China zu Olympia 2022 eine Eishockey-Nation

Die Olympischen Winterspiele 2022 werden in China ausgetragen. Und das Eishockey-Nationalteam aus dem Reich der Mitte will bei den Spielen in Peking eine Rolle spielen. Aktuell liegen die chinesischen Hockey-Cracks auf Rang 38 der Weltrangliste.

China zeigte 2015 eine starke Leistung an der WM der Division IIB und schaffte prompt den Aufstieg in die nächsthöhere Spielklasse, die Division IIA, also die vierthöchste WM-Spielklasse. Eine Steigerung. «Zweiteliga.org» war dabei, als China noch im Mittelfeld der fünfthöchsten Klasse unterwegs war.

Damals stand der Japaner Keisuke Araki (41) an der Bande und die quirlige Chinesin Ye Wang (26) übersetzte den Coach damals an der Bande. «Unser Trainer spricht kein chinesisch. Ich übersetze ihn», erklärt Wang damals.

 

Assistentin Ye Wang und Coach Keisuke Araki (Bild: zweiteliga.org).
Assistentin Ye Wang und Coach Keisuke Araki (Bild: zweiteliga.org).

Die Chinesen traten zudem nicht mit eisern-diszipliniertem «Schach auf Eis» auf, sondern zeigten höchsten Unterhaltungswert, als beispielsweise die Bulgaren mit 9:6-Toren niedergerungen wurden – 7:2 lag China vorn und vergab den Triumph beinahe noch. 21 kleine Bankstrafen sowie eine Fünf-Minuten-Strafe säumten den Weg der chinesischen Hockeyunterhaltung.

«Unsere höchste Liga besteht aus fünf Clubs», erklärte Ye Wang. Aber wichtiger als die heimische Liga ist derzeit die Asienliga, mit Clubs aus Japan und Südkorea sowie den China Dragons. Nationalspieler Yin He, der bei den China Dragons spielt: «Ich will mit China in höhere WM-Klassen aufsteigen und eines Tages Captain des Nationalteams zu werden.»

Die chinesische Eishockey-Nationalmannschaft (Bild: zweiteliga.org).
Die chinesische Eishockey-Nationalmannschaft (Bild: zweiteliga.org).

1860-Fans: Einkauf bei den Bayern oder Knast

Richterin Karin Jung stellt drei Anhänger von 1860 München vor eine besondere Wahl: Entweder 15 Monate Gefängnis oder ein Einkauf im Fanshop des FC Bayern München. Die drei hängen dem Stadtrivalen an und verprügelten einen Bayern-Fan. Zudem stahlen sie ihm ein Trikot und weitere Fan-Utensilien.

Die Richterin – die selbst zu 1860 München steht – wird in der «Bild»-Zeitung zitiert, dass die drei Männer keine Reue zeigten und sich siegessicher gaben. Und so habe sie sich überlegt, was die Täter schmerzt. Weil das Opfer einverstanden ist, ist die ausgesprochene Strafe rechtens.

Ein Verteidiger erklärte, dass der Einkauf – Trikot, Schal und Hut – nun mittlerweile erledigt ist.

Daniel Adlung von 1860 München (Bild: Wikipedia/Northside).
Daniel Adlung von 1860 München (Bild: Wikipedia/Northside).

MNG legt zu: FC Wil jetzt auch mit türkischem Präsident

Abgezeichnet hatte es sich der Wechsel schon länger, denn ein klares Bekenntnis zum bisherigen Präsidenten Roger Bigger fehlte. Nun wird Murathan Doruk Günal (28) als neuer Präsident des FC Wil vorgestellt. Der studierte Bauingenieur ist bereits Vize-Präsident der MNG-Gruppe, die Mehrheitsaktionärin des FC Wil ist.

Mit Sportdirektor Erdal Keser und Trainer Fuat Capa ist die St. Galler Führungscrew ausschliesslich in türkischer Hand, nach 13 Jahren als Präsident ist Roger Bigger neu Vize-Präsident.

Wer ist diese MNG-Gruppe, die sich fernab der Heimat in einen Challenge-League-Club in der Schweiz investiert? Ingenieur Mehmet Nazif Günal (67) baute innerhalb von vierzig Jahren ein Milliardenunternehmen auf. Die auf seine Initialen lautende MNG-Firma war zunächst eine Baufirma, die heute in mehr als einem halben Dutzend Sektoren tätig ist. Dazu gehören Hotels, eine Fracht-Fluglinie («MNG Kargo») und ein TV-Sender. Die Gruppe baut im Nahen Osten und will nun auch nach Europa expandieren.

Ein Fussball-Club in europäischen Wettbewerben wäre da willkommen. Zudem wollte die MNG-Gruppe nicht in einen «fertigen» Grossclub investieren, sondern einen aus einer tieferen Liga auf die höchste Ebene, so wie einst Hoffenheim in Deutschland.

Ein A330 der MNG-Gruppe (Bild: Wikipedia/Laurent Errera).
Ein A330 der MNG-Gruppe (Bild: Wikipedia/Laurent Errera).

EHC Arosa baut Radio aus

Neu ist «EHC Arosa Radio» in den EHC Arosa integriert und über Smartphone zu empfangen, teilt der Club in einer Pressemitteilung mit. Bereits seit vier Saisons werden ausgewählte Spiele live durchkommentiert.

Liveübertragungen werden nun nicht mehr einzig über Computer sondern auch über das Smartphone zu hören sein. Geschäftsführer Adrian Fetscherin erklärt in der Mitteilung, dass der EHC Arosa in der ganzen Schweiz unzählige Fans habe: «Diese werden ab der kommenden Saison, falls sie nicht die Möglichkeit haben, ihren Club live im Stadion anzufeuern, nun noch besser bedient. Neu überträgt das EHC Arosa Radio alle Matches des 9-fachen Schweizer Meisters live und ohne Unterbruch.»

Alle Liveübertragungen der Matches des EHC Arosa werden zukünftig über die Homepage, die Facebook-Seite und den Twitterkanal des EHC Arosa zu hören sein. Das Team von Sendeleiter Marco Eberle sucht noch nach Mitwirkenden, willkommen seien auch Personen, die noch keine Radio-Erfahrung haben.

Marco Eberle, Sendeleiter von Radio EHC Arosa (Bild: zVg).
Marco Eberle, Sendeleiter von Radio EHC Arosa (Bild: zVg).

2. Bundesliga: Mehr Auswärts- als Heimsiege!

Ohne das heutige Abendspiel sind in der 2. Bundesliga bislang 17 Spiele ausgetragen worden. Die Bilanz überrascht: 7 Auswärtssiege und 4 Unentschieden sehen «nur» 6 Heimsiegen gegenüber.

In der ersten Runde siegten der FC Kaiserslautern, RB Leipzig, VfL Bochum sowie der SV Sandhausen auswärts. Im zweiten Durchgang jubelten nun der SC Freiburg, SC Paderborn sowie der FC St. Pauli auf fremdem Terrain.

Nur eines dieser sieben Teams hat bereits beide Seiten kennengelernt: Der SC Paderborn verlor zum Saisonauftakt zuhause mit 0:1 gegen den VfL Bochum. In der zweiten Begegnung der Saison blieb der Absteiger aus der Bundesliga jedoch siegreich. Auswärts wurde Fortuna Düsseldorf nach einem 0:1-Rückstand zur Pause noch mit 2:1 besiegt.

Die Arena des SC Paderborn 07 (Bild: Wikipedia/Markus Unger).
Die Arena des SC Paderborn 07 (Bild: Wikipedia/Markus Unger).

Chiasso, Biel und Wil mit Wendespektakel

Gleich in drei von vier Wochenendspielen zeigen die Teams der Challenge League dramatische Wenden. Und in allen Fällen siegt das Auswärtsteam!

Lausanne Sport gegen FC Chiasso: Schon in der 4. Minute gehen die Waadtländer in Führung. Kurz vor dem Pausenpfiff folgt der Pausenpfiff. Und zehn Minuten nach der Wiederaufnahme des Spiels schiesst Alessandro Ciarrocchi den FC Chiasso zum 2:1-Auswärtssieg. Die Wende geschieht innerhalb von zehn Spielminuten.

FC Aarau gegen den FC Biel: Auf dem eigenen Rasen führt der FC Aarau zur Halbzeit mit 2:0. Endlich, so scheint es, gelangt der Absteiger zu seinem ersten Sieg. Weit gefehlt, zunächst gelingt Antonio Marchesano der Anschluss-Treffer. Dann muss Aarau-Keeper Ulisse Pelloni vom Platz, Marchesano trifft per Penalty – 2:2. Und schon zwei Minuten später trifft Biel erneut zum 3:2-Auswärtssieg. Diese Wende geschah in nur neun Minuten.

Xamax gegen den FC Wil: Aufsteiger Xamax geht ebenfalls in der ersten Halbzeit in Führung. Im zweiten Abschnitt folgt ein Eigentor sowie ein Doppelschlag durch Ivan Audino. Aus dem 0:1-Rückstand wird ein 3:1-Auswärtssieg durch den FC Wil. Diese Wende ereignet sich in nur 16 Minuten.

Nächste Saison werden in Neuenburg wieder Challengue League Spiele geboten (Bild: Wikipedia/Sandstein/CC-Lizenz).
Das Stade de la Maladiere – das Stadion von Xamax Neuenburg (Bild: Wikipedia/Sandstein/CC-Lizenz).

Der EHC Olten ist bereits Meister

In den sozialen Medien liegt der EHC Olten an der Spitze der Nationalliga B, wie eine Recherche von «zweiteliga.org» zeigt. Bei den Facebook-Likes zeigen die Dreitannenstädter einen Vorsprung von fast 900 Likes auf den Liga-Konkurrenten HC La Chaux-de-Fonds und sogar mehr als 1500 auf Absteiger Rapperswil-Jona Lakers.

Zuhinterst liegt der SC Langenthal (1959 Likes) sowie Aufsteiger EHC Winterthur (1368 Likes).

Bei der Anzahl-Twitter-Follower liegen die Lakers mit 1569 vor dem EHC Olten (1270). Auch hier liegen der SC Langenthal (330) und der EHC Winterthur (284) am Tabellenende. In beiden Fällen trägt das Schlusslicht den gleichen Namen, es sind die GCK Lions, welche weder einen Facebook- noch einen Twitter-Account führen.

 

 

Facebook

 

1.EHC Olten 6785
2.La Chaux-de-Fonds 5901
3.Rapperswil-Jona Lakers 5207
4.EHC Visp 3840
5.Red Ice Martigny 2978
6.HC Thurgau 2458
7.HC Ajoie 2428
8.SC Langenthal 1959
9.EHC Winterthur 1368
10.GCK Lions Keine Facebook-Seite

 

 

Twitter

 

1. Rapperswil-Jona Lakers 1569
2. EHC Olten 1270
3. HC La Chaux-de-Fonds 805
4. EHC Visp 795
5. Red Ice Martigny 695
6. HC Thurgau 642
7. HC Ajoie 557
8. SC Langenthal 330
9. EHC Winterthur 284
10. GCK Lions Kein Twitter-Kanal

 

Stand: 30. Juli 2015

 

Das Kleinholz-Stadion in Olten (Bild: Wikipedia/California Hockey).
Das Kleinholz-Stadion in Olten (Bild: Wikipedia/California Hockey).

FC Chiasso vorne – FC Aarau mit Fehlstart

Die ersten 180 Minuten der Meisterschaft meinen es nicht gut mit dem FC Aarau. Nach zwei Spieltagen ist das Team aus dem Aargau die Mannschaft, die am wenigsten Tore erzielt hat und auf dem achten Rang liegt. Vorne liegen der FC Chiasso und der FC Wil.

Schon an den letzten Spieltagen in der letzten Saison liessen die Tessiner aufhorchen: Als Marco Schällibaum das Traineramt übernahm, schlug das Team die halbe Liga. Jetzt sind die Ziele im Tessin gross geworden. Die direkte Rückkehr in die Super League ist in dieser Saison besonders schwer.

Daneben hat sich der FC Wil ebenfalls noch keine Blösse geleistet, obschon die St. Galler zu Beginn der Saison einfacher zu schlagen wäre, weil die Automatismen im umgebauten Team erst eingespielt werden müssen. Manche Spieler hatten erst ein Testspiel in der neuen Mannschaft in den Beinen – während Aarau die 2. Runde austrug, spielte Wil eigentlich das dritte Testspiel in der neuen Formation und liess dennoch keinen Gegentreffer zu.

Dies ist derzeit einer der Schwachpunkte beim FC Aarau: Nur ein Tor in 180 Minuten reicht nicht, um die eher grösser gewordene Konkurrenz einzuschüchtern, denn auch im Waadtland verstärkten sich Lausanne Sport und Le Mont, zu letzteren ist erst vor Kurzem der Ex-Internationale Daniel Gygax dazugekommen.

Marco Schällibaum, Trainer des FC Chiasso (Bild: Wikipedia/md.faisalzaman).
Marco Schällibaum, Trainer des FC Chiasso (Bild: Wikipedia/md.faisalzaman).

EHC Arosa gründet AG

Wie der EHC Arosa mitteilt, wurde am Montagvormittag die EHC Arosa Sport AG gegründet. Die Aktiengesellschaft wird als weiterer Schritt für die Rückkehr in die Nationalliga B bezeichnet, dadurch werde die finanzielle Basis des neunfachen Meisters aus dem Schanfigg gestärkt.

Beteiligt seien vor allem Personen aus der Privatwirtschaft. «Das Aktienkapital beträgt zum Zeitpunkt der Gründung 130‘000 Schweizer Franken und wurde von 61 Aktionären einbezahlt», berichtet der Club. «Es soll in einer zweiten Phase durch die Beteiligung von weiteren Personen und Unternehmen erhöht werden.»

Präsident Ludwig Waidacher beim Unterzeichnen der Dokumente (Bild: zVg).
Präsident Ludwig Waidacher beim Unterzeichnen der Dokumente (Bild: zVg).

Präsident der EHC Arosa Sport AG ist der Bündner Grossrat und Aroser Unternehmer Ludwig Waidacher. Darüber hinaus gehören ihm folgende Mitglieder an: Thomas Zeller (Direktor Canon Schweiz AG), Sascha Burkhalter (CEO MATA Treuhand AG), Alois Kessler (Senior Partner Anwaltskanzlei Kessler-Landolt-Giacomini & Partner), Adrian Altmann (Inhaber und Geschäftsführer Maler Altmann) und Hans-Martin Meyer (Inhaber und Geschäftsführer AGIR AG).

Die EHC Arosa Sport AG ist zuständig für die sportlichen und wirtschaftlichen Belange der ersten Mannschaft. Die zweite Mannschaft sowie die Nachwuchsabteilung sind weiterhin dem Verein EHC Arosa angegliedert.

Die unterzeichneten Dokumente (Bild: zVg).
Die unterzeichneten Dokumente (Bild: zVg).

RB Leipzig erhält Flügel verliehen

RB Leipzig hat noch einmal kräftig aufgerüstet. Endlich sollen wieder zwei Clubs aus Ostdeutschland in der Bundesliga mitspielen. Das 2009 gegründete Fussballteam braust mit den Millionen eines Getränke-Herstellers mit verliehenen Flügeln durch die Ligen.

Mit Ralf Rangnick steht ein namhafter Trainer an der Bande, der bereits Hoffenheim aus den Unterhäusern in die Bundesliga führte. Gleich fünf Zuzüge sind vom österreichischen Club RedBull Salzburg auf die neue Saison hin zu Leipzig gestossen, zwei davon auf Leihbasis. Das bereits starke Kader wurde um Spieler wie U20-Nationalspieler Davie Selke (Werder Bremen) und Willi Orban (1. FC Kaiserslautern) erweitert. Kein Club hat mehr in die Zuzüge investiert als Leipzig, allein Selke soll acht Millionen Ablöse gekostet haben.

Nun soll der Aufstieg ins Oberhaus gelingen. Der Club ist das Emporstreben gewohnt: 2009/10 wurde die Oberliga Nordost gewonnen wurde (74:17 Tore). 2012/13 die Regionalliga Nordost, nach einem vierten und einem dritten Platz in den Zwischenjahren. Der Aufstieg in die 2. Bundesliga erfolgte 2013/14 durch einen zweiten Rang in der dritten Liga. Auf Anhieb mischte die Mannschaft vorne mit, beendete die Saison auf Rang fünf und stiess überdies ins DFB-Achtelfinale vor.

David Selke spielt neu bei RB Leipzig (Bild: Wikipedia/MaxUnknown).
David Selke spielt neu bei RB Leipzig (Bild: Wikipedia/MaxUnknown).