17 Meistertitel in der Challenge League

Die aktuellen Teams der Challenge League eroberten mehrere Schweizer-Meister-Titel. Am erfolgreichsten der aktuellen Clubs in der zweithöchsten Liga der Schweizer ist Lausanne Sport: Die Waadtländer holten nicht weniger als sieben Meistertitel.

Dahinter folgen der FC Winterthur, Xamax und der FC Aarau mit je drei Meister-Titeln. Zudem konnte der FC Biel ebenfalls eine Meisterschaft für sich entscheiden. Fünf der zehn Clubs holten also mindestens einen Titel, zusammengezählt trugen diese Clubs 17 Meister-Pokale nach Hause.

Auch bei den Cupsiegen liegt Lausanne vorne: Nicht weniger als neun Mal stemmten die Westschweizer den Pokal in die Höhe. Je einmal holten der FC Aarau sowie der FC Wil den Cup. Elfmal ging der Sieg somit an einen Club aus der Challenge League der Saison 2015/16.

Zusammen mit den 17 Meistertiteln gewannen die Clubs somit 28 Meister- und Cupsieger-Pokale.

Roberto Di Matteo wurde einst mit dem FC Aarau Schweizer-Meister (Bild: Wikipedia/Daniel Kraski).
Roberto Di Matteo wurde einst mit dem FC Aarau Schweizer-Meister (Bild: Wikipedia/Daniel Kraski).

Aarau startet gegen Wohlen

Jetzt ist der Spielplan 2015/16 der Challenge League bekannt. Liga-Neuling FC Aarau nimmt die Saison, welche das Team zurück in die Super League führen soll, im eigenen Stadion in Angriff. Zum Auftakt wartet das Heim-Derby gegen den FC Wohlen.

Aufsteiger Neuenburg Xamax muss zunächst auswärts ran. Das Traditions-Team bekommt es auswärts mit dem FC Schauffhausen zu tun. Das erste Heimspiel der Neuenburger folgt am Montag, 27. Juli, gegen Lausanne.

Die weiteren Matches zum Saisonauftakt: Lausanne empfängt Biel, Wil reist zum Start zum FC Winterthur und Le Mont beginnt die Saison daheim gegen den FC Chiasso. Diese Matches stehen vom 18. bis 20. Juli 2015 auf dem Programm.

 

Die Winterpause beginnt nach dem letzten Spieltag, am Montag, 7. Dezember, der Spielbetrieb wird danach wieder am Samstag, 6. Februar aufgenommen.

Bald wird auf der Maladiere wieder Challenge League-Fussball geboten (Bild: Wikipedia/Klapper).
Bald wird auf der Maladiere wieder Challenge League-Fussball geboten (Bild: Wikipedia/Klapper).

Ein grosser Name kommt in die Challenge League

Xavier Margairaz wechselt auf die kommende Saison zu Lausanne Sports in die Challenge League. Der 18fache Nationalspieler kehrt damit an eine seiner früheren Wirkungsstätten zurück. Einst trug er bereits 46 Matches (2001 bis 2003) für das Team am Lac Leman aus. Zu den späteren Stationen gehörten insbesondere der FC Zürich, Sion, Xamax sowie 13 Spiele für das spanische Team CA Osasuna.

Margairaz feierte drei Schweizer Meistertitel mit dem FC Zürich (2006, 2007 und 2009), einen Cup-Sieg (2005, mit dem FCZ) sowie ein Tor in der Schweizer Nationalmannschaft. Margairaz kam unter anderem bei der EM 2006 zu zwei Einsätzen.

 

Xavier Margairaz, hier noch im Dress des FC Zürich (Bild: Wikipedia/Reto Stauffer).
Xavier Margairaz, hier noch im Dress des FC Zürich (Bild: Wikipedia/Reto Stauffer).

Biel steigt ab – und bleibt oben

Weil Servette keine Lizenz für die Challenge League erhält, bleibt der FC Biel in dieser Klasse.

Eigentlich ist der FC Biel am letzten Spieltag abgestiegen. Die 0:1-Niederlage beim FC Schaffhausen besiegelt den Taucher in die 1. Liga am Samstagabend. Weil der FC Wil daheim gegen Lausanne gleich mit 4:0-Toren gewann, hätte daran auch ein Sieg nichts geändert.

Doch wie hier bereits mehrfach erwähnt, hatten die in den Abstiegskampf verwickelten Teams eine zusätzliche Hoffnung: Den grünen Tisch. An diesem bleiben die Seeländer nun oben. Nach 2005 werden die Genfer erneut zwangsrelegiert – sportlich klopfte die Mannschaft dagegen bis fast zur letzten Minute an die Tür der Super League.

Der FC Biel kann die nächste Saison also als Challenge League Team im neuen Stadion in Angriff nehmen.

Das Gurzelen-Stadion in Biel (Bild: Wikipedia/Simon Bohnenblust).
Das Gurzelen-Stadion in Biel (Bild: Wikipedia/Simon Bohnenblust).

 

Lugano rauf, Aarau runter

Der FC Lugano braucht den grünen Tisch nicht, um in die Super League aufzusteigen – hätte sich Servette den ersten Platz in der Challenge League gesichert, hätte Lugano immer noch Aufstiegschancen gehabt, da die Genfer noch ohne Lizenz für die Super League (und auch nicht für die zweithöchste Spielklasse) dastehen.

Mit einem 2:0-Sieg beim nun akut abstiegsgefährdeten FC Biel sicherten sich die Tessiner bereits vor dem letzten Spieltag den Aufstieg ins Oberhaus des Schweizer Fussballs. Ebenfalls klar ist, wer den FC Lugano in der Challenge League ersetzt: Der FC Aarau. Das Team aus dem Mittelland verlor letztlich deutlich mit 1:5-Toren beim FC St. Gallen, der noch um einen Platz in der Europa League kämpft.

Somit lautet die letzte offene Frage in der Challenge League, wer in die 1. Liga absteigt. Gefährdet sind drei Teams: Der FC Biel und der FC Chiasso, die beide auswärts antreten müssen, sowie der FC Wil, der auf eigenem Terrain den Platz in der Liga verteidigen kann. Biel erfreut sich über das beste Torverhältnis der drei gefährdeten Mannschaften, dennoch können sich die Seeländer nicht aus eigener Kraft retten, da es zu keiner Direktbegegnung kommt.

Das Stade de Geneve (Bild: Wikipedia/Petr Kadlec).
Das Stade de Geneve (Bild: Wikipedia/Petr Kadlec).

Lugano im Hoch – Biel und Wil gefährdet

Zwei Runden vor Schluss bibbern in der Challenge League nicht weniger als vier der zehn Teams! Der drittletzte Spieltag brachte noch einmal den grossen Zusammenschluss in der zweiten Tabellenhälfte: Schlusslicht Biel bezwingt daheim Wohlen mit 2:1. Weil Wil gleichzeitig gegen Winterthur gleich mit 1:4 taucht und Chiasso nach sieben Matches ohne Niederlage erstmals wieder verliert – mit 1:4 im Derby gegen Leader Lugano – rücken die Mannschaften am Tabellenende zusammen. Le Mont bleibt trotz dem 2:1-Triumph im Derby gegen Lausanne in der Gefahrenzone.

An der Spitze hat Lugano nun etwas Luft. Zwei Runden vor Schluss liegt die Mannschaft vier Punkte vor Verfolger Servette. Die Tessiner stehen vor dem sportlichen Aufstieg in die Super League.

Doch noch verbleiben drei Fragezeichen: Chiasso, Le Mont und Servette verfügen noch nicht über eine Challenge League Lizenz für die nächste Saison. Diese Entscheide werden am 1. Juni, also nach dem letzten Spieltag, bekanntgegeben.

Zählt man den Tabellenzweiten wegen noch fehlender Lizenz dazu, zittern zwei Spieltage vor Schluss also sogar fünf Clubs.

 

Servette-Topskorer Johan Vonlanthen (Bild: Wikipedia/Jacktd)
Servette-Topskorer Johan Vonlanthen (Bild: Wikipedia/Jacktd)

Der Meistertitel ist Aaraus letzte Hoffnung

Ausgerechnet der Meistertitel ist derzeit eine der grössten Hoffnungen des FC Aarau. Sechs Punkte Rückstand drei Runden vor Schluss – wenn der FCA nächste Saison nicht in der Challenge League sondern in der Super League antreten will, muss der Ball deutlich für ihn und gegen den FC Vaduz rollen.

Und nun, in der drittletzten Runde, wartet Serien-Meister FC Basel. Am vergangenen Spieltag sind die Nordschweizer Meister geworden. Die letzte Hoffnung des FC Aarau ist nun, dass die Rheinstädter für den Moment satt sind.

Zwar lebt die Hoffnung noch und rechnerisch ist der Zug zwar noch nicht abgefahren, aber der Lokführer hat zumindest schon mal daran, die Hebel in Bewegung zu setzen. Denn wenn Vaduz seine statistische Punkteausbeute weiterzieht (rund ein Zähler pro Spiel), muss Aarau nicht «nur» sechs Punkte holen, sondern neun, da die Liechtensteiner noch mindestens noch drei einfahren dürften.

Daniel Gygax, hier noch im Dress der Nationalmannschaft (Bild: Wikipedia/Rolf Stauffer).
Daniel Gygax, hier noch im Dress der Nationalmannschaft (Bild: Wikipedia/Rolf Stauffer).

Winterthurs Auswärtspunkt hilft auch Chiasso

Der FC Winterthur holt beim FC Chiasso einen Punkt. Auch wenn die Tessiner noch gegen den Abstieg kämpfen, hilft ihnen der eine Zähler dennoch. Schlusslicht FC Biel rückt nicht näher, da auch die Seeländer am Wochenende nur einen Punkt geholt haben.

Drei Runden vor Schluss sind die fünf Punkte Vorsprung zwar noch keine Garantie zum Ligaerhalt. Doch die Ausgangslage verbessert sich für den FC Chiasso dennoch. Vor dieser Runde hätte der FC Biel noch 41 Punkte erreichen können. Jetzt sind es noch maximal 39. Chiasso hat bereits 35 Punkte erreicht – bis der Ligaerhalt auch mathematisch im Trockenen ist, sind also noch maximal vier Zähler von Nöten und nicht mehr sieben wie vor dieser Runde.

Seit sieben Spielen ist die Mannschaft des neuen FC Chiasso-Trainers Marco Schällibaum nun ungeschlagen. Die Serie in chronologischer Reihenfolge: 0:0 in Winterthur, 1:1 daheim gegen Servette, 1:1 daheim gegen Wil, 1:1 in Lausanne, 2:0 gegen Wohlen, 2:1 in Biel und nun erneut 0:0 gegen Winterthur.

 

Stadion Schützenwiese in Winterthur (Bild: Wikipedia/Töröl).
Stadion Schützenwiese in Winterthur (Bild: Wikipedia/Töröl).

Wichtiger Punkt für den FC Wil

Natürlich wären drei Punkte für den FC Wil essentiell gewesen. Mit sieben Punkten Vorsprung auf den Abstiegsrang wäre der Ligaerhalt nahezu gesichert gewesen – zumal neben Biel auch Le Mont noch hätte vorbeiziehen müssen.

Dennoch ist es ein gewonnener Punkt, nicht zwei verlorene. Bereits vor dem 1:1 gegen das aktuelle Schlusslicht Biel hätten die Seeländer auch bei einer Niederlage des FC Wil die Ostschweizer nicht aus eigener Kraft verdrängen können. Das Unentschieden in dieser Direktbegegnung hilft also dem FCW deutlich mehr als Biel.

Wil hat es nun erst recht in der Hand, den Ligaerhalt aus eigener Kraft zu packen. Den Biel muss, wenn es Wil noch abfangen will, nicht nur vier Punkte gut machen, sondern jeden, den die Ostschweizer noch holen – und das ist im Schnitt ein Zähler pro Partie. Wenn Biel noch zum FC Wil aufholen will, sind also rein rechnerisch noch sieben Punkte nötig, nicht «nur» vier.

 

Die Altstadt von Wil (Bild: Wikipedia/Manfred Morgner).
Die Altstadt von Wil (Bild: Wikipedia/Manfred Morgner).
Der FC Wil kann nach vorn blicken, der Ligaerhalt ist fast geschafft (Bild: Wikipedia/Manfred Morgner).
Der FC Wil kann nach vorn blicken, der Ligaerhalt ist fast geschafft (Bild: Wikipedia/Manfred Morgner).

Chiasso reicht ein Sieg – im Prinzip

Seit sechs Spieltagen ist der FC Chiasso ungeschlagen. Mit Marco Schällibaum als neuer Coach am Spielfeldrand verbesserten sich die Tessiner vom Abstiegsplatz (Rang 10) auf den fast schon sicheren 7. Platz.

Zwar stehen noch vier Spiele aus und Chiasso liegt «nur» fünf Punkte vom Abstiegsrang entfernt. Aber ein weiterer Sieg dürfte dennoch den Ligaerhalt nahezu sichern. Weil anschliessend noch drei Runden auszutragen sind, werden kaum noch drei Teams – die aktuell im Schnitt rund einen Punkt pro Runde holen – plötzlich allesamt an den Südschweizer vorbeiziehen.

Die Serie der Ungeschlagenheit des FC Chiasso: 0:0 in Winterthur, 1:1 daheim gegen Servette, 1:1 daheim gegen Wil, 1:1 in Lausanne, 2:0 gegen Wohlen und 2:1 in Biel. Das Team von Schällibaum hat somit mehr als die halbe Liga geschlagen.

Das Stadio Comunale in Chiasso (Bild: Wikipedia/Elvezio Rigamonti/CC-Lizenz).
Das Stadio Comunale in Chiasso (Bild: Wikipedia/Elvezio Rigamonti/CC-Lizenz).