Die WM der Widerspenstigen: Wenn Fussball nicht mehr gehorcht

Die WM 2026 ist nicht nur ein Turnier der Grossmächte, der milliardenschweren Kader und der global vermarkteten Superstar-Maschinen. Sie ist auch ein Turnier der stillen Rebellen, der Akteure aus der zweiten Reihe, der Nationen, die im internationalen Schaufenster sonst eher als dekoratives Beiwerk gelten. Und genau dort beginnt die eigentliche Schönheit dieses Turniers. Mit Teams wie Haiti oder Curacao.

Denn während die üblichen Verdächtigen schon wieder ihre Pflichtquartiere in der K.o.-Phase reservieren wollen, schleicht sich im Schatten der Trophäenarchitektur eine andere Wahrheit heran: 48 Teams bedeuten nicht nur mehr Spiele. Sie bedeuten mehr Widerspruch gegen die Ordnung.

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Anders als Italien: Curaçao schafft erstmals Sprung an die WM

Während Italien noch durch die Mühlen der Playoffs muss, hat sich der Karibikstaat, respektive die Karibikinsel Curaçao erstmals in der Fussball-Geschichte für die WM qualifiziert.

In der Fussball-Weltrangliste liegt Curaçao auf Rang 82, unter anderem vor Bulgarien (88) oder China (93). Ein 0:0 in Jamaika reichte, um die Sensation klar zu machen. Noch nie gelang es einer Nation mit so wenigen Einwohnern, sich für die WM zu qualifzieren.

Die Mannschaft blieb damit auch im letzten Gruppenspiel ungeschlagen. Curaçao kämpfte sich durch eine erste Gruppenphase mit total vier Spielen und qualifizierte sich damit zu einer zweiten Gruppenphase, in welcher Jamaica, Trinidad und Tobago sowie Bermuda hinter sich gelassen weden konnte.

Vom CONCACAF-Verband konnten sich ausserdem Haiti und Panama durchsetzen; beide Mannschaften stehen zum zweiten Mal an einer WM-Endrunde.