Die Vorrunde in der 2. Bundesliga ist bestritten und Teams Schalke 04 und Dynamo Dresden sind im Aufwind. Wie bitte? Dynamo Dresden als Schlusslicht im Aufwind? Ja, in der Formtabelle liegt das Team nicht mehr auf einem Abstiegsrang.
An der Tabellenspitze liegen Schalke 04 (37 Punkte), gefolgt vom SV Elversberg (34 Punkte) sowie Darmstadt 98 und dem SC Paderborn (je 33 Zähler). Dies während Aufsteiger Dynamo Dresden auf dem letzten Rang in die Winterpause einziehen muss und Greuther Fürth rutschte zuletzt auf den zweitletzten Platz ab.
Während der Karlsruher SC, Hannover 96 und 1. FC Magdeburg ihre Siegesserien fortsetzen, suchen der 1. FC Köln und FC Schalke 04 weiter nach ihrer Form.
Preußen Münster – SC Paderborn 3:3: Torfestival in Münster – Sechs Tore, aber kein Sieger
In einem packenden Duell in Münster gab es am Freitagabend keinen Sieger, aber dafür jede Menge Tore. Preußen Münster und SC Paderborn trennten sich nach einer wilden Partie mit einem 3:3. Beide Teams kämpften bis zur letzten Minute, doch am Ende mussten sie sich mit einem Punkt zufriedengeben. Paderborn bleibt damit auf Rang 7, während Münster weiter im Tabellenkeller steckt.
Karlsruher SC – FC Schalke 04 2:0: Schalke kommt noch nicht auf Touren
Der Karlsruher SC setzte seine starke Saison mit einem 2:0-Heimsieg gegen den FC Schalke 04 fort. In einer kontrollierten Partie zeigten die Badener ihre Klasse, besonders in der Defensive ließen sie den Gästen kaum Raum. Schalke tat sich schwer, nennenswerte Chancen zu kreieren, während Karlsruhe im Angriff effizient agierte. Mit dem vierten Sieg in Folge behauptet der KSC seinen zweiten Platz in der Tabelle, während Schalke weiterhin auf der Suche nach Stabilität bleibt und auf Rang 13 abrutscht.
Darmstadt 98 – Eintracht Braunschweig 1:1: Punkteteilung der Kellerkinder – Darmstadt und Braunschweig trennen sich unentschieden
Am Samstagmittag stand ein wichtiges Spiel im Tabellenkeller. Darmstadt und Braunschweig teilten sich die Punkte. Die Gäste aus Braunschweig zeigten eine kämpferische Leistung und holten ein 1:1 in Darmstadt.
Hannover 96 – 1. FC Kaiserslautern 3:1: Hannover dominiert Kaiserslautern und klettert auf Platz fünf
Hannover 96 beeindruckte mit einem souveränen 3:1-Sieg gegen den 1. FC Kaiserslautern. Die Niedersachsen zeigten vor heimischem Publikum eine dominierende Vorstellung und rücken mit diesem Sieg auf den fünften Tabellenplatz vor. Kaiserslautern hingegen bleibt im Mittelfeld der Tabelle.
SSV Ulm – 1. FC Nürnberg 1:2: Wichtiger Auswärtssieg
Der 1. FC Nürnberg konnte in einem spannenden Auswärtsspiel gegen den SSV Ulm mit einem 2:1 den Sieg erringen. Ulm bleibt somit auf dem vorletzten Tabellenplatz, während Nürnberg sich etwas Luft im Tabellenmittelfeld verschaffen konnte.
1. FC Köln – 1. FC Magdeburg 1:2: Köln fällt gegen Magdeburg
Der heimische 1. FC Köln unterliegt gegen den 1. FC Magdeburg. Die Magdeburger, bisher ungeschlagen, gewannen mit 2:1 und setzten sich in der Spitzengruppe der Liga fest. Der 1. FC Köln, der mit hohen Ambitionen in die Saison gestartet war, rutscht nach der Niederlage auf Platz acht ab.
Der Hamburger SV spielte am Sonntag groß auf und ließ Jahn Regensburg keine Chance. Mit einem 5:0-Sieg untermauerte der HSV seine Aufstiegsambitionen und zeigte erneut seine Offensivstärke. Regensburg hingegen bleibt in der Früh-Krise und steht mit nur drei Punkten auf Platz 14.
Greuther Fürth – SV Elversberg 0:0: Einziges torloses Spiel der Runde
Fürth und Elversberg boten das wohl unspektakulärste Spiel des Wochenendes. Die beiden Teams trennten sich in einer chancenarmen Partie torlos 0:0. Während Fürth mit diesem Punkt auf Platz sechs verbleibt, hält sich Elversberg auf Rang zwölf im sicheren Mittelfeld.
Hertha BSC – Fortuna Düsseldorf 0:2: Fortuna Düsseldorf triumphiert auch in Berlin
Fortuna Düsseldorf setzt seine beeindruckende Saison fort und siegt mit 2:0 bei Hertha BSC. Düsseldorf bleibt damit Tabellenführer, während Hertha weiter auf der Suche nach Konstanz ist und auf Platz neun abrutscht.
Tabelle nach dem 5. Spieltag
Platz
Mannschaft
Spiele
S
U
N
Tore
Differenz
Punkte
1
Fortuna Düsseldorf
5
4
1
0
7:1
+6
13
2
Karlsruher SC
5
4
1
0
10:5
+5
13
3
1. FC Magdeburg
5
3
2
0
11:4
+7
11
4
Hamburger SV
5
3
1
1
12:4
+8
10
5
Hannover 96
5
3
1
1
6:2
+4
10
6
Greuther Fürth
5
2
3
0
10:4
+6
9
7
SC Paderborn
5
2
3
0
9:6
+3
9
8
1. FC Köln
5
2
1
2
12:7
+5
7
9
Hertha BSC
5
2
1
2
8:8
0
7
10
1. FC Kaiserslautern
5
2
1
2
9:10
-1
7
11
1. FC Nürnberg
5
2
1
2
8:10
-2
7
12
SV Elversberg
5
1
3
1
8:5
+3
6
13
FC Schalke 04
5
1
1
3
9:11
-2
4
14
Jahn Regensburg
5
1
0
4
1:13
-12
3
15
Preußen Münster
5
0
2
3
5:11
-6
2
16
Darmstadt 98
5
0
2
3
3:11
-8
2
17
SSV Ulm 1846
5
0
1
4
3:7
-4
1
18
Eintracht Braunschweig
5
0
1
4
4:16
-12
1
Top-10 der Skorerliste
Budu Zivzivadze (Karlsruher SC) – 6 Tore
Fisnik Asllani (1. FC Magdeburg) – 4 Tore
Ransford Königsdörffer (Hamburger SV) – 4 Tore
Kenan Karaman (FC Schalke 04) – 4 Tore
Martijn Kaars (SV Elversberg) – 3 Tore
Moussa Sylla (Greuther Fürth) – 3 Tore
Filip Bilbija (Hamburger SV) – 3 Tore
Julian Green (Greuther Fürth) – 3 Tore
Ragnar Ache (1. FC Kaiserslautern) – 3 Tore
Robert Glatzel (Hamburger SV) – 3 Tore
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Fortuna Düsseldorf verteidigt knapp die Tabellenspitze, während Greuther Fürth und 1.FC Magdeburg mit eindrucksvollen Siegen aufhorchen lassen. Auch der Hamburger SV und Hertha BSC sorgen mit torreichen Partien für Aufsehen. In Gelsenkirchen hingegen stürzt Schalke 04 weiter ab und verliert auch gegen den 1.FC Köln.
Fortuna Düsseldorf – Hannover 96: Ein knappes Glück
In einem hitzigen Duell behielt Fortuna Düsseldorf am Freitagabend die Oberhand. Mit einem knappen 1:0-Sieg gegen Hannover 96 festigten sie ihre Position an der Tabellenspitze. In einem Spiel, das von Taktik und defensiver Disziplin geprägt war, gelang es den Düsseldorfern, die entscheidende Lücke in Hannovers Verteidigung zu finden – dies in der 59. Minute durch Danny Schmidt.
Jahn Regensburg – Greuther Fürth: Gäste mit Kantersieg
Greuther Fürth überrollte Jahn Regensburg mit einem beeindruckenden 4:0-Auswärtssieg. Die Fürther zeigten sich in meisterhafter Form und ließen den Gastgebern kaum Luft zum Atmen. Während Regensburg in den bisherigen Spielen noch kämpferische Moral zeigte, blieb diese diesmal aus. Die Fürther rücken mit diesem dominanten Auftritt auf Platz 3 vor und untermauern ihre Ambitionen in dieser Saison.
Der Hamburger SV besiegte Preußen Münster mit 4:1. Angetrieben von einer begeisterten Kulisse, ließ der HSV keinen Zweifel daran, wer das Feld als Sieger verlassen würde. Münster versuchte, gegenzuhalten, konnte aber letztlich nicht mit der Qualität der Hamburger mithalten. Der HSV klettert auf Platz 7, während Münster weiterhin in den unteren Tabellenregionen festhängt.
SV Elversberg – Darmstadt 98: Darmstadt im freien Fall
Darmstadt 98 erlebte einen weiteren rabenschwarzen Tag und ging bei SV Elversberg mit 0:4 unter. Elversberg nutzte die Schwächen der Darmstädter gnadenlos aus und dominierte das Spiel von Anfang an. Mit diesem Erfolg setzt sich Elversberg im Mittelfeld der Tabelle fest, während Darmstadt in den Keller rutscht.
1.FC Magdeburg setzte ein Ausrufezeichen mit einem überragenden 4:0-Sieg beim 1.FC Nürnberg. Magdeburg präsentierte sich in Topform und ließ dem Club keine Chance. Der FCN konnte dem Druck der Gäste zu keiner Zeit standhalten und verlor verdient. Magdeburg klettert mit diesem Erfolg auf Platz 4 der Tabelle und bleibt in Schlagdistanz zu den Spitzenplätzen.
1.FC Kaiserslautern – Hertha BSC: Ein Torfestival auf dem Betzenberg
Das Spiel zwischen Kaiserslautern und Hertha BSC entwickelte sich zu einem wahren Fußballkrimi. Nach einer Achterbahnfahrt der Gefühle triumphierte am Ende die Hertha knapp mit 4:3 Toren. Beide Teams zeigten sich offensivfreudig, aber es waren die Berliner, die den längeren Atem bewiesen. Mit diesem Sieg reiht sich Hertha in die Gruppe der Verfolger ein.
SC Paderborn – SSV Ulm: Torflaute
SC Paderborn und SSV Ulm trennten sich in einer torlosen Partie mit einem 0:0-Unentschieden. Obwohl es keine Tore zu bejubeln gab, war es ein intensives Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Paderborn bleibt damit im oberen Tabellenbereich, während Ulm noch immer auf den ersten Sieg in der Saison wartet.
FC Schalke 04 – 1.FC Köln: Kölner Triumph in Gelsenkirchen
Schalke 04 fand auch gegen den 1.FC Köln nicht in die Spur und verlor zu Hause mit 1:3. Die Kölner zeigten sich abgeklärt und nutzten die Unsicherheiten der Schalker Defensive aus. Während Köln weiter nach oben klettert, bleibt Schalke im unteren Tabellenmittelfeld.
Der Karlsruher SC setzte seinen erfolgreichen Saisonstart mit einem 2:1-Sieg bei Eintracht Braunschweig fort. Trotz eines beherzten Auftritts von Braunschweig reichte es am Ende nicht, um die Karlsruher Punktejagd zu stoppen. Karlsruhe bleibt damit direkter Verfolger von Spitzenreiter Düsseldorf, während Braunschweig weiterhin am Tabellenende verharrt.
Noch ohne Niederlage: Fortuna Düsseldorf, Karlsruher SC, Greuther Fürth, 1. FC Magdeburg, SC Paderborn.
Noch ohne Sieg: SSV Ulm 1846, Preußen Münster, Darmstadt 98, Eintracht Braunschweig.
Die Tabelle nach dem 4. Spieltag
Platz
Team
Spiele
Tore
Punkte
1
Fortuna Düsseldorf
4
+4
10
2
Karlsruher SC
4
+3
10
3
Greuther Fürth
4
+6
8
4
1.FC Magdeburg
4
+6
8
5
SC Paderborn 07
4
+3
8
6
1.FC Köln
4
+6
7
7
Hamburger SV
4
+3
7
8
Hertha BSC
4
+2
7
9
Hannover 96
4
+2
7
10
1.FC Kaiserslautern
4
+1
7
11
SV 07 Elversberg
4
+3
5
12
FC Schalke 04
4
0
4
13
1.FC Nürnberg
4
-3
4
14
SSV Jahn Regensburg
4
-7
3
15
SSV Ulm 1846
4
-3
1
16
Preußen Münster
4
-6
1
17
Darmstadt 98
4
-8
1
18
Eintracht Braunschweig
4
-12
0
Charity Partner dieser Webseite: Beachten Sie auch unseren Charity Partner, die Africa Plus Foundation: https://africaplusfoundation.com/
Mit ihren Auswärtserfolgen sorgen der Hamburger SV, der Karlsruher SC und der 1. FC Heidenheim für besondere Spannung: Diese drei Mannschaften liegen auf den Rängen fünf, sechs und sieben und kommen durch ihre Triumphe auf je zwölf Punkte in der Tabelle.
Dabei war die Aufgabenstellung gar nicht so einfach: Der Hamburger SV musste beim ambitionierten SV Werder Bremen ran (2:0 für den HSV), der 1. FC Heidenheim gastierte beim SV Sandhauen, der unbedingt Zähler brauchte (3:1 für den 1. FCH) und der Karlsruher SC reiste zu Absteiger Schalke 04 (2:1 für den KSC).
Weil gleichzeitig Jahn Regensburg auswärts bei Fortuna Düsseldorf nicht drei Punkte holt, hat der Erstklassierte in der Rangliste (der SC Paderborn) 14 Punkte; bei einem Sieg wäre Jahn Regensburg auf 16 Zähler gekommen. Dadurch trennen nur gerade zwei Punkte die Mannschaften der Ränge eins und sieben.
Und mit Werder Bremen (elf Punkte) und Schalke 04 (zehn Punkte) liegen die Absteiger zwar optisch «nur» im Mittelfeld, was die Punkteausbeute angeht, ist die Distanz zur Spitze gegenwärtig überschaubar.
Die Wahrscheinlichkeit, dass nach dem 1. FC Magdeburg und dem SC Paderborn 07 ein drittes Team aus der 3. Liga aufsteigt ist gross. Es wäre der Karlsruher SC, der direkt nach dem Abstieg wieder zurückkehrt. Die Aufstiegshelden sind vorprogrammiert: Zum zehnten Mal wird die Relegation von der 3. Liga in die 2. Bundesliga ausgetragen – und nur zweimal konnte sich das höherklassige Team durchsetzen: 2013 konnte Dynamo Dresden gegen den VfL Osnabrück den Klassenerhalt schaffen und 2015 gelang dies dem TSV 1860 München gegen Holstein Kiel. Die anderen sieben Mal siegte das Team aus der unteren Liga. Nun tritt der Karlsruher SC gegen den FC Erzgebirge Aue an, mit einer Statistik im Rücken, die den KSC zum Favoriten stempelt.
Anders sieht es bei der Relegation zur Bundesliga aus. Dort tun sich die Vertreter der 2. Bundesliga ungleich schwerer. 19mal wurde die Relegation zur Bundesliga bislang durchgeführt und nur fünfmal konnte sich der Zweitligist durchsetzen. Die fünf letzten endeten alle mit einem Sieg des Bundesligisten. Mit einem Sieg über den VfL Wolfsburg könnte Holstein Kiel also Geschichte schreiben.
Im Stadion des Karlsruher SC (Bild: Wikipedia/Brian Kohn).
In den beiden letzten Saisons stand die Mannschaft aus der zweiten Bundesliga jeweils deutlich länger in der Bundesliga als das Team, das gegen den Abstieg kämpfte. Insbesondere eng verlief die Relegation im Jahr 2015: Der Karlsruher SC war während 176 Minuten für die höchste Spielklasse qualifiziert, der HSV nur fünf Minuten (die Norddeutschen schossen sich in den Schlussminuten der Verlängerung zum Ligaerhalt). Nur während 29 Minuten war kein Team qualifiziert.
Nicht viel anders sah es 2016 aus: Der 1. FC Nürnberg hatte gegenüber der Eintracht Frankfurt nicht weniger als 113 Minuten die Nase vorn, Frankfurt nur 24 Minuten (43 Minuten war kein Team qualifiziert).
Die beiden Relegationen zusammengerechnet (Vier Spiele, eines mit Verlängerung = Total 390 Minuten):
289 Minuten lang lag das Team aus der 2. Bundesliga vorn.
29 Minuten lag das Team aus der Bundesliga vorn.
72 Minuten war kein Team qualifiziert.
Doch zuletzt setzte sich jeweils der Bundesligist durch.
Choreo zum Aufstieg in der Saison 2012/13 (Bild: Wikipedia/Chivista).
Der 1. FC Nürnberg hätte den Aufstieg mehr als nur verdient. Während der 180 Minuten der Relegation war das Team – virtuell gesehen – wesentlich länger als die Eintracht Frankfurt für die Bundesliga qualifiziert.
Die Rechnung im Detail: In der 43. Minute im Hinspiel ging Nürnberg in Führung. Dank der Auswärtstorregel war die Mannschaft ab diesem Zeitpunkt für die höchste Spielklasse des deutschen Fussballs qualifiziert – bis zur 66. Minute, als Frankfurt das 1:0-Auswärtstor gelang. Bei diesem Spielstand sollte es im Relegations-Rückspiel bleiben, womit die Eintracht den Klassenerhalt schliesslich doch noch geschafft hatte.
So lange waren die Teams qualifiziert:
Nürnberg: 113 Minuten
Frankfurt: 24 Minuten
Kein Team: 43 Minuten
Oder anders gesagt: Nürnberg war viermal länger für die Bundesliga qualifiziert als die Eintracht.
Dies ist ähnlich wie im letzten Jahr zwischen dem Karlsruher SC und dem Hamburger SV. Weil der KSC damals schon in der vierten Minute Auswärts in Führung ging und sich erst im Rückspiel abfangen und in der Verlängerung schlagen liess, war das Team aus der 2. Bundesliga bereits letzte Saison mehrheitlich qualifiziert (Wegen der Verlängerung in einem Spiel beträgt das Total 210 Minuten):
Karlsruhe: 176 Minuten
HSV: Nur 5 Minuten
Kein Team: 29 Minuten
Blick ins Stadion des 1. FC Nürnberg (Bild: Wikipedia/Markus Unger).
Mit eineinhalb Beinen stand Karlsruhe vor wenigen Monaten in der Bundesliga. Zur Erinnerung: Wie «zweiteliga.org» ausgerechnet hatte, war der KSC während 176 Minuten der Relegation für die höhere Spielklasse qualifiziert, der Hamburger SV nur 5 Minuten, während die Sachlage nur während 19 Minuten offen war!
So knapp am Ziel vorbeigeschrammt, erwischte der Karlsruher SC einen schwachen Start in die neue Saison in der zweiten Liga Deutschlands. In der ersten Runde musste sich das Team auswärts bei Greuther Fürth mit 0:1 geschlagen geben (das Tor erfolgte in der 89. Minute). Und im zweiten Match kassierte die Elf eine Heimniederlage gegen den FC St. Pauli.
Nun hat sich der KSC offenbar gefangen. Den 2:1-Auswärtssieg beim FSV Frankfurt bestätigte Karlsruhe mit einem 2:0-Heimsieg über den MSV Duisburg. Mit sechs Punkten aus den letzten zwei Spielen kann sich das Team nun langsam nach vorne orientieren.
Interessante Begleiterscheinung: Inzwischen hat der KSC in der «ewigen Tabelle» der 2. Bundesliga die 1100-Punkte-Marke überschritten; dies ist bislang nur acht weiteren Mannschaften gelungen.
Im Stadion des Karlsruher SC (Bild: Wikipedia/Brian Kohn).
Karlsruhe bleibt in der zweiten Bundesliga. Obschon das Team in der Relegation fast immer die Nase vorne hatte.
In der vierten Minute war der KSC im Hinspiel in Führung gegangen. Ab diesem Zeitpunkt war die Mannschaft virtuell gesehen aufgestiegen – auch nach dem Ausgleich durch des Hamburger SV. Dies dank der Auswärtstorregel.
Und Karlsruhe blieb auch im Rückspiel vorne, für volle 90 Minuten. Erst da viel das 1:1 durch den HSV, der erneut in Rückstand geraten war.
Alles in allem war der KSC während 176 Minuten für die erste Bundesliga qualifiziert, der HSV 5 Minuten (dank dem Treffer in der Verlängerung). Und nur während 19 Minuten war kein Team qualifiziert.
Das Wildparkstadion des Karlsruher SC (Bild: Wikipedia/Martin Dürrschnabel).
Karlsruhe erreicht in der Relegation beim Hamburger SV ein 1:1-Unentschieden. Dank der Auswärtstorregel muss des HSV nun gewinnen oder ein Unentschieden mit mindestens zwei Toren holen.
Ein 0:0 daheim und ein 1:1 auswärts, wie Hamburg vor Jahresfrist gegen Greuther Fürth zeigte, reicht nicht mehr.
Seit die Relegation 2009 wieder eingeführt wurde, setzte sich viermal der Höherklassige durch (1. FC Nürnberg, Borussia Mönchengladbach, Hoffenheim und Hamburg). Zweimal siegte die Mannschaft aus der zweiten Bundesliga (1. FC Nürnberg, Fortuna Düsseldorf).
Dank dem 1:1-«Auswärtssieg» weiss der KSC nun einen leichten Vorteil auf seiner Seite. Das Rückspiel folgt nun am Montag in Karlsruhe (19.00 Uhr).
War das Spiel gegen Karlsruhe das vorerst letzte Heimspiel in der 1. Bundesliga (Bild: Wikipedia/Frisia Orientalis).