheinung: Inzwischen hat der KSC in der «ewigen Tabelle» der 2. Bundesliga die 1100-Punkte-Marke überschritten; dies ist bislang nur acht weiteren Mannschaften gelungen.
Im Stadion des Karlsruher SC (Bild: Wikipedia/Brian Kohn).
Bereits ist ein Sechstel der Challenge League Saison 2015/16 gespielt. Und für den FC Aarau, Absteiger in die zweite Liga der Schweiz, sieht es düster aus – insbesondere was den direkten Wiederaufstieg anbetrifft: Mit 0,83 Punkten pro Spiel und einem Torverhältnis von 5:8 liegen die Aargauer am Tabellenende.
Das Feld von hinten aufzurollen wird schwierig: Um den Punkteschnitt des letztjährigen Aufsteigers noch einzuholen, müsste der FC Aarau ab jetzt – und für die restlichen 30 Spiele – einen Punkteschnitt von 2,3 Zähler pro Runde erreichen.
Zum Vergleich: In der Saison 2014/15 stieg Lugano auf, mit 74 Zählern und einem Punkteschnitt von 2,05 und einem Torverhältnis von 64:31 – Absteiger Lausanne kam auf 44 Punkte und Rang 6.
In der Saison 2013/14 schaffte der FC Vaduz den Sprung in die höchste Spielklasse, mit 73 Punkten und einem Schnitt von 2,03 sowie 71:34 Toren – Absteiger Servette hatte 61 Punkte erreicht, sowie den 5. Platz.
In der Saison 2012/13 gelang dem FC Aarau der Aufstieg, mit 78 Punkten (2,16) und einem Torverhältnis von 76:41 und im Jahr davor hatte Aarau die Barrage erreicht, in der sich aber der FC Sion durchgesetzt hatte.
Das Stadion Brügglifeld in Aarau (Bild: Wikipedia/Patrick Haller/CC-Lizenz).