Wehren die Lakers sechs Matchpucks ab?

Die Rapperswil-Jona Lakers sind in dieser Saison mittlerweile Meister im Abwehren von Matchpucks. Mit 1:3 in der Serie und dem Gang in die Verlängerung standen die St. Galler bereits mit dem Rücken zur Wand.

Nicht zum ersten Mal in diesen Playoffs: Schon im Viertelfinale standen die Ostschweizer dem Aus nahe. Gegen Hockey Thurgau lag die Mannschaft ebenfalls mit 1:3 in der Serie zurück. Doch die Lakers wehrten die drei Matchpucks der Thurgauer ab.

Nun gelang es Rapperswil-Jona, den ersten Matchpuck des HC Ajoie abzuwehren, wodurch der Finalstand nun «nur» noch 2:3 steht und Rappi somit bereits vier Matchpucks abgewehrt hat – zum Titel sind sechs gelungene Abwehraktionen nötig.

Lakers gegen Langenthal (Bild: zweiteliga.org).
Lakers gegen Langenthal (Bild: zweiteliga.org).

Alexei Dostoinov gehört zu Biels Hoffnungsträgern

Nicht viele Eishockey-Spieler sind in dieser Saison weiter gereist, als Alexei Dostoinov. Der frühere Lausanne HC und SC Bern Stürmer trat in dieser Saison gleich für zwei verschiedene Teams in der Kontinental Hockey League an, ehe er nun in die Schweiz, zum EHC Biel, zurückgekehrt ist.

Zunächst trat er für Awtomobilist Jekaterinburg an. In 31 Spiele erzielte er 4 Tore und 7 Assists. Anschliessend wurde er zu Metallurg Novokuznetsk transferiert, diese Mannschaft liegt rund 2000 Autokilometer von Jekaterinenburg entfernt. Auch hier war Dostoinov erfolgreich, in elf Spielen erzielte er ein Tor und zwei Assists..

«Zweiteliga.org» sprach mit Dostoinov. Er habe sich in Biel gut eingelebt. Die Spiele gegen die SCL Tigers seien etwas Besonderes, Die Spiele gegen die SCL Tigers seien etwas Besonderes, Die Spiele gegen die SCL Tigers seien etwas Besonderes, «weil es ein Derby ist». Im Playout-Final kämpft er derzeit um den vorzeitigen Verbleib in der NLA in der Schweiz.

In Russland sei man völlig anders eingestellt, als hier in der Schweiz. «Es gibt viele gute Spieler und alles ist sehr professionell. Und wie verhält es sich mit den weiten Reisen, zum Beispiel die Reisen zu Admiral Wladiwostok? «Alles ist sehr gut organisiert, man spielt immer viermal nacheinander auswärts, dann viermal daheim.» Schwieriger sei es für die Mannschaften ganz im Osten, die bei fast allen Auswärtsspielen mit grösseren Zeitverschiebungen zurechtkommen müssen. Je nach Offerte könne er sich vorstellen, wieder in die KHL zurückzugehen.

Alexei Dostoinov (Bild: zweiteliga.org).
Alexei Dostoinov (Bild: zweiteliga.org).

 

SCL Tigers und EHC Biel – beide Teams sind heute Ajoie-Fans

Noch ein Sieg fehlt dem HC Ajoie zum NLB-Titel, die Rapperswil-Jona Lakers brauchen noch deren drei. Sowohl Spieler, wie auch Staff und Fans der beiden Berner Teams SCL Tigers und EHC Biel dürften heute Abend in Spiel fünf des NLB-Playoff-Finals glühende Anhänger des Teams aus dem Jura sein.

Dies allerdings nicht weil plötzlich eine tiefe Liebe zu der Mannschaft aus dem Norden der Schweiz gefunden worden ist, sondern weil ein Sieg dieses Clubs den vorzeitigen Ligaerhalt bedeuten würde. Denn schon vor den Playoffs war klar, dass die Romands nicht aufsteigen wollen – wodurch die Liga-Qualifikation nicht ausgetragen wird.

Wie «zweiteliga.org» telefonisch vom Schweizerischen Eishockeyverband (SIHF) erfuhr, würde einzig noch der Playout-Final zu Ende gespielt, der Gang in die Liga-Quali würde aber ausbleiben. Anders würde sich das verhalten, wenn Rapperswil die Serie dreht und sich durchsetzt, so wie dies bereits gegen Hockey Thurgau der Fall war, auch da setzten sich die Ostschweizer nach einem 1:3-Rückstand durch.

Lakers gegen Langenthal (Bild: zweiteliga.org).
Lakers gegen Langenthal (Bild: zweiteliga.org).

Ajoie ein Sieg vom ersten Titel entfernt

Erstmals in der Geschichte des NLB-Eishockeys könnte der HC Ajoie die Playoffs gewinnen. Seit in der zweithöchsten Schweizer Liga Playoffs ausgetragen werden, konnten elf verschiedene Mannschaften den Titel gewinnen.

Die Jurassier wären nun das zwölfte Team, welches den Titel holt, seit dieser Modus eingeführt worden ist – 1986 bis 1988 mit Halbfinals, sowie ab 1994 mit Viertelfinals; vorher und dazwischen trugen die vier Erstplatzierten mit den vier Letztplatzierten der NLA jeweils eine Auf-Abstiegspool aus.

28 Jahre nach ihrer ersten Finalteilname könnte der HCA also in den Kreis der Titulare vorstossen.

Interessantes Detail am Rande: Erstmals gab es nun in der vierten Final-Begegnung zwischen den beiden Clubs einen Doppeltorschützen. Vergönnt ist diese Leistung Ajoie-Stürmer Philip-Michaël Devos, er traf beim 5:1-Sieg zum 2:0 sowie zum 4:1. Jonathan Hazen traf zudem zum 5:1-Schlussstand, er ist der einzige Spieler, der in jedem Duell in dieser Serie getroffen hat.

Der HC Ajoie im Duell mit dem SC Langenthal (Bild: zweiteliga.org).
Der HC Ajoie im Duell mit dem SC Langenthal (Bild: zweiteliga.org).

Bei Lakers gegen Ajoie gilt: Kein Hit doppelt

Eine solche Serie hat Seltenheitswert: Im NLB-Playoff-Final hat es bislang zwar viele Tore aber noch keinen Doppeltorschützen gegeben. In den drei anderen Serien, die noch laufen – also die beiden Halbfinals sowie dem Playout-«Final» hat es allesamt bereits Doppeltorschützen gegeben.

Anders im NLB-Final, wo die beiden Clubs mit Vielfalt glänzen. Beispiel Spiel eins: Beim 6:2 für die Rapperswil-Jona Lakers trafen Leandro Profico, Ryan McGregor, Reto Schmutz, Raphael Kuonen, Steve Mason und Patrick Schommer für die St. Galler sowie Jonathan Hazen und Miguel Orlando für die Ajoie.

In Spiel zwar trafen beim 4:1 für Ajoie Stanislas Horansky, Jonathan Hazen, Philip-Michaël Devos sowie Victor Barbero für die Romands und Rajan Sataric für die Ostschweizer.

Beim dritten Aufeinandertreffen, dem 2:1 für Ajoie (sowohl im Spiel wie auch in der Serie), waren Jonathan Hazen und Philip-Michaël Devos für die Nordwestschweizer erfolgreich, Michael Hügli traf für die Lakers.

Für die Lakers waren sogar in jedem der drei Spieler nur unterschiedliche Schützen am Werk und auch bei Ajoie gab es bislang in den einzelnen Duellen keinen Doppeltorschützen, am erfolgreichsten war Jonathan Hazen, der in jeder Begegnung traf, sowie Philip-Michaël Devos, der in zwei Matches jeweils ins Schwarze traf.

Lakers gegen Langenthal (Bild: zweiteliga.org).
Lakers gegen Langenthal (Bild: zweiteliga.org).

KHL: Top-6 ist unter sich

Inzwischen sind in der Kontinental Hockey League (KHL) die Halbfinals angelaufen und die «Top 6» ist unter sich. Auf der von «zweiteliga.org» geführten, «ewigen Tabelle» stehen die vier Halbfinalisten alle unter den ersten sechs Mannschaften, seit Einführung dieser Liga, in der mittlerweile 34 verschiedene Mannschaften aus neun verschiedenen Ländern gestartet sind.

In den Halbfinals duellierten sich derzeit SKA Sankt Petersburg (Nummer 1), HK Metallurg Magnitogorsk (4), Salawat Julajew Ufa (5) und ZSKA Moskau (6). Das heisst, so oder so wird es erneut, zum achten Mal in der achten Austragung der Liga, einen russischen Meister geben. In diesem Jahr waren Clubs aus sieben verschiedenen Nationen am Start: Neben Russland waren dies, in alphabetischer Reihenfolge: Finnland, Kasachstan, Kroatien, Lettland, Slowakei und Weissrussland.

Ob es zumindest einen neuen Meister geben wird? Titelverteidiger SKA Sankt Petersburg ist nach wie vor dabei, ebenso Metallurg Magnitogorsk, diese Mannschaft holte die Auszeichnung im Jahr 2014.

SKA St. Petersburg, hier im Spiel gegen Jokerit Helsinki (Bild: Presse Jokerit Helsinki/Pekka Rautiainen).
SKA St. Petersburg, hier im Spiel gegen Jokerit Helsinki (Bild: Presse Jokerit Helsinki/Pekka Rautiainen).

Kovalev wieder in Visp

NHL-Legende Alex Kovalev ersetzt Gil Montandon als Sportchef beim EHC Visp. Vorerst nimmt er diese Funktion für eine Saison war. Kovalev hatten die Walliser vor zwei Jahren zum NLB-Meistertitel geführt. Nun kehrt der Ausnahme-Athlet zu Visp zurück, das in den letzten zehn Jahren vier Finaleinzüge schaffte.

Für die nächsten drei Jahre verpflichtete die Mannschaft zudem Tobias Bucher (27), der überraschend in die NLB wechselt. Immerhin ist er in dieser Saison der beste Skorer der SCL Tigers mit Schweizerpass und drittbester Punktesammler hinter Christopher DiDomenico und Kevin Clark. Auch der SC Langenthal hatte Interesse an ihm gezeigt.

Nicolas Thibaudeau (25) zieht es ebenfalls zum EHC Visp. Der Kanadier verfügt über eine Schweizer-Lizenz. Die letzten sechs Jahre spielte er ebenfalls in der NLA, bei den Rapperswil-Jona Lakers sowie dem EV Zug.

Die Zuzüge der Mannschaft lassen ein Erstarken erahnen. Zwar gilt es die Abgänge von Niki Altorfer (zu den Lakers) und Julian Schmutz (zu Biel) zu verkraften. Gleichzeitig stossen diese Spieler neu zum Team: Kim Lindemann (von den SCL Tigers), Luca Camperchioli (HC Fribourg Gottéron), Kevin Kühni (Hockey Thurgau), Tobias Bucher (SCL Tigers), Nicolas Thibaudeau (EV Zug), Kris Schmidli (GCK Lions/ZSC Lions), Nicolas Wyssen (HC Red Ice), Andy Ritz (SCL Young Tigers) sowie Yanis Djerrah (Nachwuchs EHC Visp, Probevertrag).

Ajoie mit Hazen-Jagd und Copy-Paste-Sieg

Zum Auftakt der Finalserie setzen sich die Rapperswil-Jona Lakers mit 6:2 durch. Sechs verschiedene Torschützen trugen sich dabei für die St. Galler in die Skorerliste ein.

Jetzt, im zweiten Spiel, hat sich der HC Ajoie mit 4:1-Treffern durchgesetzt. Die Jurassier scheinen hierbei die Ostschweizer kopiert zu haben. Denn diesmal trafen für die Romands vier verschiedene Torschützen – sozusagen ein Copy-Past-Sieg.

Trotz den vier verschiedenen Schützen war das zweite Spiel eine Hazen-Jagd: Ajoie-Stürmer Jonathan Hazen war an allen vier Treffern beteiligt. Beim 1:0 lieferte er den zweiten Assist. Das 2:1 erzielte er selbst und bei den beiden weiteren Treffern lieferte er den jeweils ersten Pass.

Aarau erneut nicht zu bremsen – Antonio Marchesano im Team der Runde

Der FC Aarau setzt seinen Höhenflug fort:  Schon seit neun Spieltagen ist der FCA ungeschlagen und in zehn der letzten elf Matches konnten die Aargauer punkten. Die Rückkehr in die Super League dürfte in dieser Saison dennoch nicht mehr realisierbar sein, der Rückstand auf Leader Lausanne beträgt 12 Punkte, zudem haben die Waadtländer ein Spiel weniger.

Nach dem 2:1-Sieg über Schaffhausen gibt der FC Biel ein weiteres Lebenszeichen, dies mit einem 3:2-Auswärtssieg bei Lausanne-Sport.

Joao Paiva schiesst den FC Winterthur in Front, doch nur wenige Minuten später muss er verletzt ausgewechselt werden. Kurz nachdem sein Team den Ausgleichstreffer kassiert, trifft auch Patrick Bengondo – er hatte zuvor Joao Paiva ersetzt.

Per Elfmeter feierte Antonio Marchesano seinen 13. Saisontreffer für den FC Biel, während Patrick Rossini beim 2:1-Sieg über den FC Wil gleich doppelt trifft und für diese Leistung unter dem Applaus der 4156 Zuschauer mit einer Auswechslung geehrt wird.

Patrick Rossini

(FC Aarau)

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Joao Paiva

(FC Winterthur)

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Chadrac Akolo

(Xamax)

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Dragan Mihajlovic

(FC Chiasso)

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Antonio Marchesano

(FC Biel)

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Maurice Brunner

(FC Biel)

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Kim Jaggy

(FC Aarau)

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Granit Lekaj

(FC Schaffhausen)

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Kiliann Witschi

(Xamax)

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Bujar Lika

(FC Wohlen)

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Franck Grassler

(FC Schaffhausen)

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SCL verpflichtet Verteidiger Mike Vollmin

Mike Vollmin unterzeichnet beim SC Langenthal einen Einjahresvertrag. Schon im Dezember war der 22-jährige US-Verteidiger mit Schweizer Pass im Try-out beim Team aus dem Oberaargau.

«Vollmin ist als technisch versierter und läuferisch starker Spieler aufgefallen, der über eine gute Spielintelligenz verfügt», erklärt Sportchef Noël Guyaz den jüngsten Transfer. Der SC Langenthal ist Vollmins erste Station als professioneller Eishockeyspieler, er wird im Verlaufe des Sommertrainings zur Mannschaft stossen.

Letzte Saison trug er das Dress des «Babson College», einer Mannschaft der National Collegiate Athletic Association (NCAA). Damit ist er der zweite junge Verteidiger mit ausländischen Wurzeln aber Schweizer-Lizenz.

Bereits der in dieser Saison mit viel Erfolg eingesetzte Philip Ahlström stammt eigentlich aus Schweden, wo er die ersten Nachwuchsstufen durchlaufen hatte. In dieser Saison erzielte der aufstrebende Jung-Verteidiger in 45 Qualifikationsspielen nicht weniger als 19 Skorerpunkte.

Vollmin Mike
Hier unterschreibt Mike Vollmin seinen Vertrag mit dem SC Langenthal (Bild: SCL).