Das 0:0 ist für den SC Paderborn wie ein Auswärtssieg

0:0 nach dem Hinspiel zwischen dem VfL Wolfsburg und dem SC Paderborn – und wenn man ehrlich ist: Das ist genau dieser Spielstand, der keine Ruhe lässt. Für niemanden … der aber dennoch eine Art Auswärtssieg für den SC Paderborn darstellt.

Die Wölfe aus der Bundesliga haben zwar das Heimspiel nicht verloren, aber sie haben eben auch nichts wirklich mitgenommen, was ihnen Sicherheit geben würde. Und der SC Paderborn aus der 2. Liga? Die nehmen dieses 0:0 wie einen kleinen moralischen Sieg mit ins Rückspiel … und auch mit der Erkenntnis: Da geht noch was.

Showdown im Rückspiel

Und jetzt wird’s interessant, denn: Es gibt kein Auswärtstor mehr, das irgendwem ein bisschen Luft verschaffen würde. Das heisst ganz einfach: Wer im Rückspiel gewinnt, bleibt – oder steigt auf. Und wer verliert, der hat ein echtes Problem.

Wolfsburg wird sagen: „Wir haben die Erfahrung, wir spielten eine Saison lang den höheren Rhythmus, wir sind der Bundesligist.“

Paderborn wird antworten: „Ja, aber im Fußball zählt das, was am Ende im Netz zappelt.“

Kein beruhigendes Ergebnis

Und genau da liegt die Spannung dieser Konstellation. Ein 0:0 ist kein beruhigendes Ergebnis, es ist ein offenes Versprechen. Für 90 Minuten, vielleicht 120; vielleicht sogar für ein Elfmeterschießen.

Im Rückspiel wird jeder Zweikampf größer, jeder Fehlpass schwerer, jeder Abschluss ein Stück Geschichte. Wolfsburg unter Druck, die Liga zu halten. Paderborn mit der Chance, sich ganz nach oben zu schieben.

Und wenn man so will, ist nach diesem Hinspiel eines völlig klar: Es ist nichts entschieden. Gar nichts.

Daniel Gerber