Wichtiger Punkt für den FC Wil

Natürlich wären drei Punkte für den FC Wil essentiell gewesen. Mit sieben Punkten Vorsprung auf den Abstiegsrang wäre der Ligaerhalt nahezu gesichert gewesen – zumal neben Biel auch Le Mont noch hätte vorbeiziehen müssen.

Dennoch ist es ein gewonnener Punkt, nicht zwei verlorene. Bereits vor dem 1:1 gegen das aktuelle Schlusslicht Biel hätten die Seeländer auch bei einer Niederlage des FC Wil die Ostschweizer nicht aus eigener Kraft verdrängen können. Das Unentschieden in dieser Direktbegegnung hilft also dem FCW deutlich mehr als Biel.

Wil hat es nun erst recht in der Hand, den Ligaerhalt aus eigener Kraft zu packen. Den Biel muss, wenn es Wil noch abfangen will, nicht nur vier Punkte gut machen, sondern jeden, den die Ostschweizer noch holen – und das ist im Schnitt ein Zähler pro Partie. Wenn Biel noch zum FC Wil aufholen will, sind also rein rechnerisch noch sieben Punkte nötig, nicht «nur» vier.

 

Die Altstadt von Wil (Bild: Wikipedia/Manfred Morgner).
Die Altstadt von Wil (Bild: Wikipedia/Manfred Morgner).
Der FC Wil kann nach vorn blicken, der Ligaerhalt ist fast geschafft (Bild: Wikipedia/Manfred Morgner).
Der FC Wil kann nach vorn blicken, der Ligaerhalt ist fast geschafft (Bild: Wikipedia/Manfred Morgner).

Chiasso reicht ein Sieg – im Prinzip

Seit sechs Spieltagen ist der FC Chiasso ungeschlagen. Mit Marco Schällibaum als neuer Coach am Spielfeldrand verbesserten sich die Tessiner vom Abstiegsplatz (Rang 10) auf den fast schon sicheren 7. Platz.

Zwar stehen noch vier Spiele aus und Chiasso liegt «nur» fünf Punkte vom Abstiegsrang entfernt. Aber ein weiterer Sieg dürfte dennoch den Ligaerhalt nahezu sichern. Weil anschliessend noch drei Runden auszutragen sind, werden kaum noch drei Teams – die aktuell im Schnitt rund einen Punkt pro Runde holen – plötzlich allesamt an den Südschweizer vorbeiziehen.

Die Serie der Ungeschlagenheit des FC Chiasso: 0:0 in Winterthur, 1:1 daheim gegen Servette, 1:1 daheim gegen Wil, 1:1 in Lausanne, 2:0 gegen Wohlen und 2:1 in Biel. Das Team von Schällibaum hat somit mehr als die halbe Liga geschlagen.

Das Stadio Comunale in Chiasso (Bild: Wikipedia/Elvezio Rigamonti/CC-Lizenz).
Das Stadio Comunale in Chiasso (Bild: Wikipedia/Elvezio Rigamonti/CC-Lizenz).

FC Biel: Drei Säulen zum Ligaerhalt

Der FC Biel wechselt den Trainer. Die Seeländer versuchen alles, um die nächste Saison im neuen Stadion in der Challenge League in Angriff zu nehmen und nicht in der ersten 1. Liga starten zu müssen. Biel baut auf drei Säulen.

Der sportliche Erfolg. Noch sind vier Runden auszutragen, drei Zähler Rückstand sind auf den Tabellenvorletzten Le Mont zu verzeichnen, vier sind es auf den FC Wil (Rang 8). Biel hat zudem das bessere Torverhältnis als beide Teams. Mit einer guten Serie könnte Biel dies nahezu aus eigener Kraft schaffen, zumal gegen den FC Wil noch eine Direktbegegnung auf dem Programm steht.

Der Trainerwechsel. Patrick Rahmen und der Ex-Internationale Marco Walker ersetzen per sofort Coach Jean-Michel Aeby. Nach diesem Engagement soll Walker im Juni zurück zum FC Basel gehen, wo er im Trainerstab mitwirkt. Der langjährige FC Basel-Spieler Patrick Rahmen war zuletzt Co-Trainer beim Hamburger SV.

Der grüne Tisch. In der Challenge League müssen drei Clubs aus Lizenzgründen um ihre Ligazugehörigkeit zittern: Servette, Le Mont sowie Chiasso kämpfen am grünen Tisch um ihre Lizenz.

Das Gurzelen-Stadion in Biel (Bild: Wikipedia/Paul Morphy/CC-Lizenz).
Das Gurzelen-Stadion in Biel (Bild: Wikipedia/Paul Morphy/CC-Lizenz).

NLB-Athlet an der WM

Mit Maksims Sirokovs steht ein zweiter Spieler an der Weltmeisterschaft in Tschechien im Einsatz, der in der Schweiz in der NLB angetreten ist. Er kämpft mit Lettland derzeit um den Ligaerhalt.

Sirokovs bestritt mit Red Ice Martigny die beiden vergangenen Saisons. Der lettische Verteidiger trat dabei in der Qualifikation 85mal für Red Ice an. Für die Westschweizer konnte der Abwehrspieler nicht nur 29 Punkte erarbeiten sondern beide Male auch den Einzug in die Playoffs feiern, was für einen Fast-Liganeuling nicht selbstverständlich ist, die Mannschaft war erst ein Jahr vorher wieder aufgestiegen. In insgesamt fünf Playoff-Matches konnte er zwei weitere Punkte erkämpfen.

Für Lettland bestreitet er nun die Weltmeisterschaft in Tschechien. Mit seiner Mannschaft kämpft er um den Ligaerhalt. Neben Sirokovs tritt Kevin Hecquefeuille für Frankreich an, er spielte in der vergangenen Saison ebenfalls in der NLB, mit den SCL Tigers.

Spiel zwischen Lettland und den USA (Bild: Wikipedia/Homoatrox/CC-Lizenz).
Spiel zwischen Lettland und den USA (Bild: Wikipedia/Homoatrox/CC-Lizenz).

FC Aarau stolpert wohl über diese Rechnung

Auch wenn es nach einem Widerspruch klingt: Rechnerisch kann der FC Aarau den neunten Rang nicht mehr erreichen – wenn die Gesetzmässigkeit der Punkteausbeute miteinbezogen wird.

Natürlich: Vier Runden vor Schluss kann der FC Aarau eine Siegesserie starten und noch zwölf Punkte einfahren. Dann kommt er auf 36 Punkte, gleichviel wie GC aktuell auf dem Konto hat. Zwar werden die Zürcher kaum null Punkte ergattern, Rang 8 ist folglich nur noch in der Theorie möglich.

Mit zwölf Punkten könnte aber Vaduz wohl noch abgefangen werden.

Nun aber die Rechnung, über die der FC Aarau wohl stolpern dürfte: Der FC Vaduz erkämpfte in den bisherigen 32 Meisterschaftsspielen 30 Zähler, pro Runde also 0,9375. In aller Regel ziehen Clubs sowohl im Spitzen-Fussball wie auch im Spitzen-Eishockey einen solchen Schnitt ab einem bestimmten Punkt (ca. Runde 15 bis 20) mit. Somit kommt Vaduz zum Schluss auf rund 34 Punkte.

Somit müsste der FC Aarau nun also mindestens zehn Punkte holen, um Vaduz abzufangen – und nicht sechs. Kommt dazu, dass Aarau bisher nur 0,75 Punkte pro Match geholt hat und nun aber 2,5 pro Spiel gewinnen müsste, also drei Siege und ein Unentschieden. Die Punkteausbeute pro Match müsste also mehr als verdreifacht werden.

Mathematisch gesehen ist also eine Challenge-League-Saison des FC Aarau zu vermuten.

Das Stadion Brügglifeld in Aarau (Bild: Wikipedia/Patrick Haller/CC-Lizenz).
Das Stadion Brügglifeld in Aarau (Bild: Wikipedia/Patrick Haller/CC-Lizenz).

Peter Regin wechselt in die KHL

Jokerit Helsinki meldet einen prominenten Zuzug. Peter Regin unterschreibt einen Zweijahresvertrag bei den Finnen, die vor kurzem ihre erste Saison in der KHL beendeten.

Der dänische Center spielte zuletzt sieben Saisons in Nordamerika, zunächst bei den Ottawa Senators, anschliessend bei den New York Islanders und zuletzt bei den Chicago Blackhawks.

Peter Regin wechselt zu Jokerit Helsinki in die KHL (Bild: Wikipedia/Hans Lindqvist/CC-Lizenz).
Peter Regin wechselt zu Jokerit Helsinki in die KHL (Bild: Wikipedia/Hans Lindqvist/CC-Lizenz).

Regin spielte auch regelmässig für die dänische Nationalmannschaft, mit der er bisher sechs Weltmeisterschaften bestritten hat.

FC Lugano vor dem Aufstieg

Weil weder Servette noch Wohlen eine Super-League-Lizenz erhalten haben, steht der FC Lugano bereits als Aufsteiger fest – denn Servette muss derzeit gar um die Lizenz für die zweithöchste Spielklasse zittern.

Selbst wenn die Tessiner noch auf Rang drei abrutschen sollten, ist ihnen die Promotion kaum mehr zu nehmen.

Denn wenn der Tabellenerste der Challenge League nicht aufsteigen kann, rutscht der Zweitplatzierte nach. Sollte auch der über keine Super-League-Lizenz des Fussball-Verbandes verfügen, verschiebt sich das Ganze nach hinten. In der Challenge League haben einzig Lugano (Rang 2) und Lausanne (Rang 5) eine Super League Lizenz erhalten. Lausanne kann aber mit 22 Punkten Rückstand nicht mehr zum FC Lugano aufschliessen.

In der Challenge League stehen Servette (Rang 1), Le Mont (Rang 8) sowie Chiasso (Rang 9) ohne Lizenz da. Allfällige Rekurse werden in zweiter Instanz behandelt, kommuniziert würden die Entscheide am 1. Juni.

Das Cornaredo-Stadion des FC Lugano (Bild: Wikipedia/Kohlemat/CC-Lizenz).
Das Cornaredo-Stadion des FC Lugano (Bild: Wikipedia/Kohlemat/CC-Lizenz).

NLB-Star an der WM in Prag

In Frankreichs Nationalmannschaft steht ein Athlet, der in der Nationalliga B eine prägende Rolle innehatte: Kevin Hecquefeuille. Mit den SCL Tigers gelang ihm in der Saison 2014/15 mit dem Team der Aufstieg in die NLA.

Bereits während der Qualifikation war der Verteidiger eine tragende Säule im Spiel der Emmentaler: In 31 Spielen lieferte er 26 Skorerpunkte. Und in den Playoffs kam er nahezu auf einen Schnitt von einem Zähler pro Partie (19 Matches, 18 Punkte). Nicht zu bremsen war der Franzose im siebten und entscheidenden Playoff-Finalmatch gegen den EHC Olten. Beim 5:2-Sieg über die Dreitannenstädter lieferte er drei Tore und zwei Assist – und war damit an jedem Treffer beteiligt.

In den vier Matches der Liga-Qualifikation gegen die Rapperswil-Jona-Lakers steuerte er drei weitere Punkte bei.

Nun ist Kevin Hecquefeuille an der Weltmeisterschaft in Prag im Einsatz. Nicht zum ersten Mal bestreitet der 31-Jährige Abwehrspieler eine WM, bislang bestritt er 40 WM-Spiele (6 Tore, 9 Assists) in der höchsten Klasse und 15mal trat er mit Frankreich in der Division 1A (4 Tore, 2 Assists, früher «B-WM») an.

An der WM in Tschechien hat er bisher ein Tor und einen Assist zu zwei der bislang fünf Toren der Franzosen beigetragen.

Kevin Hecquefeuille während einer früheren WM (Bild: Wikipedia/Jice38/CC-Lizenz).
Kevin Hecquefeuille während einer früheren WM (Bild: Wikipedia/Jice38/CC-Lizenz).

EHC Winterthur definitiv in der NLB

Nur neun Teams hatten in der letzten Saison die NLB-Meisterschaft bestritten. Deshalb wurden die Aufnahmebedingungen für Teams aus der 1. Liga erleichtert. Mehrere Clubs hatten Interesse, darunter der EHC Arosa, der HC Sion und der SC Herisau. Letzterer wäre als Farmteam der Rapperswil-Jona-Lakers an den Start gegangen. Aufgrund des Abstiegs der Lakers wurde dies hinfällig.

Übrig geblieben ist der EHC Winterthur, der bereits Mitte April die Lizenz des SIHF erhalten hatte. Dieser Vertrag ist nun seitens der Clubs fristgerecht unterzeichnet worden. In der 1. Liga holten die Zürcher zwei Meistertitel, 2010 und 2015.

Somit besteht die zweithöchste Liga wieder aus zehn Clubs, nachdem die Basel Sharks vor Jahresfrist Konkurs gegangen waren.

In der Eishalle Deutweg in Winterthur ist ab nächster Saison wieder NLB-Eishockey zu sehen (Bild: Wikipedia/Fundriver/CC-Lizenz).
In der Eishalle Deutweg in Winterthur ist ab nächster Saison wieder NLB-Eishockey zu sehen (Bild: Wikipedia/Fundriver/CC-Lizenz).

Warum der FCS den Ligaerhalt geschafft hat

Der Tabellensechste FC Schaffhausen hat den Ligaerhalt bereits geschafft, auch wenn der Vorsprung fünf Runden vor Schluss «nur» sieben Punkte auf den Abstiegsrang beträgt. Oft pflegen Trainer, Spieler und Funktionäre in solchen Situationen zu erklären, dass «noch nichts gewonnen ist». Schliesslich müsste das Schlusslicht nur dreimal siegen und man selbst eine Negativserie einfahren und schon sei man überholt.

Doch hier liegt ein Überlegungsfehler vor. Um Schaffhausen auf den letzten Platz zu verdrängen, müssten gleich vier Teams die Nordschweizer überholen. Der FC Wil müsste drei Punkte gut machen, Chiasso fünf Zähler sowie Le Mont und Biel je sieben Punkte. Zusammengerechnet müsste gegenüber dem FC Schaffhausen ein Punktemanko von total 22 Punkten abgetragen werden – ausserdem müsste noch jeder Punkt, der dem FCS gelingen würde, kompensiert werden. Zudem nehmen sich manche der Clubs noch gegenseitig Punkte weg.

Somit ist im Prinzip klar: Schaffhausen ist der Platz in der Challenge League kaum mehr zu nehmen.

Der FC Schaffhausen hat den Ligaerhalt wohl gesichert (Bild: Wikipedia/Nowic).
Der FC Schaffhausen hat den Ligaerhalt wohl gesichert (Bild: Wikipedia/Nowic).