EHC Olten – wenn Feld 1 nahe am Ziel liegt

Knall beim EHC Olten. Ein möglicherweise reinigendes Gewitter prasselt bei schönstem Frühlingswetter via Geschäftsstelle in der Katakombe des Stadions Kleinholz nieder. Schon lange hatten die Fans gefordert, dass insbesondere auch bei den Spielern reagiert wird. Zu viele schienen auf dem Eis nicht mehr mit letzter Entschlossenheit dabei zu sein. Bislang wurden dadurch mehrere Trainer geschlissen.

Das Ziel, bald in die NLA zurückzukehren, wurde trotz guten Namen im Kader deutlich verpasst. Dem fünften Rang in der Qualifikation folgten 1:4-Niederlagen im Viertelfinale. Nun reagiert die Führung. Nachdem Sportchef Köbi Kölliker entlassen worden ist, gibt es auch mehrere Spieler, die keinen Platz mehr erhalten. Die Oltner Führung spricht von teilweise «schmerzhaften» Entscheiden. In der Abwehr wird ohne Romano Pargätzi, Simon Schnyder und Remo Meister geplant; die drei brachten es auf 1455 Meisterschaftsspiele für Olten, Meister entstammte den eigenen Junioren.

Stürmer Diego Schwarzenbach wird sogar trotz weiterlaufendem Vertrag nicht mehr beschäftigt, er sagt laut dem Club, dass er eine Luftveränderung brauche. Die beiden jungen Stürmer Paolo Morini und Ramon Diem bleiben ebenfalls ohne Vertrag.

Auf den Ausländerpositionen plant Trainer Bengt-Ake Gustafsson mit zwei Stürmern, wodurch der kanadische Verteidiger Curtis Gedig keinen Vertrag mehr erhält.

Dieser erhebliche Einschnitt eröffnet Gustafsson die Möglichkeit, mit einem rundum erneuerten Kader anzutreten. Zur auf Feld 1, das deshalb aber nicht weit vom Ziel entfernt sein muss. Der EHC Olten plant mittelfristig die Rückkehr in die NLA. Mit ein Grund ist die auf diese Saison hin erweiterte Liga. Geschäftsführer Peter Rötheli sprach von einem sinkenden sportlichne Level, so dass der Graben zwischen NLA und NLB wächst, womit ein Aufstiegsaspirant aus der NLB benachteiligt sei. Deshalb wurde die Flucht nach vorne angekündigt – was mit dem amtierenden Coach, der nun «sein» Kader erheblich mitgestalten kann, durchaus ins Auge gefasst werden kann.

Die Olten-Fans danken CEO Peter Rötheli für seine zehn Amtsjahre (Bild: zweiteliga.org).
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