DFB-Pokal: Elf Clubs aus der zweiten Liga weiter

Elf oder zwölf Teams aus der zweiten Liga ziehen in die zweite Hauptrunde ein. Je nachdem wie das abgebrochene Spiel zwischen VfL Osnabrück (3. Liga) und RB Leipzig gewertet wird. Der DFB würde das Spiel mit einem 2:0-Sieg für Leipzig werten, nachdem das Spiel in der 71. Minute abgebrochen wurde, weil der Schiedsrichter von einem Wurfgegenstand getroffen wurde. Doch Leipzig bietet eine Wiederholungsspiel an.

Neben sechs bis sieben Clubs aus der 2. Bundesliga blieben auch drei Bundesligisten auf der Strecke: Der Hamburger SV scheiterte an Carl Zeiss Jena, der FC Ingolstadt gab sich gegen Unterhaching geschlagen und Hoffenheim verabschiedete sich bei 1860 München.

Westkurve im Stadion des FC Kaiserslautern (Bild: Wikipedia/Thomas Hilmes).
Westkurve im Stadion des FC Kaiserslautern (Bild: Wikipedia/Thomas Hilmes).

Aus der zweiten Liga nicht mehr dabei sind: Union Berlin (aus gegen Viktoria Köln), Duisburg (aus gegen Schalke), Greuther Fürth (aus gegen Erzgebirge Aue), Karlsruhe (aus gegen Reutlingen), Armina Bielefeld (aus gegen Hertha Berlin) und St. Pauli (aus gegen Mönchengladbach).

Beim vergangenen DFB-Pokal schafften ebenfalls zwölf Clubs aus der 2. Bundesliga den Einzug in die zweite Hauptrunde. Die Begegnungen der 2. Hauptrunde werden am 14. August ausgelost und am 27. und 28. Oktober ausgetragen.

1860-Fans: Einkauf bei den Bayern oder Knast

Richterin Karin Jung stellt drei Anhänger von 1860 München vor eine besondere Wahl: Entweder 15 Monate Gefängnis oder ein Einkauf im Fanshop des FC Bayern München. Die drei hängen dem Stadtrivalen an und verprügelten einen Bayern-Fan. Zudem stahlen sie ihm ein Trikot und weitere Fan-Utensilien.

Die Richterin – die selbst zu 1860 München steht – wird in der «Bild»-Zeitung zitiert, dass die drei Männer keine Reue zeigten und sich siegessicher gaben. Und so habe sie sich überlegt, was die Täter schmerzt. Weil das Opfer einverstanden ist, ist die ausgesprochene Strafe rechtens.

Ein Verteidiger erklärte, dass der Einkauf – Trikot, Schal und Hut – nun mittlerweile erledigt ist.

Daniel Adlung von 1860 München (Bild: Wikipedia/Northside).
Daniel Adlung von 1860 München (Bild: Wikipedia/Northside).

2. Bundesliga: Mehr Auswärts- als Heimsiege!

Ohne das heutige Abendspiel sind in der 2. Bundesliga bislang 17 Spiele ausgetragen worden. Die Bilanz überrascht: 7 Auswärtssiege und 4 Unentschieden sehen «nur» 6 Heimsiegen gegenüber.

In der ersten Runde siegten der FC Kaiserslautern, RB Leipzig, VfL Bochum sowie der SV Sandhausen auswärts. Im zweiten Durchgang jubelten nun der SC Freiburg, SC Paderborn sowie der FC St. Pauli auf fremdem Terrain.

Nur eines dieser sieben Teams hat bereits beide Seiten kennengelernt: Der SC Paderborn verlor zum Saisonauftakt zuhause mit 0:1 gegen den VfL Bochum. In der zweiten Begegnung der Saison blieb der Absteiger aus der Bundesliga jedoch siegreich. Auswärts wurde Fortuna Düsseldorf nach einem 0:1-Rückstand zur Pause noch mit 2:1 besiegt.

Die Arena des SC Paderborn 07 (Bild: Wikipedia/Markus Unger).
Die Arena des SC Paderborn 07 (Bild: Wikipedia/Markus Unger).

RB Leipzig erhält Flügel verliehen

RB Leipzig hat noch einmal kräftig aufgerüstet. Endlich sollen wieder zwei Clubs aus Ostdeutschland in der Bundesliga mitspielen. Das 2009 gegründete Fussballteam braust mit den Millionen eines Getränke-Herstellers mit verliehenen Flügeln durch die Ligen.

Mit Ralf Rangnick steht ein namhafter Trainer an der Bande, der bereits Hoffenheim aus den Unterhäusern in die Bundesliga führte. Gleich fünf Zuzüge sind vom österreichischen Club RedBull Salzburg auf die neue Saison hin zu Leipzig gestossen, zwei davon auf Leihbasis. Das bereits starke Kader wurde um Spieler wie U20-Nationalspieler Davie Selke (Werder Bremen) und Willi Orban (1. FC Kaiserslautern) erweitert. Kein Club hat mehr in die Zuzüge investiert als Leipzig, allein Selke soll acht Millionen Ablöse gekostet haben.

Nun soll der Aufstieg ins Oberhaus gelingen. Der Club ist das Emporstreben gewohnt: 2009/10 wurde die Oberliga Nordost gewonnen wurde (74:17 Tore). 2012/13 die Regionalliga Nordost, nach einem vierten und einem dritten Platz in den Zwischenjahren. Der Aufstieg in die 2. Bundesliga erfolgte 2013/14 durch einen zweiten Rang in der dritten Liga. Auf Anhieb mischte die Mannschaft vorne mit, beendete die Saison auf Rang fünf und stiess überdies ins DFB-Achtelfinale vor.

David Selke spielt neu bei RB Leipzig (Bild: Wikipedia/MaxUnknown).
David Selke spielt neu bei RB Leipzig (Bild: Wikipedia/MaxUnknown).

Zebras nehmen bald 1000-Punkte-Hürde

Mit 19 Saisons in der 2. Bundesliga gehört der MSV Duisburg zu den Traditionsclubs dieser Spielklasse. Nun steht der Club vor einem beachtlichen Jubiläum: In den bisherigen 682 Spielen trugen die Zebras 992 Punkte zusammen – in wenigen Runden dürfte also die 1000-Punkte-Marke erreicht sein.

Der Vizemeister von 1964 und vierfache Pokalfinalist zeigt zudem ein positives 2.-Bundesliga-Torverhältnis von 1005:899, der nächste Gegentreffer bedeutet also das 900. Gegentor, was angesichts des 1000. Punktes verkraftbar ist.

Duisburg liegt in der «ewigen Tabelle» der 2. Bundesliga auf dem 14. Rang, demnächst wird der 1. FC Saarbrücken überholt, der mit exakt 1000 Punkten auf dem 13. Platz liegt. Bislang sind 122 Mannschaften in dieser Liga angetreten.

Die MSV-Arena in Duisburg (Bild: Wikipedia/ZebraDS).
Die MSV-Arena in Duisburg (Bild: Wikipedia/ZebraDS).

Vier Knaller zum DFB-Auftakt

Gleich vier hochkarätige Leckerbissen zwischen den beiden höchsten Ligen warten zum Auftakt des DFB-Pokals, so etwa Bielefeld gegen Berlin. Bielefeld zählt rund 330‘000 Einwohner und Berlin 3,47 Millionen, doch die beiden trennt fussballerisch nur eine Liga.

Die Matches zwischen der 1. und 2. Bundesliga im Überblick: Im Nordrhein-Westfalen-Derby misst sich der MSV Duisburg mit Schalke 04, eine wohl spannungsgeladene Partie darf zu erwarten sein. Ebenfalls packend dürfte der Vergleich zwischen 1860 München sowie dem Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim sein.

Arminia Bielefeld fordert mit Hertha Berlin die Hauptstädter und der FC St. Pauli will Borussia Mönchengladbach das Fürchten lehren.

Vier Mal werden Teams aus der obersten Spielklasse von Clubs aus der 2. Bundesliga gefordert. Die erste Hauptrunde des Pokals steht vom 7. bis 10. August auf dem Programm, die erwähnten Begegnungen gehen am 8. (Duisburg und Schalke und München gegen Hoffenheim) und 10. August (Bielefeld gegen Berlin und St. Pauli gegen Mönchengladbach) über die Bühne.

Arminia Bielefeld stieg 2015 in die 2. Bundesliga auf (Bild: Wikipedia/Andy1982).
Arminia Bielefeld stieg 2015 in die 2. Bundesliga auf (Bild: Wikipedia/Andy1982).

Greuther Fürth ist die Nummer 1

Von den aktuellen 18 Teams der zweiten Bundesliga ist Greuther Führt die Nummer 1. 1386 Punkte sammelte die Mannschaft in total 26 Jahren Liga-Zugehörigkeit. Nur Alemannia Achen holte noch mehr Zähler, spielt aber derzeit nicht in dieser Liga. Das zweitbeste Team der gegenwärtigen zweiten Bundesliga ist der FC St. Pauli. Auf Gesamtrang sechs liegend, kommt das Team auf 1230 Punkte in 23 Jahren. Es folgen Freiburg (7), Karlsruher SC (8), Duisburg (14) und 1860 München (15).

Auf der hintersten Position der gegenwärtigen Clubs der Liga liegt der 1. FC Heidenheim auf Rang 105. Das Team bestritt bislang eine Saison in dieser Liga, 17 Teams hatte dieser Verein aber in dieser einen Spielzeit bereits überholt. Zwei Plätze weitervorn, auf 103, liegt RB Leipzig, ebenfalls mit einer Saison in der zweiten Bundesliga, aber mit etwas mehr Punkten.

Diverse Mannschaften der zweithöchsten Liga spielten bereits in der Bundesliga, am erfolgreichsten war bisher der 1. FC Kaiserslautern. 44 Saison war dieser Club bislang erstklassig, 2094 Punkte wurden in dieser Zeit eingefahren, der Verein liegt auf Rang 10 der «ewigen» Bundesliga-Tabelle. Dahinter folgen in der Tabelle des Oberhauses folgende aktuelle 2.-Ligisten: VfL Bochum (13), 1. FC Nürnberg (14), MSV Duisburg (15) und der Karlsruher SC.

Das Stadion am Laubenweg von Greuther Fürth (Bild: Wikipedia/Markus Unger).
Das Stadion am Laubenweg von Greuther Fürth (Bild: Wikipedia/Markus Unger).

19 Meistertitel in der 2. Bundesliga

Die Mannschaften, die nächste Saison die 2. Bundesliga bilden, sind nicht ohne: Nicht weniger als 19 Meistertitel sind in der zweithöchsten Klasse vereinigt.

Mit dem 1. FC Nürnberg kickt sogar das dritterfolgreichste Team Deutschlands derzeit in der zweiten Etage: Nicht weniger als neun Titel feierte Nürnberg in den Jahren 1920 bis 1968.

Dahinter folgt der 1. FC Kaiserslautern, der sich über vier Meistertitel in den Jahren 1951 bis 1998 erfreut. Nur zehn Teams waren noch erfolgreicher.

Drei Titel konnte SpVgg Greuther Fürth erstreiten. Und je einmal erkämpften drei weitere Clubs die Meisterschaft: Eintracht Braunschweig anno 1967, 1860 München im Jahr 1966 und Fortuna Düsseldorf 1933.

Dazu kommen zwölf Pokalsiege: Der 1. FC Nürnberg trug den Pokal viermal nach Hause. Fortuna Düsseldorf, der 1. FC Kaiserslautern, 1860 München und Karlsruhe triumphierten je zweimal.

Nürnberg holte bislang neun Meistertitel und vier Pokalsiege (Bild: Wikipedia/Lienhard Schulz).
Nürnberg holte bislang neun Meistertitel und vier Pokalsiege (Bild: Wikipedia/Lienhard Schulz).

2. Bundesliga: Das sind die vier Neuen

Vier Teams starten neu in der zweiten Bundesliga; es hätten sogar sechs werden können, dann wäre einer von drei Clubs neu in der Liga gewesen. In der «ewigen» Bundesliga-Tabelle liegt Duisburg auf Rang 15, der SC Freiburg auf Position 22, Armina Bielefeld auf 23 und Paderborn auf 48.

MSV Duisburg: Der 1902 gegründete Traditionsverein feierte 1964 den Vizemeister-Titel in der 1. Bundesliga. Viermal standen die Zebras darüber hinaus im Endspiel des DFB-Pokals. Internationales Highlight war der Vorstoss ins Halbfinale des UEFA-Cups (1979). Die «Schauinsland-Reise-Arena» fasst 31‘502 Zuschauer. Nach dem Fall in die dritte Liga, aus wirtschaftlichen Gründen, erfolgt nun zwei Jahre später die Rückkehr in die zweite Bundesliga.

SC Freiburg: 2013 erreichte die Mannschaft das DFB-Halbfinale, was der bisher grösste Erfolg im Clubwettbewerb darstellt. In der Meisterschaft ist ein dritter Rang das bisher beste Ergebnis.

Armina Bielefeld: Der Verein feiert heuer sein 110-Jähriges Bestehen. Dreimal gewann die Mannschaft die zweite Bundesliga und ebenso oft erreichte die Mannschaft das Pokal-Halbfinale – zuletzt im laufenden Jahr. In der «SchücoArena» finden 26‘137 Fans einen Platz.

SC Paderborn: 15‘000 Besucher fasst die «Benteler-Arena», das Team war in der Bundesliga unerfahren und im Stadion war es eng, nicht zuletzt deshalb sprach Trainer André Breitenreiner vom «krassesten Aussenseiter der Geschichte». Der Aufstieg in die höchste Klasse war zugleich der bislang grösste Erfolg in der Clubgeschichte, die 1907 begonnen hat.

 

Duisburg ist wieder in der 2. Bundesliga (Bild: Wikipedia/ZebraDS).
Duisburg ist wieder in der 2. Bundesliga (Bild: Wikipedia/ZebraDS).

KSC war 176 Minuten qualifiziert, HSV nur 5

Karlsruhe bleibt in der zweiten Bundesliga. Obschon das Team in der Relegation fast immer die Nase vorne hatte.

In der vierten Minute war der KSC im Hinspiel in Führung gegangen. Ab diesem Zeitpunkt war die Mannschaft virtuell gesehen aufgestiegen – auch nach dem Ausgleich durch des Hamburger SV. Dies dank der Auswärtstorregel.

Und Karlsruhe blieb auch im Rückspiel vorne, für volle 90 Minuten. Erst da viel das 1:1 durch den HSV, der erneut in Rückstand geraten war.

Alles in allem war der KSC während 176 Minuten für die erste Bundesliga qualifiziert, der HSV 5 Minuten (dank dem Treffer in der Verlängerung). Und nur während 19 Minuten war kein Team qualifiziert.

 

Das Wildparkstadion des Karlsruher SC (Bild: Wikipedia/Martin Dürrschnabel).
Das Wildparkstadion des Karlsruher SC (Bild: Wikipedia/Martin Dürrschnabel).